Newsletter Juni 2014

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Frauen in Führung

Es ist noch gar nicht lange her: Vor vierzig Jahren, 1974, wurde die Frauenordination in der EKvW eingeführt und damit Pfarrerinnen und Pfarrer kirchenrechtlich gleichgestellt. Dadurch wurde der Weg für Frauen – endlich – frei, Gemeinden zu leiten und andere Führungspositionen in der Kirche zu übernehmen. Die Bedeutung der Frauenordination ist kaum zu überschätzen. Sie ist ein bedeutsamer kirchlicher Entwicklungsschritt im Geist der Reformation. Sie ist sowohl ekklesiologisch als auch gesellschaftlich ein wichtiges kirchliches Signal.
Dennoch: Bis Frauen und Männer gleichermaßen kirchliche Führungspositionen besetzen, ist noch einiges zu tun. Jedoch die Weichen sind gestellt. Das Superintendent/innenamt bekleiden derzeit 21 Männer und 7 Frauen. Seit 2012 hat das Präsesamt der EKvW erstmalig eine Frau inne: Annette Kurschus.
Das Frauenreferat der EKvW im Institut für Kirche und Gesellschaft hat „Frauen in Führung“ zu einem Schwerpunkt im Reformationsdekadejahr 2014 „Kirche und Politik“ gemacht. Auf Tagungen, Abendveranstaltungen und Ausstellungen wurden und werden der Stand der Gleichstellung sowie gesellschaftliche und kirchliche Rollenbilder kritisch beleuchtet. Welche Impulse setzen Frauen im kirchlichen Leben - z. B. durch Elemente feministischer Theologie, inklusiver Sprache und Sprachbilder in Liturgie und Bibelauslegung? Wie haben Gleichstellungs- und Genderthemen Kirche und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verändert? Und welche weiteren Schritte sind für mehr Geschlechtergerechtigkeit notwendig?

Dieser Newsletter gibt Ihnen einen Überblick über Positionen, Projekte und Aktivitäten zu „Frauen in Führung“.

Seien Sie herzlich eingeladen zur Ausstellung „80 Jahre Theologinnen in Westfalen“, zu frauen- und genderpolitischen Tagungen des IKG und nicht zuletzt zur spannenden Lektüre der „LILA Blätter“, dem Magazin des Frauenreferats der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete, frohe Sommerzeit!

Ihr
Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Mehr Frauen in Führung? Nur durch eine veränderte Unternehmenskultur!


Zu den Ergebnissen einer Studie des Frauenhofer Instituts

Eine Studie des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2012 „Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden“ entwickelt auf der Grundlage einer umfassenden Ursachenanalyse neue Ansätze zur Vermeidung von Karrierebrüchen weiblicher Führungskräfte. Partnerunternehmen des Projektes waren: Allianz Deutschland AG, BASF SE, Bayer AG, Bosch-Gruppe, Daimler AG, Deutsche Bahn AG, EADS, Infineon Technologies AG und Microsoft. Alle beteiligten Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, den prozentualen Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu erhöhen. Das Projekt wird im Rahmen des Stufenplans "Frauen und Männer in Führungspositionen" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Das Projekt zeigt dabei die wichtige Bedeutung der Unternehmenskultur für die Karrierechance von Frauen. mehr ...

Radiobeitrag: "Diesseits von Eden"


Seit 40 Jahren haben Pfarrerinnen gleiche Rechte: Frauen in Führung!
von Katrin Berger

"Das Weib schweige in der Gemeinde!" Mit diesen Worten hat der Apostel Paulus den Frauen angeblich die Leitungsämter in der Kirche verboten. Die evangelische Kirche in Westfalen sieht das anders, "Frauen in Führung!" heißt das Motto schon seit 1974. mehr ...

Hier können Sie den Beitrag auch hören: www.wdr5.de

"Frauen in Führung"


In Westfalen finden einige unterschiedliche Veranstaltungen zu dem Thema „Frauen in Führung! 1974-2014: 40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt der Evangelischen Kirche von Westfalen“ statt.

