Inhaltsverzeichnis

Editorial


Europa braucht Beteiligung und kein Desinteresse!

Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise treffen nach wie vor viele europäische Staaten mit voller Wucht. Hohe Jugendarbeitslosigkeit, Existenzängste und Perspektivlosigkeit prägen viele Mitgliedsländer. Nationale Sparprogramme haben die Spaltung zwischen Arm und Reich vertieft. Sie treffen die Schwächsten besonders hart und haben die Frustration gegenüber den Regierenden und auch gegenüber Europa gesteigert. Gegenüber Flüchtlingen wurde Europa zur Festung ausgebaut, mit schrecklichen Folgen an den Außengrenzen und demütigenden Rechtsverfahren. Europafeindliche Parolen grassieren, nationalistische, teilweise rechtsextremistische Bewegungen erhalten deutlichen Zulauf.
Der Ukraine-Russland-Konflikt stellt die Außenpolitik und Friedensdiplomatie Europas vor schwerste Herausforderungen.
Im Schatten der Krisen hat die europäische Idee gelitten. Sie ist jedoch nicht gescheitert. Es ist daher höchste Zeit, dass Europa sich seiner Werte und Stärken neu besinnt, seine Politik - auch seinen Bürokratismus - kritisch überprüft und korrigiert, damit wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Solidarität und Subsidiarität, der Schutz des Klimas und die nachhaltige Nutzung der Lebensgrundlagen in ein fruchtbares Miteinander treten können.
Für die Weiterentwicklung der Europäischen Union braucht es kritische Bürgerinnen und Bürger, eine starke  Zivilgesellschaft und auch engagierte Kirchen und Religionsgemeinschaften, die „Europa zu ihrer Sache machen“ und ihm eine Seele geben. Für Europa braucht es Parteien, die die europäische Idee tragen, die die EU weiterentwickeln und nicht abwickeln, und es braucht ein selbstbewusstes Europäisches Parlament mit starkem Mandat.

Am 25. Mai steht zu allererst die europäische Idee zur Wahl!
Meine herzliche Bitte ist: Gehen Sie wählen, damit nicht Extremisten und Rechtspopulisten von einer geringen Wahlbeteiligung profitieren. Europa braucht Beteiligung und kein Desinteresse.

In dieser Ausgabe unseres Newsletters informieren wir Sie über Positionen und Aktivitäten, Standpunkte und Perspektiven zu Europa und der Europawahl.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Pfingstfest.

Mit besten Grüßen

Ihr
Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Eine Stimme für das “Friedensprojekt“ Europa!


EU-Wahlen am 25. Mai 2014

2014 ist ein besonderes europäisches Jahr: Das Gedenken an den Beginn der beiden Weltkriege 1914 und 1939 und an den Fall der Mauer 1989 und das damit verbundene Ende des Kalten Krieges sind das Eine.
Das Andere ist die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament und die sich daraus ergebenden europapolitischen Entscheidungen. mehr ...

Menschenwürde auf dem Verschiebebahnhof


Europa und die Migration

Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe begegnet in den letzten Monaten immer häufiger der Name der irischen Hauptstadt: Dublin. Mal wieder ein „Dublin-Fall“: Flüchtlinge mit einer klar erkenn- baren Fluchtursache und offensichtlich schutzbedürftig zittern vor der Abschiebung.

Auch Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen wissen nicht, ob sie manche ihrer „Dublin-Schüler“ morgen noch im Klassenzimmer antreffen werden und sorgen sich um belastete Kinder, die nicht nur die Schrecken der Fluchtursache und die Leiden des Fluchtwegs verkraften müssen, sondern zusammen mit ihren Eltern täglich unter dem Stress stehen, dass ihr Bleiben nicht gesichert ist – ganz unabhängig davon, ob ihr Asylbegehren berechtigt ist oder nicht. mehr ...

Anhörung im Landtag NRW am 06. Mai 2014


Kurzstatement zur Anhörung im Innenausschuss des Landtages zur Aufnahme von Flüchtlinge

"Männer, Frauen und Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrer Heimat geflüchtet sind und in Europa und Deutschland Aufnahme suchen, müssen bei uns auf zugewandte Menschlichkeit stoßen. Sie haben ein Recht darauf, auch fern ihrer Heimat würdig zu leben. Dafür haben wir uns in aller Deutlichkeit einzusetzen."

Mit diesen Worten hat Präses Kurschus die Grundhaltung von Evangelischer Kirche zum Umgang mit Flüchtlingen klar zum Ausdruck gebracht. mehr ...

