Newsletter "Nachhaltige Entwicklung"

Ausgabe 5, Oktober 2018

INHALTSVERZEICHNIS

Mit dem Newsletter „Nachhaltige Entwicklung“ gibt der Fachbereich Nachhaltige Entwicklung am Institut für Kirche und Gesellschaft aktuelle Umwelt- und Klimaschutzinformationen an Interessierte in der EKvW und in der Lippischen Landeskirche weiter, die einen Bezug zur kirchlichen Umwelt- und Klimaschutzarbeit haben. In der Rubrik „Neues aus der Klimaschutzagentur“ erhalten Sie aktuelle Projekt-Informationen zur integrierten Klimaschutzstrategie der westfälischen Landeskirche „Klimaschutz EKvW 2020“.

Alle Interessierten können den Newsletter online über ein einfaches Anmeldeformular abonnieren. Leiten Sie diesen Hinweis gerne an interessierte Leserinnen und Leser weiter.

Eine interessante Lektüre wünschen
Volker Rotthauwe und das Team des Fachbereichs "Nachhaltige Entwicklung"

AKTUELLES

Der Hambacher Forst

Die Konferenz der Umweltbeauftragten der EKvW hatte zur Beteiligung am friedvollen Protest gegen die Rodungsarbeiten aufgerufen und die Landespolitik aufgefordert, die Ergebnisse der "Kohlekommission" abzuwarten. Auch der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit hatte den Hambacher Forst als einen "Schmerzpunkt" besucht und dort einen Gottesdienst gefeiert.
Nicht die Landespolitik, sondern die Gerichte haben nun den Rodungsstop entschieden und das ursprüngliche Demonstrationsverbot für den 6.10. wieder aufgehoben. Die Demonstration am 6.10. war aller Wahrscheinlichkeit nach ein historischer Wendepunkt.
Junge Menschen, Familien, Großeltern mit ihren Enkeln, Landwirte mit ihren Treckern, Menschen aus ganz Deutschland, unter ihnen auch viele Christinnen und Christen - hatten sich auf den Weg gemacht, so dass am Ende statt der erwarteten 20.000, etwa 50.000 Menschen ein fröhlich engagiertes Fest auf der Wiese unmittelbar am Hambacher Forst feierten. Sie machten deutlich, dass der Kampf um einen wirksamen Klimaschutz und um die Umsetzung der Ziele der Pariser Klimaschutzabkommens nun neuen Schwung aufnehmen wird.

79 Prozent der Bevölkerung in NRW spricht sich gegen die Rodung aus und auch 71 Protent der CDU-Anhänger wollen den Forst erhalten, hat infratest dimap im Auftrag des WDR Magazins Westpol am 8.10.18 ermittelt.
"Die Anstrengungen für einen wirkungsvollen Klimaschutz deutlich zu erhöhen und den Ausstieg aus der Braunkohleförderung zu beschleunigen, ist offensichtlich zu einem breiten Konsens in der nordrhein-westfälischen Bevölkerung geworden. Dazu beigetragen hat sicherlich auch das Engagement vieler westfälischer Christinnen und Christen für die Bewahrung der Schöpfung. Die Entscheidung für den Rodungsstop und die Erfahrung des friedlichen Protests vor Ort wird dieses Engagement weiter befördern", ist sich Volker Rotthauwe (Umweltpfarrer im IKG) sicher.

Patent auf Bier nach Einspruch eingeschränkt

"Keine Patente auf Saatgut!" will kompletten Widerruf

(2. Oktober 2018) Das Europäische Patentamt (EPA) in München hat heute nach einer öffentlichen Anhörung das Patent EP2384110 der Brauereikonzerne Carlsberg und Heineken auf Pflanzen mit bestimmten Mutationen eingeschränkt. Das Patent erstreckte sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Das Patent umfasste ursprünglich alle Pflanzen, in denen bestimmte unerwünschte Geschmacksstoffe fehlen. Jetzt ist das Patent auf die Pflanzen beschränkt, die eine bestimmte Mutation aufweisen, die die Bildung dieser Stoffe beeinflussen kann. Diese genetische Veranlagung gilt als Erfindung, obwohl sie zufällig entstanden ist und die Pflanzen aus herkömmlicher, konventioneller Züchtung stammen. „Keine Patente auf Saatgut!“ will Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen und fordert die Politik zum Handeln auf.