Eine Übersicht finden Sie hier.

Wanderausstellung: 80 Jahre Theologinnen in Westfalen!


1934-2014 - 80 Jahre Westfälischer Theologinnen Konvent
1974-2014 - 40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der EKvW

Frauenordination ist eng verknüpft mit Fragen nach dem gesellschaftlichen und kirchlichen Rollenbild der Frau und Fragen der gesamtgesellschaftlichen und kirchlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Diese Aspekte werden in einer Wanderausstellung anhand der Dokumentation von 80 Jahren Theologinnengeschichte in Westfalen aufgegriffen und beleuchtet. Die Darstellung von Ereignissen, Beschlüssen und Foto liefert den BesucherInnen einen guten Einblick ins Thema, lässt dabei Spielraum für eigene Interpretation und Fragen.Die Ausstellung besteht aus 12 Roll-ups, die mobil und leicht allein aufzubauen sind und in zusammenhängender oder loser Folge gestellt werden können.Zudem werden "Mitgebsel" (Buttons) für BesucherInnen und ein Koffer mit Material, das mitwandern kann und sowohl den Zeitgeist, als auch bestimmte Ereignisse abbildet, zur Verfügung gestellt.Gestaltet wurde die Ausstellung vom Landeskirchlichen Frauenreferat und dem Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Ausstellung kann beim Frauenreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft ausgeliehen werden.

Informationen erhalten Sie bei:
Anke Engelmann
Tel.: 02303 755230
eMail schreiben

"Mein Gott, was haben wir viel gemacht!"


Geschichte der westfälischen Theologinnen von 1974 bis 2014 

"Mein Gott, was haben wir viel gemacht!" Wenige Monate vor ihrem Tod richtete Hanni Berthold 2008 mit diesem Satz Grüße zum 20-jährigen Jubiläum des Frauenreferats aus. Nun hat dieser Satz einem Buch den Titel gegeben, das an 80 Jahre Theologinnenkonvent und 40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Theologinnen erinnert. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Lesebuch mit Berichten, Interviews, persönlichen und historischen Rückblicken, Dokumenten und Porträts. mehr ...

www.lutherverlag.de

Personalia

Klare Kante


Und was sagt “die Kirche” dazu?! Die Frage hört man öfter. Evangelische Kirche ist profillos, redet um den heißen Brei und überhaupt sollten wir uns sowieso mehr einmischen – in die Tagespolitik, bei sozialen Fragen, bei allem, was den Menschen auf der Seele brennt.
Ab sofort gibt es in diesem Blog evangelische Meinungen, Positionen und Fragen zu aktuellen und zeitlosen Themen – von verschiedenen Autorinnen und Autoren (nicht nur) aus der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Einer der ersten Blog-Beiträge von Dr. Jürgen Born, Referent für Wirtschaftspolitik und Unternehmensethik im Fachbereich Wirtschaft, Arbeit und Soziales im IKG, ist zum Thema Europa: "Der Steuerwettbewerb darf Europa nicht spalten".

Lesen Sie hier den Beitrag.

Welcher Typ sind Sie?


Präferenzen beim Wahrnehmen und Entscheiden

Rose Richter erhält Lizensierung für den Myer-Briggs-Typenindikator®-MBTI®
Step I und II

Nehmen Sie Ihre Umwelt eher im Detail oder in Zusammenhängen wahr? Entscheiden Sie eher mit dem Kopf oder dem Herz? Auf diese und weitere Fragen gibt der Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI®) seit über 50 Jahren weltweit Millionen von Menschen eine nachvollziehbare Antwort.
Wer Unterschiede im Verhalten zwischen verschiedenen Personen bewusst wahrnimmt, über seine eigenen Neigungen bzw. Präferenzen Bescheid weiß und die der anderen erkennt, respektiert und in seinem persönlichen Verhalten berücksichtigt, wird in seiner Umgebung besser zurechtkommen und erfolgreicher sein - im Beruf und im Privatleben.
Der MBTI® misst Präferenzen, die sich darauf beziehen, wie Menschen bevorzugt Informationen wahrnehmen und sammeln und wie sie auf Grund dieser Informationen Schlussfolgerungen ziehen und Entscheidungen treffen. Diese Wahrnehmung und Entscheidungsfindung können bei jedem Persönlichkeitstyp unterschiedlich sein.

