Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

Wie kann so viel Hass, so viel Unmenschlichkeit möglich sein? Mit Fassungslosigkeit blicken wir auf das abscheuliche und feige Massaker von Paris. Wir trauern mit den Hinterbliebenen und beten für die Opfer.
Die Anschläge galten unserer offenen Gesellschaft mit ihren Freiheitsrechten. Gerade jetzt müssen wir uns nachdrücklich zu ihr bekennen.
Die Angst, die durch die Attentate geschürt wird, darf nicht dazu führen, dass Misstrauen, Hass und Feindschaft wachsen. Und es ist wichtig, dass Christen und Muslime zusammenhalten und deutlich machen, dass Terror und Menschenverachtung keinen Platz in den Religionen haben. Die Menschen, die vor demselben IS flohen, der in Paris die Attentate verübt hat, brauchen unseren Schutz und unsere Zuwendung. Flüchtlinge dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden, Terroristen zu sein. Gemeinsam müssen wir verhindern, dass Rechtspopulisten und Rechtsradikale aus diesem Anschlag Kapital schlagen.

In diesem Newsletter werfen wir noch einen anderen Blick auf Paris. Vom 30. November bis 11. Dezember findet dort der Weltklimagipfel statt. Es geht um viel; besonders darum, den Ärmsten und Schwächsten ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Mit einem wirkungsvollen Klimaabkommen könnte in Paris ein - gerade heute - wichtiges Zeichen gesetzt werden! Das Zeichen, dass die Weltgemeinschaft sich nicht abfindet mit Armut, Zerstörung, Flucht und Vertreibung, sondern gemeinsam einsteht für Gerechtigkeit und eine menschenwürdige Zukunft aller Menschen. 

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Ratlos, sprachlos, machtlos


Präses Annette Kurschus, Evangelische Kirche von Westfalen, zu den Terroranschlägen in Paris vom 13. November

"Angesichts dieser menschenverachtenden Gewalt sind wir ratlos, sprachlos, machtlos. Wir begreifen nicht, dass Menschen zu solchen Taten fähig sind, wir wissen nicht, was sie dazu antreibt.
Ich bete für die Opfer und ihre Angehörigen. Ich bete, dass Gott die Herzen bewegt und dass der Hass nicht die Oberhand gewinnt. Ich rufe Christen, aber auch Angehörige anderer Religionen dazu auf, im Gebet nicht nachzulassen.
Die Verbrechen von Paris zielen auf eine humane und freiheitliche Gesellschaft, also auf uns alle. Alle Menschen guten Willens, unabhängig von Religion und Weltanschauung, werden jetzt gegen den Terror zusammenstehen."

Schwerpunkt: Klimagipfel

Hoffen auf Paris?!


Anfang Dezember ist es soweit. In Paris findet der 21. Weltklimagipfel statt.
Handeln ist bitter notwendig: Der Klimawandel schreitet fast ungebremst voran. Schon heute sind mehr als 20 Millionen Menschen auf der Flucht vor seinen Auswirkungen.
Es gibt jedoch auch Zeichen der Hoffnung: Erneuerbare Energien sind weltweit wettbewerbsfähig geworden und werden akzeptiert. Sie stellen 2014 im globalen Strommarkt die Hälfte aller Neuinvestitionen. Auch gibt es Anzeichen dafür, dass der Übergang in das Post-fossile Zeit begonnen hat. So hat sich der G7-Gipfel auf Initiative Deutschlands zur Dekarbonisierung, also zum schrittweisen Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung bekannt. mehr ...

Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit in Westfalen


„Die öffentliche Resonanz auf den Klimapilgerweg hat uns alle überrascht und unsere Erwartungen übertroffen“, ist das Fazit des fünfköpfigen Vorbereitungsteams der westfälischen Etappe des Klimapilgerweges.
Am 13.10. begann der westfälische Teil der Pilgerstrecke von Flensburg zum Klimagipfel nach Paris und endet mit dem Bergfest am 25.10. in Wuppertal.
Gut 300 Aktive aus Gemeinden, Umwelt- und Eine-Welt-Gruppen und kirchliche Einrichtungen haben in dieser Zeit die Übernachtung und Verpflegung in den 12 Etappen organisiert, über 20 Einzelveranstaltungen zu den lokalen und regionalen Themen des Klimaschutzes geplant und unterstützt oder für Andachten und warme Getränke auf dem Weg gesorgt. mehr ...

