Evangelische Akademie Villigst, November 2018

Inhaltsverzeichnis

Editorial


„Religion sollte Privatsache sein“, dieser Ausspruch fasst die Meinung nicht weniger Menschen in unserem Land zusammen. Aber Religionen sind ihrem Selbstverständnis nach keine Privatangelegenheiten. Wer glaubt, will das mit seinem ganzen Leben ausdrücken und auch die Gesellschaft mitgestalten, in der er oder sie lebt. Der Prophet Jeremia bringt diesen Anspruch auf den Punkt: „Suchet der Stadt Bestes!" In diesem Newsletter können Sie einiges lesen von der Suche nach der Stadt oder des Landes Bestem: von der Arbeit gegen Populismus und Antisemitismus und für eine offene, demokratische Gesellschaft, vom Ringen um Frieden, aber auch von Problemen, wie sie sich beispielsweise bei der Einweihung der DITIB Zentralmoschee in Köln gezeigt haben.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Akademieteam

Schwerpunkt

Scherbenhaufen statt Dialog


Zur Einweihung der DITIB-Zentralmoschee in Köln

Am 29. September wurde die DITIB-Zentralmoschee in Köln durch den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan eingeweiht. Die Zentralmoschee in Köln sollte ursprünglich das Wahrzeichen eines in Deutschland beheimateten und der deutschen Gesellschaft gegenüber offen eingestellten Islams mit türkischen Wurzeln sein. Die Veranstaltung, die ohne Beteiligung von Politikern aus Stadt, Land und Bund sowie ohne Beteiligung kirchlicher Vertreter stattgefunden hat, markiert hingegen den Tiefpunkt der Beziehungen zwischen der DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) und der deutschen Gesellschaft. mehr ...

Vorschau

Der Westfälische Frieden – auch eine Lösung für den Nahen Osten?


Abendforum der Ev. Akademie Villigst in Kooperation mit der Ev. Stadtakademie Bochum

6. November 2018, 19.30 – 21.30 Uhr
Ev. Stadtakademie Bochum
Westring 26 c, 44787 Bochum

Kann der Friedensschluss von Münster und Osnabrück vor 370 Jahren, mit dem der Dreißigjährige Krieg beendet wurde, als Muster für einen Ausweg aus den aktuellen Konflikten im Nahen Osten ins Spiel gebracht werden? Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren diese Frage seit geraumer Zeit.
Der Westfälische Frieden wird dabei weniger als „Blaupause“ verstanden, sondern vielmehr als historische Folie gesehen, die Prinzipien, Mechanismen oder Instrumente für eine zukünftige regionale Friedensordnung in einer zerrütteten Region bereitstellen kann.
Referent des Abends ist Rainer Hermann, geboren 1956, Dr. phil., Islamwissenschaftler und Diplom-Volkswirt. Er ist Mitglied der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und berichtet seit 1996 aus der Türkei und der arabischen Welt. Von 1991 bis 2009 lebte er als Korrespondent in Istanbul, seit 2009 in Abu Dhabi. In diesem Jahr ist – passend zum Thema – sein aktuelles Buch „Arabisches Beben. Die wahren Gründe der Krise im Nahen Osten“ erschienen.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig

Agrarpolitische Tagung


Agrarpolitik ab 2021 - Landwirtschaft zwischen Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung

22. - 23. November 2018
Haus Villigst, Schwerte

Am Vorabend der neuen gemeinsamen europäischen Agrarpolitik nach 2020 will die Tagung die Gestaltung, Weiterentwicklung und gesellschaftliche Honorierung landwirtschaftlicher Leistungen anhand der Vorschläge aus Brüssel unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutieren. Hierzu werden in mehreren Beiträgen einerseits die Vorschläge der EU-Kommission und die aktuellen Aspekte und Perspektiven der Agrarpolitik in Nordrhein-Westfalen und Deutschlands, andererseits das Spannungsfeld der Landwirtschaft zwischen Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung beleuchtet. Dabei werden sowohl die gesellschaftliche Zukunftsverantwortung, als auch die Umweltverantwortung der Landwirtschaft hervorgehoben. Anschließend sollen in einem intensiven Austausch die gesellschaftlich und politisch gewünschten Leistungen identifiziert und die möglichen Umsetzungs- und Honorierungsstrategien zielführend diskutiert werden.
Wie können wir gemeinsam eine nachhaltige, existenzsichernde und gesellschaftlich akzeptierte Landbewirtschaftung und Tierhaltung zukünftig gestalten?  Wir laden Sie herzlich ein, sich an dieser Tagung wortreich zu beteiligen.

