Newsletter "Nachhaltige Entwicklung"

Ausgabe 4, August 2019

INHALTSVERZEICHNIS

Im Newsletter "Nachhaltige Entwicklung“ informiert der Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung“ im Institut für Kirche und Gesellschaft über aktuelle Entwicklungen und Projekte im Umweltbereich. Alle Interessierten können den Newsletter online über ein einfaches Anmeldeformular abonnieren. Leiten Sie diesen Hinweis gerne an interessierte Leserinnen und Leser weiter.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer!

Volker Rotthauwe und das Team des Fachbereichs "Nachhaltige Entwicklung"

AKTUELLES

Schöpfungszeit 2019

Das Netz des Lebens

Gemeinsame Erklärung der Präsidenten des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)

Auszug: „Wir erklären unser Engagement für die Schöpfung, die Gott uns anvertraut hat. Jede christliche Gemeinschaft ist aufgerufen, stark zu werden und an ihrer Aufgabe zu wachsen: durch konkrete Taten und gute Werke, die sich an ihrer spirituellen Tradition ausrichten. Wir fordern daher die Christen und alle Menschen guten Willens auf, ihre Verantwortung gegenüber der Schöpfung unter Beweis zu stellen, indem sie als ihre guten Hüter konkreten und zielgerichteten Einsatz zeigen und durch den Schutz der Biodiversität gegen die Ungleichheit kämpfen. Um dieses Ziel zu verfolgen, unterstützen wir die gemeinsamen Aktionen des Europäischen Christlichen Umweltnetzes (ECEN), der Abteilung für die Bewahrung der Schöpfung des CCEE und anderer christlicher Organisationen, die auf dieses Ziel hin arbeiten.“

Die Erklärung zur Schöpfungszeit im Wortlaut

Klimawandel und Gesundheit

Tipps für sommerliche Hitze und Hitzewellen

Lang anhaltende Perioden extremer Hitze – so genannte Hitzewellen – treten seit etwa 30 Jahren in ungewöhnlicher Häufigkeit in Europa und in Deutschland auf. Die dadurch ausgelösten gesundheitlichen Belastungen können erheblich, mitunter lebensbedrohend sein. Der Sommer 2018 war der zweitheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Er folgt dem bislang heißesten des Jahres 2003, der in mehreren Ländern Westeuropas insgesamt weit über 40.000 Menschenleben forderte (in Deutschland etwa 7.000). Die erhöhte hitzebedingte Mortalität betrifft vor allem ältere Menschen. Der Ratgeber von UBA und Deutschem Wetterdienst gibt wichtige Hinweise für ein angepasstes und individuelles Gesundheitsverhalten bei sommerlicher Hitze.

Weitere Informationen unter: www.umweltbundesamt.de

Earth Overshoot Day 2019

Am "Earth Overshoot Day" (29. Juli 2019) haben wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Die Biokapazität der Erde beträgt pro Jahr 1,7 Globale Hektar pro Person (gha). Jeder Mensch verbraucht im Schnitt allerdings 3,3 Globale Hektar pro Jahr. Dieser Verbrauch heißt auch ökologischer Fußabdruck.
Der Verbrauch der natürlichen Ressourcen steigt jährlich an und der "Earth Overshoot Day" verlagert sich dadurch weiter nach vorn. Dieses Jahr sind die Erdressourcen bereits am 29. Juli erschöpft. Wir überschreiten (engl. Overshoot) den uns gegebenen Rahmen und greifen auf die Reserven der Erde zurück, welche über Millionen Jahre angelegt wurden. Diese Rechnung wird nicht ewig aufgehen.

Weitere Informationen unter: www.wwf.de

DEUTSCHER EVANGELISCHER KIRCHENTAG

Rückblick

Wilfried Ranft zieht eine persönliche Bilanz zum Kirchentag in Dortmund.

Das Institut für Kirche und Gesellschaft auf dem Kirchentag.

