22.08.2016

Untersuchung zur Flüchtlingsarbeit


Foto: Helge Hohmann, Volker Milk, Klaus Breyer (v.li)

Das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) der evangelischen Kirche von Westfalen startet jetzt mit einem Sonderprojekt zum Thema Flüchtlingshilfe. Menschen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren,und auch die Situation der Flüchtlinge selbst, stehen im Zentrum des Vorhabens. Klaus Breyer, Leiter des Instituts, und Projektleiter Helge Hohmann, Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, konnten sich jetzt über die Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen freuen. Sie erhielten den Förderbescheid aus den Händen des Arnsberger Regierungsvizepräsidenten Volker Milk.
"Wir haben die Projektidee in einem engen Dialog mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales entwickelt. Wir wollen die besonderen Bedingungen ehrenamtlicher Arbeit in ländlichen und städtischen Räumen untersuchen und auf dieser Grundlage Hilfestellungen für eine erfolgreiche Flüchtlings- und Integrationsarbeit geben", so Klaus Breyer.
Woher stammen die Ehrenamtlichen, die sich in Kirche und Diakonie für die Flüchtlinge einsetzen? Was ist ihre Motivation? Wie ist ihre Haltung? Diesen Fragen soll in dem Projekt nachgegangen werden. Ihre individuellen Erfahrungen werden ausgewertet und dokumentiert. Parallel dazu werden die Entwicklung der Lebenslagen der Flüchtlinge, ihre kulturellen und religiösen Prägungen in ihrer Zeit hier in Deutschland näher untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse fließen in eine Dokumentation und in Tagungen und Seminare für die ehrenamtlich Engagierten ein.
Pfarrer Helge Hohmann: "Willkommenskultur braucht Willkommensstruktur. Das Ehrenamt ist hier Rückgrat und Lebensader für das Gelingen des Zusammenlebens! Mit unserem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des freiwilligen Engagements für Flüchtlinge in Kirche und Zivilgesellschaft."Das Projekt ist auf insgesamt drei Jahre ausgelegt. Mit knapp 260.000 Euro unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen zunächst die Anfangsphase des Vorhabens.