Newsletter "Nachhaltige Entwicklung"

Ausgabe 4, August 2017

INHALTSVERZEICHNIS

Mit dem Newsletter "Nachhaltige Entwicklung" gibt der Fachbereich Nachhaltige Entwicklung am Institut für Kirche und Gesellschaft aktuelle Umwelt- und Klimaschutzinformationen an Interessierte in der EKvW und in der Lippischen Landeskirche weiter, die einen Bezug zur kirchlichen Umwelt- und Klimaschutzarbeit haben. In der Rubrik "Neues aus der Klimaschutzagentur" erhalten Sie aktuelle Projekt-Informationen zur integrierten Klimaschutzstrategie der westfälischen Landeskirche "Klimaschutz EKvW 2020".

Alle Interessierten können den Newsletter online über ein einfaches Anmeldeformular abonnieren. Leiten Sie diesen Hinweis gerne an interessierte Leserinnen und Leser weiter.

Eine interessante Lektüre wünschen

Gudrun Kordecki und das Team des Fachbereichs "Nachhaltige Entwicklung"

TERMINE

Aktion "Rote Linie gegen Kohle"

26. August 2017
Rheinisches Braunkohlerevier bei Köln

Veranstalter: Klima-Allianz

Gemeinsam mit dem BUND, der BUND Jugend, Greenpeace und dem NABU organisieren wir am 26. August 2017 die Aktion „Rote Linie gegen Kohle!“ Wir freuen uns auf eine ausdrucksstarke Rote Linie Aktion, sehr gerne gemeinsam mit Ihnen. An diesem Tag haben Sie auch Gelegenheit im Rahmen einer Führung die Reste des einzigartigen Hambacher Waldes kennen zu lernen sowie an einem geführten Spaziergang durch das Dorf Manheim, welches aufgrund des Braunkohletagebaus gerade umgesiedelt und „rückgebaut“ wird, teilzunehmen.

Alle wichtigen Informationen sind abrufbar unter: http://zukunft-statt-braunkohle.de/rote-linie/

AufRuhr - Die Wandelkonferenz

15. - 17. September 2017
Bürgerhaus Oststadt in Essen (Ruhr)

Eine gemeinsame Konferenz von Transition Town – Essen im Wandel, WissenSchaffenWandeln und dem Transition Netzwerk DACH für alle Aktiven und Interessierten am ökologisch, sozialen Wandel unserer Gesellschaft und Wirtschaft auf lokaler Ebene. Zur „Wandelkonferenz“ sind alle Menschen, die Interesse an einer ökologischen Stadt- und Landentwicklung haben, eingeladen.

Anmeldungen unter: https://aufruhr.transitiontown-essen.de/anmeldung/

Kreiskirchlicher Umweltaussschuss

Der Arbeitskreis der kreiskirchlichen Umweltbeauftragten trifft sich im 2. Halbjahr 2017 am

22. September 2017, 10.00 - 13.30 Uhr
in Gütersloh

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Im Rahmen des Projekts "BNE in der Weiterbildung NRW" finden zwei Tagungen statt:

Wie bildet sich eine nachhaltige Wirtschaft?

28. - 29. September 2017
Haus Villigst, Schwerte

Das Programm und das Formular für die Online-Anmeldung finden Sie unter: www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen/

Bildung nachhaltiger Entwicklung – Ein Thema für uns?

04. - 05. Oktober 2017
Katholische Landvolkshochschule, Schorlemer Alst in Freckenhorst

Mehr Informationen finden Sie unter: https://lvhs-freckenhorst.de

Save the Date!

Internationale Großdemonstration am 4. November zur Weltklimakonferenz in Bonn

Zu Beginn der COP 23 Klimaverhandlungen in Bonn planen wir mit einem großen nationalen und internationalen Bündnis eine Großdemonstration in Bonn, bei der wir Deutschland und der internationalen Staatengemeinschaft zeigen wollen, dass nach dem Klimaabkommen in Paris nun auch der Kohleausstieg zu Hause folgen muss. Die Demonstration wird bislang von allen großen Umweltverbänden und Entwicklungsorganisationen sowie der Klima-Allianz Deutschland getragen. Einige Kirchen sowie Attac haben sich bereits als Unterstützer gemeldet.

Wir freuen uns sehr, wenn auch Ihre Organisation Unterstützer wird. Je mehr Mitglieder der Klima-Allianz diese wichtige Großaktion unterstützen, desto erfolgreicher und stärker ist unser Signal an die neue Bundesregierung.