Der MBTI® bietet viele Anwendungsmöglichkeiten:

  • Bewältigungsstrategien bei Change-Mangement-Prozessen
  • Informationen über den bevorzugten Führungsstil durch den MBTI-Typ
  • Erkennen von typ-abhängigen Konfliktauslösern
  • Erkennen des eigenen Arbeitsstils
  • Klärung bei der Teambildung 

Wenn Sie mehr erfahren möchten:
Rose Richter
Tel.: 02304 755 343
eMail schreiben

Ohne Klimagerechtigkeit kein Frieden


Interview mit Pfarrer Volker Rotthauwe

Sie sind seit dem 01.01.2014 Pfarrer für Nachhaltige Entwicklung und für Kirche im ländlichen Raum im Institut für Kirche und Gesellschaft.
Wie sind die ersten Eindrücke und Erfahrungen nach einem halben Jahr?

Ich bin sehr herzlich im Institut und dem Team des Fachbereichs aufgenommen worden und beeindruckt von der großen Bandbreite der Qualifikationen und Erfahrungen der Kollegen und Kolleginnen. Das war ja auch eine meiner Motivationen für die Stelle, in solch einem hoch qualifizierten multiprofessionellem Team arbeiten zu können. Auch die positive Resonanz vieler Kirchenkreise hat mich sehr gefreut. mehr ...

Pfarrerin Birgit Weinbrenner


Zum 1. Juni 2014 wechselte die Pfarrerin Birgit Weinbrenner innerhalb des Instituts ihren Aufgabenschwerpunkt. Ab 2010 leitete sie das ökumenische und bundesweite Projekt "Zukunft einkaufen", dessen Projektphase Ende 2013 auslief.

Jetzt ist sie als Studienleiterin im Fachbereich "Theologische und gesellschaftliche Grundfragen" mit den Schwerpunkten "Internationales und Wirtschaft" im Team der Evangelischen Akademie Villigst tätig.

Publikationen

Mehr Frauen in Führung?


Neue Ausgabe des Magazins LILA BLÄTTER - Nr. 48, Juni 2014

Zweimal im Jahr veröffentlicht das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen das Magazin die "Lila Blätter". Und das bereits seit 1989!

Die aktuelle Juni-Ausgabe befasst sich mit dem Schwerpunktthema "Frauen in Führung - In Kirche und Gesellschaft". Mehr dazu lesen Sie hier.

Hier finden Sie einen Probeartikel aus der aktuellen Ausgabe.

Sie sind interessiert?
Die LILA BLÄTTER können für 9,00 € im Jahr (inklusive Versand) abonniert oder einzeln für 4,50 € (zzgl. Versand) bestellt werden unter 02304 755 230.

Diskurse und Dispute


Das neue Halbjahresprogramm 2014 der Evangelischen Akademie Villigst ist erschienen.

Das Themenjahr "Reformation und Politik" hinterlässt in der diesjährigen Akademiearbeit viele Spuren. In zahlreichen Tagungen wurden die aktuellen Diskurse aufgenommen. Wir setzen diesen Schwerpunkt mit einigen Veranstaltungen und der Ausstellung von Christian Lang, Maler und Grafiker aus Chemnitz, in Haus Villigst fort und greifen auch bildlich den Umbruch in Deutschland vor 25 Jahren auf.

Weitere Informationen und auf Wunsch Zusendung der Halbjahresprogramme:
Elisabeth Lane-Brandau
Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte
Tel.: 02304 755 327
eMail schreiben

oder auf der Internetseite: www.akademie-villigst.de

Halbjahresprogramm der Evangelischen Akademie Villigst zum Download:
Diskurse und Dispute
Spiritualität und Kreativität

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
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