Inhaltsverzeichnis

Editorial


"Europa eine Seele geben"

Die Krisen der letzten Jahre haben das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung des europäischen Rechts und der europäischen Politik wachsen lassen. Die heftigen Auseinandersetzungen um das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTiP) zeigen eindrücklich, wie grundsätzlich in Brüssel über unsere zukünftige Lebensweise verhandelt wird. Die zunehmend restriktive europäische Grenz- und Visapolitik der letzten Jahre hat dazu geführt, dass eine legale Einreise von Schutzsuchenden unmöglich wurde. Tag für Tag sterben Flüchtlinge an den Grenzen Europas.

Bei vielen Menschen hat sich der Eindruck verfestigt, das die Europäische Union eine schwer zu durchschauende, administrative Zweckgemeinschaft ist, in der nationalstaatliche Egoismen und wirtschaftliche Interessen dominieren und "europäische Werte" kaum mehr Bindewirkung haben. Es ist gut, dass sich auch die Kirchen diesen bedrohlichen Entwicklungen entgegen stellen. Die europäische Idee eines friedenstiftenden, die Menschenwürde achtenden, den sozialen Zusammenhalt fördernden Kontinents muss wieder an Kraft gewinnen.
Auch für das IKG sind Europa und die EU längst zu einem zentralen Querschnittsthema geworden. Das spiegelt sich unmittelbar in den Aktivitäten und der strategischen Ausrichtung unseres Instituts wider. Beauftragte der Landeskirche, die im Institut angesiedelt sind, wirken in landesweiten Netzwerken mit und engagieren sich z.B. für eine gerechtere Flüchtlingspolitik, deren Rahmenbedingungen zu einem nicht unerheblichen Teil auf europäischer Ebene verabredet werden. Aus langjährigen und intensiv gepflegten Kontakten zu Partnern in ganz Europa entstehen regelmäßig Veranstaltungen, die interkulturelle Kompetenz aufbauen und gemeinsame Lösungskonzepte vorantreiben. Unser Institut ist in Netzwerke eingebunden, die gesellschaftspolitische Positionen bis in die europäischen Institutionen tragen können und gleichzeitig den Zugang zu neuen Kooperationspartnern in fast allen europäischen Ländern eröffnen.
Und schließlich sitzen für die evangelische Kirche IKG-Mitarbeiter in den NRW-Begleitausschüssen für die Vergabe von EU-Fördergeldern und verfolgen dort die aktuellen Trends der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik.
Die großen Themen unserer Zeit wie Flucht und Migration, soziale Gerechtigkeit und gute Arbeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Integration und demographischer Wandel lassen sich zwar auf lokaler oder nationaler Ebene angehen, müssen aber politisch im europäischen Kontext vorangebracht werden. Um dies leisten zu können, wollen wir uns stärker als bisher um grenzüberschreitende Projekte mit europäischen Partnern bemühen. Selbstverständlich ist eine solche Ausrichtung nur erfolgsversprechend, wenn sie von einer Professionalisierung der Fördermittelakquise begleitet wird. Wir haben hier bereits strukturelle und personelle Weichenstellungen auf den Weg gebracht und stehen im intensiven Austausch mit Förderexpertinnen und -experten der EKD sowie anderen Landeskirchen.

In diesem Newsletter mit dem Schwerpunkt "Europa" informieren wir Sie über einige unserer Projekte, die mit dazu beitragen sollen, "Europa eine Seele zu geben".

Mit besten Grüßen
Ihr
Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

CALL-Konferenz in Rom


Neuausrichtung des europäischen Kirchennetzwerks auf Erfahrungsaustausch und transnationale Projekte

Unter dem Titel “Bridges between hope and reality – overcoming imbalances in Europe” fand vom 22. bis 24. September 2014 die vierte Gesamtkonferenz des europäischen Kirchennetzwerks Church Action on Labour and Life (CALL) in Rom statt. Gastgeber war diesmal die Union der Baptistenkirchen in Italien (UCEBI).
mehr ...

Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft


TTIP –Warum sollten wir uns in der Kirche damit beschäftigen?

Hinter den vier Buchstaben verbirgt sich das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA – die "transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft".

Was haben wir als Kirche damit zu tun? mehr ...

Wo beginnt, wo endet Europa?


