Newsletter Oktober 2018

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

auf welchem Grund stehen wir? Diese im wahrsten Sinne "grund"legende Frage stellt sich nicht nur angesichts immer neuer rechter Hetztiraden, des irrlichternden Dauerstreits der Koalition und des Schrumpfens der Volksparteien.
In den großen Auseinandersetzungen um die Zukunft unserer Gesellschaft ist das, was uns im tiefsten Innern Orientierungskraft gibt, von entscheidender Bedeutung.

Paulus erinnert in seinem Brief an die Korinther an dieses Fundament: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
(1. Kor. 3,11)

Mit einem der Welt zugewandten Glauben stehen wir auf einem guten Grund. In den Auseinandersetzungen dieser Zeit können wir auf ihm sicher stehen und Halt finden: Ohne Toleranz gegenüber Intoleranz, mit Klarheit gegen alle Menschenfeindlichkeit und mit Nächstenliebe gegenüber allen Menschen.

Die rassistischen, antisemitischen und menschenfeindlichen Tabubrüche des Rechtspopulismus bleiben dennoch beängstigend.

Andererseits erlebe ich, wie die bislang oft schweigende Mehrheit in unserem Land lauter wird: 240.000 demonstrierten „unteilbar“ in Berlin gegen Rassismus und eine sich spaltende Gesellschaft. Ich treffe solche Menschen an vielen anderen Orten, auf unseren Tagungen und in unseren Projekten. Immer mehr Menschen sind bereit, den Verächtern unserer Demokratie die rote Linie zu zeigen. Selbstbewusst stellen sie ihre Vorstellung von einer pluralen, menschenfreundlichen Gesellschaft nationalistischer, z. T. rechtsextremer Ideologie entgegen. Viele engagieren sich. Auf Demonstrationen, in vielen zivilgesellschaftlichen Projekten und Initiativen, in denen ganz konkret solidarisches Zusammenleben erfahrbar wird. Das ist ermutigend.

Der Stil der Regierungsarbeit müsse sich ändern, so vielfach die Analyse der Regierungsparteien nach der Bayernwahl. Das stimmt! Neben dem Stil auch so manche Inhalte. Dazu gehört auch eine Politik der Zusammenarbeit mit der demokratischen Zivilgesellschaft, mit den vielen, die sich in sich ungezählten Initiativen für eine gute Zukunft einsetzen und sich bisher vielfach alleingelassen fühlten.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und lade Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein!

Ihr Klaus Breyer
Institutsleiter

Andacht

Auf welchem Grund


Auf welchem Grund stehen wir? Auf welchem Grund steht unsere Gesellschaft?
Wenn die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag eine 180 Grad – Wende in der deutschen Erinnerungskultur verlangt, wenn die Zeit des Nationalsozialismus als Vogeldreck in der deutschen Geschichte und das Holocaust Denkmal als Denkmal der Schande bezeichnet wird.

Wie fest ist das Fundament unserer Demokratie? Wie fest stehen wir?
Wenn kalkulierte Tabubrüche, die Grenzen des Sag- und Machbaren Stück für Stück zu verschieben drohen, wenn durch die ständige Wiederholung von menschenverachtenden Thesen ein Normalisierungs- bzw. Gewöhnungseffekt eintritt, der die Werteordnung unserer Gesellschaft unmerklich zu verändern droht.

Auf welchen Grund stehen wir? Christinnen und Christen, unsere Kirche? Wenn es darum geht unsere Demokratie gegen ihre Verächter zu verteidigen?
Paulus umreißt diesen “Grund“ in einem knappen Satz in seinem 1. Brief an die Korinther

„Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
(1. Kor. 3.11)

Ja! Unser Grund ist Jesus Christus.
Nicht ein wie auch immer konstruiertes homogenes deutsches Volk, nicht unser Wohlstand, den es gegen „die da draußen“ zu verteidigen gilt, sind Grund, Anker und Ziel unserer Existenz, sondern Jesus Christus, das heißt nicht, dass auch wir uns in bestimmten Situationen ängstigen, das heißt nicht, dass es in unsrer Kirche keine Menschen gäbe, die den starken Sprüchen der Rechten Glauben schenken.
Dennoch: unser Grund ist Jesus Christus und die Verheißung, die konkrete Utopie, einer Welt, in der Gerechtigkeit herrscht, in der Rassismus, Menschenfeindlichkeit, auch die Zerstörung der Schöpfung überwunden wurden.

„Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
Auf eindrucksvolle Weise ist dieses Fundament in den letzten Jahren sichtbar geworden. An vielen Orten zeigen Christinnen und Christen mutig und standhaft, dass Nächstenliebe kein Strohfeuer ist und allen Menschen gilt. Mit physisch und psychisch oft grenzwertiger Belastung helfen und begleiten sie Geflüchtete, und stellen sich vor sie, während Anfeindungen und Hass gegenüber Flüchtlingsinitiativen auch gegen das politische Engagement der Kirche wachsen.

Was für eine Kraft! Was für eine Hoffnung! Was für ein Vertrauen!

„Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
Dieser Grund auf dem wir stehen können, hilft uns in den oft harten Auseinandersetzungen „für eine offene Gesellschaft“ zu streiten und unmissverständlich klar zu machen: Rechtsextremismus, alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind mit dem christlichen Glauben unvereinbar.
Die Orientierung an Jesus Christus hilft uns aber auch, den Menschen zu sehen, der sich hinter den Propagandaparolen verschanzt hat (so schwer das manchmal ist und so anstrengend und manchmal auch vergeblich), den Menschen, mit seinen Ängsten, die ihn umtreiben und ihn anfällig machen, für Hetze, den Menschen mit seiner Sehnsucht nach einfachen Lösungen, in einer immer unüberschaubaren Welt.
Räume zu schaffen, wo diese Ängste ausgesprochen und sachlich diskutiert werden könne, solche Räume zu schaffen ist heute ungemein wichtig. Unsere Kirche hat diese Räume bzw. kann sie schaffen in Kirchengemeinden, in der der Männer-, Frauen- und Jugendarbeit in der Familien- und Erwachsenenbildung und nicht zuletzt in den Evangelischen Akademien.
Es darf nicht sein, dass reale Missstände im politischen Diskurs ausgeblendet werden, weil dies der AFD in die Hände spielen könnte. Auch hier sind wir, ist die Kirche, gefordert. Das, was unsere Gesellschaft spaltet, müssen wir klar benennen und Veränderung einfordern.
Dauerarbeitslosigkeit, Armut - besonders Kinderarmut - sind ein Skandal in unserem reichen Land. Es braucht zu recht mehr bezahlbaren Wohnraum, sichere lebenswerte Städte und Quartiere, ein Bildungssystem, das für alle chancenreich ist. Es braucht keine ratlos machenden Hochbeförderungen, die die politische Debatte über Tage bestimmen.
Eine solidarische Politik ist nicht nur für den sozialen Zusammenhalt gut, sondern auch eine starke Kraft gegen den Rechtspopulismus.

Auf welchen Grund stehen wir? Christinnen und Christen, unsere Kirche? Wenn es darum geht unsere Demokratie, gegenüber ihren Verächtern, zu verteidigen?

„Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“, so schreibt Paulus.
Wir stehen auf einen guten Grund, der uns Halt in schwierigen Zeiten geben will, der uns hilft, aufrecht zu stehen und für unsere Demokratie einzutreten:
Ohne Toleranz gegenüber Intoleranz (Nikolaus Schneider), mit Klarheit gegen alle Menschenfeindlichkeit und mit Nächstenliebe gegenüber allen Menschen.
Wir stehen auf einem guten Grund, dessen Wahrheit größer ist als wir und der auch unser Herz, das manchmal engstirnig ist und verbohrt, weitet.
Auf diesem Grund und aus diesem Grund müssen wir nicht verzagen und können mit Hoffnung den Schrecken unserer Zeit begegnen.