TERMINE

Treffen der kreiskirchlichen Umweltbeauftragten

27. September 2019    Haus Landeskirchlicher Dienste, Dortmund
06. Dezember 2019     Tagungsort wird noch bekannt gegeben

Ökumenischer Tag der Schöpfung

6. September 2019

Das Motto des diesjährigen Schöpfungstages lautet "Salz der Erde". Es will dafür sensibilisieren, dass der Mensch, der nicht ohne Salz leben kann, auch nicht losgelöst von der Erde, Gottes Schöpfung lebt und leben kann. Gleichzeitig erinnert es an die Aufgabe der Christen, sich als "Salz der Erde" für die Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung einzusetzen. Im Gottesdienst- und Materialheft der ACK finden Sie Anregungen für die Gestaltung des Schöpfungstages.

Gottesdienst- und Materialheft der ACK und weitere Materialien zum Herunterladen

Interreligiöse Naturschutzwoche

8. - 15. September 2019
Köln und Umgebung

Der Infostand des Projekts "Handeln für die Schöpfung" ist am 8. September dabei!
Weitere Informationen

Europäische Mobilitätswoche (EMW)

16. - 22. September

Die von der Europäischen Kommission gestartete Kampagne bietet Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen. Auch Vereine, Institutionen und Unternehmen haben die Möglichkeit, über MOBILITYACTIONS Teil der europäischen Bewegung für mehr nachhaltige Mobilität zu werden. Und das zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Jahr.

Weitere Informationen

Der aktuelle Leitfaden zur EMW

SAVE THE DATE

Umwelt, Klima, Energie

Auf dem Weg zu meiner Kirche mit Zukunft
15. Fachtagung

15. - 16. November 2019
Haus Altenberg

Diesmal mit anschließender Exkursion zu einem Praxisprojekt.
Weitere Informationen folgen.

Kirche im ländlichen Raum

Werkstatt-Tag des Netzwerks "Kirche im ländlichen Raum"

25. November 2019, 10.00 – 16.00 Uhr
Evangelische Akademie Villigst, Schwerte

Referenten u.a. Vizepräsident der EKvW, Ulf Schlüter; Prof. Dr. Danielzyk. Ulf Schlüter wird den Innovationsfonds der Evangelischen Kirche von Westfalen vorstellen.

ENERGIE UND KLIMA

Klimaschutzmaßnahmen

Förderungsanträge bis 30. September 2019

Bis zum 30.9.2019 können für eine ganze Reihe von Maßnahmen für den Klimaschutz wieder Anträge an die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums gestellt werden. Eine gute Übersicht finden Sie online unter: www.klimaschutz.de und www.ptj.de - Projektträger Jülich.
Zu empfehlen ist auch der "Förderlotse", der eine zielgruppenspezifische Suche erlaubt – etwa "Religionsgemeinschaft mit Körperschaftsstatus oder deren Stiftungen" sowie "Kita, Schule, Jugendwerkstatt oder Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe".

Weitere Förderprogramme finden Sie online in der Broschüre "Fördergeld für Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien".

LANDWIRTSCHAFT

Das schlimmste Unternehmen der Welt

Kritischer Bericht über den Agrarkonzern Cargill
Quelle: Spiegel online 11.7.2019 

Ob Aldi, Edeka, Nestlé oder McDonald's - alle haben Produkte von Cargill. Der Konzern ist ein Riese auf dem Agrarmarkt - und laut einem Bericht mitverantwortlich für Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung und Umweltverschmutzung.
"Heute hat ein privat geführtes Unternehmen vielleicht mehr Macht, das Klima, das Wasser, die Ernährungssicherheit, die öffentliche Gesundheit und die Menschenrechte der Welt zu zerstören oder zu schützen als jedes andere Unternehmen in der Geschichte." Mit diesen Worten beginnt der Bericht der Umweltschutzorganisation Mighty Earth über den weltweit agierenden US-Agrarkonzern Cargill, zu dessen Kunden auch deutsche Supermärkte und Schnellrestaurants gehören. Auch wenn Cargill den meisten Menschen unbekannt ist: Das Unternehmen liefert vieles, was auch nur entfernt für die Lebensmittelproduktion notwendig ist - entkommen kann man ihm kaum.
Auf seiner Website wirbt Cargill mit dem Slogan: "Cargill setzt sich dafür ein, dass die Welt gedeiht." Es müsste vielleicht eher heißen: Cargill setzt die Welt dafür ein, dass das Unternehmen gedeiht. Der Konzern ist unter anderem auch der größte Hersteller von Rinderhackfleisch und bratfertigen Hamburgern weltweit, einer der Hauptkunden ist McDonald's, für den Cargill auch die Chicken McNuggets herstellt.