Oikosnet Jahrestreffen vom 17. bis 21. September 2014 in Villigst

Ende September war die Evangelische Akademie Villigst Veranstalter für die alljährliche Jahreskonferenz des OIKOSNET, dem Verbund kirchlicher Akademien und Laienbildungsstätten Europas. Neben der Vorkonferenz des Gender- & Justice- Netzwerkes von Montag bis Mittwoch, fand am Donnerstag ein Tagungstag statt, der sich mit der Grundsatzfrage “Wo beginnt, wo endet Europa?“ beschäftigte. mehr ...

Klare Kante - Was wird aus dem Wasser?


Hitzewelle im vergangenen Juli - 30 Grad im Schatten, die Luft flimmert in den Straßen, Sommer liegt über der Stadt. Da bewirkt ein Glas kühles Wasser Wunder.  Kein Wunder ist es, dass aus unseren Wasserleitungen gutes Trinkwasser fließt, das sich jede und jeder leisten kann. In Deutschland braucht sich niemand dank kommunaler Daseinsvorsorge um Trinkwasser zu sorgen. Sorgen hingegen macht ein Abkommen, das derzeit verhandelt wird. Es gefährdet die öffentliche Wasserversorgung, und damit das Gemeinschaftsgut „Trinkwasser“. mehr ...

Zum Weiterlesen:
www.tagesschau.de, www.sueddeutsche.de, www.deutschlandfunk.de

Europäisches Christliches Umweltnetzwerk ECEN ruft zu kirchlichen Reaktionen zum Klimawandel auf


Mehr als 100 Delegierte und Gäste aus 24 Staaten nahmen an der Konferenz des christlichen Umweltnetzwerks vom 27.09. bis 01.10. in Ungarn teil. Das Schwerpunktthema stand unter dem Motto “Energie und Klimawandel – die Rolle und die Stimme der Kirchen”. Die Teilnehmenden informierten sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und diskutierten mit Politikern über Fragen des Klimawandels und des Energieverbrauchs. mehr ...

Weitere Informationen: www.ecen.org

Zur Misshandlung von Flüchtlingen in Unterkünften des Landes NRW


Für eine menschenwürdige und asylrechtsorientierte Erstaufnahme

Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Migration Rheinland-Westfalen-Lippe:
Die Berichte in überregionalen und regionalen Medien über wiederholte Misshandlungen von Asylsuchenden in Notunterkünften durch Sicherheitsdienstmitarbeiter eines Subunternehmens des privaten Unterkunftsbetreibers European Homecare haben uns erschüttert.
Es darf nicht sein, dass Menschen, die vor Verfolgung und Not in die Obhut des Landes Nordrhein-Westfalen fliehen, in den Einrichtungen, die das Land verantwortet, mit erneuter Gewalt und entwürdigender Behandlung rechnen müssen. mehr ...

Das Engagement der Evangelischen Kirche von Westfalen in der Flüchtlingshilfe in Westfalen

Helge Hohmann

Die Landessynode der westfälischen Landeskirche hat im letzten Jahr für 2014 einmalig Sondermittel zur Förderung haupt- und ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in Höhe von 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln wurde u.a. die Einrichtung einer Stelle für Verfahrensberatung bei der Diakonie Siegen in der Erstaufnahmeeinrichtung Burbach für ein Jahr ermöglicht, indem 80 Prozent der Trägereigenmittel (19.860,00 Euro) finanziert wurden.

Westfalenweit wurden bisher insgesamt 182.000 Euro zum Aufbau oder zur Stabilisierung hauptamtlicher Flüchtlingsarbeit aufgewendet, ca. 15.000 Euro für die Förderung von Fortbildung von Ehrenamtlichen und ihren Aktivitäten. mehr ...

Erklärung der Konferenz Diakonie und Entwicklung zur Aufnahme von Flüchtlingen


Zur Ausgangslage

Über 50 Millionen Menschen sind auf der Flucht und auf Schutz und Versorgung angewiesen - mehr als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Mehrheit der Betroffenen Menschen sind Binnenvertriebene oder haben Zuflucht in Nachbarländern gefunden. 85% der Betroffenen leben in den Ländern des Südens. Die EU hat 2013 etwa eine halbe Million Menschen aufgenommen, davon Deutschland etwas mehr als einhunderttausend. Deutschland als viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt könnte durchaus mehr als die aktuell 0,4% der Flüchtlinge weltweit aufnehmen und menschenwürdig unterbringen. Auf 700 Einwohnerinnen und Einwohner kommt ein Flüchtling. Alle Ausgaben für Asylsuchende zusammen wie Unterkunft, Lebensunterhalt und gesundheitlicheVersorgung betragen ca. 13 Euro pro Bundesbürgerin bzw. Bundesbürger pro Jahr. mehr ...

