17.10.2018

Newsletter Oktober 2018


Liebe Leserin, lieber Leser,

auf welchem Grund stehen wir? Diese im wahrsten Sinne "grund"legende Frage stellt sich nicht nur angesichts immer neuer rechter Hetztiraden, des irrlichternden Dauerstreits der Koalition und des Schrumpfens der Volksparteien.
In den großen Auseinandersetzungen um die Zukunft unserer Gesellschaft ist das, was uns im tiefsten Innern Orientierungskraft gibt, von entscheidender Bedeutung.

Paulus erinnert in seinem Brief an die Korinther an dieses Fundament: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
(1. Kor. 3,11)

Mit einem der Welt zugewandten Glauben stehen wir auf einem guten Grund. In den Auseinandersetzungen dieser Zeit können wir auf ihm sicher stehen und Halt finden: Ohne Toleranz gegenüber Intoleranz, mit Klarheit gegen alle Menschenfeindlichkeit und mit Nächstenliebe gegenüber allen Menschen.

Die rassistischen, antisemitischen und menschenfeindlichen Tabubrüche des Rechtspopulismus bleiben dennoch beängstigend.

Andererseits erlebe ich, wie die bislang oft schweigende Mehrheit in unserem Land lauter wird: 240.000 demonstrierten „unteilbar“ in Berlin gegen Rassismus und eine sich spaltende Gesellschaft. Ich treffe solche Menschen an vielen anderen Orten, auf unseren Tagungen und in unseren Projekten. Immer mehr Menschen sind bereit, den Verächtern unserer Demokratie die rote Linie zu zeigen. Selbstbewusst stellen sie ihre Vorstellung von einer pluralen, menschenfreundlichen Gesellschaft nationalistischer, z. T. rechtsextremer Ideologie entgegen. Viele engagieren sich. Auf Demonstrationen, in vielen zivilgesellschaftlichen Projekten und Initiativen, in denen ganz konkret solidarisches Zusammenleben erfahrbar wird. Das ist ermutigend.

Der Stil der Regierungsarbeit müsse sich ändern, so vielfach die Analyse der Regierungsparteien nach der Bayernwahl. Das stimmt! Neben dem Stil auch so manche Inhalte. Dazu gehört auch eine Politik der Zusammenarbeit mit der demokratischen Zivilgesellschaft, mit den vielen, die sich in sich ungezählten Initiativen für eine gute Zukunft einsetzen und sich bisher vielfach alleingelassen fühlten.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und lade Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein!

Ihr Klaus Breyer

Newsletter Oktober 2018