Denn: "Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus." – Amen.

Klaus Breyer

Kirchentag 2019

Wege zur Nachhaltigkeit


Projekt startet jetzt in Dortmund
Aus Anlass des Deutschen Evangelischen Kirchentages
Schirmherr ist Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Eine umweltverträgliche und menschengerechte Zukunft – für dieses Ziel setzt sich eine Vielzahl von Dortmunder Initiativen ein. Mit ihrem Engagement machen sie eine nachhaltige Entwicklung in ihrer Stadt erlebbar. Um diese wichtige Arbeit noch sichtbarer zu machen, hat das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) in Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung das Projekt "Wege zur Nachhaltigkeit" ins Leben gerufen. Der offizielle Projektstart fand am 24.09.2018 im Dortmunder Rathaus statt. Unterstützt und gefördert wird das Projekt von der NRW Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Zum Projektstart finden Sie hier eine Presseinformation des IKG vom 24.09.2018.
Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren wollen: www.wegezurnachhaltigkeit.de

Was für ein Geschmack!


Fair.ökologisch.lecker

Vom 19. bis 23. Juni 2019 findet der Kirchentag in Dortmund statt. Am Abend der Begegnung (19. Juni) werden Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen und Gruppen aus Westfalen die Gäste des Kirchentags begrüßen – auch mit kulinarischen Köstlichkeiten, die regional, fair, ökologisch und lecker sind.
Im Herbst 2018 laden wir Kirchengemeinden und andere Interessierte zu Koch-Workshops ein. Profi-Köche lassen erleben und erfahren, wie vielfältig, „grün“, fair und regional gekocht werden kann. Dabei stellen wir auch die weltweite Arbeit von Brot für die Welt für eine gesunde und nachhaltige Ernährung vor.

Weitere Informationen und Termine

Weitere Themen

Konflikt und Diskurs


Zum Umgang der evangelischen Kirche mit rechtspopulistischen Strömungen

Den Konflikt nicht zu scheuen, den Diskurs zu suchen - das war Anliegen und Ziel einer Tagung des Instituts für Kirche und Gesellschaft zum Umgang der evangelischen Kirche mit rechtspopulistischen Strömungen. Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich in Haus Villigst intensiv mit dem Erstarken rechtspopulistischer Strömungen in Deutschland - und diskutierten über Gegenstrategien. Deutlich wurde: Die Auseinandersetzung macht auch vor den Kirchentüren nicht Halt und braucht langen Atem.

"Ein Ringen um Antworten auf die Frage: Was ist eigentlich Rechtspopulismus und was hat die Kirche dem entgegenzusetzen?", so formuliert Lena Ohm, Redakteurin bei evangelisch.de, die Problematik der Tagung.
Sie hat einen ausführlichen Tagungsbericht geschrieben. Lesen Sie hier!

Präses Annette Kurschus fand deutliche Worte: "Wenn es um rechtspopulistische Stimmungsmache und die Instrumentalisierung des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) geht, gibt es eine klare rote Linie. Niemand wird aufgrund seiner Parteizugehörigkeit ausgeladen. Aber: Wer sich menschenverachtend und ausgrenzend äußert oder verhält, bekommt auf dem Kirchentag kein großes Podium, keine offene Bühne."
Lesen Sie hier den Vortrag von Präses Annette Kurschus!

Hier finden Sie weiteres Informationsmaterial und das Strategiepapier der EKvW zum Umgang mit Rechtsxtremismus.