Der vollständige Bericht von Mighty Earth mit dem Titel "The Worst Company In The World" in englischer Sprache kann unter folgendem Link aufgerufen werden: www.mightyearth.org

Randstreifen machen Insekten glücklich

Naturschutz und konventionelle Landwirtschaft

Die Evangelische Kirche von Westfalen möchte mehr Kirchenpachtland nach ökologischen Kriterien verpachten. Dazu hat die Landeskirche in Zusammenarbeit mit der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe eine Handreichung für Kirchengemeinden veröffentlicht.
In diesem Rahmen fand eine Exkursion zur Besichtigung von Naturschutzmaßnahmen des sogenannten FRANZ Projektes, was für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft steht, auf dem Betrieb von Morsey-Picard in Halle-Hesseln statt.

Ausführlicher Bericht und Fotos zur Exkursion

Handreichung für Kirchengemeinden

Mercosur–EU–Handelsabkommen verabschiedet

Quelle: Nachrichtenbrief Bauernstimme, 01.07.2019

Mercosur ist die abgekürzte Bezeichnung für den "Gemeinsamen Markt/Wirtschaftsraum Südamerikas" bestehend aus den Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.
Hauptziel des Handelspakts ist der Abbau von Zöllen. In Summe sollen sich die europäischen Exporteure rund vier Milliarden Euro an Zöllen jährlich ersparen.
In einer Presserklärung bezeichnete die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) dieses als unqualifiziertes Freihandelsabkommen. "Wir importieren aus diesen Ländern künftig nicht nur Rindfleisch, sondern die mit der stark industriellen Produktion verbundenen Klimaschäden und menschenunwürdigen Produktionsbedingungen". In Brasilien würden "Werte wie Menschenrechte mit Füßen getreten". Die Importe aus den Mercosur-Staaten würden "zu Marktstörungen in Europa führen, denn wir haben bereits einen vollen Rindfleischmarkt". Weitere Einfuhr-Mengen würden die Erzeugerpreise auf den Bauernhöfen in Europa drücken, fürchtet die AbL. "Wir fordern eine neue EU-Handelspolitik, die bäuerliche Arbeit, Tierwohl, Klimaschutz und Artenvielfalt stärkt, statt zerstört".

www.bauernstimme.de

Die Europäer haben keine Ahnung, was sie da konsumieren

sagt die Geografin Larissa Mies Bombardi von der Universität von Sao Paolo in einem Interview mit Blickpunkt Lateinamerika. EU-Konsumenten werden nun bald das in Form von Essen zurückbekommen, was EU-Chemiekonzerne in Form von Agrargiften zuvor exportierten.

Das ganze Interview kann unter blickpunkt-lateinamerika.de aufgerufen werden.

Agrarpolitik

Quelle: Deutscher Naturschutzring (DNR), EU-Umweltnews

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) hat dem Bundeslandwirtschaftsministerium in einem Gutachten empfohlen, die Landwirtschaftspolitik der EU radikal umzubauen.
In der Stellungnahme heißt es, die jetzige Agrarpolitik sei nicht in der Lage, Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft zu reduzieren. Dazu gehörten Treibhausgas- und Ammoniakemissionen, Gewässerbelastungen durch Nitrat und das dramatische Artensterben in der Agrarlandschaft. Eine Zweckbindung der Mittel für den Naturschutz sowie der Abbau der Direktzahlungen seien dringend notwendig. Nur so sei die gesellschaftliche Akzeptanz für die milliardenschwere EU-Agrarpolitik aufrecht zu erhalten.
Der WBAE fordert EU-weit verpflichtende Mindeststandards für mehr Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Gleichzeitig müssten höhere Umweltleistungen für die LandwirtInnen effizient und einfach umsetzbar sein. Dem stimmt Klöckner zu. Aber an den ineffizienten Direktzahlungen will sie weiter festhalten, obwohl die ExpertInnen davon abraten. Klöckners Begründung: Parlament und Regierung müssten bei ihren Entscheidungen immer auch die sozialen und strukturellen Implikationen berücksichtigen.
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind 68 Prozent der deutschen LandwirtInnen mit der aktuellen EU-Agrarpolitik unzufrieden. 83 Prozent wünschen sich eine Produktion mit hohen Umweltstandards.