Europäische Konsultation zu Klimagerechtigkeit


Vom 12. bis 14.10.2015 trafen sich 50 Vertreterinnen und Vertreter europäischer Kirchen, darunter zahlreiche leitende Geistliche, zu einer Konsultation der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) zum Klimawandel und den Pilgerwegen für Klimagerechtigkeit in Haus Villigst.  Die Konferenzteilnehmenden pilgerten eine Teiletappe des Klimapilgerwegs nach Lengerich mit und nahmen an einer dortigen Veranstaltung teil.
"Dieser Pilgerweg drückt zugleich Sorge und Hoffnung aus", sagte der EKD-Ratsvorsitzende Dr. Heinrich Bedford-Strohm am 13.10.2015 in Lengerich. "Wir sind in Sorge um unsere Erde, die auch noch für kommende Generationen ein Ort des Lebens sein soll. Und wir sind getragen von der Hoffnung, dass ein Umdenken und ein Umsteuern möglich ist."
Dr. Gudrun Kordecki vom IKG und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller vom Landeskirchenamt der EKvW stellten auf der Konferenz die zahlreichen Klimaaktivitäten der westfälischen Landeskirche vor.
Die KEK-Delegierten verabschiedeten eine Botschaft zum Pilgerweg für Klimagerechtigkeit und zu der Klimakonferenz in Paris.

FÜR EIN GERECHTERES UND NACHHALTIGERES MORGEN
Botschaft einer Konsultation der Konferenz Europäischer Kirchen

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung braucht ein gesamtgesellschaftliches Engagement


Die Landesregierung hat die Nachhaltigkeit zum politischen Leitprinzip erklärt und im September den Entwurf einer Nachhaltigkeitsstrategie für Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Der Entwurf entstand in engem Austausch mit Kommunen, Zivilgesellschaft, Kirchen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie will die Landesregierung unter anderem einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030, die auf dem UN-Gipfel Ende September in New York verabschiedet wurde, leisten. Auch das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen wirkte an der Entwicklung der Strategie mit, die auf der 4. NRW-Nachhaltigkeitstagung im Landtag zur Diskussion gestellt wurde. mehr ...

Klimaschutzinitiative wird weiterhin gefördert


Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt „Klimaschutz EKvW 2020“ für zwei weitere Jahre. Damit wird die erfolgreiche Arbeit der Klimaschutzagentur EKvW auch in den beiden kommenden Jahren fortgeführt.
Seit 2013 beraten und unterstützen die KlimaschutzmangerInnen Sabine Jellinghaus, Dorothee Albrecht (aktuell in Elternzeit) und Hans-Jürgen, Hörner Haupt- und Ehrenamtliche in unserer Landeskirche. Die Klimaschutzagentur ist die zentrale Servicestelle für den Klimaschutz in der EKvW und hält Fachinformationen, Beratungs- und Schulungsangebote zu Energieeinsparungen und Klimaschutz bereit. Vor allem mit dem Angebot des Kirchlichen Energiemanagements steht allen Kirchen­gemeinden und kirchlichen Einrichtungen das zentrale Schlüsselwerkzeug für den Klimaschutz vor Ort zur Verfügung. Am 1. November 2015 startete eine weitere Projektphase; Damit sind die Dienstleistungen der zentralen Servicestelle zunächst bis Oktober 2017 finanziert.

www.klimaschutz-ekvw.de

Frauen im Fokus

Frauen auf der Flucht


Weltweit sind 75 % bis 80 % der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Die meisten dieser Frauen bleiben mit ihren Kindern in ihrer Herkunftsregion – nur etwa ein Viertel der Frauen auf der Flucht erreicht die reichen Industriestaaten. Frauen haben in den patriarchalen Gesellschaften besonders unter der Armut zu leiden. Das treibt sie einerseits zur Flucht, macht aber andererseits ihre Flucht besonders schwierig. So fehlen ihnen die Geldmittel für Pässe, Visa, Fahrtkosten und Fluchthelfer. Hinzu kommt, dass es in der Regel die Frauen sind, die die Verantwortung für Kinder oder ältere Familienangehörige tragen. Dadurch sind sie weniger mobil, und es erhöht sich die Gefahr, entdeckt zu werden. mehr ...

Organspende


Der andere Ausweis

Das Thema Organspende wirft viele Fragen auf – und viele davon werden bislang nicht ausreichend beantwortet, finden die Evangelischen Frauen in Deutschland. Deshalb wollen sie genau diese Fragen ansprechen und ergebnisoffen informieren. Nur so, davon sind sie überzeugt, lässt sich Vertrauen in die Transplantationsmedizin, die Schwerstkranken ein Weiterleben ermöglichen kann, zurückgewinnen.