Ein Fest der Zivilgesellschaft


Der Hambacher Wald wird zu einem Symbol
Kommentare und Eindrücke von Klaus Breyer und Volker Rotthauwe

Nicht die erhofften 20.000, sondern an die 50.000 Menschen hatten sich an die Tagebauabbaukante nach Buir am Hambacher Wald aufgemacht. Noch wenige Tage zuvor, sah es nach einem deprimierenden Abschiedsfest vom Wald aus, das zudem noch polizeilich verboten wurde. Dann die plötzliche Wende. Das höchste Verwaltungsgericht des Landes stoppte per Eilentscheid die Rodung. Angesichts des baldigen Auslaufens der Kohleverstromung, sei die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit dieses tiefen Eingriffs in den Lebensraum streng zu prüfen.
Schon zuvor war der geschundene Hambacher Wald zum Symbol eines immer breiter werdenden Widerstands gegen das energiepolitische "Weiter so" geworden. mehr ...

Konferenz des ECEN in Katovice


12. Konferenz des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerks (ECEN) vom 6. bis 10.10.2018 in Katovice, Polen

Die Konferenz fand in Katovice statt, einer Stadt, die vor ca. 150 Jahren am Ort eines reichen Steinkohlevorkommens gegründet worden war und sich zu einem Kohle- und Stahl-Zentrum entwickelt hatte. Heute fördern nur noch zwei der ehemals 12 Zechen Kohle. Es handelt sich daher um eine Region, in der der Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie sehr präsent ist. Im Dezember wird in Katovice die UN-Klimakonferenz COP 24 stattfinden. In seinem Grußwort sagte der Vertreter der Woiwodschaft Oberschlesien, das neue Leitbild für die Region sei nun „Eco-Responsibility“. mehr ...

Weitere Informationen unter www.ecen.org

10 Jahre Bioethik im Diskurs an der Ruhr-Universität Bochum


Erfolgreiche Kooperation zwischen IKG und RUB feiert Jubiläum

Am 20. und 21. September fand zum 10. Mal die Summer-School „Bioethik im Diskurs“, ein Kooperationsprojekt des Instituts für Kirche und Gesellschaft (IKG) mit dem Alfried Krupp-Schülerlabors der Ruhr-Universität Bochum (RUB) statt. Zwei Tage lang setzten sich 90 Schülerinnen und Schüler intensiv mit bioethischen Fragen auseinander.
Zum 10jährigen Geburtstag der Schülerveranstaltung erschien der Rektor der RUB, … und zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Themen, die von den Schüler*innen bearbeitet worden waren. mehr ...

Patent auf Bier nach Einspruch eingeschränkt


"Keine Patente auf Saatgut!" will kompletten Widerruf

Das Europäische Patentamt (EPA) in München hat am 2. Oktober 2018 nach einer öffentlichen Anhörung das Patent EP 2384110  der Brauereikonzerne Carlsberg und Heineken auf Pflanzen mit bestimmten Mutationen eingeschränkt. Das Patent erstreckte sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Das Patent umfasste ursprünglich alle Pflanzen, in denen bestimmte unerwünschte Geschmacksstoffe fehlen. Jetzt ist das Patent auf die Pflanzen beschränkt, die eine bestimmte Mutation aufweisen, die die Bildung dieser Stoffe beeinflussen kann. Diese genetische Veranlagung gilt als Erfindung, obwohl sie zufällig entstanden ist und die Pflanzen aus herkömmlicher, konventioneller Züchtung stammen. „Keine Patente auf Saatgut!“ will Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen und fordert die Politik zum Handeln auf.

An dem Einspruch gegen das Patent hatten sich 2017 rund 40 Organisationen beteiligt, darunter die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) und Brot für die Welt.

Weitere Informationen

Termine

Stories without End


Neue Ausstellung in Haus Villigst mit Arbeiten von Monika Hanselmann

19. Oktober 2018 - 14. Januar 2019
Haus Villigst, Schwerte

Monika Hanselmann ist eine Grenzgängerin. Mit der Ausbildung zur Malerei bewegt sie sich gern in der Natur, auf Reisen, zwischen Menschen. Sie greift Themen und Fragen in ihren Arbeiten auf, die auch der Theologie nicht fremd sind. So ist sie im Laufe der Jahre malend den Bausteinen des Lebens auf der Spur, der Freude, der Wut und den Dingen, die das Leben lebenswert machen. Ihre Arbeiten bewegen sich stilistisch zwischen art brut und abstaktem Expressionismus und sprechen den Betrachter in seiner Gestik und Farbigkeit unmittelbar an.
Bei der Ausstellung „Stories without End“ präsentiert die Künstlerin einen Querschnitt Ihrer Arbeiten.