Hilfe für Tschernobyl-Kinder


20 Jahre Kinderzentrum Nadeshda in Weißrussland

Ein beeindruckendes Zeichen internationaler Solidarität erlebten kürzlich einige haupt - und ehrenamtliche Mitarbeiter des Instituts und der Männerarbeit in Weißrussland. Das weißrussisch-deutsche Kinderzentrum Nadeshda, zu dem die Männerarbeit von Anfang an zu den Unterstützern und Trägern gehört, führt seit 1994 Erholungs- und Reha-Maßnahmen für Kinder aus den seit Tschernobyl verstrahlten Regionen durch. In dieser Zeit haben ca. 70000 Kinder ihr Immunsystem stärken können und neuen Lebensmut gewonnen.
Tschernobyl-Initiativen aus sieben Ländern - Deutschland, England, Irland, Schottland, Österreich, Japan und Weißrussland - waren zur Jubiläumsveranstaltung nach Nadeshda gekommen und berichteten über ihr langjähriges Engagement. Besonders beeindruckend war ein Beitrag der japanischen Delegation: "Wir haben mit Fukushima eine eigene Reaktorkatastrophe in unserem Land. Das heißt aber nicht, dass wir deswegen die Unterstützung für Nadeshda aufgeben. Wir haben von Nadeshda gelernt und bauen jetzt selber ein eigenes Kinderzentrum - leider ohne staatliche Unterstützung."
Tschernobyl darf nicht vergessen oder verdrängt werden. Denn noch immer warten viele Kinder in den verstrahlten Regionen darauf, wenigstens einmal nach Nadeshda kommen zu können. Eine Gruppe, die besonders betroffen ist, sind behinderte Kinder, für die es in Weißrussland keine Einrichtung gibt. Nadeshda hat durch bauliche Investitionen die Voraussetzungen dafür geschaffen, auch diesen Kindern den Aufenthalt zu ermöglichen.
Slawa Makuschinskij, Direktor von Nadeshda, der auch schon öfter Gast in Haus Villigst war, ist dankbar für die guten Kontakte nach Westfalen, da sehr viel Unterstützung aus Westfalen kommt durch Arbeitseinsätze, durch Begegnungsveranstaltungen, durch Projekte (Umweltmanagement u.a.) und natürlich durch viele Spendenaktionen. Dies alles trägt dazu bei, dass die betroffenen Kinder in Weißrussland nicht sich selbst überlassen bleiben.
Als Symbol für die verbindliche internationale Weiterarbeit wurden 35 Zukunftsbäume aus 8 verschiedenen Ländern gepflanzt.

Heinz-Georg Ackermeier, Ralf Höffken

Tipps und Termine

Kirche mischt sich ein!?


Wie soll sich Kirche in öffentliche Diskurse einbringen - und welche Grenzen sind dem gesetzt?

31. Oktober - 01. November 2014
Haus Villigst

Die christlichen Kirchen in Deutschland verstehen sich als Gemeinschaften, die eng verbunden sind mit der Gesellschaft, in der sie leben und die daher Einfluss nehmen auf staatliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland garantiert den Kirchen wie allen Religionsgemeinschaften nicht nur die Freiheit, ihr religiöses Leben zu entfalten, sondern wie allen Gruppen und Gemeinschaften auch die Teilhabe am politischen Geschehen. Wie aber soll diese Beteiligung an der gesellschaftlichen Entwicklung aussehen? Wann sollen die Kirchen ihre Stimmen erheben - und wann sich eher zurückhalten?
Diesen Fragen will sich die Tagung an der Akademie in Villigst stellen. Der Tübinger Theologieprofessor Oswald Bayer wird zunächst über die theologischen Grundlagen sprechen, die bereits in der Reformation gelegt worden sind. Danach wenden wir uns aktuellen Fragen zu. Mit einem Blick aus europäischer Perspektive beschäftigt sich Katrin Hatzinger, die Leiterin der Dienststelle Brüssel des Bevollmächtigten des Rates der EKD. Anschließend wird der Theologe und frühere Direktor bei der Landesanstalt für Rundfunk die Religionsfreiheit als Ausgangspunkt nehmen, um über die Zusammenarbeit von Staat und Kirche zu reflektieren.

