Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserinnen und Leser,

seit alters her ist der Advent die Zeit des Wartens auf das Kommen Gottes.
In diesem Jahr berührt mich die Geschichte von der Ankunft Gottes noch einmal ganz anders, denn was damals in der Nähe von Bethlehem geschah, ist eine Fluchtgeschichte:
Gott kommt als Flüchtlingskind in unsere Welt! Die kleine Familie muss sich auf Geheiß der römischen Kolonialmacht in Bethlehem einfinden, um sich registrieren zu lassen. Keine Bleibe findet sich für die hochschwangere Maria und ihrem Mann. Niemand heißt sie willkommen. Jesus kommt am Rande der Straße, in einem Notlager, zwischen vielerlei Vieh zur Welt. Schon kurze Zeit später durchkämmen die Mordkommandos des Herodes das Land. Alle Kleinkinder sollen sie töten. Maria und Joseph müssen Hals über Kopf fliehen. Ihr Weg nach Ägypten führt sie durch die Wüste. 
Jesus, das Flüchtlingskind, bleibt an der Seite der Bedrängten, an der Seite der Zukurzgekommenen, sein Leben lang.
Wenn man Jesus suchte, fand man ihn bei den Hungerleidenden, den Schwachen und Schutzsuchenden – nicht in den Palästen. Er erregt großes Aufsehen damit, dass er sein Brot mit den Armen teilt, dass er den Hoffnungslosen Trost zuspricht und neuen Mut einflößt. Mit Menschlichkeit und Barmherzigkeit stellt er die kalte, alte Welt auf den Kopf. „Lahme werden gehen, Blinde werden sehen und den Armen zu allererst wird das Evangelium verkündet“. Das ist seine Botschaft. Sie bringt die dunkelsten Orte unserer Welt zum Leuchten, und stellt jene ins Licht, die im Schatten von Not und Gewalt leben mussten.
Hunderttausende von Schutzsuchenden sind in den letzten Monaten zu uns gekommen und bitten um Bleibe. Ihre Bitte erinnert uns, das Christus mit den Armen, Hungernden, Hoffnungslosen selbst um Aufnahme bittet und wir Christus in jedem Hungrigen und Schutzsuchenden begegnen: „Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. (…)  Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern, das habt ihr mir getan“ (Mt. 35, 40). Viele zehntausend Menschen in Deutschland haben ihre Türen aufgemacht. Wie viel Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit konnten und können wir in den letzten Monaten erleben! Wir stehen vor Herausforderungen und Aufgaben, deren Ausmaß wir bisher nicht kannten, die wir auch jetzt noch nicht ganz überblicken und die uns lange begleiten werden. Es ist wichtig, dass wir nicht den Weg der Angst gehen, sondern der wohl überlegten Zuversicht. Weil Gott Mensch wurde, uns in den Schwachen, den Hungrigen und Hoffnungslosen begegnet und gemeinsam mit uns, unsere kalte alte Welt mit Liebe zum Leuchten bringen will, können wir Kraft schöpfen und trotz der Größe der Aufgaben zuversichtlich sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr

Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Umwelt

Entscheidende Weichenstellung


Auf das Abkommen der 21. Weltklimakonferenz in Paris müssen jetzt Taten folgen!

Ein Kommentar von Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Wer die perfekte Roadmap für den Klimaschutz im 21. Jahrhundert erwartet hatte, muss enttäuscht sein. Zu unterschiedlich sind nach wie vor die nationalen Interessen, als dass man sich auf ausreichend ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen festlegen mochte, zu groß immer noch das Misstrauen, durch ein “Zuviel“ an Klimaschutz im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden. mehr ...

"So viel du brauchst …"


Klimafasten 2016

Auch im nächsten Jahr laden das Amt für MÖWe und das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW gemeinsam mit der Lippischen Landeskirche von Aschermittwoch bis Ostersonntag zum Klimafasten ein. Die Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit wird in der Zeit vom 10. Februar bis 27. März 2016 in beiden Landeskirchen gemeinsam angeboten.
Mit dem Klimafasten hat jede und jeder von uns die Möglichkeit, im Kleinen wie im Großen, alleine oder in Gemeinschaft, das eigene Leben klimafreundlicher zu gestalten.