Vollständige Stellungnahme

Für ein STARKES Europäisches Parlament am 25. Mai 2014!


Bei den 9. Wahlen zum Europäischen Parlament können die Bürgerinnen und Bürger wieder direkt Einfluss auf die politischen Geschicke in der EU nehmen. Dabei steht viel auf dem Spiel. Ange- sichts der heftigen wirtschaftlichen und sozialen Krise im Süden sowie der Angst vor unkalkulier- baren Haftungsrisiken im Norden driftet Europa derzeit auseinander. Das Ziel einer Angleichung der Lebensverhältnisse in ganz Europa scheint ferner denn je. Angestauter Frust und mangelnde Perspektiven könnten sich nun ausgerechnet bei den anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament entladen. Populistische, anti-europäische und nationalistische Parteien drohen in vielen Mitgliedsstaaten zu Wahlsiegern und damit Nutznießern der Krise zu werden. mehr ...

Die Krise bedroht die Gleichstellung in Europa


Auch wenn sich die Anzeichen einer langsam einsetzenden Erholung verdichten, hat die Krise der letzten Jahre die Europäische Union mit einer Wucht getroffen, die zuvor kaum jemand für möglich gehalten hätte. Trotz spürbar sinkender Zinsen für Staatsanleihen in Südeuropa droht die auseinander laufende wirtschaftliche Entwicklung Europa nach wie vor in einen reichen Norden und einen armen Süden zu spalten. Und die bittere Erkenntnis bleibt, dass die über Jahre hart erkämpften Regeln der EU-Verträge im Namen der Krise zu oft missachtet oder gar in ihr Gegenteil verkehrt wurden. mehr ...

Institut nach europäischen Umweltstandards zertifiziert


Hauptansatzpunkt ist die Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Rahmen der Umwelterklärung Eco-Management and Audit Scheme.

Nach intensiver Vorarbeit ist jetzt auch das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Hauptsitz in Haus Villigst, für sein Umweltmanagementsystem nach einer europäischen Richtlinie  zertifiziert. „Eco Management and Audit Scheme“ oder kurz: EMAS.
EMAS
ist ein freiwilliges Instrument, das Organisationen darin unterstützt, ihre Umweltleistungen zu verbessern. Gleichzeitig erfüllt das IKG damit auch die Standards des kirchlichen Umweltmanagementsystems „Der Grüne Hahn“.
Das IKG ist seit vielen Jahren in den Themenfeldern Ökologie und Nachhaltigkeit engagiert. Von hier ging die Initiative für ein kirchliches Umweltmanagement aus, und Mitarbeiter/innen des IKG beraten andere kirchliche Einrichtungen und Gemeinden bei dessen Einführung sowie bei der Durchführung klimafreundlicher Veranstaltungen. Diese Aktivitäten sind in die Klimaschutzstrategie der Landeskirche eingebunden. Daher war es längst überfällig, dass sich das Institut selbst hinsichtlich seiner Umweltleistungen beurteilen ließ. Das Umweltmanagement-Team des IKG hat hierfür zunächst eine Bestandsaufnahme der Umweltauswirkungen vorgenommen. Im Rahmen einer Umwelterklärung wurden für die nächsten Jahre Ziele verabredet, die vor allem zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes führen sollen. Ein Hauptansatzpunkt ist hierbei die Durchführung klimafreundlicher Tagungen, einem Hauptgeschäftsfeld des IKG.

Der Klimawandel sorgt für Unfrieden


Internationale Fachleute beraten in Villigst
Pilgerweg zu UN-Klimaverhandlungen in Paris


"Der Klimawandel ist zutiefst ungerecht. Er sorgt für Unfrieden", erklärte Präses Annette Kurschus am Mittwoch (14.05.) in Villigst bei einem Treffen von Klimafachleuten aus aller Welt. Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen unterstrich, dass die globalen Klimaverschiebungen vor allem Menschen in den armen Ländern des Südens bedrohen, "obwohl wir mit zu den Hauptverursachern gehören". mehr ...

Weitere Informationen:
Präses Kurschus: Europäische Energiewende als Motor für gerechtes Europa
Präses Kurschus fordert mehr Anstrengungen gegen Klimawandel
Präses Kurschus: Jeder kann zum Klimaschutz beitragen - Interview

Klare Kante


In dem neu eingerichteten Blog "Klare Kante" präsentiert die Evangelische Kirche von Westfalen evangelische Positionen zu aktuellen Themen.

