Newsletter "Frauenreferat" März 2019

INHALTSVERZEICHNIS

Editorial


Liebe Leser*innen,

es tut sich was: Eine junge Frau erhebt lautstark ihre Stimme für die Zukunft unserer Erde. Medien berichten differenziert über ihr hartnäckiges Engagement z.B. über ihren Schulstreik #fridaysforfuture, den sie seit August 2018 vor dem schwedischen Reichstag durchführt. Greta Thunberg ist eine junge Frau mit Beeinträchtigung, die von sich selbst sagt: „Ich denke, wenn ich kein Asperger hätte, wäre das hier nicht möglich gewesen.“ Mit ihrer Hartnäckigkeit hat sie Schüler*innen in zahlreichen Ländern auf die Straße geholt und motiviert über das Klima und unseren Umgang mit der Schöpfung nachzudenken. Ein Interview mit ihr können Sie hier nachlesen.

In Berlin wurde am 8. März der Internationale Frauentag das erste Mal zum Feiertag erklärt. Der Feiertag geht auf die Konferenz sozialistischer Frauen im Jahr 1910 in Kopenhagen und die Initiatorin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin zurück.

Am 18.3.2019 rufen Frauenverbände wieder zum internationalen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern auf. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Der Equal Pay Day steht für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden – angenommen es bekämen alle den gleichen Stundenlohn. Nähere Informationen finden Sie hier.

Auch in der frauenpolitischen Arbeit in der Evangelischen Kirche in Westfalen tut sich einiges, wie Sie in diesem Newsletter nachlesen können! Viele Tipps, Termine und Publikationen warten auf Ihre Entdeckung.
Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

Ihr Frauenreferat der EKvW

AKTUELLES

Westfälische Gastfreundschaft


8.000 Betten für Gäste des Kirchentages gesucht!

Die Privatquartierkampagne unter dem  Motto "Noch Platz im Revier?" ist gestartet. Wer noch ein Bett vom 19. bis 23. Juni 2019 frei hat, kann sich gerne im Kirchentagsbüro melden.

Weitere Informationen finden Sie hier!

Frauenwahlrecht in der evangelischen Kirche


2. Ergänzungsband zum Gleichstellungsatlas

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland befasst sich der zweite Ergänzungsband zum "Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland" mit der Entwicklung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts in der evangelischen Kirche. Neben einem historischen Abriss, beginnend mit der Frauenbewegung sowie der (mehrheitlichen) Einführung des Wahlrechts in den Landeskirchen mit dem Ende des landesherrlichen Kirchenregiments, findet auch die aktuelle Situation zur Partizipation in Wahlämtern Berücksichtigung.
Der Ergänzungsband ist in Kooperation mit dem Referat für Chancengerechtigkeit der EKD sowie der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD erarbeitet worden.

Zentrum Geschlechterwelten beim Kirchentag in Dortmund


Das Zentrum Geschlechterwelten bietet während des Kirchentages zahlreiche Podiumsveranstaltungen und Workshops rund um das Thema Geschlecht und Kirche an. Das Frauenreferat der EKvW und der Fachbereich „Männer, Familie, Ehrenamt“ sind an der Leitung  und Vorbereitung der Veranstaltungen stark beteiligt.
Das genaue Programm des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund ist ab sofort im Internet unter kirchentag.de/programm verfügbar. Ebenso ist die für alle kostenlose Programm-App für Android und IOS seit heute in den App-Stores verfügbar. Das gedruckte Programmheft wird ab Ende April versandt.

AUS DER ARBEIT

Psalmen gegessen auf der Insel


Pastoralkolleg für Frauen

Eine Woche lang haben sich Pfarrerinnen der westfälischen, rheinischen und der reformierten Kirche mit der Theologie von Dorothee Sölle beschäftigt, die in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre.
Angeleitet wurden sie von Pfarrerin Dr. Susanne Wolf vom Gemeinsamen Pastoralkolleg und Arbeits- und Organisationspsychologin Nicole Richter vom Frauenreferat der EKvW.
„In meinem Regal stehen zwar Bücher von Dorothee Sölle, aber dass ihre Verbindung von Politik und Mystik so aktuell ist, geht mir jetzt erneut auf!“, so eine Teilnehmerin des feministisch-theologischen Kollegs, das auf der Insel Spiekeroog stattfand. mehr ...

