Newsletter "Nachhaltige Entwicklung"

Ausgabe 4, August 2020

INHALTSVERZEICHNIS

Mit dem Newsletter „Nachhaltige Entwicklung“ gibt der Fachbereich Nachhaltige Entwicklung am Institut für Kirche und Gesellschaft aktuelle Umwelt- und Klimaschutzinformationen an Interessierte.

Sie können den Newsletter online über ein einfaches Anmeldeformular abonnieren. Leiten Sie diesen Hinweis gerne an interessierte Leserinnen und Leser weiter.

Eine interessante Lektüre wünschen

Volker Rotthauwe und das Team des Fachbereichs Nachhaltige Entwicklung

AKTUELLES

Die Volksinitiative Artenvielfalt NRW startet

Die drei großen nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und der Naturschutzbund (NABU) rufen unter dem Slogan „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ alle Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen dazu auf, mit ihrer Unterschrift ein deutliches Signal für notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt in NRW zu setzen.

Das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) unterstützt die Aktion.
Weitere Informationen unter: www.artenvielfalt-nrw.de

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Der ehemalige wissenschaftliche Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, Professor Dr. Uwe Schneidewind, wurde auf Vorschlag des Bundesforschungsministeriums (BMBF) von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 15. Juli in Berlin mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er wurde damit für sein herausragendes wissenschaftliches Engagement und seine Impulse zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung geehrt. Uwe Schneidewind ist u.a. der Vorsitzende der EKD-Kammer für nachhaltige Entwicklung. Wir gratulieren ganz herzlich!

DER AKTUELLE ÖKOTIPP

Gesund und umweltfreundlich grillen

Von der Wahl des Würstchens bis zur Entsorgung der Asche – Das Umweltbundesamt gibt Tipps fürs klimafreundlichere und umweltschonendere Grillen. Unser Fleischkonsum hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Treibhausgasemissionen, Nitrat im Grundwasser, Ammoniak in der Luft und Antibiotika im Boden sind nur einige Beispiele. Vor allem die Rinderhaltung schadet dem Klima. Wer auf mehr Gemüse statt auf Fleisch und auf regional erzeugte Bio-Produkte der Saison setzt, verbessert seine Ökobilanz erheblich und tut auch etwas für seine Gesundheit.

Weitere Informationen unter: www.umweltbundesamt.de/themen und www.umweltbundesamt.de/umwelttipps

TERMINE

Alle Termine derzeit unter Vorbehalt!
Termine der Lippischen Landeskirche finden Sie hier.

Treffen der Konferenz kreiskirchlicher Umweltbeauftragter

21.08.2020, 10.00-13.00 Uhr - Kohlekraftwerk Datteln und Gemeindehaus (s.u.)
27.11.2020 - Landeskirchenamt, Bielefeld

TAGUNGEN UND ONLINE-VERANSTALTUNGEN

Kohleausstieg und Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Datteln

Wie geht das zusammen und wie positionieren sich die Kirchen?
Eine öffentliche Veranstaltung der Konferenz der Umweltbeauftragten (KUB) in der EKvW

21. August 2020, 10.00 - 13.00 Uhr
zunächst am Kohlekraftwerk und anschließend im nahegelegenen Gemeindehaus, Datteln

Referentin: Frau Dr. Lis, Institut für Theologie und Politik, Münster

Weitere Informationen: Volker Rotthauwe

BNE und Digitalisierung

Online-Forum

24. August 2020, 10.00 – 13.00 Uhr

Mit der zunehmenden Digitalisierung in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen nimmt auch die digitale Bildungsarbeit eine immer wichtigere und größere Bedeutung ein.

Zusammen mit Bildungsakteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen wird in dem Online-Forum besprochen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung digital vermittelt werden kann. Hierbei werden u.a. die Vor- und Nachteile aufgezeigt und geeignete digitale Bildungsformate, Tools und Materialien vorgestellt.

Weitere Informationen und Anmeldung

In der Stille des Waldes

Naturritualtag

Samstag 29. August 2020, 9.00 - 16.30 Uhr
In einem Wald bei Schwerte
(Der genaue Treffpunkt - in oder nahe Schwerte - wird noch bekannt gegeben.)