Gutachten
Zur effektiven Gestaltung der Agrarumwelt- und Klimaschutzpolitik im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU nach 2020.

BIODIVERSITÄT

Rückmeldung zur Aktion "Kirche blüht auf"

Bei uns im Garten des Fachbereichs Nachhaltige Entwicklung summt und brummt es, dass es eine Freude ist! Auch wir haben ein Stück unseres Rasens umgegraben und die Samenmischung des Imkers eingesät. Mit Erfolg: Zahlreiche Bienen und Schmetterlinge besuchen die aufgeblühte Wiese und wir freuen uns, dass auch wir einen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt leisten konnten.Gern würden wir natürlich auch von Ihren Erfolgen hören und lesen und wenn möglich auch die Ergebnisse Ihrer Bemühungen auf Fotos sehen. Sollte das gewünschte Resultat noch auf sich warten lassen, schicken Sie uns auch gern später eine Rückmeldung.Wir würden uns freuen, wenn wir zahlreiche Beiträge – in welcher Form auch immer – von Ihnen erhalten würden, um diese unter anderem auf unserem Biodiversitätsportal kirche-natur.nrw.de für alle zugänglich zu machen.

Schicken Sie uns gern Ihre Beiträge ulrike.neuhaus. Wir freuen uns auf Ihre zahlreichen Antworten!

Was fliegt denn da?

Kostenlose NABU-App Insektenwelt für iOS und Android

Wenn Sie sich an unserer Blumensamenaktion „Kirche blüht auf“ beteiligt haben und jetzt wissen möchten, welche Insekten Ihr kleines Paradies besuchen, dann empfiehlt sich die kostenlose App „Insektenwelt“. Die Bestimmungshilfe mit automatischer Fotoerkennung hilft beim schnellen und einfachen Bestimmen der 122 häufigsten Insektenarten. Über die App können Sie sich auch an der NABU-Aktion "Insektensommer" und www.naturgucker.de beteiligen.

www.nabu.de

Artenschutz und Gebäudesanierung? Kein Problem!

Damit Gebäude bewohnende Vögel und Fledermäuse trotz Bau- und Sanierungsmaßnahmen Lebensräume an unseren Gebäuden finden, hat das Umweltbüro in ausführlicheren Broschüren wichtige Informationen über den Schutz der Vogel- und Fledermausarten zusammengestellt.
Sie finden die Broschüren "Nestbauer und Turmsanierer" und "Hilfe für gefiederte Kirchgänger" online auf der Website www.umwelt.elk-wue.de oder erhalten sie in gedruckter Form über das Umweltbüro der Württembergischen Landeskirche: umwelt@elk-wue.de

GENTECHNIK UND BIOPATENTE

Was Gentechnik ist, bleibt Gentechnik

Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Pressemitteilung vom 25.7.2019

Rückblick: Am 25.7.2018 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH): Neue Gentechnikverfahren fallen unter die EU-Gentechnikgesesetzgebung