In Kooperation mit:
Landwirtschaftskammer NRW, Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA), Zentrum für Ländliche Entwicklung (ZeLE) des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft Natur- und Umweltschutz NRW (MULNV), Fachhochschule Südwestfalen

Weitere Informationen und Anmeldung

XXXII. Villigster Afghanistan-Tagung


Nach 40 Jahren Krieg: Afghanistan an der Schwelle zum Frieden?

23. - 25. November 2018
Haus Villigst, Schwerte

Auch in diesem Jahr versucht die Tagung mit ihrer Konzeption die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan aufzunehmen und zu thematisieren: Nach 40 Jahren Krieg: Afghanistan an der Schwelle zum Frieden?
Friedensbewegung in Afghanistan? Zum afghanischen Neujahrsfest Ende März demonstrierten nach einem Bombenanschlag in Hellmand Hunderte Menschen für ein Ende der Gewalt: "Wir wollen Frieden!", forderten auch Frauengruppen die Taleban und Regierungskräfte auf. Es schloss sich ein 700 km langer Friedensmarsch an, der zum Ende des Ramadan Mitte Juni die Hauptstadt Kabul erreichte. Eine der Forderungen richtete sich auf die Festlegung eines Zeitplans für den vollständigen Abzug ausländischer Truppen als Grundvoraussetzung für eine Friedenslösung. Die afghanische Regierung hatte schon Anfang des Jahres die Taleban offiziell eingeladen, an den Verhandlungstisch zu kommen.
Welche Konsequenzen hat diese überraschend neue Entwicklung für Afghanistan? Was bringen die 2018 stattfindenden Parlamentswahlen und welche Auswirkungen hat dies für die 2019 geplanten Präsidentschaftswahlen? Was bedeutet dies für das ausländische Engagement in Afghanistan - insbesondere für Deutschland?
Sie sind herzlich eingeladen, diese und andere Fragen und Themen mit deutschen und afghanischen Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Weitere Informationen und Anmeldung

Erinnerung an die Tagung im letzten Jahr:
Kürzlich ist in einer internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschrift ein Interview mit Ex-Präsident Hamid Karzai erschienen, das im Rahmen unserer Tagung mit ihm geführt wurde.

Brücken in die Zukunft - Demokratie im Wandel


29. Iserlohner Winteruniversität

28. - 31. Januar 2019
University of Applied Sciences Europe
Reiterweg 26b, 58636 Iserlohn

"Demokratie im Wandel" ist das Thema der 29. Iserlohner Winteruniversität. Schwerpunkte der Veranstaltung liegen im Verhältnis Demokratie und Politik, Wirtschaft und Demokratie, Demokratie und Medien. Ob Eliten das demokratische Gemeinwesen gefährden oder“ Fakenews“, manipulierte Bilder oder wirtschaftliche „Notwendigkeiten“ werden wir mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien diskutieren.  Als Referenten konnten unter anderem Rainer Mausfeld (Warum schweigen die Lämmer) und Petra Pinzler (DIE ZEIT) gewonnen werden.  

Die VHS Iserlohn wird federführend ab diesem Jahr die Ausrichtung der nächsten Winteruniversität übernehmen. Details zum Programm und zum geänderten Anmeldeverfahren werden im November bekannt gegeben. Die Winteruniversität wird 2019 im gewohnten Format wieder im Audimax der University of Applied Sciences (vormals BITS) stattfinden.

Die Anmeldung erfolgt erstmals über die VHS Iserlohn.

Quo Vadis Kirche?


04. Februar 2019, 9.00 - 16.00 Uhr
Haus landeskirchlicher Dienste
Olpe 35, 44135 Dortmund

Kirche verändert sich. Menschen gestalten ihr religiöses und spirituelles Leben anders, als noch vor 20 Jahren. Ver­lassen z.B. die Kirche und fühlen sich trotzdem tief gläubig und manchmal sogar als Christ*in. Eindeutige Zuordnun­gen verschwimmen.
Mitarbeitende in der Kirche reagieren auf diese Situation des Umbruchs mit neuen Angeboten, aber oft auch mit Fragen und Ratlosigkeit.
Auf dieser Studienkonferenz sollen Gründe und Kontexte der gegenwärtigen Umbrüche dargestellt werden. Mit­einander diskutieren wir dann: Welche Prozesse, Schritte, Maßnahmen brauchen wir, um Kirche weitsichtig zu ver­ändern, damit wir unsere zentralen Aufgabe auch 2030 noch wahrnehmen können? Die Tagung richtet sich an Menschen, die engagiert Ver­antwortung tragen.

