Newsletter "Nachhaltige Entwicklung"

Ausgabe 1, Februar 2019

INHALTSVERZEICHNIS

Mit diesem Newsletter gibt der Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung" am Institut für Kirche und Gesellschaft aktuelle Umwelt- und Klimaschutzinformationen an Interessierte in der EKvW und in der Lippischen Landeskirche weiter, die einen Bezug zur kirchlichen Umwelt- und Klimaschutzarbeit haben.
Alle Interessierten können den Newsletter online über ein einfaches Anmeldeformular abonnieren. Leiten Sie diesen Hinweis gerne an interessierte Leserinnen und Leser weiter.

Eine interessante Lektüre wünschen
Volker Rotthauwe und das Team des Fachbereichs "Nachhaltige Entwicklung"

AKTUELLES

Die "Kohlekommission" hat ihren Abschluss-Bericht vorgelegt

Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hat sich am 26.01.2019 auf Eckpunkte für einen Kohleausstiegsfahrplan geeinigt und ihre Ergebnisse der Bundesregierung vorgelegt. Demnach geht spätestens 2037 das letzte Kohlekraftwerk vom Netz. Der Hambacher Wald, Symbol des Widerstandes in NRW, soll damit erhalten werden können. Hier der vollständige Bericht.
Der Kompromiss ist auch ein Ergebnis des jahrzehntelangen Engagements für mehr Klimaschutz, an dem sich die Kirchen und viele Christen und Christinnen sehr aktiv eingebracht haben. „Die Beteiligung an den großen Demonstrationen 2018, der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit und auch der Besuch der kreiskirchlichen Umweltbeauftragten vor Ort, waren wichtige Zeichen dieses Engagements“. Volker Rotthauwe, Pfarrer für nachhaltige Entwicklung der EKvW, dankt allen, die sich, häufig schon seit Jahrzehnten, für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.
Und dennoch reichen die erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die globale Klimakrise bei weitem nicht aus. Auch der Hambacher Forst und die Dörfer im rheinischen Braunkohlerevier sind noch lange nicht gerettet. Es braucht weiterhin den aktiven Widerstand auch seitens der Kirche.

Mehr Informationen unter: www.zeit.de

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft.

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Von Aschermittwoch bis Ostersonntag

Zur Fastenzeit in 2019 wird es wieder ein „Klimafasten“ geben. Unter dem Gedanken „… tut Leib und Seele gut, lässt achtsamer werden, verändert mich und die Welt“ geht es dabei zwischen Aschermittwoch und Ostern besonders um persönliche Beiträge für den Klimaschutz. In Kooperation mit elf evangelischen Landeskirchen und drei katholischen Bistümern ist die Fastenbroschüre „So viel du brauchst ...“ erschienen, die neue Impulse und Anregungen zum Klimafasten gibt. Die Broschüre, Postkarten und Plakate der Aktion Klimafasten 2019 können kostenlos bestellt werden bei

Ulrike Neuhaus
Tel.: 02304 755 331
E-Mail: ulrike.neuhaus@kircheundgesellschaft.de

www.klimaschutz-ekvw.de/klimafasten

TERMINE

Treffen der Kreiskirchlichen Umweltbeauftragten

23. März 2019
Landeskirchenamt Bielefeld
mit Kirchenrat Dr. Döhling

28. Juni 2019
27. September 2019
06. Dezember 2019

Regionaltagung 2019

Wirtschaftliche Perspektiven in ländlichen Räumen durch regionale Vernetzung

07. März 2019, 09.30 Uhr bis
08. März 2019, 13.00 Uhr
Haus Villigst, Schwerte

Im Rahmen der jährlichen Vernetzungstagung aller an der Entwicklung der ländlichen Regionen Interessierten, wird die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz NRW, Ursula Heinen-Esser einen Impulsvortrag halten.