Laut geltendem EU-Recht ist die Risikoprüfung von Gentech-Organismen vorgeschrieben. Der EuGH hat vor einem Jahr bestätigt, dass das auch für neue Gentechnik gilt. Die Aufgabe der Richter war es, die neuen Gentechniken auf Basis der bestehenden Gesetze zu prüfen. Die Richter berücksichtigten dabei Ähnlichkeiten zwischen potenziellen Risiken von älteren und neuen Gentechniken vor dem Hintergrund europarechtlicher Grundlagen und verwiesen auf das im Umwelt- und Gentechnikrecht verankerte Vorsorgeprinzip. Jede andere Entscheidung hätte das geltende EU-Recht auf den Kopf gestellt. Auch das deutsche Bundesverfassungsgericht urteilte bereits 2010, dass dem Gesetzgeber bei der Gentechnik eine ‚besondere Verantwortung‘ aufgrund des ‚tiefen Eingriffs in die Lebensgrundlagen‘ obliegt.
Im EU-Gentechnikrecht ist die Risikoprüfung, Kennzeichnung und Verursacherhaftung verankert. Diese Elemente garantieren Züchterinnen, Landwirten, Unternehmen und ihren Kundinnen Wahlfreiheit. Und sie sind von entscheidender Bedeutung für wirksamen Schutz vor Kontaminationen. Nicht zuletzt gewährleisten sie auch eine wissenschaftsbasierte Bewertung der mit den neuen Gentechnik-Verfahren erzeugten Organismen.
Keine der neuen Gentechniken kann ohne wirksame und unabhängige Prüfung der Ergebnisse als harmlos angesehen werden. Das zu behaupten ist unwissenschaftlich. Denn Verfahren wie CRISPR-Cas können gravierende Veränderungen im Genom und darüber hinaus auslösen. Wie die Genmanipulation auf den Organismus oder die Umwelt wirken, muss deshalb zwingend durch eine Risikoprüfung geklärt werden. Und genau diese garantiert das aktuelle Gentechnikrecht.
Die vollumfängliche Umsetzung des Urteils bedeutet auch: Bundesministerin Julia Klöckner muss national und in Brüssel darauf dringen, dass die Unternehmen für Verfahren wie CRISPR und Co. Referenzmaterial und Nachweismethoden liefern müssen. Schließlich dürfen die neuen Gentechnik-Organismen Europas Landwirten oder Verbrauchern nicht einfach untergejubelt werden, wenn zum Beispiel Saatgut aus Ländern außerhalb Europas importiert wird.

Pressemitteilung des EuGH vom 25.7.2018

Zukunft oder Zeitbombe?

Designerpflanzen sind nicht die Lösung!
Publikation im Auftrag der Fraktion Die Grünen im Europäischen Parlament, Juni 2019

Die Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer, die Juristin Katrin Brockmann und der Züchter Hans-Joachim Bannier beschäftigen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit den neuen Gentechnikmethoden.

Download der Studie

Einspruch gegen Patent auf Lachs und Forellen

Breites Bündnis gegen Fake-Erfindung

Ein breites Bündnis von über 30 Organisationen, das zusätzlich von rund 5000 Einzelpersonen unterstützt wird, hat am 26.6.2019 Einspruch gegen das Patent auf Lachs und Forellen (EP1965658) eingelegt. Das Bündnis fordert einen vollständigen Widerruf des Patentes, das keine technische Erfindung sei, sondern viel eher den Charakter eines patentierten Plagiats aufweise. Auch Brot für die Welt und die AGU sowie der Evangelische Dienst auf dem Land (EDL) unterstützen diesen Einspruch.
Im Patent werden Lachse und Forellen beansprucht, die mit bestimmten Pflanzen gefüttert werden, um den Anteil von ungesättigten Fettsäuren in deren Muskelgewebe zu erhöhen. Diese gelten als besonders gesundheitsfördernd. Dazu sollen Pflanzen wie die bekannten Wildgemüsearten Borretsch und Natternkopf oder auch Nachtkerze und Schwarze Johannisbeeren eingesetzt werden. Dass diese Pflanzen natürlicherweise hohe Konzentrationen geeigneter Fettsäuren enthalten, ist aber nicht neu.