Bitte melden Sie sich bei stefanie.langkamp(at)klima-allianz.de 
Detaillierte Informationen folgen. Bitte merken Sie sich als Termin jetzt schon den 4. November 2017 vor.

AKTUELLES

Ohne Verbrennungsmotor in die Zukunft

27.07.2017, Quelle: DNR EU-Umweltnews

2040 wollen das Vereinigte Königreich und Frankreich nur noch Hybrid- und Elektroautos auf ihren Straßen fahren lassen.

Und Deutschland? Vor dem Hintergrund von VW-Abgasskandal und dem aktuellen Vorwurf eines jahrzehntelang agierenden Autobauerkartells luden das Bundesverkehrs- und das Bundesumweltministerium am 2. August zu einem „Nationalen Forum Diesel“, um über die Zukunft des Dieselmotors zu beraten.

Mehr Informationen unter: https://www.dnr.de/index.php?id=11301

EU-Kommission will Vorwurf zum deutschen Autobauerkartell prüfen

25.07.2017, Quelle: DNR EU-Umweltnews

Nach Informationen des Spiegels sollen deutsche Autokonzerne mutmaßlich mit geheimen Absprachen den Abgasskandal ausgelöst haben. Die EU-Kommission will der Anschuldigung nachgehen.

Mehr Informationen: https://www.dnr.de/index.php?id=11284

Artikel auf Spiegel online:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/volkswagen-audi-porsche-bmw-und-daimler-unter-kartellverdacht-a-1159052.html

Kirchenkreis Paderborn: Apfelbäume für den Klimaschutz

22. Juni 2017

Um die Klimagase auszugleichen, die die An- und Abreise der Synodalen verursachen, werden in diesem Jahr im Kirchenkreis 96 Apfelbäume gepflanzt: zur Erinnerung an das Reformationsjubiläum 2017 und als Beitrag zum Klimaschutz. Die 17 Gemeinden des Kirchenkreises sind nun aufgerufen, im Herbst Apfelbäume zu pflanzen.

Mehr Informationen auf der Homepage des Kirchenkreises:
http://wordpress.kirchenkreis-paderborn.de/einsatz-fuer-schutz-von-fluechtlingen-und-neues-kirchenkreis-logo/

Bürgerinitiative gegen TTIP offiziell zugelassen

Quelle: umwelt aktuell 08/09 2017

Die EU-Kommission hat die Registrierung der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Stop TTIP“ nun doch beschlossen. Die EBI fordert die Kommission dazu auf, dem Ministerrat der EU zu empfehlen, das Verhandlungsmandat für das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA (TTIP) aufzuheben sowie das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) nicht abzuschließen.
Die Initiative Stop TTIP hatte bereits 2014 die Registrierung der Bürgerinitiative beantragt und wurde von der Kommission abgewiesen. Daraufhin startete das Bündnis eine „selbst organisierte“ EBI, die weit über drei Millionen UnterzeichnerInnen fand. Nun müssen erneut Unterschriften gesammelt werden.

Weitere Informationen unter: https://stop-ttip.org/de/
www.zeit.de/news/2017-05/10/eu-spaeter-triumph-fuer-ttip-gegner-gericht-weist-eu-kommission-zurecht-10190004

ENERGIE UND KLIMA

Trump steht isoliert da

Ergebnisse des G20-Gipfels zum Thema Klimaschutz

Im Streit um den Klimaschutz haben sich die anderen G20-Mitglieder gegen Donald Trump gestellt. Nach dem angekündigten Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen bekräftigten die weiteren 19 Mitglieder der Gruppe, die historische Vereinbarung "rasch" umsetzen zu wollen. Nach langem Ringen wurden die Gegensätze in das Abschlusskommuniqué aufgenommen.

