Inhaltsverzeichnis

Editorial


Gutes Leben in unübersichtlichen Zeiten

Das könnte das Motto vieler Menschen sein, die sich nach Sicherheit und einer besseren Zukunft sehnen. Wir haben viel zu tun dieser Tage mit dem Zustrom von Flüchtlingen: wie wir sie nicht nur menschenwürdig unterbringen, sondern sie in unsere Gesellschaft integrieren. Positiv betrachtet heißt das, dass wir und sie eine neue Gesellschaft mitgestalten. Wir nehmen nicht nur hin, wir tun was: unsere Gesellschaft wird tatsächlich bunter und anders. Nicht vergessen dürfen wir dabei die sozialen und ökonomischen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Auch hier ist die Situation unübersichtlich: so komplex, dass sie eine gesamtdeutsche Gesellschaft schon ins Wanken bringen oder sogar sprengen kann.
International sollen Armut, Hunger und Krieg bekämpft werden. Dazu werden die sog. Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen und damit aller Länder erarbeitet werden. Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und  Kirchen sind in die Pflicht zu nehmen, damit sie ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation leisten.
Für uns als Evangelische Akademie Villigst bleibt die spannende Frage wie wir die Gesellschaft und die Diskurse dazu erfolgreich umsetzen. Unsere Aufgabe ist es dann Themen kleiner zu arbeiten, um sie in Tagungen bearbeiten zu können und sie mit Akteuren zu diskutieren. Das ist ein Beitrag zu einem wichtigen gesellschaftspolitischen Diskurs. 
Wir haben Europa als Schwerpunktthema gewählt, weil wir die Bürokratiemonsterdiskussion nicht einfacherweise führen wollen, sondern das Haus Europa als gemeinschaftliches Haus aller Länder dieses Kontinentes zukunftssicher sehen wollen. Wir haben keine abschließenden Antworten, bieten aber an auf formulierte entwickelte Fragen, Antworten geben zu wollen. Dazu laden wir Sie mit unseren Tagungen ein, sich an diesen Dialogen zu beteiligen.

Dr. Peter Markus
Fachbereichsleiter

Schwerpunkt

"Ihr habt die Uhr ..."


Man mag es kaum glauben: Aber aus Afghanistan gibt es nicht nur schlechte Nachrichten

Winfried Nachtwei

Endlich konnte ich Mitte Februar wieder Afghanistan besuchen. Nur für eine „36-Stunden-Übung“ und nur in Mazar-e Sharif. Aber zweieinhalb Jahre nach meiner letzten Afghanistanreise war ich ganz besonders auf den Vergleich gespannt: Was ist nach Abzug der Masse der internationalen Truppen geblieben? Was hat sich in welche Richtung verändert? Wie steht es um die zivile Aufbauhilfe, die jetzt doch im Vordergrund stehen soll? Was bringt die militärische und polizeiliche Beratungsmission? Weiterlesen …

Dublin ist nicht tot


"Dublin ist längst tot" - so heißt es in vielen Zeitungskommentaren oder auch in Talkshows. Gemeint ist damit: das Zuständigkeitssystem für Flüchtlinge in der EU, das auf der sogenannten "Dublin-III-Verordnung" basiert, funktioniert nicht mehr. Eigentlich sollen Asylsuchende nur in dem Mitgliedsstaat, in dem sie innerhalb der EU zuerst eintreffen, bleiben und ihren Asylantrag stellen. Dahinter steckt eine Abwehr-Logik, die nach dem Verursacherprinzip funktioniert: Wenn die Länder an den EU-Außengrenzen es nicht schaffen, die Flüchtlinge von Europa fernzuhalten, müssen sie für den "Schaden" selbst aufkommen, also die Asylverfahren durchführen und für Unterbringung, Versorgung und Abschiebungen aufkommen. mehr ...

Europa stärken


Eine Querschnittsaufgabe in der Akademiearbeit

In Brüssel weht jemandem, der sich als Europäer/in versteht, der Wind ziemlich scharf ins Gesicht. Gemeinsame Verhandlungspositionen und gemeinschaftliches Agieren gehören nicht zu den vorherrschenden Mustern und Bildern, die die Lage in Brüssel derzeit kennzeichnen. Dies gilt für die Mitglieder im Rat der EU insbesondere, die vor allem als Interessensvertreter ihres jeweiligen Landes wahrnehmbar sind und spiegelt sich umgekehrt wider im umso engagierteren Auftreten von Sprecher/innen europäischer Institutionen – zumindest gegenüber den Vertreter/innen evangelischer Akademien Deutschlands, die Mitte September die Gelegenheit zum Austausch in Brüssel hatten. mehr ...