Zeit für Dich. Zeit für Stille. Zeit für deine Fragen. Ein Tag mit einer kleinen Gruppe in der Natur. Einkehr. Stille. Exerzitien. Begegne der Natur auf stille, meditative Weise. Sie erzählt dir etwas über dich. Du kannst deine Frage stellen oder deine Eindrücke sammeln und sie als heiligen Raum, als Spiegel deiner Seele erleben. Zurück in die Gruppe, Teilen des Erlebten.

Kosten: 45,00 € (wird vor Ort eingesammelt)
Anmeldung: Pfarrer Tom Damm, Tel.: 0173 9451678

Mehr Artenvielfalt auf kirchlichen Pachtflächen und Friedhöfen

Die Tagung wurde von März 2020 auf September 2020 verschoben.

16. September 2020
Haus Villigst, Schwerte

Weitere Informationen und Anmeldung bis 07.09.2020 bei:
Ines Schäfer
Tel.: 02304 755331
E-Mail: ines.schaefer@kircheundgesellschaft.de

Erfahrungen bei der Umsetzung von kirchlichen Klimaschutzkonzepten

Fachtagung

10. - 11. November 2020
Exerzitienhaus Himmelspforten, Würzburg

Die Tagung richtet sich insbesondere an die Verantwortlichen in den Landeskirchen und Bistümern, die mit der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzmaßnahmen befasst sind, sowie an alle Interessierten.

Kontakt: Hans-Jürgen Hörner
Anmeldung: Bitte bis spätestens 07.10.2020 per E-Mail bei oliver.foltin@fest-heidelberg.de

Weitere Informationen

Kunststoffe - Zukunftsperspektive oder Auslaufmodell

30. November - 01. Dezember 2020
Haus Villigst, Schwerte

Die Vielfältigkeit von Kunststoffen in Anwendbarkeit und Haltbarkeit ist die Voraussetzung für viele unserer technischen und zivilisatorischen Errungenschaften. In allen Lebensbereichen sind Kunststoffe heutzutage anzutreffen. Die Spannbreite Ihrer Anwendung reicht von einfacher Lebenserleichterung bis hin zur Lebensrettung in der Medizin. Die immensen Mengen an verwendeten Kunststoffen führen dazu, dass unser Planet in einem Berg von nicht wieder verwertbarem Müll "erstickt".

Weitere Informationen und Anmeldung

Klimawandel und Welternährung – Ist Gentechnik die Lösung?

Die Tagung wurde von März 2020 auf Dezember 2020 verschoben.

07. - 08. Dezember 2020
Haus Villigst, Schwerte

Der Weltagrarbericht und zahlreiche Studien von FAO, IPBES und des IPCC sind sich einig: Die Landwirtschaft muss zu einer kleinparzelligen, ökologischen und inputreduzierten regionalen Produktion transformiert werden. Gleichzeitig wird global der Kurs einer stark Chemie-, Technik- und Gentechnik-gestützten Landwirtschaft weiter forciert.

Weitere Informationen und Anmeldung

BIODIVERSITÄT

Westfälischer Schöpfungspreis

Die Preis wird am 19. September 2020, 10.00 Uhr in der Pauluskirche Dortmund von Präses Kurschus in einer öffentlichen Veranstaltung übergeben.

Der Anmeldeschluss für Biodiversitätsprojekte ist am 07. August 2020.

Weitere Informationen unter: www.kircheundgesellschaft.de

Neues Datum für Biodiversitätskonferenz

Vom 17. bis 30. Mai 2021 findet die (eigentlich für dieses Jahr geplante) Vertragsstaatenkonferenz COP 15 der Biodiversitätskonvention (CBD) statt. Die Delegierten treffen sich wie geplant in Kunming, China.

Gene Drive: Artensterben dank Gentechnik?