Weitere Informationen zum alternativen Organspende-Ausweis


Ein Statement

„Organspende als Akt der Nächstenliebe empfehlen – dazu kann ich mich nicht durchringen“, sagt Angelika Weigt-Blätgen, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen und stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD). Sie wirbt für den alternativen Organspendeausweis der EFiD. Warum? mehr ...

Theologie treiben … mal anders!


Fernstudium Theologie: Geschlechterbewusst. Kontextuell. Aktuell.

Luthers Idee vom Priestertum aller Gläubigen hat die Kirche revolutioniert.
Theologie treiben – das ist seitdem nicht nur Sache der Gelehrten,  sondern aller Christinnen und Christen.
500 Jahre später ist diese Idee immer noch aktuell.
Das ‚Fernstudium Theologie - Geschlechterbewusst. Kontextuell. Aktuell‘ bewegt sich auf den Spuren der Reformatorinnen und Reformatoren. Es richtet sich an alle, die an Theologie interessiert sind und tiefer in theologische und spirituelle Fragen einsteigen wollen. mehr ...

Singen von deiner Gerechtigkeit!


Unter diesem Titel hat die Fachkonferenz Frauen des Kirchenkreises Münster am 22.09.2015 zu einem Workshop eingeladen.

Die Vielfalt der Gottesbilder, wie sie in der Bibel bezeugt ist, hat in den alltäglichen kirchlichen Sprach- und Liedgebrauch bisher doch eher eingeschränkt Einzug gehalten. mehr ...

Männerarbeit

Die Väterrolle stärken


Mit Unterstützung der Westfälischen Männerarbeit erarbeitet das Kinderzentrum Nadeshda (Belarus) attraktive Programme, um die Beziehung von Vätern und Kindern mit Behinderung zu fördern. 
„Wir wollen Familien ansprechen, erreichen aber in der Regel nur die Mütter“, so Irina Nesterowitsch, die als ärztliche Leiterin des Zentrums Nadeshda bereits zahlreiche Aufenthalte von Familien mit behinderten Kindern im Erholungskinderzentrum erlebt und begleitet hat. mehr ...

33 Jahre Männerkreis Iserlohn-Hennen


Ein ungewöhnliches Jubiläum feierte der Männerkreis Hennen am
01. November:
Vor 33 Jahren, im Herbst 1982, war er gegründet worden. Der damalige Pfarrer der Gemeinde, Wolfgang Riewe, predigte im Jubiläumsgottesdienst. Beim anschließenden Zusammensein im Gemeindehaus wurden Erinnerungen ausgetauscht und gleichzeitig Zukunftspläne geschmiedet. 
Jürgen Haas berichtete dabei über Kooperationen mit dem Familienzentrum im Ort, Landesmännerpfarrer Martin Treichel entwickelte Perspektiven für die Männerarbeit der Landeskirche.

Männer zwischen Risiko und Sicherheit


Am 18. Oktober 2015 haben viele Männer das Risiko auf sich genommen, das sichere Bett zu verlassen und mal wieder in die Kirche zu gehen. Denn es fand in zahlreichen Kirchengemeinden und -kreisen der EKD-weite Männersonntag statt.

Männer sind in der Kirche oft eine Minderheit, die an diesem Sonntag gezielt angesprochen werden soll. Das Jahresthema der Männerarbeit „… auf das ihr heil werdet (Phil 2,12) Männer zwischen Risiko und Sicherheit“ war inhaltlicher Impuls zur Gestaltung des Gottesdienstes, an der die örtlichen Männerkreise beteiligt waren. mehr ...

Studienfahrt

Transport – Handel und Wandel


Hamburg als Hafenstadt und die Auswirkungen auf die Stadtentwicklung

12. – 16. Oktober 2015
Studienseminar Hamburg

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins – waren wir nicht …
denn das war zumindest kein offizieller Programmpunkt unserer Studienfahrt. Das Thema unserer Studienfahrt war die Globalisierung. Ein besonderes Highlight und wichtiger Einstieg in das Thema war eine alternative Barkassenfahrt mit Jan Hauschildt, ehemaliger Werftarbeiter und Seemann, jetzt Maschinenbauingenieur.
Los ging es mit der Geschichte: Bis vor rund 150 Jahren haben kleinere hölzerne Schiffe mit Segelantrieb vor der Stadt fest gemacht. Sie erledigten vor allem, was heute Lastwagen tun: den Transport von Nahrungsmitteln und Baumaterial. mehr ...