Wahlaufruf der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V.


zum 25. Mai 2014

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihr Stimmrecht bei den diesjährigen Wahlen am 25. Mai zu nutzen. Demokratie lebt von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Die Errungenschaft, in ganz Deutschland an demokratischen Wahlen teil zu nehmen, sollte jede und jeder wahrnehmen. mehr ...

Tipps und Termine

EU-Wahl 2014


Junge Europäerinnen und Europäer zur Nachhaltigkeit in der EU-Politik!

Zusammen mit der Diaconia Valdese, Italien, hat das Institut ein Projekt im Rahmen des EU-Programms „Jugend in Aktion“ durchgeführt. Bei der einwöchigen Begegnung vom 20. - 27. April 2014 in Palermo haben sich 21 junge Europäer/innen aus Deutschland und Italien ein gegenseitiges, interkulturelles Verständnis von Nachhaltigkeit erarbeitet. Parallel zu Vorträgen, Diskussionen, Arbeitsgruppen, Exkursionen und viel Spaß wurden Videos erstellt, in denen die Teilnehmenden ihren Standpunkt zum aktuellen Stellenwert von Nachhaltigkeit in der EU-Politik deutlich zum Ausdruck bringen. Im Vorfeld der anstehenden EU-Wahlen wurde schließlich ein Brief an den Präsidenten des  Europäischen Parlaments (EP) geschickt mit der Bitte, die Videos und den damit verknüpften Aufruf für mehr Nachhaltigkeit in der EU-Politik unter den Kandidaten/innen und zukünftigen Mitgliedern des EP zu verbreiten.

Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlaments

Frauen in Führung


40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt

Tagung der EKvW
12. - 13. Juni 2014, Haus Villigst

Festakt
14. Juni 2014, St. Petri, Dortmund

Frauenordination ist das 'Ja!' der Evangelischen Kirche zu Frauen in Führungspositionen.
Mit dem Synodenbeschluss vom 18. Oktober 1974 sind in der Evangelischen Kirche von Westfalen Frauen und Männern im Pfarramt gleichgestellt. Damit öffnete sich Frauen der Weg in die Gemeindeleitung und in andere kirchliche Leitungsämter.
Dieses Jubiläum ist ein guter Grund, um das Thema "Frauen in Führung" im Rahmen einer dreitägigen Tagung in den Blick zu nehmen, zu referieren und zu diskutieren.
Die Tagung findet vom 12.-13. Juni 2014 in Haus Villigst statt. Der Festakt wird am 14. Juni in der Stadtkirche St. Petri in Dortmund begangen und mit einem feierlichen öffentlichen Gottesdienst beschlossen. In diesem Gottesdienst wird Präses Kurschus die Predigt halten. mehr ...

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Programmflyer.

Wo beginnt und wo endet Europa?


59. Oikosnet Jahreskonferenz
17. - 19. September 2014, Haus Villigst

Das ist das Thema der Konferenz und der Exkursion während der 59. Oikosnet Jahreskonferenz. ...
Während der Konferenz werden Erfahrungen mit europäischen Themen wie Armut, soziale Ausgrenzung, Migration, Kultur im Mittelpunkt stehen. Die Ministerin für europäische Angelegenheiten der nordrhein-westfälischen Regierung, Frau Angelica Schwall-Düren, hat bereits ihre Teilnahme bestätigt. mehr ...

Gendertagung "Gender and Justice Network"
15. - 17. September 2014, Haus Villigst

Kontakt und weitere Informationen finden Sie demnächst unter: www.kircheundgesellschaft.de

Save the date!


Hauptversammlung des europäischen Kirchennetzwerks
Church Action on Labour and Life (CALL)

22. - 24. September 2014, Rom

Die Hauptversammlung beschäftigt sich mit dem Thema "Bridges between hope and reality - overcoming imbalances in Europe".

Weitere Informationen unter: http://csc.ceceurope.org

Publikation

Mehr Frauen in Führung?


Neue Ausgabe des Magazins LILA BLÄTTER - Nr. 48, Juni 2014

Zweimal im Jahr veröffentlicht das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen das Magazin die "Lila Blätter". Und das bereits seit 1989!

Die aktuelle Juni-Ausgabe befasst sich mit dem Schwerpunktthema " Frauen in Führung - In Kirche und Gesellschaft".

Hier finden Sie einen "Schnupperartikel" aus der kommenden Ausgabe.

Sie sind interessiert?
Die LILA BLÄTTER können für 9,00 € im Jahr (inklusive Versand) abonniert oder einzeln für 4,50 € (zzgl. Versand) bestellt werden unter 02304/755-230.

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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