Weitere Informationen:
www.spiegel.de/politik/ausland/g20-gipfel-donald-trump-beim-klimaschutz-isoliert-a-1156751.html

Noch mehr Informationen unter: https://germanwatch.org/en/node/14004 

10.000 Euro für die Klimakollekte

IKG kompensiert CO2-Emissionen

Im Rahmen des Umweltmanagements "Der Grüne Hahn" nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco Management Audit Scheme) überweist das IKG rund 10.000 Euro an die Klima-Kollekte. Die CO2-Emissionen sind durch die im Jahr 2016 durchgeführten Studienreisen per Flugzeug entstanden. Vor allem Fernreisen schlagen hier erheblich zu Buche. Auch im Jahr 2015 wurde der CO2-Ausstoß bereits über die Klimakollekte kompensiert. Ab dem nächsten Jahr werden die Kosten dem Teilnehmerbeitrag hinzugerechnet. Die TeilnehmerInnen an Studienreisen des IKG reisen somit "klimaneutral". Für innereuropäische Flüge wird sich der Preis dadurch um etwa 20 Euro erhöhen. Ziel ist, die klimaschädigenden Auswirkungen des Reisens ein wenig abzumildern. Innerdeutsche Dienstreisen mit dem Flugzeug finden im IKG nicht statt und das CO2-Aufkommen mit PKW bei Dienstfahrten wird weiterhin überprüft.

Weitere Informationen unter: http://www.kircheundgesellschaft.de/das-institut/klima-kollekte/ 
Informationen zur Klima-Kollekte: www.klima-kollekte.de

Bürgerenergie-Privileg fällt 2018

Der Bundestag hat das Mieterstromgesetz beschlossen

Der Bundestag hat das Mieterstromgesetz beschlossen und damit die Zusage eingelöst, noch in dieser Legislaturperiode den Ökostrom-Bezug für Mieter in Mehrfamilienhäusern direkt von einer Dachanlage zu erleichtern.

Weitere Informationen:
www.klimaretter.info/politik/nachricht/23336-buergerenergie-privileg-faellt-2018

Klimalog

Forschung und Dialog für eine klimagerechte Transformation

Unter diesem Titel hat das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) eine sehr informative Internetseite gestaltet. U.a. findet man anschauliche Infografiken.

http://klimalog.die-gdi.de/

Online-Umfrage zum Dialogforum

Naturverträgliche Energiewende von Grüner Strom Label e.V.

Was hat Klimaschutz mit Umwelt- und Naturschutz zu tun? Sind Erneuerbare-Energien-Anlagen mit Naturschutz vereinbar? Welche Rolle spielen Energieversorger und BürgerInnen in dieser Diskussion? Und was können wir und Sie dabei tun?

Zu all diesen Fragen möchten wir Ihre Meinung hören. Welche Aspekte haben für Sie eine große Bedeutung und was möchten Sie uns mit auf den Weg geben?

Umfrage zum Dialogforum Naturverträgliche Energiewende unter:
https://lamapoll.de/Dialogforum_Naturvertraegliche_Energiewende/

BIOLOGISCHE VIELFALT

Umweltbeauftragte besuchten den GlaubensGarten

Artenvielfalt stand im Mittelpunkt des Treffens der Umweltbeauftragten der Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) am 23. Juni 2017. Aus Anlass der Landesgartenschau fand die Sitzung im Evangelischen Gemeindehaus in Bad Lippspringe statt. Die rund 20 Teilnehmenden unternahmen eine Exkursion zum Gelände der Gartenschau und besuchten dort auch den Interreligiösen GlaubensGarten.

Mehr Informationen: http://www.kircheundgesellschaft.de/newsletter/newsletter-072017/#c9136 
Informationen zum Glaubensgarten: www.glaubensgarten.de

EP-Umweltausschuss für Bienenschutz

Quelle: umwelt aktuell 08/09 2017

Ende Juni hatte der Umweltausschuss des EU-Parlaments (ENVI) eine Resolution abgelehnt, die gegen ein Teilverbot von bestimmten Insektengiften Einspruch erhoben hat. Mit großer Mehrheit votierten die Abgeordneten gegen die entsprechende Resolution, die sich gegen ein Verbot dreier Neonikotinoide, nämlich Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam, richtet. "1:0 für die Bienen", kommentierte der agrar- und umweltpolitische Sprecher der Fraktion der Grünen/EFA, Martin Häusling, das Ergebnis. Neonikotinoide stören die Weiterleitung von Nervenreizen bei Insekten – sie sind hochwirksam, gefährden aber auch Bienen. Umweltverbände wie Mellifera, die Aurelia-Stiftung, der NABU und das Pestizid Aktions-Netzwerk PAN setzen sich für ein Verbot ein.