Weitere Informationen und Anmeldung

Update zum kirchlichen Umweltmanagement

09. März 2019

In diesem Jahr wird der Grüne Hahn in Westfalen 15 Jahre alt und sein Anliegen, kirchliche Beiträge zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten, ist aktueller denn je. Die Veranstaltung dient dem Erfahrungsaustausch untereinander und soll so zur Vernetzung der Akteure beitragen.
Zudem gibt es Neuigkeiten: Bereits 2017 ist die EMAS-Verordnung novelliert worden und mittlerweile müssen auch Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen die neuen Anforderungen berücksichtigen. Hier spielen Begriffe wie „Kontextanalyse“, "Identifikation der Anspruchsgruppen" und "Chancen- und Risikobewertung" eine Rolle. Diesen und weiteren Themen widmet sich das Seminar und gibt darüber hinaus konkrete Tipps und Anregungen für die Arbeitsfelder Energiecontrolling, nachhaltige Mobilität und Umweltmanagement auf kirchlichen Friedhöfen.

Anmeldung:
Der Grüne Hahn, Projektbüro
Limperstr. 15, 45657 Recklinghausen
Tel.: 02361 206 205
E-Mail: hhoerner@kk-ekvw.de

Das ausführliche Programm

Genome Editing - Züchtung der Zukunft?

14. März 2019, 19.00-22.00 Uhr
Baykomm in Leverkusen

Seit Jahrtausenden züchtet der Mensch Pflanzen und passt sie seinen Bedürfnissen an. Doch mit der Entwicklung verbesserter gentechnischer Verfahren ist es möglich, die Eigenschaften von Pflanzen gezielt zu „designen“. Was geschieht, wenn man eine solche Designerpflanze freisetzt? Ist nicht die biologische Vielfalt der Garant für eine erfolgreiche Züchtung, auch in der Zukunft? Es wird darüber diskutiert welche gentechnischen Veränderungen erlaubt sein sollten, was problematisch und was überhaupt notwendig ist.

Weitere Informationen und Anmeldung

Earth Hour 2019

30. März 2019, 20.30-21.30 Uhr
Pauluskirche Dortmund
Schützenstr. 30, Dortmund

Am 30. März ist es wieder so weit: Um 20.30 Uhr Ortszeit machen Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus. Das ist die Earth Hour. Gemeinsam setzen wir so ein starkes Zeichen für einen lebendigen Planeten und fordern mehr Klimaschutz.
Wenn wir es nicht schaffen, die Erderhitzung auf 1,5°C zu beschränken, wird das katastrophale Konsequenzen haben, für uns Menschen und für die Natur. Durch die Erderhitzung droht jede sechste Art auszusterben. Die Klimakrise ist eine der größten Bedrohungen für unseren lebendigen Planeten.

Wir laden Sie dazu ein, die Beleuchtung von Kirchen und anderen kirchlichen Gebäuden für die Earth Hour abzuschalten und so auch in Ihrer Kirchengemeinde ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Eine interessante Veranstaltung zur Earth Hour findet in der Pauluskirche Dortmund statt. Bei Kerzenschein gibt es Redebeiträge zum Thema und Lieder der deutsch-türkischen Singer/Songwriterin Nic Koray.

Weitere Informationen

VERANSTALTUNGEN

Zukunft Veranstalten

Nachhaltige Stadtteil- und Gemeindefeste

8. Februar 2019, ab 19.00 Uhr
Sitzungssaal Lüttringhauser Rathaus
Remscheid

Der Frage wie größere Veranstaltungen nachhaltig gestaltet werden können, geht die Auftaktveranstaltung zur Reihe "Töttern im Lüttringhauser Rathaus" nach.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

Die alte Schöpfungsgeschichte und der neue Bericht des Club of Rome

Wie sich unser Glaube in Zeiten des Klimawandels ändern muss

12. Februar 2019, 19.00-ca. 21.30 Uhr
Pauluskirche
Schützenstr. 35, Dortmund

Weitere Informationen

Gentechnik reloaded

Tagung und Mobilisierungstreffen

1. – 3. März 2019
Euroville Jugend- und Sporthotel
Am Michaelisholz 115, 06618 Naumburg