Vorschau

Ausstellung „naturbetrachtungen“


mit Arbeiten von Maria Wuch eröffnet am 07. Oktober 2015
Haus Villigst, Schwerte

Die Essenerin Maria Wuch verarbeitet in ihren Bildern Eindrücke, die sie in der Natur aufnimmt. Sie malt nicht draußen, plein air, und setzt Licht und Bewegung sofort um, sondern nimmt die Eindrücke auf ihre Stimmung und Verfassung mit zurück ins Atelier und spürt diesen wie auch den organischen Prozessen der Natur in ihrer Malerei nach.
Dabei entstehen Arbeiten von teils sehr großen Ausmaßen, die Schichten verschiedener Farben und Materialien übereinander lagern, Ein- und Durchblicke ermöglichen und die gesamte Leinwand in eine bewegte Form versetzten. Die Lebendigkeit des „Draußen“ wird so transformiert in eine lebendige Malerei. Neben der Malerei stehen auch digital bearbeitete Fotos, die die Basis für weitere malerische und materiale Veränderungen sind.
Die Ausstellung läuft vom 7. Oktober 2015 bis zum 20. Januar 2016 zu den regulären Öffnungszeiten von Haus Villigst.

Kirchen und Kino. Der Filmtipp


Im September begann die 14. Spielzeit der ökumenischen Filmreihe »Kirchen und Kino. Der Filmtipp«, an der auch die EKvW beteiligt ist. Gezeigt werden Filme, die von der evangelischen und katholischen Filmarbeit in Deutschland und der Schweiz ausgezeichnet wurden.
Von September 2015 bis Juni 2016 präsentiert die Filmreihe »Kirchen und Kino. Der Filmtipp« wieder acht herausragende Filme in 25 Orten Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens im Rahmen von über 240 Vorstellungen. Die Programmauswahl lag bei einer Jury aus Vertretern der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit sowie der beteiligten Kinos. Zur Wahl standen über 50 Filme, die im vergangenen Kinojahr von der evangelischen und katholischen Filmarbeit in Deutschland und der Schweiz ausgezeichnet wurden. Zu sehen gibt es überzeugende Filme, die unabhängig von ihrer jeweiligen geistigen Beheimatung die Sehnsucht nach dem Anderen, nach einem »Mehr des Lebens« aufrechterhalten. Das Themen-Spektrum reicht von Filmen über historische Persönlichkeiten, wie Martin Luther King und Georg Elser, über aktuelle politische Themen, wie den Islamismus, bis hin zu existenziellen Fragen von Identität, Schuld und Versöhnung. Die Filmreihe möchte anregen zum genauen Hinsehen und Lust am Sehen vermitteln, Horizonte erweitern und zugleich pures Kinovergnügen bereiten.
"Kirchen und Kino. Der Filmtipp" hat eine eigene Website, auf der alle Filme, Spielorte und Termine beschrieben werden: www.kirchen-und-kino.de

Das Programm in Schwerte begann am 25. September 2015.
Der nächste Film läuft am 30. Oktober 2015 um 19.30 Uhr in der Katholischen Akademie,
Bergerhofweg 24, Eintritt 4,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Ausweg aus der Russland-Ukraine-Krise


Brauchen wir eine neue Ostdenkschrift?

Dienstag, 10. November 2015, 19.30 Uhr
Evangelische Stadtakademie Bochum, Westring 26 c

Professor Dr. Konrad Raiser, Berlin

Auf dem letzten Kirchentag in Stuttgart ist eine Resolution angenommen worden, die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein neue "Ost-Denkschrift" fordert. Die zentrale Botschaft der Initiatoren lautet: "Wir gehen in die Irre, wenn wir meinen, eine Front der Guten gegen die Bösen vor uns zu haben. Russland darf nicht zum Feind gemacht werden. Sicherheit in Europa gibt es nur mit Russland."
Die Ostdenkschrift der EKD von 1965 über das Verhältnis zu Polen und den östlichen Nachbarstaaten hat einer neuen Ostpolitik der Bundesrepublik den Boden bereitet. ...

Weitere Informationen

Nie wieder Rana Plaza!