Studie mit Hintergrundinfos zum Artenverlust durch die Landwirtschaft:
www.martin-haeusling.eu/presse-medien/publikationen/1676-die-un-heimliche-artenerosion-in-europas-agrarlandschaften-erweiterte-und-aktualisierte-auflage.html

Landesumweltamt: Zahl der Insekten in NRW geht zurück

Quelle: epd

In Nordrhein-Westfalen geht offenbar die Zahl der Insekten zurück. Einen entsprechenden Trend hätten Untersuchungen mit speziellen Insektenfallen ergeben, teilte das Landesumweltamt mit. Ein wichtiger Indikator für den Rückgang der Insektenvielfalt sei zudem die Wirkung auf Vögel, die Insekten fressen. So seien etwa die Bestände beim Rebhuhn, dessen Küken sich fast ausschließlich von Insekten ernähren, in den letzten zehn Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen.
Die Ursachen für den Rückgang von Insekten und Tierarten, die sich von Insekten ernähren, sind den Angaben nach vielfältig. Einer der Gründe sei der Rückgang artenreicher Weg- und Feldraine, die für nektarsammelnde Insekten wie Wildbienen, Wespen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge von großer Bedeutung sind. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, wurden in den letzten Jahren den Angaben zufolge unter anderem verstärkt "Blühstreifen" angelegt.
Das Landesumweltamt informiert in einer Broschüre darüber, wie blütenreiche Weg- und Feldraine erhalten oder entwickelt werden können. Die Behörde hat zudem ein repräsentatives landesweites Monitoring zur Entwicklung der Insekten gestartet.

Mehr Informationen unter:
www.lanuv.nrw.de/landesamt/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/details/?tx_ttnews[tt_news]=1261&cHash=5045bfb760a605fcef89c868e13f5f02

LÄNDLICHE RÄUME / LANDWIRTSCHAFT

Ausschuss "Kirche und Landwirtschaft“

Der Ausschuss "Kirche und Landwirtschaft" trifft sich am 28. November 2017, 10.00 – 13.00 Uhr in der Evangelischen Stadtakademie Bochum.
Thema ist die Fremd- und Selbstwahrnehmung der Landwirtschaft.
Referent: Dr. Schulze-Pals, Chefredakteur der Zeitschrift topagrar

Weitere Informationen:
Volker Rotthauwe
E-Mail: volker.rotthauwe(at)kircheundgesellschaft.de

Dialog mit Landwirten

Evangelische Kirche von Westfalen intensiviert den Dialog mit Landwirten

Eine Handreichung mit Kriterien zur Verpachtung von Kirchenland unterstützt die Annäherung und Vertiefung des Dialogs. In einer zweijährigen Vorlaufphase fanden drei Runde Tische "Kirche und Landwirtschaft" mit insgesamt über 200 Vertretern aus Landwirtschaft und anderen gesellschaftlichen Gruppen statt. Ziel war und ist es, dass durch die Handreichung jede Gemeinde im Dialog mit den Landwirten zu transparenten und begründeten Entscheidungen kommt, in der die ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien einer Verpachtung sorgfältig abgewogen sind. Das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW hatte eine Expertengruppe aus Verwaltungen mehrerer Kirchenkreise Westfalens, aus Kirchengemeinden und Ausschüssen eingeladen. Es ging darum, die Erfahrungen vor Ort auszutauschen und sich zu vernetzen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, waren sich alle Beteiligten einig.

Die Handreichung steht als Download zur Verfügung

Gedruckte Exemplare kostenlos bestellen bei:
Kathrin van Meegen
E-Mail: kathrin.vanmeegen(at)kircheundgesellschaft.de

Entscheidung über Glyphosat vertagt

20.07.2017, Quelle: EU-Rundschreiben (DNR)

Über die Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in der EU soll erst im Herbst entschieden werden. Zwar fand am 19.07. im zuständigen Ausschuss eine Debatte über den entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, die Chemikalie für weitere zehn Jahre zu genehmigen, statt, aber es wurde nicht darüber abgestimmt. Die Lizenz läuft zum Jahresende aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Nach einer Studie der europäischen Chemikalienagentur Echa hält die EU-Kommission die Substanz jedoch für sicher. Sowohl Deutschland als auch Frankreich und wollen sich womöglich enthalten. In Berlin sind sich das Landwirtschafts- und das Umweltministerium uneins. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist gegen den Einsatz von Glyphosat, weil der Stoff Nahrungsnetze und die biologische Vielfalt schädige. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist für eine weitere Zulassung. Frankreich hat generell Bedenken gegen die Anwendung giftiger Pflanzenschutzmittel.