Sie sind wieder da – die Befürworter*innen der Gentechnik mit ihren Heilsversprechungen. Medial sind die neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR & Co. allgegenwärtig. Angeblich sind sie die Lösung für die Welternährung, die Klimaanpassung der Landwirtschaft oder gegen Malaria. Jetzt soll möglich sein, was sich mit den alten Gentechnikverfahren nicht erreichen ließ. Wieder werden vor allem die Chancen betont und Risiken – insbesondere für die Umwelt – kleingeredet oder verschwiegen. Wenn wir Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie Umwelt und Natur gentechnikfrei halten wollen, dann müssen wir uns jetzt für die kommende Auseinandersetzung um die neuen Gentechniken fit machen.

Die Veranstaltung wird von einem breiten Bündnis getragen, u.a. auch vom Institut für Kirche und Gesellschaft.

Informationsflyer und Anmeldung

Nachhaltigkeit nimmt Quartier

Abschlussveranstaltung

12. März 019
Haus Villigst, Schwerte

Wir blicken zurück auf vielfältige Entwicklungen vor Ort in Bochum, Castrop-Rauxel und Herne. Dabei ging es u.a. um nachhaltigen Konsum, Energiesparen, Fahrradmobilität, Begrünung im öffentlichen Raum und Leerstand. Auf unserer Abschlussveranstaltung diskutieren wir die Frage, wie nachhaltige Entwicklung gerade auch in benachteiligten Stadtteilen gefördert werden kann.

Weitere Informationen und Anmeldung

Handeln für die Schöpfung

Kirche trifft Naturschutz

24. - 25. Mai 2019
Kapuzinerkloster, Münster

Tagungsnr. 282-19

Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen können zur Bewahrung der Biologischen Vielfalt beitragen, indem sie sich an kircheneigenen Gebäuden und in deren Umfeld Maßnahmen zum Schutz der Tiere und Pflanzen umsetzen. Die Tagung vermittelt Hintergründe zum Thema Biologische Vielfalt (vor Ort und weltweit) und macht deutlich, warum das Engagement der Kirchen so lohnenswert ist.
Im Rahmen einer Exkursion werden nachahmenswerte kirchliche Projekte  rund um den Kirchturm (Friedhöfe, Obstwiesen, Gärten, Wiesen, Bienen, Schmetterlinge, u.a.) vorgestellt, die zeigen sollen, wie es in der Praxis gehen kann. Ziel der Tagung ist es, Kirchengemeinden zu motivieren, den Gedanken "Handeln für die Schöpfung" aufzugreifen und aktiv zu werden. Es werden weitere Impulse gegeben zur Vernetzung der Akteure untereinander und zur Initiierung neuer Kooperationen und Projekte. 

Ausrichter: NUA NRW, Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW, Umweltbeauftragte der evangelischen Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe sowie der (Erz-)Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn

Anmeldung bei der NUA unter: www.nua.nrw.de

SAVE THE DATE

Schöpfungstheologie und Schöpfungsspiritualität im Angesicht der Tiere

Schöpfungstheologie, Tierethik und Verhaltensbiologie im Gespräch.

1. - 2. Juli 2019
Haus Mariengrund, Münster

Referenten:
Dr. Rainer Hagencord, Dr. Hubert Meisinger, Prof. Dr. Norbert Sachser u. a.

Informationen bei:
Volker Rotthauwe
Tel.: 02304 755 336
E-Mail: volker.rotthauwe@kircheundgesellschaft.de 

Seminar und Segeltörn für Multiplikator*innen

20. - 30. August 2019

Das IKG plant gemeinsam mit der Nordkirche einen Multiplikator*innen-Törn.
Der 11-tägige Törn startet am Dienstag, dem 20.08.2019, mittags, in Kiel und endet auch wieder in Kiel am Freitag, dem 30.08.2019, mittags.