78 Verbände fordern EU zum Stopp der Risikotechnologie auf

In einem offenen Brief rufen 78 Umwelt-, Agrar-,Tierschutz-und Entwicklungsorganisationen aus ganz Europa die EU-Kommission dazu auf, die Freisetzung sogenannter Gene Drive Organismen in der EU und international zu ächten. Mit dieser neuen Gentechnikanwendung können ganze Tierpopulationen und -arten in der Natur ausgerottet und umprogrammiert werden.

Pressemeldung des Instituts für Kirche und Gesellschaft
Artikel in UNSERE KIRCHE, 19.07.2020

Hintergrund:
Der offene Brief an die EU-Kommission

Weiterführende Informationen zu Gene Drives mit der Möglichkeit, eine Petition zu unterzeichnen, unter:
www.stop-genedrives.eu

Petition "Bienen und Bauern retten!" bis März 2021 verlängert

Aus ganz Europa kommen wir für eine bienenfreundliche Landwirtschaft und eine gesunde Umwelt zusammen. Mit unserer Europäischen Bürgerinitiative fordern wir die EU-Kommission auf, eine Landwirtschaft zu unterstützen, welche die Bedürfnisse von Bäuerinnen und Bauern und die der Natur in Einklang bringt. Bis Ende März werden im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative noch Stimmen für eine bienenfreundliche Landwirtschaft und eine gesunde Umwelt gesammelt. Das Ziel: 1 Million Unterschriften.

Zur Petition

BIOPATENTE

Schützt die Biene vor Gentechnik!

Berlin, 10.07.2020
Ein US-Forscherteam der Universität in Austin, Texas hat ein Patent angemeldet, mit dem Bienen, Hummeln und andere Insekten durch gentechnisch veränderte Bakterien manipuliert werden sollen. Dabei soll das Erbgut von natürlicherweise im Darm von Bienen und Hummeln vorkommenden Bakterien so verändert werden, dass diese einen zusätzlichen Botenstoff produzieren. Dieser Stoff soll von Bienen über den Darm aufgenommen werden, sich im Körper der Insekten verteilen und so bis in deren Gehirn gelangen.Das Verfahren soll dazu eingesetzt werden, Parasiten der Bienen wie die Varroa-Milbe zu bekämpfen. Eine weitere Anwendung zielt laut der Patentansprüche darauf ab, den Abbau von Pestiziden im Körper der Bienen zu beschleunigen und diese so „pestizidresistenter“ zu machen.

Zur Aurelia-Kampagne “Schützt die Biene vor Gentechnik!”: www.biene-gentechnik.de
Weiterführende Infos zur Manipulation der Biene: www.testbiotech.org

Kein Patent auf gentechnisch veränderte Schimpansen!

Großer Erfolg für Bündnis von Umwelt- und Tierschutzorganisationen

Aus ethischen Gründen hat das Europäische Patentamt (EPA) zwei Patente auf gentechnisch veränderte Menschenaffen für ungültig erklärt. Alle Ansprüche auf gentechnisch veränderte Versuchstiere müssen jetzt aus den betroffenen Patenten gestrichen werden. Die Technische Beschwerdekammer des EPA entsprach damit Einsprüchen und Beschwerden, die von einem breiten Bündnis von Tier- und Umweltschutzorganisationen eingereicht worden waren. Das europäische Patentrecht verbietet Patente auf die genetische Veränderung von Tieren, wenn daraus Tierleid resultieren kann.

Weitere Informationen unter: www.testbiotech.org

Patente auf Saatgut

Appell an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht
Europäisches Patentamt beendet Moratorium für Patenterteilungen

26.06.2020. Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Europäische Patentamt (EPA) das Moratorium zur Prüfung von Patenten auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung beendet. Im Mai 2020 hatte die Große Beschwerdekammer des EPA noch grundsätzlich bestätigt, dass Pflanzen und Tiere aus herkömmlichen Züchtungsverfahren nicht patentiert werden dürfen (G3/19). Doch die umstrittene Praxis des EPA, Patente auch auf Pflanzen zu erteilen, die nicht aus gentechnischen Verfahren, sondern aus zufälligen Prozessen hervorgegangen sind, ist damit noch nicht beendet.
Hierzu hat sich ein breites Bündnis, darunter auch die AGU, an das BMJ gewandt.

