06.10.2011

Westfälische Kirche begrüßt Klimaschutzgesetz


Westfälische Kirche begrüßt Klimaschutzgesetz
Klaus Breyer, Umweltbeauftragter der EKvW: Breiter gesellschaftlicher Dialog nötig

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat das geplante Klimaschutzgesetz in NRW begrüßt. „Der vorliegende Gesetzentwurf schafft einen geeigneten Rahmen für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik in NRW“, sagte der landeskirchliche Umweltbeauftragte Klaus Breyer am Donnerstag in Schwerte dem epd.
Nordrhein-Westfalen habe als „Energieland Nummer eins“ eine Schlüsselstellung für den Klimaschutz. Ohne stringenten Klimaschutz in NRW werde Deutschland das Klimaschutzziel, eine Verringerung der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2020, nicht erreichen können. Mit der Festlegung von konkreten Reduktionszielen schaffe NRW Maßstäbe, an denen sich auch die Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung messen lassen müsse, sagte Breyer, der auch Leiter des landeskirchlichen Instituts für Kirche und Gesellschaft ist. Die Klimaschutzziele müssten erreicht und der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen gestärkt werden. Dafür sei es nötig, jetzt einen fruchtbaren Dialog mit allen Branchen der Wirtschaft zu beginnen, erklärte Breyer. „Als Kirche sind wir gerne bereit, daran mitzuwirken“, kündigte er an. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat das erste deutsche Klimaschutzgesetz vorgelegt. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Treibhausgasemissionen um mindestens 25 Prozent bis zum Jahr 2020 und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent zu verringern. Vergleichszeitpunkt ist das Jahr 1990. Das Gesetz soll bis Jahresende verabschiedet werden. Die Umsetzung soll in einem Klimaschutzplan konkretisiert werden, der bis Ende 2012 vorliegen soll. Erste Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes sollen vorher bereits mit einem „KlimaschutzStartProgramm“ eingeleitet werden.