Gesegelt wird mit dem 35 Meter langen Zweimastschoner AMAZONE. Geplant ist, dass sich die Gruppe aus Studierenden der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften und aus Berufstätigen im Feld der Umweltpädagogik/-beauftragungen zusammensetzt. Diese Kombination wird sicher zu sehr interessanten inhaltlichen Gesprächen und Diskussionen führen. An Bord wird ein kollegialer Austausch der eigenen Konzepte aus der Bildung für Nachhaltige Entwicklung organisiert. Alle 23 Teilnehmenden stellen ein Projekt aus der eigenen Arbeit oder ein aktuelles Thema aus dem Studium vor und diskutieren diese gemeinsam.

Bei Interesse bitte schnell melden bei:
Dr. Gudrun Kordecki
Tel.: 02304 755 330
E-Mail: gudrun.kordecki@kircheundgesellschaft.de

DER AKTUELLE ÖKOTIPP

Plastiktüten vermeiden

Weil viel zu viel Plastik in die Umwelt gelangt und auf Umwegen dann auch auf unseren Tellern landet, will die EU-Kommission mit einer Einweg-Plastik-Verordnung Abhilfe schaffen – ab 2021! Warum werden wir nicht sofort aktiv? Fangen wir doch bei den überall im Einsatz befindlichen Plastiktüten an:

Nehmen Sie zum Einkauf eigene Taschen, Stoffbeutel oder Rucksäcke mit.
Einwegbeutel, wenn sie doch einmal angefallen sind, mehrfach wieder verwenden. Das geht auch bei Papierbeuteln.
Ist der Plastikbeutel viel zu schmutzig oder zerrissen: Dann taugt er immer noch als Müllbeutel für die gelbe Tonne.

Hintergrundinformationen:
Zur Umweltrelevanz von Plastiktüten, Tipps zur Plastikvermeidung vom NABU, Aktion „Plastikfasten“ vom BUND, Umfrage zu Plastiktüten von Utopia

DEUTSCHER EVANGELISCHER KIRCHENTAG

19. - 23. Juni 2019 in Dortmund

Wege zur Nachhaltigkeit
Drei WEGE ZUR NACHHALTIGKEIT werden im Dortmunder Stadtgebiet entstehen. Entlang unserer Wege – im Norden, Süden und Westen Dortmunds – lässt sich an mehreren Stationen nachhaltige Transformation im städtischen Alltag erleben.
Im Frühjahr 2019, dem Vorfeld des Kirchentages, stellen wir an einem Aktionsstand Info- und Kartenmaterial zu den Lauf-Wegen zur Verfügung. Hier wird auch der zentrale Startpunkt und der Endpunkt für Führungen auf den Wegen sein. Die Navigation und Information erfolgt aber auch digital. Alle Stationen sind mit Infotafeln und QR-Codes versehen. Eine individuelle Begehung ohne Führung ist jederzeit möglich.
Weitere Informationen

Zentrum Stadt-Umwelt
Westfalenhallen Dortmund
Weitere Informationen folgen

Aktionsstände im Zentrum Stadt-Umwelt
Verschiedene Initiativen und Gruppen präsentieren ihre Arbeit, darunter: Zukunft einkaufen, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD, Der Grüne Hahn, Ökumenisches Internet-Portal kirche-natur.nrw.de u.v.m

Zukunft einkaufen?! Perspektiven strategischen Konsums
Workshop am 20.6.2019, 14.30–16.00 Uhr
Mallinckrodt-Gymnasium -
Weitere Details folgen

Kirchenland „fair-pachten“ (in Kooperation mit dem NABU)
Workshop am 20.06.2019, 11.00–13.00 Uhr
Mallinckrodt-Gymnasium
Weitere Details folgen

Biologische Vielfalt in Gefahr – Kirche schafft Lebensräume
Workshop am 21.06.2019, 14.30-16.00 Uhr
Mallinckrodt-Gymnasium
Weitere Details folgen

Weitere Informationen unter: www.kirchentag.de

ENERGIE UND KLIMA

UN-Klimakonferenz

Regeln für das 1,5 Grad-Ziel?