Studientag zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in einem nationalen Aktionsplan

13. November 2015
Evangelische Mariengemeinde, Dortmund

Am 24. April 2013 stürzte in Savar/Bangladesh die Textilfabrik Rana Plaza ein. Dabei kamen 1134 Menschen zu Tode, hunderte wurden verletzt. Rana Plaza steht inzwischen als Symbol für globale Produktionsbedingungen, in denen Menschenrechte verletzt werden.
Der Menschenrechtsrat der UNO hat bereits im Juni 2011 "Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte" verabschiedet, die eine Sorgfaltspflicht für Unternehmen einfordern. Die Umsetzung dieser Leitprinzipien in einen nationalen Aktionsplan ist Teil des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Bis Ende des Jahres finden Anhörungen mit Stakeholdern aus der Zivilgesellschaft statt, 2016 soll der Aktionsplan verabschiedet werden.
Der Studientag bilanziert den bisherigen Verlauf der Verhandlungen und beleuchtet sie kritisch.

Ansprechperson:
Birgit Weinbrenner
eMail: Birgit.Weinbrenner(at)kircheundgesellschaft.de

Weitere Informationen und Anmeldung 

Landwirtschaft ohne Grenzen?


Für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

19. – 20. November 2015 
Haus Villigst, Schwerte

Größer, intensiver, noch spezialisierter, dabei weltmarkorientiert, kann das das Landwirtschaftsmodell der Zukunft sein? Die Belastungen des Bodens, des Wassers und der Luft durch die Landwirtschaft sind offensichtlich. Landwirtschaftliche Betriebe folgen allerdings der Devise, größere Tierställe zu bauen und die Pflanzenproduktion zu intensivieren. Können sie anders, können sie nachhaltiger wirtschaften? Wie sähe die Tierhaltung und der Pflanzenbau dann aus?
Zu diesen Fragen tragen u.a. NRW-Staatssekretär Horst Becker, Stig Tanzmann, Brot für die Welt, Till Kuhn, Sachverständigen Rat für Umweltfragen (SRU)/ Universität Bonn und Landwirte vor. Studierende der Fachhochschule Südwestfalen werden die Arbeitsgruppen leiten. Eingeladen sind: Landwirte, Vertreterinnen und Vertreter des Umwelt- und Naturschutzes, der Behörden, der Wissenschaft und allgemein interessierte Menschen. Veranstalter sind die Fachhochschule Südwestfalen, Soest, die Landwirtschaftskammer NRW, die Natur- und Umweltschutzakademie NRW sowie das Zentrum für Ländliche Entwicklung NRW.

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Grenzen des Wachstums – Grenzen des Fortschritts?


Wege zur Großen Transformation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

20. – 22. November 2015
Haus Villigst, Schwerte

Die Wirtschaft und unsere Gesellschaft kennen nur ein Ziel: mehr werden, größer werden, also wachsen. Doch dieser ständige Wachstumsdrang hat Probleme verursacht. Grenzen der Belastbarkeit unserer Ökosysteme, der zunehmende Rohstoffverbrauch, aber auch soziale und gesellschaftliche Probleme sind größer geworden.  Was können die Alternativen zu einer Wachstumsgesellschaft sein? Wie müssen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft verändert werden, damit eine transformierte und nachhaltige Zukunft für uns entsteht?

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XXIX Villigster Afghanistan-Tagung


Freundschaft verpflichtet … 100 Jahre deutsch-afghanische Beziehungen

27. – 29.  November 2015
Haus Villigst, Schwerte

Deutschland und Afghanistan verbindet eine wechselvolle 100-jährige Geschichte. Die Beziehungen gehen weit über das prägende Ereignis des Bundeswehreinsatzes der letzten 13 Jahre hinaus: Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft sind nur einige Bereiche, in denen über diesen langen Zeitraum hinweg unzählige Begegnungen zwischen den Ländern die Beziehungen ausgemacht haben. Begonnen hatte es mit der von Kaiser Wilhelm II beauftragten Mission des deutschen Diplomaten Werner Otto von Hentig im Ersten Weltkrieg … mehr ...