Weiterlesen unter: www.no-patents-on-seeds.org

Wege zur Nachhaltigkeit

Projekt startet jetzt in Dortmund

(Dortmund, 24. September 2018). Eine umweltverträgliche und menschengerechte Zukunft – für dieses Ziel setzt sich eine Vielzahl von Dortmunder Initiativen ein. Mit ihrem Engagement machen sie eine nachhaltige Entwicklung in ihrer Stadt erlebbar. Um diese wichtige Arbeit noch sichtbarer zu machen, hat das Institut für Kirche und Gesellschaft in Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung das Projekt „Wege zur Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen. Der offizielle Projektstart fand am 24.09.2018 im Dortmunder Rathaus statt. Unterstützt und gefördert wird das Projekt von der NRW Stiftung Umwelt und Entwicklung.
Auf verschiedenen Routen im Stadtgebiet wird „nachhaltige Transformation“ im Alltag erfahrbar. Die einzelnen Stationen auf diesen Wegen organisieren die Initiativen und Akteure, die sich den „Wegen zur Nachhaltigkeit“ anschließen. Hier präsentieren sie ihre Aktionen und ihr Engagement. Themen sind der Klimaschutz, Interkulturalität und Integration, Umweltgerechtigkeit, Biodiversität oder auch nachhaltiger Konsum und Produktion.

Weitere Informationen: wegezurnachhaltigkeit.de

Appell der Klimapilger anlässlich ihres Besuchs im Hambacher Forst

Auszug aus dem Wortlaut: „Weiter sind wir traurig und empört, dass die Polizei damit begonnen hat, den Wald zu räumen. Wir meinen, unser Anliegen, den Klimawandel aufzuhalten, kann nur erreicht werden, wenn die Kohleverbrennung gestoppt wird, insbesondere die umweltschädlichste Form: Die Verbrennung von Braunkohle. Dafür wertvollen, jahrtausendealten Wald zu opfern, ist falsch, umwelt- und zukunftszerstörend.“

Weitere aktuelle Meldungen zum Klimapilgerweg: www.klimapilgern.de

Der vollständige Appell

TERMINE

Kreiskirchliche Umweltbeauftragte

Treffen des Arbeitskreises

07. Dezember 2018, 10.00-13.00 Uhr
Haus landeskirchlicher Dienste, Dortmund

GENTECHNIK

Europäische Regionen fordern internationales Gentechnikregister

(07.09.2018). Damit keine gentechnisch veränderten Pflanzen oder Tiere unerkannt nach Europa importiert werden können, müssen diese eindeutig gekennzeichnet werden, fordert das europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen. Das gelte besonders für Organismen, die mit Genome Editing verändert wurden, heißt es in einer Erklärung, die am 07.09. in Berlin beschlossen wurde. Denn diese Technologien werden außerhalb Europas vielerorts nicht als Gentechnik eingestuft.

Weitere Informationen unter: www.keine-gentechnik.de

Erklärung im Wortlaut

KLIMA UND ENERGIE

Gesundheitsstandards für Kohlekraftwerke in D nicht umgesetzt

Die Bundesregierung hat versäumt, die neuen EU-Gesundheitsstandards für Kohlekraftwerke in deutsches Recht umzusetzen. Nach Bundesimmissionsschutzgesetz ist sie verpflichtet, dies innerhalb eines Jahres zu tun. Diese Frist lief am 17.08.2018 ab.
Die EU-Gesundheitsstandards sollen den Ausstoß der schwer gesundheitsschädlichen Schadstoffe Quecksilber, Stickoxide, Schwefeldioxide und Feinstaub begrenzen. Mit einer „Chronologie der Versäumnisse” weist die Klima-Allianz Deutschland darauf hin, wie die Bundesregierung seit Jahren bessere Gesundheitsstandards für Kohlekraftwerke blockiert.