Bundeslandwirtschaftsministerium zu Glyphosat:
www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Pflanzenbau/Pflanzenschutz/_Texte/%C3%9CberblickVerfahrenNeubewertungGlyphosat.html

Bundesumweltministerium zu Glyphosat:
www.bmub.bund.de/service/buergerforum/haeufige-fragen-faq/faq-detailansicht/?no_cache=1&tx_irfaq_pi1[showUid]=501

EU-Öko-Verordnung verschoben

20.07.2017, Quelle: EU-Rundschreiben (DNR)

Nachdem es im vergangenen Monat so aussah, als ob die EU-Verordnung für Bioprodukte nur noch abgewinkt werden muss, liegt sie vorerst wieder auf Eis.
Am 17.07. vertagten die zuständigen MinisterInnen im EU-Rat die geplante finale Abstimmung auf den Herbst. Umstritten sind vor allem Vorgaben für Ökolandwirte, falls ihre Produkte durch Pflanzenschutzmittel verunreinigt wurden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium kritisieren die Nachweispflicht und Kontrolle von chemischen Rückständen. Umweltministerin Barbara Hendricks sagte, es sei absurd die Ökobranche, "die selbst keine Pestizide verwendet und umweltfreundlich wirtschaftet, dafür haftbar zu machen".
In Deutschland stieg die Ökoanbaufläche 2016 im Vergleich zum Vorjahr um fast 15 Prozent auf 1,25 Millionen Hektar. Damit wurden laut Landwirtschaftsministerium 7,5 Prozent aller Ackerflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. Das Ziel der Bundesregierung liegt bei 20 Prozent. Auch die Zahl der Biobetriebe in Deutschland wuchs im vergangenen Jahr um fast 10 Prozent auf über 27.000.

NEUES AUS DER KLIMASCHUTZAGENTUR

Save the Date!

Neuer Nutzen im alten Gewand. Kirchengebäude weiter entwickeln
Exkursion

02. Dezember 2017
Dortmund

Kirchengemeinden, die ihren Gebäudebestand für zukünftige Aufgaben fit machen, stoßen dabei auch auf die Frage, ob und wie sich das Kirchengebäude weiterentwickeln kann. Welche baulichen Veränderungen sind denkbar? Kann unsere Kirche anders und vielfältiger genutzt werden? Die Exkursion führt uns zu Kirchengebäuden in und um Dortmund, die Veränderungsprozesse auf unterschiedliche Weise durchlaufen haben. Wir hören von den jeweiligen Erfahrungen und erleben die "neuen" Räume hautnah.

Informationen bei:
Sabine Jellinghaus
E-Mail: sabine.jellinghaus(at)kircheundgesellschaft.de

Anmeldung bei:
Kathrin van Meegen
E-Mail: kathrin.vanmeegen(at)kircheundgesellschaft.de

Zur Online-Anmeldung

Informationen zur Förderung von Projekten durch die KD-Bank-Stiftung

Die KD-Bank-Stiftung wurde 1995 von der Bank für Kirche und Diakonie eG gegründet. Aus den Stiftungserträgen fördert sie jährlich Projekte. Um Mittel aus den Erträgen des Jahres 2017 können sich Projekte aus den Bereichen Nachhaltiges Handeln in Gemeinden und Einrichtungen; Gefährdetenhilfe und Interreligiöse Begegnung und Kooperation bewerben. Bei "Nachhaltiges Handeln" sind Maßnahmen antragsfähig, die dem Klimaschutz dienen, die Elektromobilität fördern, energetische Optimierung vorantreiben, fairen Handel unterstützen oder die Barrierefreiheit von Objekten vorsehen. Anträge auf Zuwendungen können Institutionelle Kunden der Bank für Kirche und Diakonie bis zum 31. Dezember jeden Jahres einreichen. Die Realisierung der Projekte, für die dieses Jahr Mittel beantragt werden, kann sowohl in 2017 als auch erst in 2018 erfolgen. Der Vorstand der Stiftung entscheidet im Frühjahr 2018 über die Mittelvergabe.

