"Wirtschaft, Arbeit und Soziales" November 2015

INHALTSVERZEICHNIS

Transport – Handel und Wandel


Hamburg als Hafenstadt und die Auswirkungen auf die Stadtentwicklung

12. – 16. Oktober 2015
Studienseminar Hamburg

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins – waren wir nicht …
denn das war zumindest kein offizieller Programmpunkt unserer Studienfahrt. Das Thema unserer Studienfahrt war die Globalisierung. Ein besonderes Highlight und wichtiger Einstieg in das Thema war eine alternative Barkassenfahrt mit Jan Hauschildt, ehemaliger Werftarbeiter und Seemann, jetzt Maschinenbauingenieur.
Los ging es mit der Geschichte: Bis vor rund 150 Jahren haben kleinere hölzerne Schiffe mit Segelantrieb vor der Stadt fest gemacht. Sie erledigten vor allem, was heute Lastwagen tun: den Transport von Nahrungsmitteln und Baumaterial. mehr ...

23. IGM-Gewerkschaftstag


18. – 24. Oktober 2015 in Frankfurt

Erstaunliches von der größten Einzelgewerkschaft der Welt:
Zwischen Tradition und Kulturrevolution

Vorab die erste Überraschung: Das Präsidium, das den Verlauf des Kongresses mit den rund 500 Delegierten und ebenso vielen Gästen lenkte, bestand aus sechs Frauen und einem Mann! Und das bei einer Frauenquote von unter 20 Prozent!
Das Motto des Kongresses: „Gutes Leben. Gute Arbeit. IG Metall.“ wurde beim Auftakt besonders von Sigmar Gabriel gewürdigt, der die Gewerkschafter aufforderte: „Lasst uns nicht darüber reden, wie wir angeblich leben müssen, sondern lasst uns darüber reden, wie wir leben wollen.“ mehr ...

Weitere Informationen zum IGM Gewerkschaftstag 2015

Kirche findet Stadt


20. - 21. Oktober 2015 in Villigst

In Nordrhein-Westfalen steht Quartiersentwicklung auf der politischen Tagesordnung weit oben. Unterschiedliche Programme – Heimat im Quartier, NRW hält zusammen … für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung, Klimawandel im Quartier und andere – fördern eine integrierte und nachhaltige Quartiersentwicklung insbesondere in benachteiligten Stadtteilen. Unter der Überschrift „Kirche findet Stadt“ und in Anlehnung an das bundesweite ökumenische Projekt mit diesem Namen begleitet das Institut für Kirche und Gesellschaft Überlegungen und Projekte in westfälischen Kommunen. mehr ...

Versammlung der Mitarbeitervertretungen zweier Landeskirchen


22. Oktober 2015 in Dortmund

Mitglieder aller Mitarbeitervertretungen der evangelischen Landeskirchen Westfalen und Lippe trafen sich am 22. Oktober zum ersten Mal zu einem Austausch in Dortmund. Zu dieser Tagung hatte der im letzten Jahr neu gegründete Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen ins Reinoldinum eingeladen. 200 Interessensvertreter und -vertreterinnen waren der Einladung gefolgt. mehr ...

Solidaritätsgottesdienst


25. Oktober 2015 in der Pauluskirche in Marl

Die Pauluskirche in Marl Hüls war immer eng mit dem Bergbau verbunden. Die Darstellungen einer Grubenlampe und die von Schlägel und Eisen in den bunten Glasfenstern geben davon Zeugnis, zum Bergbau gehörende Erinnerungsstücke zeigen das auch vor der Kirche. Seit vielen Jahren feiert die Gemeinde einmal jährlich einen Bergbausolidaritätsgottesdienst, der seinen Bogen aber bereits seit Anfang des Jahrhunderts immer weiter gespannt hat. Neben Mitarbeitenden des Bergwerks Auguste Victoria (AV) haben sich in den vergangenen Jahren auch Kolleginnen und Kollegen von Nokia oder Opel daran beteiligt, sehr selbstverständlich Betriebsräte unterschiedlicher Unternehmen aus dem Chemiepark Marl und z. B. auch Vertreterinnen und Vertreter der Vestischen Straßenbahnen GmbH. mehr ...