Klimafasten:
Tut Leib und Seele gut,
Lässt Herz, Hand und Verstand achtsamer werden,
Entrümpelt den Alltag

Für die kommende Fastenzeit wurde das Angebot an Begleitmaterialien erweitert: Neben Einladungsflyern und der Fasten-Broschüre können Sie Werbeposter für den Schaukasten und Mitmach-Poster für Fastengruppen anfordern. Denn in diesem Jahr stehen insbesondere Fastengruppen und Veranstaltungen in Kirchengemeinden im Vordergrund der Kampagne.

www.klimaschutz-ekvw.de/klimafasten

Erfolgreicher Start des Projekts "So viel du brauchst"


Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Lebensstil

Das Projekt „So viel du brauchst“ möchte Menschen, die sich auf den Weg eines nachhaltigeren Lebensstils gemacht haben, vernetzen und von ihrer Motivation für einen Wandel ihres Lebensstils erfahren. Es ist interreligiös konzipiert und arbeitet mit Wali e.V., einem jungen Moscheeverein in Dortmund, der ökologischen Themen aufgeschlossenen ist, zusammen. Ein Jahr lang wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert. mehr ...

Ökotipps zur Weihnachtszeit


„Alle Jahre wieder ...", wer kennt nicht dieses schöne alte Weihnachtslied.

Wieder einmal steht das Weihnachtsfest bevor und während die Vorbereitungen vielerorts auf Hochtouren laufen, drängt sich die Frage auf, ob das denn alles ökologisch vertretbar ist: Weihnachtsbaum, Baumschmuck, Kerzen, Backen, Basteln, Schenken, Verpacken.

Unsere ÖKOTIPPS zum Verpackungsmüllberg! mehr ...

Europa

EU labour mobility – A gift or a burden?


Europäisches Kirchennetzwerk CALL erarbeitet Handlungsempfehlungen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU

Im Dezember 2015 will die Europäische Kommission das sogenannte „Labour Mobility Package“ zur Verbesserung der Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU präsentieren. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit (Art. 45 AEUV) ist eine der zentralen Säulen der EU-Wirtschaftsordnung und hat dementsprechend hohe politische Priorität, auch für die am 1. Januar 2016 beginnende niederländische Ratspräsidentschaft.
Für eine faire und sichere Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU spricht sich das europäische Kirchennetzwerk „Church Action on Labour and Life“ (CALL) der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) aus. Kurz vor Veröffentlichung des geplanten EU Labour Mobility Package trafen sich vom 26.-28. Oktober 2015 CALL-Mitglieder aus 16 europäischen Ländern auf ihrer Jahreskonferenz zum Thema „EU-labour mobility – A gift or a burden?”. mehr ...

Frauen

Mentoring für Frauen auf dem Weg in Schulleitungen


“Vernunftehe oder Liebesheirat?“ Diese Frage stellten sich die Teilnehmerinnen eines Mentoring-Programms in der Auseinandersetzung mit ihrer Bereitschaft, eine Schulleitungsposition im Regierungsbezirk Arnsberg zu übernehmen.
Zwar haben in den letzten Jahren zunehmend mehr Frauen entsprechende Leitungspositionen besetzt, aber ihr Anteil liegt im Allgemeinen unter 50 Prozent, mit Ausnahme der Grundschulen. Hier besetzen Frauen 70 Prozent aller Leitungsstellen. Besonders niedrig ist der Frauenanteil in entsprechenden Stellen an Gesamtschulen, Gymnasien, Weiterbildungs- und Berufskolleg. mehr ...

Menschenrechte

Nie wieder Rana Plaza?


Zur Erstellung eines Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland

Als am 24. April 2013 in Savar/Bangladesh die Textilfabrik  Rana Plaza einstürzte, kamen 1134 Menschen zu Tode, hunderte wurden verletzt. Dank des breiten Medienechos wurde Rana Plaza zum Symbol für eine globale Wirtschaftsordnung, in der unhaltbare Produktionsbedingungen permanent zu Menschenrechtsverletzungen führen. Insbesondere außerhalb der entwickelten Industriestaaten ist die Bevölkerung kaum vor Rechtsverletzungen, die von Unternehmen ausgehen, geschützt – ganz im Gegenteil. Die Anreizmechanismen des globalen Wettbewerbs scheinen gerade die Regierungen zu belohnen, die durch niedrige soziale und ökologische Standards ein „günstiges“ Klima für ausländische Investitionen bzw. Aufträge schaffen. So wie im Falle Rana Plaza: die dort arbeitenden Näher/innen hatten auch Kleidungsstücke für global operierende Textilunternehmen aus Deutschland und der EU hergestellt. mehr ...

Tipps und Termine

Menschen auf der Flucht


Was können Eine-Welt-Gruppen tun?