Weitere Informationen

Pressemitteilung zum Einspruch

AUS DER LIPPISCHEN LANDESKIRCHE

Die Lippische Landeskirche erhält "nachhaltige" Unterstützung

Neuer Referent für Nachhaltigkeit

Seit Anfang Juni ist Johann Dralle als neuer Referent für Nachhaltigkeit bei der Lippischen Landeskirche in Detmold tätig. Der gebürtige „Insulaner“ von der Elbhalbinsel Krautsand nahe Stade hat sich während des Studiums im Fach Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Kassel intensiv mit den Fragestellungen einer zukunftsfähigen und gerechten Gesellschaft auseinandergesetzt.
Sein Ziel ist klar: Als Ansprechpartner und durch Beratung, Workshops und Aktionen (in einem aktiven Netzwerk) sollen Mitarbeiter*innen und Mitglieder in den Kirchengemeinden und im Landeskirchenamt dafür sensibilisiert werden, ihren Teil zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.
Auf Grundlage des Klimaschutzkonzeptes der Landeskirche wird Johann Dralle neben der Gestaltung und Umsetzung einer ökofairen Beschaffung daran mitwirken, eine Strategie für die Bildungsarbeit für Nachhaltige Entwicklung für Jung und Alt zu entwickeln, um eine Basis für mehr Gerechtigkeit und Verantwortung für Klima, Umwelt und Menschen zu verwirklichen.

B-WUSST-Woche in Detmold

Eine Woche Engagement, Aktionen und Ideen

8 Tage im Jahr dreht sich in der jährlichen B-WUSST-WOCHE alles um das Ziel eines engagierten B-WUSSTEN Detmolds.
Vom 14. bis 22. September 2019 kommen hierfür Projekte und Menschen zusammen, die sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunftsgestaltung der Stadt einsetzen. Mit einem vielseitigen Programm regt die Woche zum Kennenlernen, Nachdenken, Mitmachen und Verändern an.
Wie schon in den vergangenen Jahren gestaltet die Lippische Landeskirche den Gottesdienst der B-WUSST-Woche. Dieser findet am 15. September, von 10 bis 11 Uhr in der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Heiligenkirchen statt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Webseite www.b-wusst.de

FairTausch im Kreishaus Lippe am 2. Oktober

"Geiz-ist-Geil-Mentalität", "Wegwerfgesellschaft" sind Schlagwörter, die sich erst in den letzten Jahren entwickelt haben. Aber will unsere Gemeinschaft, wollen wir wirklich über diese Begriffe definiert werden? Zumal uns allen die Konsequenzen unseres Handelns bewusst sind. Der Bereich "Familienfreundlicher Kreis" veranstaltet daher am 2. Oktober 2019 ab 10 Uhr eine ganztägige Aktion zum Thema "FairTausch" im Kreishaus.
Zielgruppe der Veranstaltung "FairTausch" sind Familien und speziell Kinder und Jugendliche. Das Motto soll aber umfassender gesehen werden: Es geht nicht nur um ein Miteinander (auch global), sondern auch um Nachhaltigkeit. Dabei soll die vorgesehene Tauschbörse ein Zeichen gegen den derzeitigen Bekleidungs-Konsum setzen.

Ökologie als Chance für den Friedhof

Mit diesem Thema beschäftigt sich die kommende Friedhofsverwaltertagung in Kassel am 10. Oktober von 10 bis 17 Uhr im Museum für Sepulkralkultur. Friedhöfe sind nicht nur Orte des Trauerns und Erinnerns, sondern auch der Artenvielfalt. Wie die Friedhöfe insbesondere unter dem sich verändernden Bestattungskult finanziell neu aufzustellen sind und wie Freiflächen ökologisch genutzt werden können, ist Hauptthema dieser Veranstaltung.

Ihre Anmeldungen richten Sie bitte an das Landeskirchenamt
Thomas Fritzensmeier
Tel.: 05231 976-750
E-Mail: thomas.fritzensmeier@lippische-landeskirche.de

PUBLIKATIONEN

Nachhaltig durch das Kirchenjahr

Ziel dieser Materialsammlung ist es, die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015 in den Kirchengemeinden bekannter zu machen und die Quellen des christlichen Glaubens für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele fruchtbar zu machen. Dazu finden sich in der Sammlung der Andachten und Gottesdienste zahlreiche theologische wie auch liturgische Anregungen. Wir danken den Verfasserinnen und Verfassern für ihre Beiträge und wünschen uns, dass in vielen Kirchengemeinden von dieser Sammlung reichlich Gebrauch gemacht wird.

Sie finden die Sammlung digital unter www.ekd.de/nachhaltigkeit.

