18.03.2014

" ... ob Kriegsleute in seligem Stande sein können"


"Als Christ macht man sich schuldig bei einem Verstoß gegen das Gebot, nicht zu töten. Aber: Wenn Sie es unterlassen, andere zu schützen, können Sie genauso schuldig werden. Das ist das Spannungsfeld, in dem ein Christ leben muss. Und in dem er auf Gottes Gnade angewiesen ist" (Generalleutnant Rainer Glatz, bis 2013 Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr).
Wie lässt sich angesichts des Dilemmas zwischen Tötungsverbot und Schutzgebot verantwortlich und gewissenhaft handeln? Das Berufsbild des Soldaten und der Soldatin ist geprägt vom Leitbild des Staatsbürgers in Uniform und durch das Konzept der Inneren Führung. Beides zielt darauf ab, eine freie, eigenverantwortlich und gewissenhaft handelnde Persönlichkeit herauszubilden. Nicht erst der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr macht den Wandel im Berufsbild der Soldatinnen und Soldaten deutlich: Angesichts der Gefahren, verwundet oder getötet zu werden und auch selbst töten zu müssen, stellt sich die Frage immer wieder neu: Kann ein Christ guten Gewissens Soldat sein?
Die Abendveranstaltung geht den Fragen nach: Welche Antworten geben Kirche und Gesellschaft auf die aktuellen internationalen politischen Herausforderungen? Und welche ethischen Fragen ergeben sich daraus?

Die Evangelische Akademie Villigst lädt in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Münster, dem Ev. Standortpfarrer Münster und dem Ev. Forum Münster herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung ein.

Die Referenten des Abends sind:
Schriftführer Pastor Renke Brahms, Friedensbeauftragter des Rates der EKD und Vorsitzender des Beirats für die Seelsorge in der Bundeswehr;
Oberst i.G. Kai Ronald Rohrschneider, seit dem 14. März 2014 Kommandeur der Panzerbrigade 21 "Lipperland", Augustdorf

31. März 2014
19.30 bis 21.00 Uhr
Ev. Studierendengemeinde Münster (ESG)
Breul 43
48143 Münster
www.esgmuenster.de/lageplan.html