08. - 10. Januar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Seit vielen Wochen und Monaten sind zehntausende Menschen auf der Flucht nach Europa. Sie fliehen vor Konflikten, Kriegen und Diktaturen in Syrien, Irak, Eritrea. Bilder von ertrunkenen Menschen an Stränden des Mittelmeers, von Menschen, die in Lastwagen erstickten, schockieren zutiefst. An den EU-Außengrenzen wie Ungarn, Italien, Griechenland und Portugal herrschen rigide Grenzregime, die vor allem abschreckend wirken sollen. Für Europa entwickelt sich diese Flüchtlingskrise zu einer Zerreißprobe. Um so mehr Bedeutung kommt der Haltung der Zivilgesellschaft zu.

Informationen und Anmeldung

Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung" zieht um


Der Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung" wird ab dem 12. Januar 2016 unter folgender Adresse anzutreffen sein:

Auf dem Tummelplatz 8
58239 Schwerte

Alle Emailadressen und Telefonnummern bleiben bestehen.

Jedes Leben ist ein Unikat - jedes Sterben auch


Verantwortungskultur in der Hospiz- und Palliativarbeit

22. - 24. Januar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Hospiz- und Palliativarbeit macht es sich zur Aufgabe, Menschen in ihrer letzten Lebensphase im Leben und Sterben zu begleiten. Beistand und Linderung auf der Ebene körperlicher und seelischer, sozialer und spiritueller Schmerz- und Leidsituationen sind Grundlagen einer Sorge- und Verantwortungskultur, die es zu gestalten und weiter zu entwickeln gilt.

Informationen und Anmeldung

Quo vadis Kirche - Was ist zu tun?


Forum "Religion und Gesellschaft"

01. Februar 2016, 10.00-16.00 Uhr
Reinoldinum Dortmund

Wir leben in bewegten Zeiten, Migration, Globalisierung, Individualisierung. Wie wird, kann, soll es weitergehen mit der Kirche? Soll sie sich auf Kernbereiche beschränken oder viel mehr mitmischen in der Öffentlichkeit, im Gemeinwesen? Soll sie an bewährten Strukturen festhalten oder häufiger gezielt experimentieren? Das Forum „Religion und Gesellschaft“ lädt Haupt- und Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie ein, sich Zeit und Raum für Reflexionen und Diskussionen zu nehmen.

Informationen und Anmeldung

Altersarmut als gesellschaftliche Wirklichkeit


Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft

03. - 04. Februar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Leben von 399 € im Monat. Ist das möglich? Für Männer und Frauen, die von der Grundsicherung im Alter leben, ist das häufig die tägliche Herausforderung. Im Jahr 2014 haben etwa eine Million Menschen in Deutschland, die älter als 65 Jahre alt sind, Grundsicherungsleistungen bezogen.
Bei der Tagung wird die Altersarmut aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.

Informationen und Anmeldung

Recht auf Mitbestimmung! Aber wie?


Mitbestimmungs- und Arbeitsrecht in der EKvW

04. - 05. Februar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Viele Männer und Frauen in den Mitarbeitendenvertretungen in der westfälischen Landeskirche setzen sich dafür ein, dass Rechte und Anliegen der Mitarbeitenden gut umgesetzt werden. Alle Mitarbeitenden brauchen starke MAVen. Besonders diejenigen, die in den MAVen noch „neu“ sind, brauchen für ihre Arbeit stabile Informationsgrundlagen und den intensiven Austausch.
Der Gesamtausschuss (GESA) der Mitarbeitendenvertretungen der EKvW und der Lippischen Landeskirche und das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) wollen zu konsequentem, beharrlichem und auch fröhlichem Engagement für die Belange der Mitarbeitenden ermutigen – und laden gemeinsam zu dieser Tagung ein.

Informationen und Anmeldung

27. Westfälischer Theologinnen-Tag


Unwiderstehliche Ökonomisierung und widerständige Spiritualität

13. Februar 2016, 9.30-16.15 Uhr
Ev. St. Mariengemeinde, Dortmund

Wir können nicht anders!“, „Wir müssen gucken, dass es sich rechnet“, „Wenn ich so könnte, wie ich wollte...“So oder so ähnlich hat wohl jede schon geredet, nicht nur in Haushaltsdebatten sondern in allen Lebenszusammenhängen.In der Tat bedeutet realistisch zu denken oft, öko-nomisch zu denken. Das hat etwas Unwidersteh-liches.Aber wann wird der Realismus zum Verrat daran, dass wir daran glauben und darauf vertrauen, dass diese Welt schon jetzt eine andere sein kann? Wie verlieren wir bei aller Bodenhaftung nicht aus dem Blick, dass uns ChristInnen als wachen ZeitgenossInnen der Blick in den Himmel zugeMUTet wird?