Der offene Brief an Bundesjustizministerin Lambrecht und alle Hintergrundinformationen

ENERGIE UND KLIMA

Für einen Bürger*innenrat zur Klimapolitik in Deutschland

Klima-Mitbestimmung JETZT fordert die Einberufung eines nationalen Bürger*innenrats zur Klimapolitik in Deutschland durch die Bundesregierung.

Ein Bürger*innenrat ist ein demokratisches Gremium, bei dem 150 zufällig ausgewählte Bürger*innen an mehreren Wochenenden zusammenkommen, von unabhängigen und anerkannten Expert*innen zum Thema Klimawandel und Klimaschutzmaßnahmen informiert werden, miteinander diskutieren und abschließend einen Katalog an Handlungsempfehlungen erarbeiten.

Weitere Informationen unter: klima-mitbestimmung.jetzt

MOBILITÄT

Europäische Mobilitätswoche

Die Europäische Mobilitätswoche vom 16. bis 22.09.2020 findet statt

Der Teilnahmerekord an der EMW 2019 mit 3.135 Städten hatte nicht nur bei der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission für große Begeisterung und Vorfreude auf die EMW 2020 gesorgt. Auch die Kampagnen-Verantwortlichen selbst, die sich in den Ländern und Kommunen mit unzähligen Aktivitäten und Maßnahmen für nachhaltige Mobilität und mehr Lebensqualität in den Städten stark gemacht hatten, waren positiv gestimmt und motiviert, ihr Knowhow und ihre Erfahrungen auch zukünftig für ein starkes Engagement und die nächste EMW zu nutzen. Mit dem Jahresmotto 2020 „Klimafreundliche Mobilität für alle“ ging der Aufruf an die Kommunen, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren, wie Mobilität vor Ort gestaltet werden muss, damit sie sowohl klimafreundlich als auch für alle Menschen zugänglich ist.

Weitere Informationen unter: www.umweltbundesamt.de

NACHHALTIGKEIT

EU-Parlamentarier liefern starke Vorlage für Chemikalienstrategie

02.07.2020, DNR. Regulierung von Hormongiften, Schutz schwacher Personengruppen, schnellere Stoffprüfungen und sauberes Recycling: Die Wunschliste des Umweltausschusses im EU-Parlament (ENVI) für die Chemikalienstrategie, die im Herbst von der EU-Kommission erwartet wird, ist lang.
65 der 80 Abgeordneten im Ausschuss stimmten am 29.06.2020 für den Entwurf einer Resolution zur Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit. Sie erwarten von der EU-Kommission ein umfassendes Papier, das den Schutz der Gesundheit und der Umwelt vor gefährlichen Chemikalien umfangreich gewährleistet und sowohl das Vorsorge- als auch das Verursacherprinzip konsequent widerspiegelt.

Weitere Informationen unter: www.dnr.de

LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG

Nitratbericht veröffentlicht

Am 9. Juli wurde der Nitratbericht 2020 veröffentlicht. Der Bericht zeigt: Die Nitratsituation des Grundwassers hat sich seit dem vorherigen Bericht aus dem Jahr 2016 nur geringfügig verbessert. Aktuell weisen 26,7 Prozent der Grundwassermessstellen des EU-Nitratmessnetzes im Mittel Konzentrationen über 50 mg/l Nitrat auf und verfehlen damit das Qualitätsziel der Nitratrichtlinie.

Ist AGRA gescheitert?

Neue Studie zieht Bilanz zur "Grünen Revolution" in Afrika

Die Studie “False Promises: The Alliance for a Green Revolution in Africa”, herausgeben von der Rosa Luxemburg Stiftung gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Deutschland und Afrika, dokumentiert die negativen Effekte der Initiative „Alliance for a Green Revolution (AGRA)“ auf Kleinbauern und -bäuerinnen in den 13 afrikanischen Staaten, in denen AGRA umgesetzt wurde.
AGRA wurde 2006 gestartet. Das Versprechen lautete, die landwirtschaftlichen Erträge und das Einkommen von 30 Millionen Kleinbauern- und -bäuerinnen bis 2020 zu verdoppeln, um so Hunger und Armut in den Staaten zu halbieren, in denen die Initiative durchgeführt wurde. Hierzu wurde AGRA mit mehr als einer Milliarde US-Dollar ausgestattet; die Finanzmittel kamen hauptsächlich von der Bill and Melinda Gates-Stiftung.