Weitere Informationen unter: www.klima-allianz.de

Chronologie der Versäumnisse

Weltweites Ressourcenbudget 2018 geht heute zur Neige

In ökologischer Hinsicht lebt die Menschheit bereits seit Wochen auf Pump, denn in diesem Jahr war bereits am 1. August der Earth Overshoot Day – der Tag, an dem die Weltbevölkerung ihr Jahresbudget an natürlichen Ressourcen verbraucht und die Aufnahmekapazität der Erde für Treibhausgase erreicht hat. Damit ist der denkwürdige „Erdüberlastungstag“, der häufig auch Ecological Debt Day („Ökoschuldentag“) genannt wird, binnen Jahresfrist wieder einen Tag vorgerückt: Im Jahr 2017 fiel er noch auf den 2. August (2016: 8. August). Bildlich gesprochen wären derzeit 1,7 Erden erforderlich, um im globalen Maßstab nachhaltig zu handeln. Die Menschheit lebt also deutlich über ihre Verhältnisse.

Weitere Informationen unter: www.missione.nrw

Ende der Zwangsenteignung durch Braunkohle gefordert

Ende September tagte in Halle/Saale die Kommission ,,Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“. Jens Hausner, der wegen des Braunkohleabbaus zwangsenteignet werden soll, überreichte die Unterschriften seiner Petition an Ronald Pofalla (CDU), den Vorsitzenden der Kommission. Hausner und 93.909 Menschen fordern von der Kohlekommission die Enteignungsparagraphen im Bundesberggesetz für die Braunkohleförderung außer Kraft zu setzen.

Weitere Informationen unter: www.klima-allianz.de

LANDWIRTSCHAFT

Glyphosat schädigt Bienen!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Das Totalherbizid Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise. Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS (Link im Klartext) zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

Petition an Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, initiiert von Sven Giegold und Martin Häusling aus dem Europaparlament.

Pestizidgehalt in Lebensmitteln 2016 nahezu gleich geblieben

Der Großteil der Nahrungsmittel in Europa enthält keine Pestizidrückstände oder nur welche unterhalb der gesetzlichen Obergrenze. Das geht aus dem Jahresbericht der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA von Ende Juli hervor.
Allerdings wurden aber auch in knapp der Hälfte der Lebensmittelproben messbare Restmengen an Pflanzengiften nachgewiesen. Über 96 Prozent der untersuchten Proben entsprachen laut EFSA den vorgeschriebenen Grenzwerten, rund 51 Prozent waren frei von Rückständen. Bei Bioprodukten lag der rückstandsfreie Anteil bei 83 Prozent.
In den Jahresbericht der EFSA flossen auch die Ergebnisse des EU-koordinierten Kontrollprogramms (EUCP) ein. Dafür untersuchten die Berichtsländer Proben aus dem gleichen „Korb“ von Lebensmitteln auf die gleichen Pestizide. 2016 waren folgende Lebensmittel im „Korb“: Äpfel, Kopfkohl, Lauch, Kopfsalat, Pfirsiche, Erdbeeren, Tomaten, Roggen, Wein, Kuhmilch und Schweinefett. Gut zwei Drittel der getesteten Proben (67 Prozent) stammten aus den EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen. Über ein Viertel waren aus Drittländern eingeführte Produkte.
Das Pestizid Aktions-Netzwerk Europa (PAN) verwies darauf, dass der Anteil von multiplen Pestizidrückständen in Obst und Gemüse mit gut 30 Prozent extrem hoch sei. Demnach enthält fast eins von drei Frucht- oder Gemüseprodukten einen Mix aus verschiedenen Pestizidresten. PAN moniert, dass die Wirkung solcher Giftcocktails nicht von europäischen Behörden geprüft werden würde, obwohl dies seit 2006 vorgeschrieben sei. Die Behauptung der EFSA, dass Obst und Gemüse in europäischen Supermärkten ungefährlich seien, sei nicht bewiesen, sagte Hans Muilerman von PAN. [mbu] 

PAN Deutschland zu Pestizidrückständen
EFSA-Bericht über Pestizidrückstände 2016

ZUKUNFT EINKAUFEN

"Zukunft Einkaufen" zu Gast bei der "Fairen Woche" in Gütersloh

Im Rahmen der „Fairen Woche 2018“ war „Zukunft Einkaufen“ eingeladen, im Kreis des ökumenischen Eine-Welt Ladens der Kirchengemeinde Friedrichsdorf einerseits das Projektkonzept zur systematischen Umstellung auf eine ökofaire Beschaffung vorzustellen und zudem einen genaueren Blick auf den Bereich nachhaltiges Waschen und Reinigen zu werfen. Im gut besuchten Gemeindehaus konnten die Besucher*innen einen Eindruck von den Dimensionen der ökologischen und sozialen Auswirkungen Ihres Nutzerverhaltens gewinnen und erhielten die Gelegenheit, im Anschluss das Für und Wider ihrer eigenen Reinigungsroutinen zu diskutieren. Dabei spielten insbesondere die Fragen nach einer angemessenen Hygiene und höchstmöglicher Umweltverträglichkeit eine entscheidende Rolle. Insgesamt waren sich die Teilnehmenden einig, dass es für ein nachhaltigeres Waschen und Reinigen letztlich nur einiger kleinerer Maßnahmen und eines gesteigerten Bewusstseins bedarf, um Umweltauswirkungen zu verringern.

