Newsletter Oktober 2015

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

Herbstzeit – Erntedankzeit. Welche Ernte fahren wir ein? Wie gehen wir mit der Vielfalt von Pflanzen und Tieren um? Wie wichtig ist sie uns? Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft und unserer Ernährung aus?

Der Blick fällt auch zurück auf uns Konsumenten. Wie kaufen wir ein, wie viel lassen wir uns eine umweltgerechte Landwirtschaft, eine artgerechte Nutztierhaltung und eine Arbeit, von der Menschen leben können, kosten? Auch theologisch sind wir immer wieder herausgefordert, nachzudenken und uns zu positionieren.

In unserem Spezial zum Thema „Ernährung und Landwirtschaft“, das wir rund um das Erntedankfest konzipiert haben, widmen wir uns diesen aktuellen Fragen, die noch längst nicht beantwortet sind.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und würde mich freuen, Sie bei einer unseren Veranstaltungen wiederzusehen.

Ihr

Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Schwerpunkt

Dialog über die Landwirtschaft der Zukunft gefordert


Die evangelischen und katholischen Kirchen in Westfalen-Lippe haben gemeinsam mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband eine gemeinsame Erklärung zum Erntedank herausgebracht, in der sie auch über die Herausforderungen in der Flüchtlingsfrage sprechen. Darin heißt es: „Wie viel sind wir bereit zu teilen in einem Land, wo gute und sichere Ernten der Normalfall sind?“ Auch auf die Diskussion um die Landwirtschaft der Zukunft macht die Erklärung aufmerksam. Die Debatte um die Ausrichtung der heimischen Landwirtschaft sei oft wenig friedfertig und zu oft ohne Verständnis für die Sicht des Anderen.

Hier geht es zur Erklärung im Wortlaut

Die Schöpfung ist nur mit den Bauern zu bewahren


Zu Erntedank dürfe nicht aus dem Blick geraten, auch den Bauern für ihre Arbeit zu danken. Das sagte Pfarrerin Silke Niemeyer (Lüdinghausen) in ihrer Predigt anlässlich eines ökumenischen Gottesdienstes des NRW-Erntedankempfangs am 2. Oktober 2015 auf der Burg Vischering in Lüdinghausen. Dies aber sei heute nicht mehr so einfach. „Das gewachsene ökologische Bewusstsein ist großartig, aber es hat eine Kehrseite: Bauern ernten mehr Prügel als Dank.“

Sie erinnerte an die biblische Tradition, in der das Erntefest eng mit dem Ritus des Sündenbocks verbunden ist. Auf heute bezogen sagte sie, dass einige „schwarze Schafe“ dazu herhalten, den ganzen Berufsstand unter Verdacht zu stellen, unverantwortlich, unhygienisch und unmoralisch zu sein. „Es ist aber zu billig, billige Sündenböcke auszumachen. Die Schöpfung ist nur mit den Bauern zu bewahren, nicht gegen sie“, sagte Pfarrerin Niemeyer vor 140 Gästen aus Landwirtschaft, Politik, Umwelt- und Naturschutz. Vielmehr müsse die Kritik an all dem, was den Landwirten vorgehalten wird, zur gesellschaftlichen Selbstkritik werden, wenn sie nützen soll, sagte Niemeyer in ihrer Predigt.

Die Predigt können Sie hier nachlesen

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!


Trotz der ungünstigen Witterung im Frühjahr und Sommer hat die westfälische Landwirtschaft in diesem Jahr gute Ernten eingefahren und wir haben das Erntedankfest in dem Bewusstsein gefeiert, dass unsere Ernährung in Vielfalt gesichert ist. Im Frühjahr ist jedoch eine Entscheidung gefällt worden, die die Zukunft der Landwirtschaft und der Ernährung in Europa gefährdet. Im März entschied die sogenannte Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts EPA, dass Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht als technische Erfindung patentiert werden dürfen. Diese Entscheidung stößt auf entschiedenen Widerstand. mehr ...

Mindestlöhne und Sozialstandards jetzt auch in der Fleischindustrie


Sechs führende Unternehmen der Fleischindustrie unterzeichneten am 21. September 2015 eine Selbstverpflichtung gegen Sozialdumping. Vorausgegangen war eine massive Kritik an der Ausbeutung vor allem osteuropäischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Schlacht- und Zerlegebetrieben.
Mitarbeiter sind per Werksverträge über Leiharbeitsfirmen in den Betriebsstätten der Konzerne tätig. Die Bezahlung ist weit unter dem Niveau der Löhne der Stammbelegschaft, meist werden keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt und auf die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen wird nicht überall geachtet. mehr ...

Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft


Laut einer Emnid Studie zum Image der Landwirtschaft (2012) gehen nur noch 35 Prozent der jüngeren Befragten davon aus, dass in der Landwirtschaft verantwortlich mit Tieren umgegangen wird und nur noch 29 Prozent trauen den Landwirten zu, umweltbewusst zu wirtschaften. Es bedarf also dringend einer „umfassenden gesellschaftlichen Debatte“ und des „ehrlichen Ringens um Wege zu einer Landwirtschaft, die von der großen Mehrheit der Menschen getragen wird“, wie es der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, das Erzbistum Paderborn, das Bistum Münster und das Bistum Essen, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche in ihrer gemeinsamen Erklärung zum Erntedank fordern. mehr ...

Klima, Umwelt, Energie

Auf dem Weg nach Paris


Mit dem Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit setzen die Initiatoren im Vorfeld der Weltklimakonferenz ein Signal. Sie fordern: „Nutzt die Zeit für konstruktive und ambitionierte Verhandlungen und Vereinbarungen, solange noch etwas verändert werden kann.“
Der Klimapilgerweg in der Evangelischen Kirche von Westfalen ist ein Teilstück des großen Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit, der von Norwegen, Schweden, Dänemark über Deutschland nach Paris zum Klimagipfel führt. mehr ...

Das Gebäude G4 in Haus Villigst


Eine besonders energieeffiziente Sanierung

Am 1. Oktober 2015 wurden mit einer Feier die Bauarbeiten der vergangenen zehn Jahre in Haus Villigst offiziell abgeschlossen. Präses Annette Kurschus konnte dazu zahlreiche Gäste, Mitarbeiter und Freunde des Hauses begrüßen. Besonders interessiert zeigten sich die Anwesenden an der Sanierung des Verwaltungsgebäudes G4. Hier wurde bewusst nicht auf Abriss und Neubau gesetzt, sondern eine besonders energieeffiziente Sanierung realisiert. Erreicht werden damit Energieeinsparungen, die denen eines Neubaus gleichen. So sorgen eine hocheffiziente Dämmung und eine moderne Gebäudetechnik dafür, dass die Klimabelastung durch Kohlendioxid um 80 Prozent sinkt. Die Maßnahme wurde als Modellprojekt vom Bundesumweltministerium mit rund 250.000 Euro gefördert und im Rahmen des landeskirchlichen Klimaschutzkonzepts „Klimaschutz EKvW 2020“ umgesetzt.

Die ausführliche Berichterstattung zur Einweihung von Haus Villigst nach dem Umbau finden Sie unter: www.evangelisch-in-westfalen.de

Angaben zum energieeffizienten Gebäude G4

Fracking verbieten, Klima schützen, Energiewende voranbringen


Breites Bündnis wendet sich an Bundestag

Die Verhandlungen über das Fracking-Regelungspaket im Bundestag, die vor der Sommerpause aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zwischen CDU/CSU und SPD auf Eis gelegt worden sind, sollen voraussichtlich im Oktober wieder aufgenommen werden. Mit einem Brief wenden sich Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Kirche, Gewerkschaft, Umweltschutz und Entwicklungspolitik an die Fraktionen im Bundestag und erinnern an die Gefahren des Fracking für die Natur, das Klima und die menschliche Gesundheit. mehr ...

Brief an die Fraktionen des Bundestages

Gesellschaft

“Wie gewinne ich die junge Generation?“


6. Wertekonferenz mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kirche in Haus Villigst

Der Trend der Landflucht ist in Deutschland allgegenwärtig. Vor allem junge Menschen verlassen Regionen wie Südwestfalen, um in Metropolen wie Hamburg, München oder Berlin zu arbeiten. Für Unternehmen heißt es, die eigene Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Aber was hält die junge Generation in Brilon, wenn die Hauptstadt winkt?
Diese Frage stand im Mittelpunkt der sechsten Wertekonferenz, die der Initiativkreis „Mitten in Westfalen“ in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Villigst im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen am Donnerstag, 24. September 2015, veranstaltete. mehr ...

Gemeinsam für gute und gerechte Arbeit


Zum 125-jährigen Jubiläum der IG BCE erinnerte Klaus Breyer an die gemeinsamen Ziele, für die Kirchen und Gewerkschaften eintreten. Mit Blick auf die Flüchtlinge sagte er: „Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass Schutzsuchende einen guten Ort in unserer Gesellschaft finden.“
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat am 19. September 2015 ihr 125-jähriges Jubiläum mit einem großen Mitgliederfest gefeiert. Dazu kamen rund 30.000 Menschen auf die Zeche Zollverein in Essen.  mehr ...