Sauerländer Tischreden "Gib der Armut dein Wort"


03. November 2015 in Brilon

Zu den ersten „Sauerländer Tischreden“ hat der Arbeitskreis gegen Armut im Hochsauerlandkreis am 3. November unter dem Motto „Gib der Armut dein Wort“ nach Brilon eingeladen. Im Arbeitskreis arbeiten Deutscher Gewerkschaftsbund, Diakonie Ruhr-Hellweg, Evangelischer Kirchenkreis Arnsberg, das Institut für Kirche und Gesellschaft und die Katholische Arbeitnehmerbewegung zusammen. Im vergangenen Jahr hat der Arbeitskreis in einer Umfrage erhoben, welche Einstellung die Menschen im Hochsauerlandkreis zum Thema Armut haben. Nun liegt ihm daran, bei den Sauerländer Tischreden und darüber hinaus mögliche Akteurinnen und Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen, um gemeinsam Wege zur Überwindung von Armut finden und gehen zu können. mehr ...

PERSONALIA

Neue Mitarbeiterin


Mein Name ist Laura Unruh, ich bin 31 Jahre alt und wohne in Hagen-Wehringhausen.

Seit dem 1. September bin ich im IKG Fachbereichssekretärin. Hauptsächlich bin ich im Fachbereich „Wirtschaft, Arbeit und Soziales“ beschäftigt, arbeite aber auch für drei Studienleiter aus dem Fachbereich I, Theologische und Gesellschaftliche Grundfragen.
Meine Ausbildung als Bürokauffrau absolvierte ich in einer Gebäudereinigungsfirma, die mich auch nach der Ausbildung als kaufmännische Angestellte weiter beschäftigte. Aus dieser Anstellung wechselte ich zum IKG. Die Arbeit hier ist sehr abwechslungsreich und dank der freundlichen Aufnahme des Kollegiums fühle ich mich hier schon sehr wohl.
Nach dem Erreichen meiner Fachhochschulreife am Hagener Fichte-Gymnasium habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der mobilen Altenpflege absolviert. Danach arbeitete ich etwa ein Jahr lang als Integrationshelferin für ein Kind mit Down Syndrom und war zusätzlich in einer offenen Ganztagsschule für die Hausaufgabenbetreuung der Kinder zuständig.
Meine Freizeit verbringe ich aktuell gerne mit kreativem Gestalten, Fotografieren und Pilates.

PUBLIKATION

Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt


Der Arbeitskreis Ethik in Siegen – initiiert und begleitet von Günter Hensch vom Institut für Kirche und Gesellschaft – befasste sich am 21. Oktober mit der Denkschrift der EKD zum Thema „Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt“. Eine Arbeitshilfe des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt zur Denkschrift war Ausgangspunkt und die Einführung von Prof. Dr. Traugott Jähnichen, stellvertretender Vorsitzender der EKD-Kammer für Soziale Ordnung und Mitverfasser der Denkschrift, waren Ausgangpunkte für das Gespräch. Die Denkschrift sei angesichts der lebensweltlichen Distanz zwischen Kirche und Gewerkschaften ein wichtiger Markstein zu einer neuen Annäherung, so Jähnichen. Sie markiere deutlich die Problematik der erodierenden Sozialpartnerschaft und der prekären Arbeit. Während das Volumen der Erwerbsarbeit nahezu unverändert sei, habe sich durch Globalisierung und Digitalisierung die Gestaltung der Arbeitswelt aber kolossal verändert. Leiharbeit, Zeitverträge, Deregulierung … beschreibe die Denkschrift ambivalent. Sie würdige sehr positiv die Tarifpartnerschaft und konstatiere das gemeinsame Interesse von Gewerkschaften und Kirche an guter Arbeit. Einige Teilnehmende, darunter Gewerkschafter, Vertreter der freien Wohlfahrtspflege und des Sozialen Protestantismus zeigten sich erfreut über die Denkschrift als solche, sprachen sich aber für eine größere Deutlichkeit und Parteilichkeit kirchlicher Verlautbarungen aus.

Denkschrift „Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt“

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
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