Transidentität in Kirche und Gesellschaft


Im Februar regte die Ausstellung „Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ in der Stadtkirche St. Petri die Auseinandersetzung mit Transidentität an.
Was bedeutet es, wenn ein Mensch sich nicht mit dem nach außen hin definierten Geschlecht identifizieren kann? Welchen weiten Spielraum gibt die biblische Schöpfungstheologie, um geschlechtliche Vielfalt zu denken? Welche Lebensgeschichten sind mit Transidentität verbunden? Wie geht es Angehörigen, wenn Sie von dem Empfinden und Sein ihres trans*-Kindes, ihrer transidenten Lebenspartner*innen und Geschwister erfahren? Wieviel Leid wird erlebt? Wieviel Mut löst eine Transition aus? Wie kann Kirche diese Lebensgeschichten begleiten? mehr ...

Free Movement Expression - Kreativer Ausdruckstanz


Tanz nach Barbara Mettler

Barbara Mettler (1907-2002) war eine einzigartige Pionierin und Begründerin des "Creative Dance" in Amerika.  Ihre Methode wird immer noch gelehrt und geschätzt – so auch geschehen in Haus Villigst vom 8. bis 10.2.2019!
Viele Jahre nach dem Studium bei Barbara Mettler im Creative Dance Center in Tuscon (Arizona, USA), tauchte Gabriela Jüttner vom Zentrum für Tanz und Bewegung in Bochum noch einmal in diese Tanztechnik ein und hat ihre Methode erlebbar werden lassen. mehr ...

Budenzauber


Sternfahrt durch NRW für den Kirchentag

Einen Vorgeschmack auf Atmosphäre, Fröhlichkeit und Klänge konnten nicht nur Dortmunderinnen und Dortmunder am Samstagnachmittag bei einem ‚Budenzauber‘ bekommen. Acht "Kirchentagsbuden" waren am Morgen in unterschiedlichen Regionen des Landes gestartet.
Zunächst machten sie an verschiedenen Orten Station, um Menschen vom Wittgensteiner Land bis zum Ruhrgebiet, von Ostwestfalen bis ins Rheinische auf das bevorstehende Glaubensfest aufmerksam zu machen. In einer Sternfahrt trafen schließlich alle Buden zum "Budenzauber" an der Dortmunder Reinoldikirche zusammen.

Weitere Informationen

Vier Säulen voll Vertrauen


Kirchentagssonntag mit Dr. Julia Helmke in St.Petri

Am 17.2.2019 war Kirchentagssonntag. In der ganzen EKD fanden an diesem Tag Gottesdienste mit Blick auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag statt. Das Frauenreferat der EKvW hat in Kooperation mit der Ev. Stadtkirche St. Petri einen besonderen Abendgottesdienst unter dem Titel "Vier Säulen voll Vertrauen" vorbereitet. Die Predigt hielt die Generalsekretärin des DEKT Dr. Julia Helmke.
Im Mittelpunkt standen das Einsingen und Einüben der neuen Kirchentagslieder aus dem Liederbuch #lautstärke. Darin sind Lieder gesammelt, die den Glauben stärken und Emotionen wecken. Neben altbekannten Kirchenklassikern enthält das Liederbuch zahlreiche neue Lieder, die eigens zur Losung "Was für ein Vertrauen" neu getextet und komponiert wurden. Ein Highlight des Gottesdienstes war der besondere Projektchor  des Landesauschusses Westfalen "Der Chor ist der Star!", der die neuen Lieder vorstellte und zum Mitsingen einlud.

Bestellung Liederheft #lautstärke

Ethik des Genug!