17.12.2018. Das gemeinsame „Rulebook“ ist verabschiedet. Die EU-Kommission feiert sich als wichtige Verhandlungsführerin. Klimaschützer*innen sind unterschiedlicher Auffassung, ob mit den Beschlüssen der Klimawandel tatsächlich aufgehalten wird.
Die 196 Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonferenz (UNFCCC) verständigten sich auf der Weltklimakonferenz (COP24) in Katowice auf ein gemeinsames Regelbuch, mit dem das Klimaabkommen von Paris umgesetzt werden soll.

Weitere Informationen unter: www.dnr.de
Quelle: DNR EU-Umweltnews

Migration und Klimawandel

Kurzdossier der Bundeszentrale für politische Bildung

Versalzung, Wüstenbildung, Flutwellen – die Folgen des Klimawandels bedrohen weltweit Millionen von Menschen. Sie verstärken existierende soziale, ökonomische und ökologische Problemlagen. Daher zählt der Klimawandel zu den Faktoren, die menschliche Migrationsentscheidungen beeinflussen.

Weitere Informationen unter: www.bpb.de

NACHHALTIGKEIT

Mit Rekordgeschwindigkeit gegen die Plastikverschmutzung

19.12.2018. Nur sieben Monate nach dem Kommissionsvorschlag einigten sich die Vertreter*innen der EU-Institutionen auf den Inhalt der Einwegplastik-Richtlinie. Umweltverbände appellieren an die Mitgliedstaaten, die neuen Regelungen ambitioniert umzusetzen.
Ab 2021 gelten Verbote für Einwegprodukte aus Kunststoff, für die es Alternativen aus anderen Materialien gibt. Das betrifft Teller und Besteck, Trinkhalme, Rührstäbchen, Ballonstäbe und Wattestäbchen aus Plastik. Wie vom EU-Parlament gefordert, gilt das Verbot auch für Lebensmittelbehälter aus aufgeschäumten Polystyrol und Produkte aus oxo-abbaubarem Plastik, das an der Luft in kleinste Mikroplastikpartikel zerfällt.

Weitere Informationen unter: www.dnr.de
Quelle: DNR EU-Umweltnews

LANDWIRTSCHAFT

Neuer Referent für nachhaltige Landwirtschaft

Wir freuen uns, Dirk Hillerkus als neuen Referenten für nachhaltige Landwirtschaft im IKG zu begrüßen.

Das Projekt „Global nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungswende“ wird sich in Kooperation mit dem Amt für MÖWe der EKvW in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig mit der Frage befassen, wie Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ökologisch, sozial, ökonomisch sowie international verträglich gestaltet werden kann.
Dirk Hillerkus, Dipl. Agraringenieur, ist neuer Mitarbeiter im Fachbereich Nachhaltige Entwicklung des IKG. Er wird das Projekt koordinieren. Er ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um Landwirtschaft, kirchliche Pachtflächen, landwirtschaftliche Projekte in den Partnerkirchen und den konkreten Fragen der Kooperation zwischen Gemeinden und Kirchenkreisen und der Landwirtschaft vor Ort.

Sprechen Sie ihn an:
Dirk Hillerkus
Tel.: 02304 755 334
E-Mail: dirk.hillerkus@kircheundgesellschaft.de

35.000 haben es satt!

21.01.2019. EU-Koordination des DNR
Am Samstag den 19.01.2019 protestierten in Berlin 35.000 Bürger*innen und Landwirt*innen für eine bessere Landwirtschaft. Der Fokus der Demonstration lag vor allem auf der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union: „Mit den über sechs Milliarden Euro, die Deutschland jedes Jahr an EU-Agrargeldern verteilt, muss der umwelt- und tiergerechte Umbau der Landwirtschaft gefördert werden”, so Saskia Richartz, Leiterin der Kampagne Meine Landwirtschaft.