Weitere Informationen und Anmeldung

Asylpolitischen Forum 2015


Kinder- und Menschenrechte zur Disposition?
Viele Flüchtlinge – wenig Schutz

11. - 13. Dezember 2015
Haus Villigst, Schwerte

Das Asylpolitische Forum 2015 geht vom 11.12. bis zum 13.12.2015 in der Evangelischen Akademie Villigst den Fragen nach: Wie kann auch bei vervielfachten Aufnahmezahlen die Einhaltung der Kinder- und Menschenrechte für Schutzsuchende gewährleistet werden? Wie können Abschottungsreflexe in Politik und Verwaltung überwunden und die Aufnahmebereitschaft dauerhaft gestärkt werden?
Das Asylpolitische Forum 2015 will den Blick über die aktuelle Krisenbewältigung hinaus weiten und fragt nach zukunftsfähigen Konzepten für die menschengerechte Aufnahme, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Es dient auch – wie jedes Jahr – dem Austausch und dem Wissenstransfer von Akteurinnen und Akteuren in der Flüchtlingshilfe und dem Dialog mit Politik und Verwaltung.

Weitere Informationen und Anmeldung

Seelsorge und spirituelle Begleitung


Workshop für Verantwortliche in der Hospiz- und Palliativarbeit

19. - 21. Januar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Spirituelle Begleitung ist nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation die vierte Säule von Palliative Care. Aber was bedeutet eigentlich spirituelle Begleitung und was ist gemeint, wenn von Seelsorge oder Spiritual Care die Rede ist?
Und vor allem: wie können Haupt- und Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativarbeit eigentlich spirituell begleiten? Welches Wissen, welche Fähigkeiten brauchen sie dazu?
Als Verantwortliche in der Hospiz- und Palliativarbeit sind Sie dafür zuständig, dass auch in Ihrer Einrichtung oder Ihrem Dienst die vierte Säule von Palliative Care – die spirituelle Begleitung – einen Ort findet. Um Ihnen bei der Umsetzung zu helfen, laden wir Sie zu einem Workshop ein. Wir begleiten Sie bei der Klärung, was für Sie und Ihre Einrichtung spirituelle Begleitung bedeutet und wie Sie Ihre Haupt- und Ehrenamtlichen dafür „fit“ machen können.

Ansprechperson:
Dr. Sabine Federmann
eMail: Sabine.Federmann(at)kircheundgesellschaft.de

Rückblicke

"Aghet": Totenklage und Gedächtnis des Schreckens


Türken und Armenier 1915

Im Zuge der Auseinandersetzung des Bundestages mit der Bundesregierung im April 2015 über die Bezeichnung des Völkermords an den Armeniern vor 100 Jahren im Osmanischen Reich ist dieser Genozid Gegenstand einer kurzen öffentlichen Auseinandersetzung geworden.
Knapp zwei Monate später war der Genozid dann Thema einer Tagung der Evangelischen Akademie Villigst. Hier standen allerdings das Gedächtnis, die Erinnerung und die – künstlerisch umgesetzte – Klage im Vordergrund. Die Anerkennung als Völkermord, um die im Bundestag und mit der Regierung gerungen wurde, stand bei Veranstaltern und Teilnehmern außer Frage. Man wollte dem Gedächtnis des Schreckens auf armenischer, türkischer und deutscher Seite nachgehen. mehr ...

Generationssensible Aussiedlerarbeit


Erinnerungen – können Brücken sein – in die Welt der Kindheit, der Vorfahren oder der Zeiten mit besonderer Bedeutung.
Hoffnungen
– können Brücken sein – in die Welt der Zukunft, für die ich mich einsetze und einiges in Kauf nehme.
Erfahrungen
– können Brücken sein – in die reale Welt, in der ein aktiver und selbst verantworteter Alltag gelebt wird.
Und was, wenn auf einmal in einer spätausgesiedelten Familie die Erinnerungen nicht mehr einheitlich sind, die Hoffnungen auseinandergehen und die Erfahrungen in den verschieden gelebten Alltagen nicht mehr allen gemeinsam? Wenn die Brücken der Erfahrung, der Hoffnung, der Erinnerung einander nicht mehr verbinden, sondern in ganz andere Richtungen und Zusammenhänge führen? mehr ...

Unser Dorf soll Zukunft haben


Für eine neues Miteinander in den ländlichen Räumen

Die ländlichen Räume bieten viel Lebensqualität, so die Detmolder Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Natürlich gibt es Herausforderungen - der demographische Wandel ist hier an erster Stelle zu nennen. Doch man kann einiges tun. Lutz Wetzlar betonte die Kommunikation als Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklung von Dörfern und Regionen. Seine Beispiele zeigten, wie es gemeinsam gehen kann. Sei es in Fragen der Verkehrsorganisation, des Bauens oder der Lebensmittelvermarktung. mehr ...

Oikosnet Europe


Tagung in Corrymeela in Nord-Irland

Das Haus Europa weiter bauen – trotz aller Konflikte, es geht voran.