Tipps und Termine

Nein zu Gewalt gegen Frauen!


25. November 2015
Haus Villigst, Schwerte

Am 25. November 2015 ist es wieder soweit: An verschiedenen Orten wird dann die Fahne gehisst, die deutlich macht: Wir sagen Nein zu Gewalt gegen Frauen!
Am 25. November 2001 ließ TERRE DES FEMMES zum ersten Mal die Fahnen hissen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Seither wehen die Fahnen und Banner jedes Jahr. Zahlreiche Frauenbeauftragte, Verbände und Ministerien greifen die Aktion auf und tragen sie weiter.
Jährlich wird in vielen Städten und Gemeinden bundesweit mit Filmvorführungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen auf den internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ aufmerksam gemacht. In zahlreichen Orten wird in Kooperation mit Bäckereien eine Brötchentüten-Aktion gestartet. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen. Vielleicht begegnen Ihnen in den nächsten Tagen Pressemeldungen in der Zeitung oder Sie bekommen eine solche Brötchentüte sogar in die Hände?! Wir hissen unsere Fahne am 25.11.2015 auf jeden Fall im Frauenreferat in Haus Villigst.

Der Hunger nach Gas


26. November 2015, 18.00-20.00 Uhr

Haus landeskirchlicher Dienste
Dortmund

Welche Folgen hat Fracking für Deutschland und Südamerika? Dieser Frage geht eine Veranstaltung am 26. November 2015 unter dem Titel "Der Hunger nach Gas" im Haus landeskirchlicher Dienste nach. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Brot für die Welt, IKG, MÖWe, PowerShift und BUND.
Programmflyer

Flüchtlinge vor Ort


Herausforderungen für Kommunen und Verbände

07. Januar 2016, 09.30-17.30 Uhr
Haus Villigst, Schwerte

Am 07.01.2016 laden das Institut für Kirche und Gesellschaft und "Die Dialoggestalter" ins Haus Villigst zum Erfahrungsaustausch für verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Städten und Gemeinden und Mitarbeitende von freien Trägern. Gemeinsames Thema ist die berufliche Beschäftigung mit Flüchtlingen. Die aktuelle Situation schafft oftmals und vielerorts schnelle, pragmatische Lösungen, aber auch hohe Belastungen. Es bleibt kaum Zeit zur Reflektion, zum Austausch, zum Lernen von anderen.
Schwerpunkte sind neben dem Erfahrungsaustausch das Gespräch mit dem Innenministerium sowie die Beschäftigung mit der Frage, welche Wirkungen das Thema Asyl bei Kolleginnen und Kollegen erzeugt, die unmittelbar und täglich damit befasst sind.

Informationen und Anmeldung

Blick zurück - nach vorn


Ein Klosterwochenende zum Jahresbeginn

08. - 10. Januar 2016
Stift Börstel, Osnabrück

Der Jahreswechsel lädt dazu ein, das Tempo zu verlangsamen, Rückschau zu halten und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.
Was habe ich im zurückliegenden Jahr erlebt? Was hat sich verändert? Und: Mit welcher inneren Haltung gehe ich in die neue Zeit?
Das Wochenende bietet Gelegenheit, über diese Fragen nachzudenken, neue Impulse aufzunehmen und die eigene Rolle als Frau oder Mann zu reflektieren.
In der klösterlichen Umgebung wird sowohl Zeit sein für gemeinsame Gespräche als auch für Stille, Yoga, Wandern und Gebet. 

Informationen und Anmeldung

Letzte Tage


22. Januar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Am 22. Januar 2016 um 19 Uhr findet die Eröffnung der nächsten Ausstellung in Haus Villigst statt.

Bernhard Laß verfolgt seit Jahren in seinem Fotoprojekt "Letzte Tage" nicht nur die Ästhetisierung des Kommerz, sondern auch dessen ethische Überfrachtung. Grotesk und bitter muten Werbeslogans an, wenn man sie bildlich in einen wortgetreuen Zusammenhang setzt. "Letzte Tage" beziehen sich eben nicht nur auf den Schlussverkauf.

Die Agenda 2030 in Deutschland und NRW


Welche Impulse setzen die neuen UN-Nachhaltigkeitsziele?