Die Studie zieht folgende Bilanz:
Die Ertragssteigerungen durch AGRA fanden nicht statt.
Die Zahl der Menschen, die von Hunger betroffen sind, stieg um 30 Prozent an.
Kleinbauern und -bäuerinnen verschuldeten sich für Hybridsaatgut und Düngemittel.
AGRA setzte einseitig auf Maisanbau, wodurch der Anbau traditioneller, nährstoffreicher Feldfrüchte stark zurückging. So sank der Hirseanbau während der AGRA-Kampagne in den betroffenen Staaten um 24 Prozent. AGRA beriet Regierungen dahingehend, lokales Saatgut durch Hybridsaatgut von Saatgutkonzernen zu verdrängen.

Weitere Informationen unter: www.rosalux.de

Fleischersatz auf Pflanzenbasis mit bester Umweltbilanz

UBA-Studie untersucht Zukunftsperspektiven von Fleischersatz aus Pflanzen, Insekten
und aus dem Labor

Fleischersatzprodukte wie vegetarische Wurst, Schnitzel oder Frikadellen werden in Deutschland immer beliebter. Das Umweltbundesamt hat in einer Studie „Fleisch der Zukunft“ nun untersucht, welche Auswirkungen Fleischersatzprodukte auf Umwelt und Gesundheit haben und welche Rolle sie in einer zukünftigen Ernährung spielen könnten. Fleischersatz auf pflanzlicher Basis, zum Beispiel aus Soja, Weizen, oder Erbsen, schneidet laut der Studie aus Umweltsicht am besten ab. Im Vergleich zu Rindfleisch entstehen dabei bis zu weniger als ein Zehntel der Treibhausgase und ein Vielfaches geringerer Wasserverbrauch und Flächenverbrauch. Etwas schlechter schneidet Fleischersatz auf Insektenbasis ab. In-Vitro-Fleisch ist noch nicht am Markt verfügbar, so dass die Umweltauswirkungen schwer abzuschätzen sind.

Studie des Umweltbundesamtes

Die wirklichen Kosten unserer Lebensmittel

Eine zukunftstaugliche Bilanz
Ein Dossier von Misereor in Zusammenarbeit mit der Redaktion Weltsichten

Unsere Art zu wirtschaften basiert in Wahrheit nicht auf komparativen Kostenvorteilen und globalisierter Arbeitsteilung. Wenn wir ehrlich bilanzieren, müssen wir einräumen, dass wir auf Kosten von Mensch und Natur wirtschaften. Was wir dringender als je zuvor brauchen, ist eine andere Bewertung der Kosten und Leistungen entlang globalisierter Wertschöpfungsketten.

In diesem Dossier geht es um die wirklichen Kosten unserer Lebensmittel und um den Versuch einer zukunftstauglichen Bilanz, die diese Kosten abbildet.

KLIMAPILGERN

5. Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Nachdem die Weltklimakonferenz in Glasgow in den Herbst 2021 verschoben wurde, kann der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit nicht wie geplant stattfinden. Zur Zeit laufen Planungen, den Pilgerweg im Vorfeld der COP 26 in 2021 stattfinden zu lassen.

Sowie hier konkrete Informationen, insbesondere zum Zeitraum feststehen, werden diese unter www.klimapilgern.de veröffentlicht. 