Informationen und Anmeldung

Die Agenda 2030 in Deutschland und NRW


19. - 20. Februar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Im September 2015 wurden die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verabschiedet. Als “Agenda 2030“ stecken sie den Handlungsrahmen der Vereinten Nationen ab. Sie bringen Armuts- und Hungerbekämpfung mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen und dem Erhalt der biologischen Vielfalt zusammen. Besonders bemerkenswert ist: Diese Ziele gelten für alle Länder, denn Zukunftsfähigkeit kann nur erreicht werden, wenn sowohl die Länder des Südens wie die des Nordens Verantwortung dafür tragen. Jedes Land wird durch die Agenda 2030 aufgefordert seinen spezifischen Beitrag zu leisten. Die erfolgreiche Umsetzung der SDGs braucht das aktive Engagement auf allen Ebenen – der internationalen, nationalen, regionalen und der lokalen Ebene.

Informationen und Anmeldung

Arbeit und Gesundheit


Gesund sein im Alltag
Bewegt und motiviert bei der Arbeit

24. - 26. Februar 2016
Sport- und Tagungszentrum Hachen 

Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement werden zunehmend gefordert – auch im neuen Präventionsgesetz. Die Bedingungen am Arbeitsplatz sollen nicht gesundheitsgefährdend sondern gerade gesundheitsfördernd sein. Dafür tragen Arbeitgeber viel Verantwortung – und auch jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin selbst.
Berufsbedingte Erkrankungen des Bewegungsapparates sind seit langem bekannt. Zunehmend wirken sich psychische Belastungen am Arbeitsplatz negativ auf die Gesundheit aus. Das gilt auch für Arbeitsplätze in Kirche und Diakonie. Die Atmosphäre spielt eine große Rolle, das Leitungsverhalten, das Miteinander der Kolleginnen und Kollegen, auch die technische Ausstattung. Die Arbeitgeberin Kirche – wie alle anderen – muss dazu beitragen, dass Mitarbeitende gesund bleiben oder gesund werden. In einigen Kirchenkreisen und Einrichtungen wird an Gesundheitsmanagementkonzepten gearbeitet, Mitarbeitende werden befragt, einzelne gesundheitsfördernde Maßnahmen werden angeboten und durchgeführt. Dabei ist selbstverständlich auch das persönliche Engagement der Mitarbeitenden gefragt.
In Zusammenarbeit mit dem Landessportbund NRW bietet das Institut für Kirche und Gesellschaft eine Fortbildung für Mitarbeitende aus Kirche und Diakonie an, bei der es primär um Gesundheitsförderung durch Bewegung geht. Andere Aspekte der Gesundheitsförderung kommen ebenfalls zur Sprache.

Informationen und Anmeldung

Halbjahresprogramm ist erschienen


Das neue Halbjahresprogramm 2016 der Evangelischen Akademie Villigst ist erschienen. Es bietet in bewährter Weise Veranstaltungen, Anregungen und Impulse zu aktuellen Themen. Ein Thema ist die seit Monaten anhaltende Flüchtlingskrise. In der Evangelischen Akademie Villigst werden im kommenden Halbjahr eine Vielzahl von Veranstaltungen zu diesem Thema und verwandten Bereichen stattfinden. Neben „Flucht“ geht es vor allem um international sichtbare und unsichtbare Konflikte, um das Zusammenleben in Vielfalt, um das Miteinander der drei abrahamitischen Religionen, um Armut, Krankheit und das Lebensende mit seinen vielfältigen, nicht nur seelsorgerlichen Herausforderungen. All diese Aufgaben haben oft mindestens eine europäische Dimension, die nicht zuletzt in den Studien- und Begegnungsreisen bedacht werden. Auch in der Kunst geht es nicht um Alltagsflucht, sondern darum, den Blick für differenzierte Betrachtungen und Möglichkeiten des Verständnisses zu schärfen. Davon wird in den verschiedenen Literaturseminaren die Rede sein.

Diskurse und Dispute, Programm 1. Halbjahr 2016 
Spiritualität und Kreativität, Programm 1. Halbjahr 2016

Personalia

Verabschiedung von Heinz-Jürgen Maschlanka


Abschied von der Evangelischen Männerarbeit

Nach 31 Jahren Tätigkeit bei der Evangelischen Männerarbeit von Westfalen und im Institut für Kirche und Gesellschaft wurde Heinz-Jürgen Maschlanka am 30. November 2015 im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Kolleginnen und Kollegen sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern in den beruflichen Ruhestand verabschiedet.

