02.10.2013

Zertifikat für Projektentwickler


Glückliche Projektentwickler und ihre Zertifikate auf der Treppe vor Haus Busch, Journalistenzentrum Hagen

Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft würdigt gemeinsam mit den Kooperationspartnern - Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur NRW und Dr. Burghard Flieder, Energiewende jetzt und innova eG - den erfolgreichen Abschluss der Fortbildung zum Projektentwickler für Energiegenossenschaften:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Projektentwickler  für Energiegenossenschaften, liebe Energiebürger!
Ich freue mich sehr, heute bei Ihnen zu sein und an dieser feierlichen Zertifikatsübergabe teilnehmen zu können:
Mit Stolz können Sie auf das von Ihnen Erreichte zurück blicken!
Es braucht Fachleute wie Sie, um die Energiewende voran zu bringen. Es braucht innovative und engagierte Menschen wie Sie, die mit Kompetenz andere Menschen aber auch Institutionen und Organisationen zu neuen Projekten der zukunftsfähigen Energieerzeugung und -verwendung motivieren.
Seit über zwei Jahrzehnten setzen wir uns auch als Kirche für Klimaschutz und eine nachhaltige Energiepolitik ein. Politisches Handeln und Kehren vor der eigenen Tür sind für uns - und ich denke, das trifft auch auf für Sie zu - politisches Handeln und Kehren vor der eigenen Tür sind für uns zwei Seiten einer Medaille. Seit mittlerweile 10 Jahren führen wir  Umwelt- und Energiemanagementsysteme in Kirchengemeinden und kirchlich/diakonischen Einrichtungen mittlerweile flächendeckend. Unsere kirchliche Klimaschutzagentur hat ehrgeizige Ziele und wir kommen bei ihrer Umsetzung gut voran. Wir tun dies alles mit einer klaren politischen Position. Als Kirche unterstützen die NRW - Klimapolitik und sehen im NRW-Klimaschutzgesetz und in der partizpativen Entwicklung des Klimaschutzplans NRW eine Blaupause für die Bundesebene.
Auch auf der Bundesebene schauen wir klima- und energiepolitisch genau hin. Die nächsten Monate werden darüber entscheiden, ob auf konstruktive Weise das Planungschaos in Sachen Energiewende überwunden werden kann. Wir treten ein für eine  Energiewende als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe, bei der Klimaschutz nicht nur drauf steht sondern auch drin ist, für eine Energiewende, die dezentrale Strukturen stärkt, Bürgerinnen und Bürger am Umbau beteiligt und bei der Gewinne und Kosten sozialgerecht verteilt werden.
Für diese "Energiewende von unten" haben Sie alle in den vergangenen Monaten eine beachtliche Leistung erbracht, die ich an dieser Stelle besonders würdigen möchte.
Sie haben sich neben dem Job und der Familie durch umfangreiche Lehrmaterialien gearbeitet, anspruchsvolle Aufgabestellungen bearbeitet, in Präsenzphasen intensiv diskutiert und dabei auch schon eigene, gute Projekte entwickelt. Dafür meine Hochachtung!
Mit Ihren Projekten und Ihrem Engagement werden Sie ein aktiver und unerlässlicher Bestandteil der "Energiewende von unten" sein. Ich bin sicher, dass durch Ihre Arbeit der notwendige Umbau der Energieversorgung - richtige politische Rahmenbedingungen vorausgesetzt (für die jetzt gestritten werden muss) -  dass durch Sie der Umbau noch mehr an Fahrt gewinnen wird. Ich freue mich sehr, dass wir Sie als Institut für Kirche und Gesellschaft gemeinsam mit "Energiewende Jetzt" und der Energieagentur.NRW unterstützen und diese sinnvolle und ebenso erfolgreiche Weiterbildung anbieten konnten und auch in Zukunft anbieten können. Herzlichen Glückwunsch!
Ich wünsche Ihnen für Ihre Arbeit einen langen Atem, den Sie sicher brauchen werden, viel Freude und positive Energie, die ja auch mit dem Projektentwickeln verbunden sein soll und natürlich: viel Erfolg!
Lassen sie uns gemeinsam dafür streiten, dass "Energie in Bürgerhand" Vorfahrt hat.

Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft
2. Oktober 2013