Am Donnerstag, 18. Oktober, wird die Ausstellung eingerichtet. Ab 12 Uhr können Sie sich selbst ein Bild von den Bildern machen und mit der Künstlerin sprechen.

Vielfalt achten!


Wege einer gemeinsamen Integrationsarbeit mit und für Geflüchtete

9. - 10. November 2018
Villa Media Gastronomie GmbH, Wuppertal

In der Flüchtlingsarbeit besteht eine breite Vielfalt unterschiedlicher Akteure - vom ehrenamtlich Engagierten über hauptamtliche Träger bis hin zu Verwaltung und Politik. Zeitgleich sind die Lebenslagen Geflüchteter und die damit verbundenen Unterstützungsbedarfe sehr vielfältig - Familien haben andere Bedarfe als Alleinreisende, junge Geflüchtete andere als im Leben stehende, ältere Geflüchtete. Wie kann Integrationsarbeit dieser bestehenden Vielfalt unter den Geflüchteten gerecht werden? Welche Unterstützungs- und Verstetigungsbedarfe bestehen im Integrationsprozess Geflüchteter, wie kann ehrenamtliches Engagement langfristig gestaltet und unterstützt werden? Und welche Wege zu einer gemeinsamen Integrationsarbeit von, für und mit Geflüchteten bestehen? Diesen Fragen widmet sich die diesjährige Praxistagung Flucht und Ehrenamt in Wuppertal. mehr ...

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Weitere Informationen und Anmeldung

Weitere Informationen zum Thema "Kirchenasyl" finden Sie hier.

100 Jahre Frauenwahlrecht


10. November 2018, 7.30-19.00 Uhr
Exkursion nach Frankfurt

Am 19. Januar 1919 war es soweit! Frauen durften in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen.
Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen.
Die Sonderausstellung "Damenwahl" und eine Führung "Frankfurter Frauenzimmer" nehmen die Geschichte der Frauen auch über Frankfurt hinaus in den Blick.

Programmflyer

Mädchen und Frauen erheben ihre Stimme

rawpixel / 123RFStock

100 Jahre Frauenwahlrecht
27. Villigster Mädchen- und Frauentreffen

17. - 18. November 2018
Haus Villigst, Schwerte

1918 war es soweit, das Frauenwahlrecht war verankert. 1919 gingen Frauen das erste Mal in Deutschland zur Wahl. Die Veranstalterinnen des Villigster Mädchen- und Frauentreffens wollen an dieses bedeutende Ereignis erinnern. Vom 17. bis 18.11.2018 laden sie nach Haus Villigst zum 27. Villigster Mädchen- und Frauentreffen ein. „Das Villigster Mädchen- und Frauentreffen ist einmalig, es gibt keine Veranstaltung, wo junge Mädchen ab 13 Jahren und Frauen bis 99 über feministische Themen sprechen und miteinander feiern, so Meike Zeipelt, Referentin für Ehrenamt und Mädchenpolitik im Amt für Jugendarbeit der EKvW. Zusammen mit Nicole Richter vom Frauenreferat der EKvW und Kolleginnen aus der Evangelischen Jugend bereiten sie das intergenerative Treffen vor. Der Samstag bietet Raum sich auszuprobieren in Workshops wie pointiertes Schreiben, Entspannung und Meditation, die Stimme erheben gegen Stammtischparolen oder Boxen. Am Sonntag stehen Mädchen und Frauen im Fokus, die ihre Stimme lautstark für feministische Anliegen heute erheben. Auf einem Podium stellen sie ihr Engagement vor und kommen mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch. Der abschließende Gottesdienst wird gestaltet von Dr. Iris Keßner, Pfarrerin am Pädagogischen Institut für Konfirmanden- und Konfirmandinnenarbeit. 