Weitere Informationen unter: www.dnr.de

UMWELT

Stickstoffdioxid-Belastung an elf NRW-Messpunkten über EU-Grenzwert

Düsseldorf 17.01.2019 (epd). An elf der zwölf am stärksten belasteten Straßen in Nordrhein-Westfalen liegen die Stickstoffdioxid-Werte immer noch über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das zeigt eine erste vorläufige Auswertung der Stickstoffdioxid-Belastung für 2018, die das NRW-Umweltministerium am 16.01.2019 vorgelegt hat. Festgestellt wurden die Jahresmittelwerte an den insgesamt 59 automatisierten Messcontainern. Als Verursacher des giftigen Schadstoffes gelten vor allem Diesel-Autos.
Spitzenreiter waren wie im Vorjahr der Clevische Ring in Köln mit 59 Mikrogramm, die Düsseldorfer Corneliusstraße mit 53 Mikrogramm und die Brackeler Straße in Dortmund mit 51 Mikrogramm des giftigen Gases. Auch weitere Messpunkte in Aachen, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Leverkusen, Oberhausen und Wuppertal wiesen Werte zwischen 42 und 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auf. Lediglich an der Konrad-Adenauer-Straße in Solingen sank der Wert gegenüber 2017 von 41 auf 35 Mikrogramm.
Um den Grenzwert für Stickstoffdioxid einzuhalten, fordert die Deutsche Umwelthilfe Fahrverbote für ältere Dieselautos. Die Organisation war mit entsprechenden Klagen in etlichen deutschen Städten erfolgreich. In NRW verhängten Verwaltungsgerichte Fahrverbote unter anderem für Essen, Gelsenkirchen, Köln und Bonn. Dagegen hat die Landesregierung Berufung eingelegt.

Hintergrundinformationen zur NO2-Debatte des UBA: www.umweltbundesamt.de
Kommentierender Beitrag auf ZEIT online: www.zeit.de

Sicher und rutschfrei durch den Winter ohne Salz

Streusalz kann am Straßenrand wachsende Pflanzen schädigen. Verwenden Sie salzfreie abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat. Sie verringern die Rutschgefahr, ohne der Umwelt zu schaden.

Weitere Infos unter: www.bmu.de

GENTECHNIK UND BIOPATENTE

Nach Masseneinspruch: Syngenta-Patent auf Tomaten widerrufen

EPA, Januar 2019. Nach einem Masseneinspruch im Jahr 2016 (ca. 65.000 BürgerInnen aus 59 Ländern sowie 32 Organisationen, darunter auch die AGU) hat der Konzern Syngenta jetzt sein europäisches Patent auf Tomaten zurückgezogen. Das Europäische Patentamt (EPA) hat das Patent EP1515600 bereits offiziell widerrufen. Syngenta beanspruchte Saatgut, Pflanzen und Früchte als Erfindung, die aus Kreuzungen mit Tomaten aus Peru und Chile stammen und deswegen einen erhöhten Vitamingehalt haben sollen. Die Tomaten sind nicht gentechnisch verändert, sondern stammen aus herkömmlicher Züchtung.

Weitere Informationen unter: www.no-patents-on-seeds.org

Aufruf an den Präsidenten des Europäischen Patentamts

24. Januar 2019. Das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ veröffentlichte zusammen mit über 40 weiteren Organisationen, darunter die AGU, EDL und Brot für die Welt einen internationalen Aufruf an den Präsidenten des Europäischen Patentamtes (EPA), den Portugiesen António Campinos. Der Präsident wird aufgefordert, alle Verfahren auszusetzen, die die Patentierung von Pflanzen und Tieren aus herkömmlicher Züchtung betreffen.Die Trägerstaaten des EPA hatten 2017 derartige Patente für unzulässig erklärt. Im Dezember 2018 entschied das EPA jedoch, wieder Patente auf herkömmlich gezüchtete Pflanzen zu genehmigen. Es geht unter anderem um Patente auf Gemüse wie Brokkoli und Tomaten.