Als Fachleute sind eingeladen:
Prof. Dr. Christian Grethlein, Universität Münster. Er hat 2018 das Buch "Kirchentheorie" veröffentlicht.
Ulf Schüter, Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ars moriendi – Ars vivendi


Die Zukunft der Hospizarbeit 

15. - 17. Februar 2019
Haus Villigst, Schwerte

Der gesellschaftliche Umgang mit dem Lebensende hat viele Facetten. Er führt uns in die politischen und soziologischen und historischen Entwicklungen ebenso wie in den persönlichen Bereich – den der Gestaltung der Kunst zu sterben und zu leben.
Im ersten Teil der Tagung wird der Frage nachgegangen wie es in der Moderne gelingen kann, zu einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel zu gelangen – hin zur Akzeptanz von Alter und Leid, Gebrechlichkeit und Sterben, Lebenskrisen und Lebensbrüchen.
Im zweiten Teil wird der Focus auf „blinde Flecken“ in der Hospizarbeit gelegt. Die Auseinandersetzung mit der biografischen Bedeutung traumatischer Kriegserlebnisse im 2. Weltkrieg in der Begleitung alter Menschen gehört ebenso dazu wie die Befassung mit der sozialen Situation und hospizlichen Begleitung von Strafgefangenen angesichts von Tod und Sterben. Auch der Blick in die Hospiz- und Sterbekultur am Beispiel USA greift einen „blinden Fleck“ auf, indem er Ansatzpunkte für den Vergleich unterschiedlicher gesundheitlicher und politischer Systeme liefert.
Die Gestaltung der Zukunft der Hospiz- und Palliativarbeit ist in der alternden Gesellschaft eine Aufgabe ersten Ranges. Wie können die durch das Hospiz- und Palliativgesetz definierten gesetzlichen Rahmenbedingungen wirkungsvoll umgesetzt werden? Wo steht die Hospizbewegung heute, halten ihre Ursprungsideen dem gesellschaftlichen Wandel stand und wo müssen eigene Ideen auf den Prüfstand gestellt werden? Was braucht bürgerschaftliches Engagement in der Hospizbegleitung angesichts von Professionalisierung; Institutionalisierung und Ökonomisierung, um langfristig wirksam zu sein? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der dritte Teil der Tagung.
Wir laden Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Hospizarbeit, in Verbänden, Initiativen und Gemeinden sowie Interessierte zur Teilnahme und zum Diskurs ein.

Weitere Informationen und Anmeldung

Das "Summen" des Waldes


Der Wald als Beispiel für nachhaltige Entwicklung!?
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Natur- und Umweltschutzakademie NRW statt.

22. - 24. Februar 2019
Haus Villigst, Schwerte

Ist das "Summen"  für die einen die metaphysische Präsenz des Gesamtwerkes Wald mit seinem hohen gesellschaftlichen Symbolwert, so ist es für die anderen die reichhaltige Artenvielfalt des Waldes. Doch was bedeutet diese Vielfalt im Sinne eines nachhaltigen Waldmanagements? Wie kann sie nachhaltig erhalten und  Wälder fit gemacht werden für die Zukunft? Fragen, die im Laufe der Veranstaltung, unter Einbeziehung der Standpunkte der unterschiedlichen Nutzergruppen, kritisch, dialogisch bearbeitet werden sollen.
Ausgehend von einem historischen Abriss über "nachhaltiges" Waldmanagement der Vergangenheit, sollen die geplanten und bestehenden politischen Rahmenbedingungen, in Zeiten der Agenda 2030, für ein solches Management näher beleuchtet werden. Was ist? Was kommt? Und ist Nachhaltigkeit vielleicht doch nur wieder irgendein "modischer" Trend?  Wir laden Sie herzlich ein, sich zu beteiligen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Genome Editing


Schaffen wir eine neue Natur

17. - 18. Mai 2019
Haus Villigst, Schwerte

Die Gentechnologie hat Einzug in unsere Gesellschaft gehalten. Sie ist inzwischen fester Bestandteil moderner Züchtungsverfahren und wird dank neuer Verfahren, wie z.B. CRISPR/Cas für die therapeutische Anwendung am Menschen ernsthaft in Erwägung gezogen. Eingriffe in die menschliche Keimbahn sind in erreichbare Nähe gerückt. Doch welchen Einfluss hat diese Technologie auf unsere Gesellschaft und unser Menschenbild? Der Mensch hat zum ersten Mal das Werkzeug in der Hand, sein ureigenes biologisches "Ich" zu verändern. Zusammen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wird in dieser Tagung hinterfragt, welche Stellung Genome Editing in unserer Gesellschaft erhalten soll.
Voraus gehen hierzu drei Abendveranstaltungen, die sich thematisch drei umstrittenen Fragestellungen im Zusammenhang mit Genome Editing widmen und auf die Tagung einstimmen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Termine Abendveranstaltungen:

Genome Editing - Noch Therapie oder schon Enhancement?
5. Februar 2019
19 Uhr
Kreuzeskirche Essen

Genome Editing - Züchtung der Zukunft?
14. März 2019
19 Uhr
Baykomm Leverkusen

Geschlossene Stoffkreisläufe durch Genome Editing?
10. April 2019
19 Uhr
Stadtakademie Düsseldorf

Sie sind herzlich eingeladen, sich an allen Veranstaltungen zu beteiligen.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland statt.

Rückblicke

Konflikt und Diskurs


Zum Umgang der evangelischen Kirche mit rechtspopulistischen Strömungen

Den Konflikt nicht zu scheuen, den Diskurs zu suchen - das war Anliegen und Ziel einer Tagung des Instituts für Kirche und Gesellschaft zum Umgang der evangelischen Kirche mit rechtspopulistischen Strömungen. Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich in Haus Villigst intensiv mit dem Erstarken rechtspopulistischer Strömungen in Deutschland - und diskutierten über Gegenstrategien. Deutlich wurde: Die Auseinandersetzung macht auch vor den Kirchentüren nicht Halt und braucht langen Atem.

"Ein Ringen um Antworten auf die Frage: Was ist eigentlich Rechtspopulismus und was hat die Kirche dem entgegenzusetzen?", so formuliert Lena Ohm, Redakteurin bei evangelisch.de, die Problematik der Tagung.
Sie hat einen ausführlichen Tagungsbericht geschrieben. Lesen Sie hier!

Präses Annette Kurschus fand deutliche Worte: "Wenn es um rechtspopulistische Stimmungsmache und die Instrumentalisierung des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) geht, gibt es eine klare rote Linie. Niemand wird aufgrund seiner Parteizugehörigkeit ausgeladen. Aber: Wer sich menschenverachtend und ausgrenzend äußert oder verhält, bekommt auf dem Kirchentag kein großes Podium, keine offene Bühne."
Lesen Sie hier den Vortrag von Präses Annette Kurschus!

Hier finden Sie weiteres Informationsmaterial und das Strategiepapier der EKvW zum Umgang mit Rechtsextremismus.

Zuflucht gewähren


Fachtag Kirchenasyl

Das Kirchenasyl steht gerade unter starkem öffentlichen Druck. Ende September trafen sich Vertreter aus Kirchengemeinden und Beratungsstellen bei einem "Fachtag Kirchasyl" in Villigst und diskutierten mit dem Beauftragten der EKvW für Zuwanderungsarbeit, Pfarrer Helge Hohmann, mit  Dietlind Jochims, der Vorsitzenden von der Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche und mit Benedikt Kern vom Ökumenischen Netzwerk Asyl in der Kirche NRW über die aktuelle Situation. Helge Hohmann stellt sich einigen Nachfragen.

Interview zum Thema "Kirchenasyl" mit Pfarrer Helge Hohmann
Beauftragter der EKvW für Zuwanderungsarbeit

Zwischen Kuscheltier und Burger


Mensch und Tier - Neues Verständnis - Anderer Umgang
Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung 

Der Umgang des Menschen mit seinen Mitgeschöpfen ist sehr widersprüchlich und wurzelt in seiner kulturhistorischen und theologischen Tradition. Doch in Zeiten intensiver Tierhaltung werden Fragen nach unserem Umgang mit Tieren immer drängender. Sie sind genauso zweckversachlichte Nahrungsressource - getötet unter industriellen Bedingungen zu Abertausenden - wie Partner und Freunde - auf einer Ebene mit dem Menschen. Wie geht das zusammen?
In zahlreichen Diskursen während der Tagung zeigte sich schnell, dass die bedingungslose Anerkennung der Würde von Tieren als äußerst problematisch angesehen wird. Jedoch stand die Verpflichtung des Menschen gegenüber dem Wohl seiner Mitgeschöpfe außer Frage. mehr ...

Wehrhafte Demokratie - dem Rechtsruck entgegenwirken


Haltung zeigen für eine offene, mitmenschliche und demokratische Gesellschaft

Unter dem Titel "Wehrhafte Demokratie - dem Rechtsruck entgegenwirken" kamen am Freitag, 05.10.2018 mehr als 50 Personen zur bereits dritten “Vernetzungskonferenz“ zusammen, um über aktuelle rechte Entwicklungen in Deutschland zu diskutieren und um gemeinsam nach demokratischen und mitmenschlichen Gegenentwürfen und Handlungsstrategien zu suchen. Die Veranstaltung, welche von der “Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg“ und dem “Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen“ organisiert wurde, bot neben inhaltlichen Beiträgen insbesondere auch Raum, um lokale Kooperationen zu fördern und den Austausch der anwesenden Engagierten zu stärken. mehr ...