Pfarrer Martin Heider verstärkt das Team des IKG


Pfarrer Martin Heider ist seit Dezember 2015 im Institut für Kirche und Gesellschaft als Teil eines im Aufbau befindlichen Teams mit den Themen Migration, Flucht und Integration tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit wird die Beratung und Begleitung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit sein.
Zuvor war Pfarrer Martin Heider im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn für verschiedene Aufgaben zuständig, darunter Erwachsenenbildung und pastoraler Dienst in drei Gemeinden und fünf Altenheimen.
Martin Heider studierte Evangelische Theologie in Hamburg, Amsterdam und Bochum. Sein Vikariat absolvierte er in Dortmund und in der Arbeitsstelle konziliarer Prozess (für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung). Es folgte der Probedienst in der Arbeitsstelle Gottesdienst und Kirchenmusik. Anschließend war Martin Heider Gemeindepfarrer in Dortmund sowie Studienleiter in Wuppertal.
Eines der privaten Interessen gilt den neuen geistlichen Liedern, die er zum Teil selbst komponiert.
Bevor es Martin Heider zur Theologie führte, arbeitete er zwei Jahre als Fernmelder in einem NATO-Hauptquartier und ging dann zum Studium der Luft- und Raumfahrttechnik in Braunschweig.

Publikationen

Lesenswert!


Landeskirche gibt Handreichung "Literatur in Kirchen" heraus

Bereits durch die Bibel sind Literatur und Kirche eng miteinander verbunden. Dass neben dem Buch der Bücher auch nicht-theologische Werke ihren Platz in der Kirche haben, macht die Handreichung „Literatur in Kirchen“ deutlich. Die neue Arbeitshilfe aus der Reihe „Kultur in Kirchen“ widmet sich auf rund 50 Seiten dem Themenkomplex „Literatur“ und stellt neben theoretischen Ansätzen und der Frage nach dem Nutzen von Literatur für die Kirche vor allem praktische Arbeitsanregungen in den Mittelpunkt. mehr ...

Europe: where does it begin, where does it end?


Dokumentation
Jahresversammlung Oikosnet Europe 

Europa als Haus der Völker muss weiter gebaut und ausgebaut werden. Daran haben Menschen aus allen Ländern Europas ihren Anteil. Im September 2014 wurde die Jahresversammlung des Oikosnet Europe, einer Vereinigung von christlichen Akademien und Laienzentren, in Haus Villigst durchgeführt. Mit u.a. Marc Jan Eumann, Staatssekretär NRW, Marc Grandmontagne, Kulturpolitische Gesellschaft, Jörn Rüsen, vorm. Kulturwissenschaftsinstitut, Essen, sowie den Vertretern der Zentren aus den Ländern Europas wurden die wichtigen Zukunftsfragen diskutiert. Das hieß: über Fragen der Migration diskutieren, kulturelle Vielfalt ermöglichen, ein europäisches Identitätsgefühl fördern sowie die Herausforderungen ökonomischer, sozialer und ökologischer Art in den Ländern Europas annehmen. Mit der Dokumentation dieser Tagung leisten wir einen Beitrag zu einem Dialog, um das Haus Europa weiterzuentwickeln.

Bezug über:
Kirsten Simon, Institut für Kirche und Gesellschaft EKvW, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte
kirsten.simon@kircheundgesellschaft.de

ISBN:  978-3-939115-30-4

Danke


In größter Not sind viele Menschen zu uns gekommen – gekommen um zu bleiben. Weitere Schutzsuchende werden folgen. Sie bringen ihre eigenen Kulturen und Traditionen mit, oft schreckliche Traumata, aber auch viel Hoffnung und Motivation für den Neuanfang.
Die starke Kraft der Hilfsbereitschaft ist wunderbar. Hunderttausende, die mit Leidenschaft für Flüchtlinge eintreten, geben unserem Land ein menschliches Gesicht. Ihre Projekte und Initiativen sind starke Zeichen für eine Gesellschaft, in der Schwache und Schutzsuchende ihren Platz haben und die bereit ist, mit allen Menschen, die guten Willens sind, die Zukunft zu gestalten.
Wir stehen dabei vor Herausforderungen und Aufgaben, die uns lange begleiten und unser Zusammenleben verändern werden. Es ist wichtig, dass wir jetzt nicht den Weg der Angst gehen, sondern den der Zuversicht. Die Friedensbotschaft des Weihnachtsfests ermutigt uns dazu.

Wir danken Ihnen für die gute Zusammenarbeit und Ihr Interesse an unserer Arbeit in den zurückliegenden Monaten und wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr.

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
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Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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