Ausführliche Informationen zum Antragsverfahren und ein Förderantrags-Formular:
www.kd-bank.de/verantwortung/kd-bank-stiftung.html
www.klimaschutz-ekvw.de/aktuelles/nachrichten/meldung/foerderung-von-projekten-durch-die-kd-bank-stiftung/

NACHHALTIGKEIT NIMMT QUARTIER

Neue Ideen für Castrop-Rauxel Merklinde

Zukunftswerkstatt

Samstag, 09. September 2017, 10.00 - 15.00 Uhr
Vereinsheim SuS Merklinde
Fuchsweg 51, Castrop-Rauxel

Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt das Projektteam "Nachhaltigkeit nimmt Quartier" Ideen und Anregungen für ein lebenswertes Merklinde. Bis Ende 2018 werden daraus konkrete Maßnahmen umgesetzt, die den Stadtteil attraktiver und nachhaltiger werden lassen. Die Zukunftswerkstatt findet mit Unterstützung der Stadt Castrop-Rauxel und des Bürgervereins "Wir sind Merklinde" statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Weitere Informationen unter: www.nachhaltigkeit-nimmt-quartier.de

AUS DER LIPPISCHEN LANDESKIRCHE

Kirchengemeinden machen e-mobil

Um die Ladeinfrastruktur für E-Autos zu verbessern, haben sich in einem gemeinsamen Gespräch zwischen dem Umweltbeauftragten der Landeskirche, Heinrich Mühlenmeier, und den Stadtwerken Detmold und Bad Salzuflen die Beteiligten darauf geeinigt, die Kirchengemeinden in den Gebieten der vorgenannten Stadtwerke anzuschreiben und die Möglichkeit zu eröffnen, auf deren Parkflächen – sei es an der Kirche oder dem Gemeindehaus – Ladesäulen für Elektromobile zu errichten. Die Kosten hierfür übernehmen die Stadtwerken aus dem Lippe-Öko-Regio-Strom-Pool. Positive Rückmeldungen von Kirchengemeinden gibt es bereits. Eine Umsetzung ist für den Herbst geplant.

Lippische Altbausanierungstage

Donnerstag, 14. September, 19.00 Uhr
Lippisches Landeskirchenamt,
Leopoldstr. 27, 32756 Detmold

In Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und dem Kreis Lippe lädt die Lippische Landeskirche zur Veranstaltung „Energie sparen ohne Komfortverlust“ ein. Es werden einfache Tipps für Laien und Fortgeschrittene gegeben, um mit geringem Aufwand Energiekosten einzusparen. An praktischen Beispielen wird erläutert, wie dies durch richtiges Heizen und Lüften und dem eigenen Nutzerverhalten gelingt und man trotzdem in einem gesunden Wohnklima leben kann - preiswert und komfortabel.

Referenten: Markus Herbst, (Masterplanmanager für Gebäude und Technologien beim Kreis Lippe) und Matthias Ansbach, (Energieberater der Verbraucherzentrale NRW)

Weitere Informationen und Anmeldung bei: Thomas.Fritzensmeier(at)Lippische-Landeskirche.de

PUBLIKATIONEN

Ja, ich will! Nachhaltig und Fair

Ein Ratgeber zum fair Heiraten

Der Hochzeitstag ist ein besonderer Tag im Leben und seine Vorbereitung erfordert viel Aufmerksamkeit. Die Location, die Trauringe, das Hochzeitsmenü - es gilt viele Details zu entscheiden. Die Broschüre lädt Brautpaare dazu ein, diese vielfältigen Gelegenheiten zu nutzen, um ihren „schönsten Tag im Leben“ nachhaltig und fair zu gestalten: von der Wahl der Trauringe, der Hochzeitskleidung und -schuhe über das Hochzeitsbuffet, den Blumenschmuck und die Geschenke bis hin zu den Flitterwochen.
AutorInnen sind Katja Breyer, Ariane Stedtfeld, Eva-Maria Reinwald und Jürgen Sokoll. Kampagnenmaterial wird im Herbst vorliegen.

Download der Broschüre unter: https://eine-welt-netz-nrw.de/fairheiraten

Daten zur Umwelt 2017

Mehr Engagement für den Klimaschutz nötig

Das Umweltbundesamt (UBA) zeigt mit den „Daten zur Umwelt 2017“ eine Gesamtschau auf alle Umweltbereiche und plädiert für ein noch stärkeres Engagement Deutschlands für den Klimaschutz. Der Bericht (150 Seiten) kann kostenlos als Druckversion bestellt werden.

Download des Berichts unter: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt-2017

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

info@kircheundgesellschaft.de
www.kircheundgesellschaft.de
» Newsletter abmelden