In gedruckter Form kann sie kostenfrei bestellt werden bei
Anja Mangliers
Tel.: 0511 2796-409
E-Mail: Anja.Mangliers@ekd.de

Schulstart mit dem Blauen Engel

200 Millionen Schulhefte werden jedes Jahr in Deutschland verkauft, und nur jedes zehnte davon ist aus Recyclingpapier. Dabei schneidet Recyclingpapier mit Abstand am besten ab, wenn es um Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz geht. Denn die Herstellung von Papier belastet die Umwelt stark. Sie benötigt viel Holz, Energie, Wasser und Chemikalien bei der Herstellung. Info-Broschüren, Unterrichtsmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer, Plakate und andere Kommunikationsmaterialien rund um das Thema "Recyclingpapier in den Schulen" gibt es auf der Website des Blauen Engel.

www.blauer-engel.de

Leitfaden zur nachhaltigen Baumaterial- und Baustoffwahl

Für zukunftsfähige Gebäude sind die Wahl der Materialien und die fachliche Beurteilung des gesamten Baustoff-Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung bis zur Wiederverwendung besonders wichtig. Um allen im Planungs- und Bauprozess eine strukturierte Hilfestellung und einen Qualitätsentwicklungsrahmen zur schöpfungsverantwortlichen Materialwahl zu geben, ist dieser Leitfaden erstellt worden. Der Leitfaden ist zur einfacheren Benutzung in Tabellenform aufgebaut und wird für die enthaltenen Materialien und Baustoffe in unterschiedlichen Formaten ausgegeben. Dabei erhalten Planer*innen (Architekturbüros usw.) eine Version mit dem höchsten Komplexitätsgrad und beispielsweise Kirchenverwaltungen eine verdichtete Ausgestaltung. Damit wird gewährleistet, dass für die jeweilige Benutzergruppe die erforderlichen Informationen enthalten sind und der Leitfaden trotzdem gut handhabbar bleibt.
Die Empfehlungen zu den Materialien und Baustoffen im Leitfaden bauen auf dem aktuellen Wissensstand der einschlägigen Fachbereiche (Bauökologie, Klimaschutz usw.) und auf den Kriterien angewandter Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme im Bauwesen auf. Erfahrungen aus dem kirchlichen Bauen und den Vorgaben aus dem Kommunalbau (z. B. aktueller Bauleitfaden Landeshauptstadt München) haben besonderen Eingang gefunden.

www.erzbistum-muenchen.de

Plastikatlas

Hg. Heinrich-Böll-Stiftung und BUND Deutschland 2019

Auszug aus dem Vorwort: „Eine Welt ohne Plastikverschmutzung ist eine Vision, für die es sich lohnt zu streiten. Denn Plastik ist ein Thema, das jeden und jede von uns etwas angeht und bewegt. Wir haben gerade erst begonnen, die gewaltigen Dimensionen dieser Krise zu begreifen. Für ein Umsteuern braucht es fundiertes Wissen über die Ursachen, die Akteure sowie die Auswirkungen der Plastikkrise. Mit unserem Plastikatlas wollen wir genau das bieten."

Download und Bestellung

Kunststoffe in der Umwelt

Hg. UBA, Juni 2019

Kunststoffe sind wichtige Werkstoffe, und der Bedarf und Verbrauch steigen seit Jahren stark an. Gelangen die Kunststoffe in die Umwelt, können sie Ökosysteme und Lebewesen massiv beeinträchtigen. Inzwischen finden sie sich in Meeren, Flüssen, Seen und Böden. Eine Hauptursache weltweit ist ein unzureichendes Abfall- und Abwassermanagement, aber es gibt noch viele weitere Quellen wie Reifenabrieb, in der Landwirtschaft eingesetzte Folien oder Plastikpartikel in Kosmetika und Reinigungsmitteln. Auch durch Littering landet immer mehr Plastik in der Umwelt. Dieses Papier zeigt – bezogen auf Deutschland - , wo wir stehen, was wir tun müssen, welcher Forschungsbedarf besteht und welche Maßnahmen wir jetzt schon umsetzen können, um das Problem in den Griff zu bekommen.

www.umweltbundesamt.de

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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