Zertifizierung in der Oldenburgischen Landeskirche

Erste Zertifizierung durch "Zukunft Einkaufen"

Im September konnte mit der Übergabe der Zertifizierungsurkunde des Projekts „Zukunft Einkaufen“ an Dirk von der Heide, dem Leiter der Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz e.V., die erste Auszeichnung einer Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Oldenburg verzeichnet werden.
Dass gerade die Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz als erste Einrichtung die Zertifizierung erhalten hat, kommt nicht von ungefähr. Seit vielen Jahren legt die Pfadfinderbildungsstätte großen Wert auf die Beachtung von ökologischen und sozialen Kriterien im Einkaufsverhalten und alltäglichen Handeln. Zudem hat die Bildungsstätte sich durch „Zukunft Einkaufen“ systematisch näher mit einzelnen Produktbereichen auseinandergesetzt und weitere Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen. Zu den ersten Gratulanten gehörten neben den Projektbeteiligten Helena Inkermann (Ev.-Luth. Kirche Oldenburg) und Martina Faseler (EKvW) u.a. auch Oberkirchenrat Thomas Adomeit sowie die versammelten Pfadfinderbereichsleiter der Region Oldenburg.

Weitere Informationen unter: www.zukunft-einkaufen.de

VERANSTALTUNGEN

Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen

Dokumentarfilm USA 2016, 94 Min.
Regie: Taggert Siegel und Jon Bets

Vorführungen in Dortmund
Freitag, 12. Oktober 2018 bis Sonntag, 14. Oktober 2018 jeweils 17:00 Uhr
Dienstag, 16. Oktober 2018 bis Mittwoch, 17. Oktober 2018 jeweils 21:00 Uhr

sweetSixteen-filmclub e.V.
Immermannstr. 29, 44147 Dortmund
Tel.: 0231 910 66 23
E-Mail: info@sweetSixteen-kino.de
Web: www.sweetsixteen-kino.de

"Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immer gleichen Supermarktware abspeisen lassen.
Ein lebensverändernder Dokumentarfilm von Taggart Siegel und Jon Betz, so farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten. Mit den weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall und Percy Schmeiser.
Ausgezeichnet mit 18 Festival-Awards und nominiert für den EMMY 2018 als „Outstanding Nature Documentary“.

Vom Wissen zum Handeln?

Warum Umweltschutz zwar wichtig, aber manchmal so schwierig ist ...

Was die Psychologie zum Klimaschutz beitragen kann
Dr. Anke Blöbaum, Otto-von-Guericke Universität, Magdeburg

18. Oktober 2018, 19.00 Uhr
Gemeindehaus Bommern
Bodenborn 48, Witten

Warum verhalten wir uns so oft so umweltschädigend, obwohl uns der Umweltschutz so wichtig ist? Die Umweltpsychologie erklärt dies damit, dass umweltschädigendes Verhaltens oft kurzfristig persönliche Vorteile hat. Der persönliche Nutzen tritt meist sofort ein, während die Folgen des umweltschädigenden Verhaltens in der Regel in die Zukunft reichen. Die Konsequenzen unseres Verhaltens sind also nicht direkt wahrnehmbar.

Weitere Informationen unter: www.kirche-hawi.de

Agrarpolitik ab 2021

Landwirtschaft zwischen Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung

22. - 23. November 2018
Haus Villigst, Schwerte

Der Landwirt von heute ist Unternehmer. Doch zu Zeiten steigender Umweltbelastungen, zurückgehender Biodiversität, sterbender ländlicher Räume und des Klimawandels wird der gesellschaftliche Ruf nach ökologischen und sozialen Leistungen der Landwirtschaft immer lauter. Leistungen, die dem Erhalt ländlicher Räume, der Umwelt und der Kulturlandschaft förderlich sind, jedoch bis jetzt nur im geringen Maße die finanzielle Existenz der Landwirte absichern. Wie soll die Bereitstellung dieser öffentlichen Leistungen (staatlich) honoriert werden? Auf Basis der Vorschläge der EU-Kommission zur gemeinsamen Agrarpolitik ab 2021 beschäftigt sich die diesjährige Agrarpolitische Tagung mit der Frage:

Wie können wir eine nachhaltige, existenzsichernde und gesellschaftlich akzeptierte Landbewirtschaftung und Tierhaltung zukünftig gestalten?