Tipps und Termine

Ein Sonntag für Männer


18. Oktober 2015

Sonntags ist Gottesdienst, aber oft entsteht der Eindruck, dass die Männer in der Unterzahl sind. Sie lassen sich vom herkömmlichen Sonntagmorgengottesdienst nicht ansprechen, fühlen sich nicht eingeladen. Anders wird das an vielen Orten am Sonntag, 18. Oktober, sein, denn da ist Männersonntag. In vielen Kirchen der Evangelischen Kirche von Westfalen finden Gottesdienste zum Männersonntag statt.

Die Männerarbeit im Ruhrgebiet führt in fünf Kirchenkreisen zentrale Gottesdienste zum Männersonntag durch. mehr ...

Neu: Der Familienbericht NRW!


Erstmals seit 25 Jahren hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen einen Familienbericht erstellt, der die Situation der Familien in Nordrhein-Westfalen beschreibt, ihre Anliegen darstellt und erste Eckpunkte für eine zukünftige Familienpolitik der nächsten Jahre formuliert. Das Institut für Kirche und Gesellschaft, insbesondere die Fachbereiche „Männer, Familie, Ehrenamt“ und das Frauenreferat, waren an der Entstehung des Familienberichts NRW beteiligt. Die Ergebnisse der Dialog-Veranstaltung „Familienplanet“, die vom 13.-14.07.2013 in Haus Villigst stattfand, sind in den Familienbericht eingeflossen. Über die sogenannten Familiendialoge hinaus gab es auch die Möglichkeit sich über ein Internetportal sowie durch die Teilnahme an der Familienbefragung für NRW zu beteiligen.

Der Familienbericht ist nun erstellt und wird im Rahmen eines Fach- und Familienkongresses am Freitag, 23. Oktober 2015, 9.30 Uhr – 18.00 Uhr, LVR-Industriemuseum, Hansastraße 20, 46049 Oberhausen, vorgestellt.

Nähere Information finden Sie im Programmflyer. Hier geht es zum Familienbericht NRW.

Nie wieder Rana Plaza!


Studientag zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in einem nationalen Aktionsplan

13. November 2015
Evangelische Mariengemeinde, Dortmund

Am 24. April 2013 stürzte in Savar/Bangladesh die Textilfabrik Rana Plaza ein. Dabei kamen 1134 Menschen zu Tode, hunderte wurden verletzt. Rana Plaza steht inzwischen als Symbol für globale Produktionsbedingungen, in denen Menschenrechte verletzt werden.
Der Menschenrechtsrat der UNO hat bereits im Juni 2011 "Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte" verabschiedet, die eine Sorgfaltspflicht für Unternehmen einfordern. Die Umsetzung dieser Leitprinzipien in einen nationalen Aktionsplan ist Teil des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Bis Ende des Jahres finden Anhörungen mit Stakeholdern aus der Zivilgesellschaft statt, 2016 soll der Aktionsplan verabschiedet werden.
Der Studientag bilanziert den bisherigen Verlauf der Verhandlungen und beleuchtet sie kritisch.

Ansprechperson:
Birgit Weinbrenner
eMail: Birgit.Weinbrenner@kircheundgesellschaft.de

Weitere Informationen und Anmeldung

Männer in der Bibel


Männertag nimmt Männerbilder in den Blick

14. November 2015, 09.00  bis ca. 14.00 Uhr
Gemeindezentrum Klafeld in Geisweid

In der Bibel finden sich zahlreiche Geschichten von Männern und eine Fülle von Männerbildern. Im Rahmen der Reformationsdekade zum Themenjahr „Bild und Bibel“ sollen diese vielfältigen Männerbilder beim diesjährigen Männertag im Evangelischen Kirchenkreis Siegen zum Thema werden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Landwirtschaft ohne Grenzen?


Für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

19. - 20. November
Villigst

Mit einem Blick in die Zukunft sollen Beispiele einer nachhaltigen Landnutzung und einer artgerechten Tierhaltung vorgestellt und diskutiert werden. Und: wie können Landwirte und städtische Bevölkerung noch besser kooperieren? Eine nachhaltige Landwirtschaft wird aus ökologischen, sozialen, ökonomischen und tierethischen Bausteinen bestehen. Diese sollen im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Grenzen des Wachstums – Grenzen des Fortschritts?


Wege zur Großen Transformation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

20. – 22. November 2015
Haus Villigst, Schwerte

Die Wirtschaft und unsere Gesellschaft kennen nur ein Ziel: mehr werden, größer werden, also wachsen. Doch dieser ständige Wachstumsdrang hat Probleme verursacht. Grenzen der Belastbarkeit unserer Ökosysteme, der zunehmende Rohstoffverbrauch, aber auch soziale und gesellschaftliche Probleme sind größer geworden.  Was können die Alternativen zu einer Wachstumsgesellschaft sein? Wie müssen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft verändert werden, damit eine transformierte und nachhaltige Zukunft für uns entsteht?

Weitere Informationen und Anmeldung

Utopien leben - Nachhaltige Wege gehen!