19. - 20. Februar 2016

Haus Villigst, Schwerte

Auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurden im September die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG) verabschiedet. Mit diesen neuen UN-Nachhaltigkeitszielen sollen die großen Herausforderungen in den Bereichen Entwicklung und Nachhaltigkeit - wie Armut, Klimawandel, Verlust biologischer Vielfalt - in politisches Handeln umgesetzt werden. Stärker als bei den Millennium Development Goals (MDG) werden bei den SDGs ökologische Ziele verfolgt und besonders die Rolle des Menschen in den Entwicklungsprozessen betont. Zum ersten Mal werden auch Industriestaaten als wichtige Akteure zur Umsetzung der Ziele nachhaltiger Entwicklung in die Pflicht genommen.

Informationen und Anmeldung

Zwischen Wohnzimmer und Welt


5. Dortmunder Frauenmahl

19./20. Februar 2016
Dortmund

Nach einem erlebnis- und arbeitsreichen Tag sinkt sie abends erschöpft auf ihr Sofa und freut sich auf etwas Entspannung. Sie schaltet ihren Fernseher ein und zappt durch die Programme. Zwischendurch unterzeichnet sie eine Umweltschutz-Kampagne im Internet und schreibt Nachrichten an ihre Freudinnen. In ihrem Wohnzimmer verbinden sich verschiedene Welten: Die Berufs- und Familienwelt, die globale Welt mit ihren Herausforderungen und die virtuelle Welt, in der wir uns vernetzen und politisch engagieren können.
Beim 5. Dortmunder Frauenmahl fragen wir: Welche Frauenbilder begegnen uns zwischen Wohnzimmer und Welt? Dazu halten vier Frauen pointierte Reden. Zwischen den Menü-Gängen ist Gelegenheit zum Austausch bei Kerzenschein und Akkordeon-Musik.

Informationen und Anmeldung

Save the date

Altersarmut als gesellschaftliche Wirklichkeit


Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft

03. - 04. Februar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Zielgruppe: Beschäftigte in freier Wohlfahrtspflege u.a., Tätige im Themenfeld Alter, in Kirchengemeinden, in Diakonie

Informationen und Anmeldung
ab Ende November

Familienbericht NRW


Fachtag "Familienbericht NRW und seine Herausforderungen für kirchliches Handeln"

Montag, 29. Februar 2016, ca. 10.00-16.30 Uhr
Haus Villigst, Schwerte

Zielgruppe: Kirchliches Fachpublikum aus Kitas, Gemeinden, Diakonie, Familien- und Erwachsenenbildung, Ämtern und Werken

Der Programmflyer erscheint Ende November 2015.

Publikation

Liebe – Treue – Verantwortung


Neu im Luther-Verlag:
Material zur gottesdienstlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Gleichgeschlechtliche Paare in eingetragener Lebenspartnerschaft können in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in einem Gottesdienst gesegnet werden. Nach dem entsprechenden Beschluss vom November 2014 ist dazu jetzt ein Buch erschienen, das Material für die Gestaltung solcher Gottesdienste enthält. Dabei werden sowohl eher traditionelle als auch freiere gottesdienstliche Formen angeboten.
Bis 2014 waren solche Segnungen nur in einer nichtöffentlichen Andacht möglich. Der Entscheidung war ein langer Diskussionsprozess vorausgegangen: Vor drei Jahren hatte die Synode das Thema „Familien heute“ in der Landeskirche auf die Tagesordnung gesetzt mit dem Ziel, Familien zu stärken. Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften gehören demnach zur Vielfalt der familiären Formen. „Zwei Männer oder zwei Frauen, die in Treue und Verantwortung zusammenleben, haben oft den Wunsch, ihre Liebe öffentlich unter den Segen Gottes zu stellen“, so Präses Annette Kurschus. Dies hat die EKvW ermöglicht. Pfarrerinnen und Pfarrer, die eine solche Segnung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, sind nicht dazu gezwungen. In solchen Fällen wird eine andere Lösung gefunden.
Der Entscheidung war eine sorgfältige Auseinandersetzung mit der Bibel vorausgegangen. Aus biblischer Sicht ist eine Verurteilung von Homosexualität, sofern es sich um eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Beziehung handelt, nicht zu rechtfertigen. Vielmehr legt sich nahe, dass die positiven Aussagen zu Liebe, Treue und Verantwortung im Zusammenleben von Mann und Frau in ähnlicher Weise auch auf entsprechende gleichgeschlechtliche Formen des Zusammenlebens bezogen werden können.

Evangelische Kirche von Westfalen (Hg.)
Segnungsgottesdienst für Paare in eingetragener Lebenspartnerschaft
48 Seiten, Luther-Verlag (Bielefeld)
ISBN 978-3-7858-0679-1
Hier online bestellen

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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