1. Virtueller Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Damit im Herbst 2020 ohne Weltklimakonferenz die Klimagerechtigkeit nicht ganz aus dem Blick gerät, wird es einen virtuellen Pilgerweg geben. Dieser besteht zum einen aus verschiedenen Aktionen, bei denen man seine Unterstützung für die Klimagerechtigkeit und das Klimapilgern "digital" zeigen kann. Zudem gibt es Ende September im Rahmen der Schöpfungszeit eine kleine Veranstaltungsreihe mit virtuellen Konferenzen zum Klimapilgern und den damit verbundenen inhaltlichen Fragestellungen. Weitere Informationen zum virtuellen Pilgerweg stehen ab Anfang September auf  www.klimapilgern.de zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:
Chris Böer
Tel.: 02304 755 312
E-Mail: chris.boeer@kircheundgesellschaft.de

AUS DER LIPPISCHEN LANDESKIRCHE

Stadtradeln

Der Wettbewerb für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität

05. - 25. September 2020

In dem dreiwöchigen Aktionszeitraum gilt es, möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Dieses stärkt nicht nur die Radverkehrsförderung, sondern unterstreicht die Rolle des Fahrrades als umweltfreundliches Verkehrsmittel und gesund ist es auch. Auch der Kreis Lippe und die Kommunen beteiligen sich und rufen zum Mitmachen auf.

Der Eine-Welt-Laden "Alavanyo" in Detmold plant eine Radtour, zu der auch die Lippische Landeskirche aufrufen wird.

Weitere Informationen unter: www.stadtradeln.de

B-WUSST-Woche

18. - 26. September 2020

Die B-WUSST Woche bietet engagierten Menschen, Organisationen und auch Unternehmen einen Rahmen für ihre Aktionen, die unser Umfeld lebenswerter und nachhaltiger machen. Sie findet jeden September in und um Detmold statt. Projekte und Menschen kommen zusammen und bewegen Detmold eine Woche lang – und darüber hinaus. Mit einem vielseitigen Programm regt die Woche zum Kennenlernen, Nachdenken, Mitmachen und Verändern an. Kreativität und Spontanität prägen die jährlich stattfindende B-WUSST-Woche.

Das aktuelle Programm

Schöpfungszeit und Artenvielfalt

Profile-Gottesdienst

Sonntag, 20. September, 10.00 Uhr
Stadtkirche, Bad Salzuflen

"Schöpfungszeit und Artenvielfalt": Diese beiden Nachhaltigkeitsziele werden im Gottesdienst thematisiert. Wir Christen glauben an Gott, den Schöpfer und den Raubbau an der Natur sehen wir mit großer Sorge. Innerhalb der Schöpfungszeit, die traditionell den Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober umfasst, wird dazu eingeladen, bewusst für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten, zu beten und dies im Gottesdienst zu feiern. Zudem widmen wir uns der Frage, wie wir selbst dazu beitragen können, Landökosysteme zu schützen und wiederherzustellen und deren nachhaltige Nutzung zu fördern, um dem dramatischen Verlust der Artenvielfalt von bis zu 75 Prozent seit Ende der 80er Jahre bis jetzt entgegenzuwirken. Der Gottesdienst wird gestaltet von Pfarrerin Martina Stecker und Heinrich Mühlenmeier (Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche). Im Anschluss ist Zeit und Gelegenheit, ins Gespräch miteinander zu kommen und sich über den Zukunftsgarten der Kirchengemeinde zu informieren.

Statt schottergrau lieber blütenbunt

Wie aus tristen Gärten farbenfrohe Lebensoasen werden

Freitag, 25.09.2020, 16.30 – ca. 18.00 Uhr
CVJM-Kreisverband, Lortzingstr. 4/6, Detmold

Leitung:
Monika Korbach, Thomas Fritzensmeier und Heinrich Mühlenmeier unter Beteiligung des NABU Detmold

Schotterflächen haben sich vor einigen Jahren als Modeerscheinung in unsere Vorgärten platziert. Neben einer fragwürdigen Ästhetik und einer vermeintlichen Pflegeleichtigkeit bergen sie jede Menge ökologischer Nachteile. Wenn die Artenvielfalt von Flora und Fauna im Ökosystem seit den 80er Jahren stetig schrumpft, und dies nicht nur durch den chemischen Einsatz auf den Feldern, sondern auch durch Zerstörung von Naturflächen, dann sind Gärten für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten der einzige Rückzugsort im städtischen Siedlungsgebiet. Durch Verschotterung wird ihnen selbst dieses Habitat zunichte gemacht. Insekten und Vögel finden keinen Unterschlupf und keine ausreichende Nahrung.
Wie nun vorhandene monotone Stein-Wüsten mit wenig Aufwand ökologisch aufgewertet werden können, wird in der Veranstaltung ausführlich erklärt. An einem konkreten Beispiel werden die einzelnen Schritte erläutert und gezeigt. Die Teilnehmer lernen verschiedene ökologische standortabhängige Bepflanzungsformen für Vorgärten kennen.

