04.10.2016

Nachhaltigkeit nimmt Quartier


"Nachhaltigkeit nimmt Quartier" heißt ein Modellprojekt, das das Institut für Kirche und Gesellschaft und die Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW in Bochum-Hamme und Herne Wanne-Süd durchführen. Was das konkret bedeuten kann, wurde an den zwei  Wochenenden im September deutlich.
Bei den Zukunftswerkstätten in Wanne-Süd und Hamme entwickelten Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtviertel  Visionen für ihre Nachbarschaft. "Wie kann mein Quartier lebenswerter und nachhaltiger werden und wie können wir gemeinsam unsere Ideen umsetzen?" waren die Fragen, die im Fokus standen.
In beiden Zukunftswerkstätten kamen gut 30 Menschen mit vielen kreativen Ideen, guter Laune und Tatendrang zusammen, um sich miteinander zu vernetzen und große und kleine Pläne zu entwickeln. Die Ideen reichten von der Zwischennutzung leerstehender Ladenlokale über die Begrünung verschiedener Straßen bis hin zu Initiierung eines Gemeinschaftsgartens. Ganz konkret planen die Bewohnerinnen und Bewohner in Hamme nun den HAMMER VOLLMUND, ein kulinarisches Straßenfest auf dem Amtsplatz, immer zum ersten Sonntag bei Vollmond. Die erste Ausgabe der vollmundigen Veranstaltungsreihe findet am 16. Oktober statt. Jeder ist herzlich dazu eingeladen. In Wanne-Süd hingegen wurde der "Grundstein" für einen Tauschladen gelegt. Jeder, der funktionierende, aber für ihn überflüssige Dinge besitzt, soll diese dort abgeben und sich gegebenenfalls etwas anderes umsonst mitnehmen.
Die ersten Schritte sind getan. Nun folgen verschiedene Workshops, in denen Interessierte weiter an den gesammelten Ideen feilen und die nächsten Schritte zur Umsetzung vereinbaren können. "Wir sind alle mit sehr viel Vorfreude auf die weiteren Planungen aus den Zukunftswerkstätten heraus gegangen und sind beeindruckt von dem riesigen Engagement vor Ort!" resümiert Dr. Judith Kuhn, Ansprechpartnerin für Hamme. Axel Rolfsmeier, verantwortlich für Wanne-Süd, ergänzt: "Nach so einem gelungenen Auftakt in den Quartieren sind wir zuversichtlich, gemeinsam vor Ort etwas im besten Sinne Nachhaltiges bewirken zu können."