"... so viel du brauchst!"

27. - 28. November 2015
Hagen

Nachhaltig zu leben ist für immer mehr Menschen wichtig. Sie versuchen, weniger Ressourcen zu verbrauchen und richten ihr Konsumverhalten danach aus. In NRW gibt es eine erfreuliche Fülle an Initiativen und einzelnen Menschen, die diesen Wandel bereits jetzt leben und voranbringen. Die Veranstaltung ist gedacht als Vernetzungstreffen für aktive Menschen und Initiativen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Asylpolitischen Forum 2015


Kinder- und Menschenrechte zur Disposition?
Viele Flüchtlinge – wenig Schutz

11. - 13. Dezember 2015
Haus Villigst, Schwerte

Das Asylpolitische Forum 2015 geht vom 11.12. bis zum 13.12.2015 in der Evangelischen Akademie Villigst den Fragen nach: Wie kann auch bei vervielfachten Aufnahmezahlen die Einhaltung der Kinder- und Menschenrechte für Schutzsuchende gewährleistet werden? Wie können Abschottungsreflexe in Politik und Verwaltung überwunden und die Aufnahmebereitschaft dauerhaft gestärkt werden?
Das Asylpolitische Forum 2015 will den Blick über die aktuelle Krisenbewältigung hinaus weiten und fragt nach zukunftsfähigen Konzepten für die menschengerechte Aufnahme, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Es dient auch – wie jedes Jahr – dem Austausch und dem Wissenstransfer von Akteurinnen und Akteuren in der Flüchtlingshilfe und dem Dialog mit Politik und Verwaltung.

Weitere Informationen und Anmeldung

Publikationen

Neue Leitbilder für eine nachhaltige Entwicklung


Die neue EKD-Studie mit dem Titel „…damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen“ (EKD-Text 122) wirbt für eine breite gesellschaftliche Diskussion über neue Leitbilder für eine nachhaltige und global gerechte Entwicklung. Den Schwerpunkt legt die Studie auf die Beantwortung der Frage, unter welchen Bedingungen „gutes Leben“ für alle Menschen unter Wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen möglich ist und welche normativen Maßstäbe sich daraus für ein neues Verständnis einer global gerechten und zukunftsfähigen Entwicklung ergeben. „Der gesellschaftliche Wandel zu einer nachhaltigen Entwicklung bedarf auch des Engagements der Kirchen, ihrer Dienste und Werke“, heißt es im Vorwort der Studie. Ziel kirchlichen Handelns müsse es sein, eine alternative Praxis zu etablieren, die Vorbildfunktion hat und zeigt, dass eine faire und gemeinwohlorientierte Lebensweise und eine lebensdienliche Ökonomie möglich sind.

Die neue EKD-Studie ist abrufbar unter: www.ekd.de

Der Weg zu einer klimagerechten Zukunft


Zwei Monate vor Beginn der internationalen Klimaverhandlungen in Paris (COP21) haben die Klima-Allianz Deutschland und der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) in einem gemeinsamen Positionspapier Forderungen an die Bundesregierung gestellt.
Das Positionspapier erläutert die Dringlichkeit eines globalen Abkommens, dessen verbindliche Maßnahmen so gestaltet werden müssen, dass sie die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius beziehungsweise 1,5 Grad begrenzen. Denn bereits bei einem Anstieg von zwei Grad ist mit massiven Folgen für Ökosysteme und Gesellschaften zu rechnen. Die Bundesregierung müsse sich in Paris dafür einsetzen, ein globales Langfristziel des vollständigen Umstiegs von fossilen auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz so schnell wie möglich und spätestens bis zur Mitte des Jahrhunderts im Pariser Abkommen zu verankern.

Das Positionspapier ist abrufbar unter: www.die-klima-allianz.de

EKD-Appell „Klimagerechtigkeit jetzt“


Die Evangelische Kirche in Deutschland ruft in einem gemeinsamen Positionspapier „Die Welt macht sich auf den Weg nach Paris. Klimagerechtigkeit jetzt“ die Bundesregierung und die Staatengemeinschaft auf, sich auf dem Pariser Klimagipfel auf ein überprüfbares und für alle verbindliches Klima-Abkommen festzulegen. Die Erderwärmung soll auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzt werden. Weiter fordern die Unterzeichner verbindliche Schritte hin zu einem nach-fossilen Zeitalter ab der Mitte dieses Jahrhunderts weltweit.
Ein Stopp des Klimawandels brauche eine engagierte und ambitionierte Abkehr von klimaschädigenden Verhaltens- und Produktionsmustern. Jeder Einzelne, die Kirchen und Kommunen, die Wirtschaft, die Politik müssten dazu ihren Beitrag leisten, heißt es in der Erklärung weiter.

Hier geht es zum Positionspapier.

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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