Klimapilgern durch Lippe

Samstag, 26. September 2020

Zwar fällt der große Pilgerweg zur Welt-Klimakonferenz von Katowice (Polen) nach Glasgow (Schottland) aus, mit dem auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam gemacht wird und der Diskurs um Gerechtigkeitsfragen (Verteilungsgerechtigkeit; Lastenausgleich) weiter vorangetrieben wird. Dennoch wollen wir von der Lippischen Landeskirche ein Zeichen setzen und werden am Samstag, 26.09. zu einem Klimapilgerrundweg von Detmold durch den Teutoburger Wald zu den Externsteinen und der Falkenburg einladen.

MATERIALIEN

Wie man beginnen kann – Umwelt- und Klimaschutz in Kirchengemeinden

Heidelberg, 10.07.2020. Die vorliegende Broschüre soll Anregungen vermitteln, wie man sich in der praktischen Arbeit in einer Gemeinde den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit zuwenden kann. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist diese Arbeit unvermindert wichtig. In den letzten Jahren, teilweise schon Jahrzehnten, ist schon viel geschehen, was den Einsatz für die Umwelt und für Nachhaltigkeit betrifft, wenngleich es noch in keiner Weise ausreicht. Das Heft ist mit Förderung des Umweltbundesamtes und in Kooperation mit dem Verein Schöpfung bewahren konkret e.V. (Jürgen Harder) entstanden.

Die Broschüre als Download

Als Heft zum Preis von 2,00 Euro bestellen bei der FEST
E-Mail: franziska.strohmaier@fest-heidelberg.de

Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn

Gesundheitliche Aspekte der Trinkwasser-Installation
Informationen und Tipps für Mieter, Haus- und Wohnungsbesitzer

Schon seine Definition ist klar: Trinkwasser ist alles Wasser, das im häuslichen Bereich zum Trinken und für andere Lebensmittelzwecke, zur Körperpflege und -reinigung sowie zur Reinigung von Gegenständen, die nicht nur vorübergehend mit Lebensmitteln oder dem menschlichen Körper in Kontakt kommen, bestimmt ist.

Ratgeber zum Download

Ethikrat fordert stärkere Achtung des Tierwohls in der Nutztierhaltung

In seiner Stellungnahme "Tierwohlachtung – Zum verantwortlichen Umgang mit Nutztieren" fordert der Deutsche Ethikrat erhebliche Reformen, um künftig Mindeststandards eines unter ethischen Gesichtspunkten akzeptablen Umgangs mit Nutztieren zu erreichen.

Weitere Informationen unter: www.ethikrat.org

Fokus Schöpfung

Klimawandel. Umweltverantwortung. Öko-Theologie
Jahrbuch Mission 2020, 343 Seiten, 11,80 Euro

Evangelisches Missionswerk Deutschland (Hg.), Fokus Schöpfung. Klimawandel. Umweltverantwortung.
Öko-Theologie, Hamburg 2020

''Fokus Schöpfung", jetzt erst recht. Denn auch wenn die Corona-Pandemie die Welt in Atem hält: Die Klima-Krise ist nicht verschwunden. Im Gegenteil. Um sie zu bewältigen, ist ein neues Denken nötig: in Kirche und Theologie, in Wirtschaft und Politik, in Konsum und Lebensstil.
Davon sind die über 30 Autorinnen und Autoren dieses Jahrbuchs 2020 überzeugt, die aus der weltweiten Ökumene berichten. Corona hat gezeigt, dass Umsteuern möglich ist.

Zu bestellen unter www.demh.de

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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