Vertreter von mehr als 40 ökumenisch und christliche Zentren Europas sprachen im September in Corrymeela über Angst in Politik, Gender und Machtfragen sowie der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Nordirland. mehr ...

“Wie gewinne ich die junge Generation?“


6. Wertekonferenz mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kirche in Haus Villigst

Der Trend der Landflucht ist in Deutschland allgegenwärtig. Vor allem junge Menschen verlassen Regionen wie Südwestfalen, um in Metropolen wie Hamburg, München oder Berlin zu arbeiten. Für Unternehmen heißt es, die eigene Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Aber was hält die junge Generation in Brilon, wenn die Hauptstadt winkt?
Diese Frage stand im Mittelpunkt der sechsten Wertekonferenz, die der Initiativkreis „Mitten in Westfalen“ in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Villigst im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen am Donnerstag, 24. September 2015, veranstaltete. mehr ...

Personalia

Neue Mitarbeiterin


Mein Name ist Laura Unruh, ich bin 30 Jahre alt und wohne in Hagen-Wehringhausen.

Seit dem 1. September bin ich im IKG Fachbereichssekretärin. Hauptsächlich bin ich im Fachbereich „Wirtschaft, Arbeit und Soziales“ beschäftigt, arbeite aber auch für drei Studienleiter aus dem Fachbereich I, Theologische und Gesellschaftliche Grundfragen.
Meine Ausbildung als Bürokauffrau absolvierte ich in einer Gebäudereinigungsfirma, die mich auch nach der Ausbildung als kaufmännische Angestellte weiterbeschäftigte. Aus dieser Anstellung wechselte ich zum IKG. Die Arbeit hier ist sehr abwechslungsreich und auch nach mehreren Wochen im Haus treffe ich immer noch neue Gesichter.
Nach dem Erreichen meiner Fachhochschulreife am Hagener Fichte-Gymnasium habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der mobilen Altenpflege absolviert. Danach arbeitete ich etwa ein Jahr lang als Integrationshelferin für ein Kind mit Down Syndrom und war zusätzlich in einer offenen Ganztagsschule für die Hausaufgabenbetreuung der Kinder zuständig.
Meine Freizeit verbringe ich aktuell gerne mit kreativem Gestalten, Fotografieren und Pilates.

Publikationen

Welche Hilfe beim Sterben wollen wir?


Menschenwürde am Lebensende
epd-Dokumentation Nr. 33 vom 11.08.2015

Das Sterben, in den letzten Jahrzehnten in den privaten Bereich verbannt, wird öffentlicher, wird politischer. Im Bundestag werden in diesem Herbst vier Gesetzesentwürfe zur Regelung der Sterbehilfe bzw. des assistierten Suizid vorliegen. Die Zahl der Debatten in den Medien sowie in den Tagungen der Ev. Akademien in Deutschland zu diesem Thema haben deutlich zugenommen. Das zeigt, dass das Thema aktuell ist und im öffentlichen Fokus steht. Einige Veröffentlichungen der Ev. Akademie Villigst liefern Beiträge zu diesem Diskurs. In der epd-Dokumentation werden der assistierte Suizid, seine Alternativen, die Rolle der Hospizarbeit und die Rolle der „Apparatemedzin“ aufgegriffen. Letztlich wird die Frage, wie ein erfolgreicher gesellschaftlicher Diskurs zu führen ist, mit bedacht werden.

Bestellung unter: www.epd.de

Selig sind, die Frieden stiften


epd-Dokumentation Nr. 37 vom 08.09.2015

„Selig sind, die Frieden stiften“ – das Thema der Politikertagung, zu der die Evangelische Kirche von Westfalen Ende August in Haus Villigst eingeladen hatte, führte nach faktenreichen Vorträgen am Ende zu einer lebhaften Diskussion auf dem Podium und mit allen Teilnehmern.

Berichterstattung unter: www.evangelisch-in-westfalen.de

Beiträge (u.a. von Präses Annette Kurschus und dem Friedensbeauftragter der EKD, Renke Brahms) sind jetzt als epd-Dokumentation 37/2015 erschienen.

