27.05.2017

„Wenn es den Kirchentag nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“


Mitarbeiter des IKG freuen sich über prominenten Besuch: Präses Annette Kurschus und Armin Laschet, Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten in NRW

Er ist 1,80 Meter lang, rund und aus Ahornholz: der Staffelstab des Deutschen Evangelischen Kirchentages, der am Samstag (27.5.) in Berlin übergeben wurde. Damit ist der Weg zum Dortmunder Kirchentag 2019 symbolisch eröffnet. Viele Hände waren an der Übergabe beteiligt: Die westfälische Präses Annette Kurschus übernahm den Stab vom Berliner Bischof Dr. Markus Dröge; Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der künftige NRW-Ministerpräsident Armin Laschet von Michael Müller, dem Berliner Regierenden Bürgermeister; der soeben gewählte Präsident des Dortmunder Kirchentages, Hans Leyendecker, von seiner Vorgängerin Dr. Christina Aus der Au.
Annette Kurschus erinnerte an die Kirchentage in Dortmund 1963 und 1991, vor denen der Kirchentag jeweils in Berlin war. Vor dem Kirchentag 1963 wurde die Berliner Mauer gebaut, vor dem von 1991 ist sie gefallen. Nun folgt erneut Dortmund auf Berlin - "Man darf gespannt sein, welche Mauern diesmal fallen." Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen wies auf die starke Zuwanderung hin, die Dortmund prägt. Die allermeisten Menschen im Ruhrgebiet seien sehr offen. Wie sich die Kirche in einer Gesellschaft mit solcher Zuwanderung verändert, sei aktuell spürbar und werde auch künftig ein wichtiges Thema bleiben. "Das ist eine Herausforderung und Chance, die wir in unseren Gemeinden schon jetzt merken." Kurschus versprach: "Wir werden gute Gastgeber sein - nicht allein Dortmund, sondern ganz Westfalen mit seinen verschiedenen Regionen."
Armin Laschet betonte, dass Nordrhein-Westfalen den Kirchentag parteiübergreifend unterstützt. "Das ist ein Ereignis für das ganze Land. Wenn es den Kirchentag nicht gäbe, müsste man ihn erfinden, weil er die Diskussionsprozesse in Gang setzt, die wir dringend brauchen." Kirche müsse sich einmischen, sagte der CDU-Politiker, denn: "Die christliche Botschaft betrifft die ganze Welt. Diese Botschaft ist das Beste, was man der Welt anbieten kann."

(Medieninfo der EKvW vom 27.5.2017)