Programm und Anmeldung: www.kircheundgesellschaft.de

Kirche als Unternehmen VI. Arbeit. Gesundheit. Prävention


06. - 07. November 2014
Haus Villigst

An Leib und Seele gesund bleiben - soll jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin. Dafür muss die Leitung Sorge tragen, darum muss sich jeder und jede persönlich kümmern. Manche Belastungen am Arbeitsplatz beeinträchtigen das Gesundbleiben kurz- und auch langfristig. Wie geschieht gesundheitsorientierte Führung? Welche Maßnahmen sind einem guten Arbeitsklima und der Solidarität der Mitarbeitenden zuträglich? Welchen Beitrag leisten Arbeitgeber für ein gutes Miteinander? Wie kann gesundheitsfreundliches Verhalten gefördert werden?
Bei der Tagung ist Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch. Möglichkeiten gesundheitlicher und sozialer Prävention werden von Fachleuten vorgestellt. Mitarbeitende und Führungskräfte kommen ins Gespräch über Perspektiven guter Arbeit und hilfreichen Gesundheitsmanagements.
Angesprochen sind: Führungskräfte und andere Mitarbeitende in Diakonischen Einrichtungen (Altenheime/Krankenhäuser/Diakoniestationen/stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kinder), in Kirchenkreisen (Verwaltungen/Kindergartenverbände), in Kirchengemeinden (Mitarbeitende und Leitung), Mitarbeitende und ihre Vertretungen (G-MAV/AG MAV/einzelne MAVen/Küstervereinigung/Verband der KirchenmusikerInnen/vkm)

Programm und Anmeldung: www.kircheundgesellschaft.de

Die Bedeutung des Vaters für die frühkindliche Entwicklung


06. November 2014
Haus Villigst

Die Rolle der Väter hat sich in den letzten Jahrzehnten spürbar verändert. Viele Väter wollen Erziehungsverantwortung bewusst und aktiv wahrnehmen. In der Reihenfolge der Rangordnung von Lebensbereichen nimmt die Familie für Männer, so lassen Studien erkennen, den ersten Platz ein. Neben der Veränderung im Vaterschaftskonzept von Männern hat sich auch der Blick für die Bedeutung von Vätern im Sozialisationsprozess geweitet. So lässt sich beispielsweise wissenschaftlich belegen, dass eine positive frühe Vater-Kind-Beziehung positive Auswirkungen auf die Freundschaftsbeziehungen und das Selbstvertrauen von Kindern hat.
Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen und die Männerarbeit in der Rheinischen Landeskirche bieten seit vielen Jahren in enger Kooperation mit Kindertageseinrichtungen, Gemeinden und Familienzentren Vater-Kind-Angebote an, um väterliches Engagement zu unterstützen. Zu dem ist erkennbar, dass zunehmend mehr Einrichtungen im Bereich der Kindertageseinrichtung Väterarbeit als eine wichtige Säule von Elternarbeit entdecken und sich auf die Suche begeben nach konzeptionellen Begründungen und tragfähigen Konzepten.

Programm und Anmeldung: www.kircheundgesellschaft.de

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?


Ethische Grundlagen gesellschaftlichen Handelns - die digitalisierte Gesellschaft als Herausforderung ihrer freiheitlichen Grundlagen

21. - 23. November 2014
Haus Villigst

Es gibt ein großes Unbehagen darüber, dass die rechtlichen und gesellschaftlichen Normen, die über einen langen Zeitraum ausgehandelt wurden, nicht mehr relevant sind, weil eine technische Entwicklung, die wir alle nutzen und von der wir profitieren, über uns hinweg gegangen ist, welche den Prozess des Aushandelns, das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit, von Anonymität und Dauerpräsenz vollkommen verändert, ja letztlich zerstört hat.
In den digitalen Medien und (Haus-)Techniken, insbesondere dem Internet, verknüpfen sich zwei Dinge – die Möglichkeit technischer Totalüberwachung eines jeden einzelnen und ein Wirtschaftsmodell, das den Menschen nicht nur als Wesen klassifiziert, das ausschließlich nach ökonomischen Grundsätzen handelt, sondern den Menschen selbst und seine „Daten“ zur Ware macht.
Bei dieser Tagung möchten wir zum einen zeigen, dass das ökonomische Modell hinter den technischen Umsetzungen ein verkürztes Modell menschlichen Handelns ist. Dafür werden wir menschliche Biologie und Sozialverhalten, sowie anthropologische Konstanten identifizieren, die rein ökonomische und egoistische Motive als nur eine Facette unseres vielschichtig motivierten Handelns zeigen. 
Zum anderen ist die Machtfrage, um die es bei der Diskussion um Datenschutz, Verhaltensanalyse und ökonomische Verwertbarkeit geht, eine, die immer schon verhandelt wurde (kulturhistorischer und rechtsgeschichtlicher Aspekt) und dringend neu verhandelt werden muss.