Bestellung unter: www.epd.de

Miteinander 2016


Der Teufel steckt im Detail, so heißt es. Dass jedoch auch das Gegenteil zutrifft, beweist der interreligiöse Kalender „Miteinander 2016“: Im Detail lassen sich auch Gott und der Glaube der drei großen monotheistischen Religionen erkennen. In zwölf Fotos – die meisten von ihnen vom Dortmunder Fotografen Stephan Schütze – lenkt der Kalender den Blick auf Kleinigkeiten aus Synagogen, Kirchen und Moscheen. Der Mikrokosmos der Details verweist jedoch aussagestark auf den Makrokosmos der Religionen: Die einzelne Dattel wird zum Symbol für das Fasten im Ramadan, das Glöckchen steht für Tora und Tempeldienst und der Engel mit der Posaune erinnert an die Erscheinung Gottes am Sinai und an die erhoffte Wiederkehr Christi.
Die Texte zu den wichtigsten Feier- und Gedenktagen der drei Religionen sind von einem interreligiösen Team verfasst. Sie informieren in bewährter Weise sowohl über den Hintergrund der Festtage als auch über dazugehörige Riten und Bräuche. Die Texte sind zugleich eine Einladung, eine Brücke zu den andersgläubigen Nachbarn oder Arbeitskollegen zu schlagen und sie zu ihren hohen Festtagen zu beglückwünschen.
Der vom Institut für Kirche und Gesellschaft herausgegebene interreligiöse Kalender „Miteinander 2016 – Juden Christen Muslime“ ist beim Luther-Verlag in Bielefeld erschienen und kann direkt beim Verlag, beim Institut für Kirche und Gesellschaft (ralf.lange-sonntag(at)kircheundgesellschaft.de) oder im Buchhandel bestellt werden.

Weitere Einzelheiten dazu finden Sie im Flyer oder unter www.lutherverlag.de 

Lesenswert!


Landeskirche gibt Handreichung "Literatur in Kirchen" heraus

Bereits durch die Bibel sind Literatur und Kirche eng miteinander verbunden. Dass neben dem Buch der Bücher auch nicht-theologische Werke ihren Platz in der Kirche haben, macht die Handreichung „Literatur in Kirchen“ deutlich. Die neue Arbeitshilfe aus der Reihe „Kultur in Kirchen“ widmet sich auf rund 50 Seiten dem Themenkomplex „Literatur“ und stellt neben theoretischen Ansätzen und der Frage nach dem Nutzen von Literatur für die Kirche vor allem praktische Arbeitsanregungen in den Mittelpunkt. mehr ...

Europe: where does it begin, where does it end?


Dokumentation
Jahresversammlung Oikosnet Europe 

Europa als Haus der Völker muss weiter gebaut und ausgebaut werden. Daran haben Menschen aus allen Ländern Europas ihren Anteil. Im September 2014 wurde die Jahresversammlung des Oikosnet Europe, einer Vereinigung von christlichen Akademien und Laienzentren, in Haus Villigst durchgeführt. Mit u.a. Marc Jan Eumann, Staatssekretär NRW, Marc Grandmontagne, Kulturpolitische Gesellschaft, Jörn Rüsen, vorm. Kulturwissenschaftsinstitut, Essen, sowie den Vertretern der Zentren aus den Ländern Europas wurden die wichtigen Zukunftsfragen diskutiert. Das hieß: über Fragen der Migration diskutieren, kulturelle Vielfalt ermöglichen, ein europäisches Identitätsgefühl fördern sowie die Herausforderungen ökonomischer, sozialer und ökologischer Art in den Ländern Europas annehmen. Mit der Dokumentation dieser Tagung leisten wir einen Beitrag zu einem Dialog, um das Haus Europa weiterzuentwickeln.

Bezug über:
Kirsten Simon, Institut für Kirche und Gesellschaft EKvW, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte, kirsten.simon(at)kircheundgesellschaft.de

ISBN:  978-3-939115-30-4

Freundeskreis Evangelische Akademie Villigst


Pilze sammeln!


Die Aktion des Freundeskreises „Wir sammeln Pilze“ war ein voller Erfolg. Obwohl das Wetter einen Tag zuvor noch stürmisch und regnerisch war, dämmerte am 17.09. ein schöner Herbsttag herauf. Kein Regenwölkchen trübte den Himmel, stattdessen schien die Sonne, entsprechend angenehm waren die Temperaturen. Herr Rosenstengel, der als Sachverständiger die Exkursion begleitete, hatte schon einige Tage zuvor Ausflüge in den Iserlohner Wald unternommen, um herauszufinden, wo die Suche lohnend wäre. Da der Iserlohner Wald aber leider nicht viel Erfolg verhieß, wurde das ganze Unternehmen kurzerhand nach Ihmert verlegt. Dort waren die Aussichten günstiger. mehr ...

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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