Die Pressemitteilung und der Aufruf im Wortlaut

Gentechnik in der Landwirtschaft

Evangelische Fachorganisationen fordern umfassende Technikfolgenabschätzung bei neuen Gentechniken

AGU, EDL und Brot für die Welt äußern sich nach einem internen Workshop zu Genome Editing zur Anwendung der neuen Verfahren der Gentechnik in der Landwirtschaft. „Wir begrüßen das Urteil des EuGH vom 25. Juli 2018, in dem festgestellt wird, dass auch durch Genome Editing gewonnene Organismen genetisch veränderte Organismen (GVO) sind und grundsätzlich den in der GVO-Richtlinie der EU vorgesehenen Verpflichtungen unterliegen. Unserer Ansicht nach gibt uns die hierdurch geschaffene Rechtssicherheit Zeit, den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs zu führen und eine umfassende, sorgfältige und rechtzeitige Technikfolgenabschätzung im Bereich der neuen Gentechniken zu ermöglichen.“

Stellungnahme der AGU, Brot für die Welt und EDL im Wortlaut

AUS DER LIPPISCHEN LANDESKIRCHE

Die Schattenseiten der schnellen Mode

16. Februar 2019
Studienfahrt zur Ausstellung „Fast Fashion“ in Köln

Ein Shirt kostet heute manchmal weniger als ein Kaffee, ein Kleid nur etwa so viel wie ein großer Eisbecher. Den „Preis“ dafür zahlen die Hersteller*innen der Kleidung im Süden der Welt – sie verdienen viel zu wenig und müssen unter schlimmsten Bedingungen arbeiten.

Weitere Informationen: www.lippische-landeskirche.de

PUBLIKATIONEN

Das Energiesparjahr

12 Tipps, Tricks und Kniffe für Ihre Kirchengemeinde

Lassen Sie sich ein Jahr lang von diesem Energiesparkalender begleiten. In jedem Monat erhalten Sie Tipps, wie Sie mit einfachen Mitteln und überschaubarem Zeitaufwand einen aktiven Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.
Für Interessent*innen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen der EKvW ist der Energiesparkalender kostenlos.

Exemplare können bestellt werden bei:
Hans-Jürgen Hörner
E-Mail: hans-juergen.hoerner@kk-ekvw.de

Agraratlas

EU soll Weichen für andere Landwirtschaft stellen

10.01.2019. "Unökologisch, ungerecht und ineffektiv" - so fällt das harsche Urteil von BUND und Heinrich-Böll-Stiftung zur aktuellen Agrarpolitik anlässlich der Veröffentlichung des Agrar-Atlasses 2019 aus. Beide Organisationen fordern eine zukunftsfähige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik, die sich am Gemeinwohl und den Wünschen der BürgerInnen orientiert.

Agrar-Atlas zum Download

Kochbuch für den Kirchentag

"Was für ein Geschmack. Fair.ökologisch.lecker"
Eine Aktion von Brot für die Welt und Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Vom 19. bis 23. Juni 2019 findet der Kirchentag in Dortmund statt. Am Abend der Begegnung (19. Juni) werden Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen und Gruppen aus Westfalen die Gäste des Kirchentags begrüßen – auch mit kulinarischen Köstlichkeiten, die regional, fair, öko- logisch und lecker sind.
Aus diesem Anlass wurde das Kochbuch mit Rezepte aus Westfalen herausgegeben. Es lädt zum Stöbern und Kochen ein.

180 Seiten, Ringbuch; Preis: 7,00 Euro inkl. MWSt
ISBN: 978-3-7858-0750-7, Luther-Verlag
Bestellung im Buchhandel oder beim Luther-Verlag

Ein Teil des Erlöses aus dem Buchverkauf geht an ein Projekt von Brot für die Welt, das Bio-Landbau und Kleinbauern in Brasilien fördert. Informationen zum Projekt

Artenreiche Landwirtschaft auf Kirchengrund

Chancen gelebter Schöpfungsverantwortung

Eine Handreichung zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf kircheneigenem Land,
hrsg. Universität Regensburg, Sept. 2018

Die sehr hilfreiche Publikation für Kirchengemeinden mit Pachtland ist herunterladbar unter: epub.uni-regensburg.de

 
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