Ausstellung

Stories without End


Neue Ausstellung in Haus Villigst mit Arbeiten von Monika Hanselmann

19. Oktober 2018 - 14. Januar 2019
Haus Villigst, Schwerte

Monika Hanselmann ist eine Grenzgängerin. Mit der Ausbildung zur Malerei bewegt sie sich gern in der Natur, auf Reisen, zwischen Menschen. Sie greift Themen und Fragen in ihren Arbeiten auf, die auch der Theologie nicht fremd sind. So ist sie im Laufe der Jahre malend den Bausteinen des Lebens auf der Spur, der Freude, der Wut und den Dingen, die das Leben lebenswert machen. Ihre Arbeiten bewegen sich stilistisch zwischen art brut und abstaktem Expressionismus und sprechen den Betrachter in seiner Gestik und Farbigkeit unmittelbar an.
Bei der Ausstellung „Stories without End“ präsentiert die Künstlerin einen Querschnitt Ihrer Arbeiten.

Die nächste Ausstellung ab Januar 2019 wird wieder einmal in Kooperation mit dem Westdeutschen Künstlerbund stattfinden.

Personalia

Edgar L. Born absolviert Kontaktstudium


Unser Kollege und Pfarrer Edgar Ludwig Born, Aussiedlerbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und Referent für Integration, macht bis Mitte Februar 2019 ein "Kontaktstudium" an der Universität Bielefeld und an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal.
Schwerpunkt des Studiums wird das Thema gesellschaftliche Integration von Geflüchteten sein. Daraus werden dann neue inhaltliche Impulse für die Arbeit der Arbeitsgruppe Flucht, Migration, Integration erwachsen.

Allen Pfarrerinnen und Pfarrern der EKvW steht es zu, alle 10 Jahre ein solches Kontaktstudium durchzuführen, um im Kontakt mit der wissenschaftlichen Entwicklung zu bleiben.

Publikationen

Kriege beenden - Frieden beginnen


100 Jahre nach Kriegsende

Die "Materialien für Gemeinde und Unterricht" bieten Gelegenheit, sich im Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, kritisch mit der Rolle der Kirchen auseinanderzusetzen und neu die historischen und aktuellen Spuren des Friedens in den Blick zu nehmen.
Die Materialien belegen, dass es lohnt, sich auch in Westfalen auf die Suche nach "Friedensspuren" in Geschichte und Gegenwart zu begeben.


Materialsammlung für Gemeinde und Unterricht
Kriege beenden - Frieden beginnen
100 Jahre Ende Erster Weltkrieg: Erinnern für die Zukunft 

Studie der AG "Flucht, Migration, Integration"


Die Studie zeigt Bedarfe der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in NRW aus der Sicht der Engagierten auf

Das Engagement in der Flüchtlingshilfe ist nach wie vor ungebrochen, aber auch ein Hindernislauf - das zeigt eine Studie des Instituts für Kirche und Gesellschaft. Im Rahmen einer Online-Befragung haben über 1600 Befragte Auskunft über Art, Umfang und Rahmenbedingungen des Engagements gegeben, haben ihre Motive und Werte dargestellt und die Wirkung des Engagements auf den Integrationsprozess Geflüchteter bewertet. Dabei wird deutlich, dass die Hilfsbereitschaft für geflüchtete Menschen in Not nach wie vor ungebrochen ist. Gleichzeitig bestehen aber zahlreiche Herausforderungen, die einen langfristigen Erhalt des Engagements erschweren. So seien nicht nur Einstellungen in der Bevölkerung zu den Themen Flucht und Migration skeptischer geworden, auch bundespolitische Entscheidungen in der Asylpolitik sind für Engagierte häufig nicht nachvollziehbar. Dennoch ebbt die Welle der Hilfsbereitschaft in den Jahren 2015 und 2016 nicht ab, sondern hat vor allem Veränderungen der Ehrenamtslandschaft geführt, die sich nun verstetigen. Die Befragung „Was Engagierte bewegt“ fand im Rahmen des Projektes „Engagiert in Vielfalt - Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“ statt. 
Das Projekt wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen von 2016 bis 2019 gefördert. 
Die Broschüre „Was Engagierte bewegt“ können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
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