Weitere Informationen

Psychologie der Nachhaltigkeit

Vortrag von Marcel Hunecke

29. November 2018
Paulus-Kirche
Schützenstr. 35, 44147 Dortmund

Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei, Spende erwünscht

Geld und Konsum allein machen bekanntlich nicht glücklich. Wie und wodurch aber erlangen wir Lebenszufriedenheit jenseits von materiellem Konsum und Wirtschaftswachstum? Und wie lässt sich das Wissen über die Ursachen des subjektiven Wohlbefindens für die Förderung nachhaltiger Lebensstile nutzen?
Dem Umweltpsychologen Marcel Hunecke gelingt es, die bisher in der Nachhaltigkeitsforschung eher vernachlässigten Erkenntnisse der Positiven Psychologie und der ressourcenorientierten Beratung systematisch für die sozial-ökologische Forschung zu erschließen.

PUBLIKATIONEN

Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben

Die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen

So lautet der Titel eines Impulspapiers der Kammer für nachhaltige Entwicklung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das am 26. September 2018 im Haus der EKD in Berlin vorgestellt und diskutiert wurde.
Das Impulspapier beschreibt die Agenda 2030 als eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft - und auch für die Kirchen. Deutlich warnen die Verfasser des Papiers, dass die Grenzen der Tragfähigkeit der Erde, die den Menschen von Gott geliehen wurde, erreicht sind und dringend umgesteuert werden muss, um sie für kommende Generationen zu erhalten. Die Agenda 2030, die 2015 von den Mitgliedsstaaten der UN beschlossen wurde, wird im Impulspapier mit einem noch zu hebenden Schatz verglichen, der vieles von dem enthält, was die Kirchen schon lange fordern. Gerade in dem hohen Anspruch der Agenda 2030, die sozialen Grundlagen für alle Menschen auf der Erde zu sichern und gleichzeitig die planetarischen Grenzen einzuhalten, stellt sie eine Forderung an alle dar, das ihnen Mögliche für eine gerechte, ökologisch verträgliche und zukunftsfähige Entwicklung beizutragen. Anhand von vier Praxis- und Politikfeldern - Landwirtschaft, Abbau von Ungleichheiten, nachhaltiger Konsum und Klimaschutz - wird beschrieben, was die Gemeinden und Landeskirchen im Bereich der EKD dazu bisher schon geleistet haben und was es noch zu tun gibt.

Das Impulspapier zum Download
Pressemitteilung der EKD zur Veröffentlichung am 26.9.2018
Artikel zur Diskussionsveranstaltung am 26.9.2018 

B. Bertelmnann, K. Seidel (hrsg.), Leben im Anthropozän. Christliche Perspektiven für eine Kultur der Nachhaltigkeit, München 2018
In 24 lesenswerten Artikeln wird die christliche Perspektive in ökumenischer Weite aufgefächert. Erarbeitet, finanziert und vorgelegt wird der Band vom Ökumenischen Prozeß "Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten", der auch von der EKvW getragen wird. Preis: 20 Euro

Ökotipps zur Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder: In den Ökotipps zur Weihnachtszeit stellen wir ökologisch Wissenswertes und Nützliches rund um das Weihnachtsfest vor und geben auch Hinweise auf ökologische Aspekte zur Silvesterfeier. Wir möchten Sie dabei unterstützen, die Advents- und Weihnachtszeit zu genießen, zur Ruhe zu kommen und dabei einen kleinen Beitrag zur Bewahrung der guten Schöpfung Gottes zu leisten.

Einzelexemplar 3,-- Euro (zzgl. Porto+Verpackung)
Staffelpreise ab 20 Exemplaren

Die Broschüre kann bestellt werden bei:
Ulrike Neuhaus
E-Mail schreiben

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
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