13.11.2017

Psychosoziale Beratung für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge


Foto: Ev. Kirche von Westfalen

Aus dem Irak geflüchtet: Diese Frau hilft in der Kleiderkammer der ZUE Borgenteich mit.

Psychosoziale Beratung für Flüchtlinge hilft, Konflikte zu vermeiden, und fördert die Integration. Davon sind alle Kooperationspartner eines Modellprojekts in Borgenteich überzeugt. Seit Mai 2016 bietet dort die Diakonie Paderborn-Höxter in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW für Flüchtlinge eine psychosoziale Beratung an - als Hilfe für besonders schutzbedürftige, häufig traumatisierte Menschen.
Psychologische Beratungsangebote gehören derzeit nicht zum Beratungsangebot in Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge des Landes NRW. Das Modellprojekt der psychosozialen Beratung ist auf zwei Jahre angelegt und läuft bis April 2018. In seinem Rahmen soll ermittelt werden, ob in Unterbringungseinrichtungen des Landes eine regelmäßige psychosoziale Beratung und Betreuung notwendig ist - neben der bestehenden Asylverfahrensberatung sowie der medizinischen Versorgung durch Sanitätsstation und Ärzte.
Jetzt haben die beteiligten Projektpartner ein erstes positives Fazit gezogen: "Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Modellprojekt zeigen, dass psychosoziale Beratung und Begleitung in ZUEs notwendig ist", erklärt Jutta Vormberg, Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. In vielen Fällen konnte den besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen geholfen werden, viele sind psychisch stabiler geworden. "Alle Kooperationspartner vor Ort bestätigen die positive Entwicklung", so Vormberg.
Zum vollständigen Artikel der EKvW geht es hier.