Programm und Anmeldung: www.kircheundgesellschaft.de

Rassismus - eine Gefahr für den Füchtlingsschutz!


Asylpolitisches Forum

05. - 07. Dezember 2014

Haus Villigst

Kriege, Terror und Unrechtsregimes treiben weltweit immer mehr Menschen in die Flucht, die allermeisten werden in Nachbarländern in den Krisenregionen aufgenommen. Ein geringer Teil der weltweit Schutzsuchenden gelangt – in der Regel auf lebensgefährlichen Wegen über die Außengrenzen der EU – nach Deutschland, das mit seinem Asylsystem nur unzureichend auf den Anstieg der Asylbewerberzahlen vorbereitet ist. ...

Programm und Anmeldung: www.kircheundgesellschaft.de

Den Frieden gewinnen.


Politische und gesellschaftliche Perspektiven für die Transformationsdekade in Afghanistan
XXVIII. Villigster Afghanistan-Tagung

12. - 14. Dezember 2014

Haus Villigst

Am Jahresende 2014 steht Afghanistan vor vielfältigen Herausforderungen: Die Präsidentschaftswahlen haben nach langer Zeit der Ungewissheit zu einer sog. "Nationalen Einheitsregierung" geführt. Beide Kandidaten haben sich bis zur geplanten Verfassungsänderung auf eine paritätische Machtverteilung geeinigt. Für viele Menschen in Afghanistan ist dies allerdings kein Hoffnungszeichen - sie hatten trotz der Anschlagsdrohungen mit ihrer hohen Wahlbeteiligung eindrucksvoll gezeigt, dass sie auf die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen Einfluss haben wollen. Inzwischen wurde das Sicherheitsabkommen für die ISAF-Nachfolgemission unterzeichnet,die Tür für weitere internationale Entwicklungszusammenarbeit scheint offen zu bleiben. Dennoch: Ungewissheit vor Ort und international prägen das aktuelle Bild....

Programm und Anmeldung: www.kircheundgesellschaft.de

"Egg freezing" - erst Karriere, dann Kind?


In den alten Bundesländern ist laut statistischem Bundesamt jede dritte Akademikerin ab 45 Jahren kinderlos. "Social egg freezing", das Einfrieren von Eizellen in möglichst jungen Jahren, soll es Frauen ermöglichen, nach der so genannten "rush hour of life" noch schwanger zu werden.

Jetzt oder lieber später?
Die Firmen Facebook und Apple machen gerade Schlagzeilen, weil sie ihren Mitarbeiterinnen angeboten haben, die Kosten für das "egg freezing" zu übernehmen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass es sich hierbei nicht um das einzige Angebot an Familien durch die beiden Unternehmen handelt. mehr ...

"Der Grüne Hahn" startet wieder


Pünktlich zum zehnten Geburtstag des Kirchlichen Umweltmanagements „Der Grüne Hahn“ in der EKvW startet der nächste Einführungskurs in unserer Landeskirche. Die Startveranstaltung findet am Samstag, den 25. April 2015 statt. Alle westfälischen Kirchengemeinden, die bisher noch nicht teilgenommen haben, sind per Post informiert und herzlich zur Teilnahme eingeladen worden. Interessierte an der neuen Staffel melden sich bitte auch direkt im Projektbüro (Kontakt s.u.).
Die 120 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, die in den letzten 10 Jahren ein Umweltmanagementsystem eingeführt haben,  können beachtliche Energie- und damit auch Kosteneinsparungen vorweisen. Durchschnittlich wurden rund ein Drittel der Heizenergie und fast 50% Strom eingespart. Diese Zahlen und weitere Informationen zum „Grünen Hahn“ entnehmen Interessierte der neuen Broschüre, die hier kostenlos angefordert werden kann:

Projektbüro "Der Grüne Hahn"
c/o Ev. Kirchenkreis Recklinghausen
Limperstr. 15
45657 Recklinghausen
Fon 02361/206 205
eMail: hhoerner@kk-ekvw.de



5. Bundesfachkongress Interkultur in Mannheim im Oktober 2014

Mehr als 350 Teilnehmende und über 80 Fachexperten trugen zu einem lebendigen und vielseitigen Kongress bei. Heimat und Heimaten waren in diesem Jahr das Thema des 3-tägigen Treffens und es wurde von verschiedenen Perspektiven her und vor diversen Erfahrungshorizonten beleuchtet und bearbeitet.

Wurden am Montag die multiplen Facetten eines pluralen Heimatbegriffs beleuchtet, widmeten sich die Teilnehmenden am Dienstag den ganzen Tag über gründlich in Fachforen sechs verschiedenen Aspekten. Dazu gehörte die „gelebte Vielfalt“ genauso wie eine „Beheimatung in den Künsten“, die unterschiedlichen Formen zivilgesellschaftlichen Engagements, neue Anforderungen in der Stadtentwicklung, die Probleme und Folgen von Freizügigkeit und Abschottung sowie das „rassismuskritische Empowerment“. Der Mittwochvormittag wurde den Fragen der Bildung, ihren Herausforderungen und Notwendigkeiten in der postmitgrantischen Gesellschaft gewidmet.

Natürlich wurde nicht nur geredet, zugehört und diskutiert. Vor allem abends und am Mittwochnachmittag gab es viele unterschiedliche kulturelle Angebote, die die Teilnehmenden des Kongresses wahrnehmen konnten, so dass auch Mannheim selbst, die Stadt und ihre Einrichtungen, integraler Bestandteil dieses erfolgreichen Fachkongresses wurden.

Im Licht von Montagnola


“Schriftsteller als bildende Künstler. Autoren illustrieren eigene Werke“.

Wissenschaftliche Tagung der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Fondazione Hermann Hesse Montagnola vom 12. bis 13. September 2014 unter der Schirmherrschaft der Schwedischen Botschaft Bern

An den zwei Tagen in Montagnola ging es um Multimedialität in der Kunst und Literatur im 20. Jahrhundert. Dabei zeigte sich nach einem auch im Tessin verregneten Sommer der Wohnort von Hermann Hesse im Sonnenschein schönster Spätsommertage. Eine bessere Einstimmung hätte es nicht geben können, um zu verstehen, warum Hesse es nicht nur beim Schreiben beließ, wenn er diese Landschaft beschrieb. Immer wieder griff er auch auf seine Fähigkeiten als Maler zurück, um etwas von der Fülle des Lebens in dieser Region zu vermitteln. Bestes Beispiel dafür ist etwa der Band „Gedichte des Malers“ von 1920, in dem er Bilder und Gedichte gleichrangig gegenüberstellt. Seit „Klingsors letzter Sommer“, 1919, hat Hesse sich auch literarisch immer wieder mit dem Wechselspiel zwischen beiden Künsten und deren unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigt. mehr ...

Personalia

Landessozialpfarrerin neu im Bundesvorstand des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA)


In Westfalen hat der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt eine lange Geschichte. Bereits in den 50er Jahren standen beim "Sozialamt" der EKvW Fragen der Humanisierung der Arbeitswelt auf der Tagesordnung, Sozialsekretäre und Sozialsekretärinnen haben über viele Jahrzehnte Mitarbeitende in den Betrieben begleitet und beraten, in der Gemeinsamen Sozialarbeit der Konfessionen finden bis heute Seminare und Tagungen mit Mitarbeitenden des Steinkohlebergbaus zu den innerbetrieblichen Veränderungen statt. Die sozialen Bedingungen in der Arbeitswelt, Belastungen am Arbeitsplatz, nachhaltiges Wirtschaften, Auswirkungen der Globalisierung auf Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Strukturen des Arbeitsmarktes, prekäre Beschäftigung haben unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag der Menschen. mehr ...

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

info@kircheundgesellschaft.de
www.kircheundgesellschaft.de
» Newsletter abmelden