Weitere Informationen und Anmeldung

Programmflyer: Klartext! Erhebe deine Stimme!

Publikationen

Studie der AG "Flucht, Migration, Integration"


Die Studie zeigt Bedarfe der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in NRW aus der Sicht der Engagierten auf

Das Engagement in der Flüchtlingshilfe ist nach wie vor ungebrochen, aber auch ein Hindernislauf - das zeigt eine Studie des Instituts für Kirche und Gesellschaft. Im Rahmen einer Online-Befragung haben über 1600 Befragte Auskunft über Art, Umfang und Rahmenbedingungen des Engagements gegeben, haben ihre Motive und Werte dargestellt und die Wirkung des Engagements auf den Integrationsprozess Geflüchteter bewertet. Dabei wird deutlich, dass die Hilfsbereitschaft für geflüchtete Menschen in Not nach wie vor ungebrochen ist. Gleichzeitig bestehen aber zahlreiche Herausforderungen, die einen langfristigen Erhalt des Engagements erschweren. So seien nicht nur Einstellungen in der Bevölkerung zu den Themen Flucht und Migration skeptischer geworden, auch bundespolitische Entscheidungen in der Asylpolitik sind für Engagierte häufig nicht nachvollziehbar. Dennoch ebbt die Welle der Hilfsbereitschaft in den Jahren 2015 und 2016 nicht ab, sondern hat vor allem Veränderungen der Ehrenamtslandschaft geführt, die sich nun verstetigen. Die Befragung „Was Engagierte bewegt“ fand im Rahmen des Projektes „Engagiert in Vielfalt - Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“ statt. 
Das Projekt wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen von 2016 bis 2019 gefördert. 
Die Broschüre „Was Engagierte bewegt“ können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

Kriege beenden - Frieden beginnen


100 Jahre nach Kriegsende

Die "Materialien für Gemeinde und Unterricht" bieten Gelegenheit, sich im Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, kritisch mit der Rolle der Kirchen auseinanderzusetzen und neu die historischen und aktuellen Spuren des Friedens in den Blick zu nehmen.
Die Materialien belegen, dass es lohnt, sich auch in Westfalen auf die Suche nach "Friedensspuren" in Geschichte und Gegenwart zu begeben.


Materialsammlung für Gemeinde und Unterricht
Kriege beenden - Frieden beginnen
100 Jahre Ende Erster Weltkrieg: Erinnern für die Zukunft 


Sie haben Interesse?
Die neue "Männerarbeit aktuell" finden Sie hier als Download. 

In Papierform bestellen können Sie die aktuelle Ausgabe bei:
Sarah Wittfeld
Tel.: 02304/755 346
E-Mail schreiben

Weggeleit 2019


Seit vielen Jahren gibt die Männerarbeit das "Weggeleit" heraus - ein ansprechend gestaltetes Andachts- und Meditationsheft mit den Auslegungen der Jahreslosung sowie der Monatssprüche mit dazu passenden Texten und Bildern. Das „Weggeleit“ eignet sich gut für Andachten in verschiedenen Gemeindekreisen und Gruppen oder auch als kleines Geschenk. Der Preis beträgt 2,00 Euro pro Exemplar zuzüglich der Versandkosten.

Bestellungen, auch in größeren Stückzahlen möglich, richten Sie bitte an:
Sarah Wittfeld
Tel. 02304/755-346
E-Mail schreiben

Der Versand der Hefte erfolgt Anfang Dezember, so dass es beispielsweise als Weihnachtsgruß rechtzeitig an die jeweiligen Empfänger*innen weitergegeben werden kann. 

 
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der Evangelischen Kirche von Westfalen


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