Fasten bedeutet, freiwillig und bewusst auf etwas zu verzichten. Dieser Herausforderung haben sich Frauen bei einer Auszeit (8.-10.3.19) im Stift Börstel in der Nähe von Osnabrück gestellt. Sie wollten die christliche Fastenzeit von Karneval bis Ostern bewusst mit einigen Tagen ohne feste Nahrung eröffnen. Suppen, Tees und Säfte standen im Fokus der Ernährung an diesem Wochenende. Begleitet wurden sie von der Homöopathin Susanne Habke und Nicole Richter aus dem Frauenreferat der EKvW. Neben Yoga, Meditationen und dem Austausch über biblische Texte stand auch das Verfassen eigener Texte im Fokus.
Die Gespräche und Impulse waren geprägt von Fragen wie: „Brauchen wir eine neue Rückbesinnung auf eine "Ethik des Genug"?“ Ihre Antwort am Ende des Seminars war deutlich: JA!

Wie das in kleinen Schritten wochenweise dosiert ganz praktisch gelingen kann?
Dazu bietet die Klima-Fastenbroschüre der EKvW wertvolle Tipps.

WAS SCHÖNES

Rolemodels


Auf der Suche nach rolemodels, nach Rollen Modellen stößt man bei der Podcast-Serie von Isabelle Sonnenfeld und David Noel auf einen großen Schatz.

Intensive und ehrliche Interviews mit unterschiedlichsten starken Frauen sind dort zu finden.

Reinhören lohnt sich

TERMINE UND TIPPS

Frauenmahl in Witten


Frauen und ihre Rolle(n) in Politik und Gesellschaft

29. März 2019, 18.00 - 22.00 Uhr
Erlöserkirche, Witten

Ende des 19. Jahrhunderts kämpften Frauen um grundlegende Rechte und darum, sich aus ihrer Existenz als Wesen zweiter Klasse zu befreien. Die Frauenbewegung seit den 68ern hatte rechtliche Gleichstellung und Befreiung von männlich dominierter Sexualität und gesellschaftlicher Bevormundung und Abhängigkeit zum Ziel. Und worum geht es heute?
In welchen Rollen sehen sich Frauen heute selber, in welche Rollen werden sie nach wie vor gedrängt und welche können sie wählen?
Wie viele verschiedene Rollen lebt eine Frau in ihrem Leben? Und wie passen Geschlechterrollen in eine Zeit, in der sich die Aufteilung der Menschheit in zwei Geschlechter als zu einfach erweist?

Weitere Informationen im Programmflyer

Mut zur Strategie


24-Stunden-Fortbildung für ehrenamtliche Frauen in Leitungsgremien
in Kooperation mit der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V.

29. - 30. März 2019
Ev. Frauenhilfe in Westfalen e.V., Soest

Noch sind ein paar Plätze frei, um strategisch die Presbyteriumsarbeit anzugehen. Drei Jahre dauert nun schon die aktuelle Amtszeit Ihres Presbyteriums. 2020 sind die nächsten Presbyteriumswahlen. Anhand dieses Themas möchten wir Sie in die Methode der "Strategischen Planung für erfolgreiche Kirchenfrauen" einführen (oder Sie Ihnen erneut ins Gedächtnis rufen). Die von Gabriele Bartsch und Dorothee Moser entwickelte Methode, die in sechs Schritten von der Planung zum Erfolg führt, wird auf Vorbereitung und Durchführung der nächsten Presbyteriumswahlen angewendet.

Weitere Informationen und Anmeldung

The Broken Circle


Gottesdienst unter der Überschrift "Kino und Kirche“

31. März 2019, 18.00 Uhr
Ev. Stadtkirche St. Reinoldi, Dortmund,

Dieses Mal wirft "The Broken Circle“ große Fragen auf:

Früher waren sie einmal so glücklich: Der Bluegrass-Musiker Didier und die Tattoo-Künstlerin Elise. Eine hinreißende Liebe: ungewöhnlich und intensiv. Aber dann trifft das Schicksal die beiden hart. Die gemeinsame Tochter erkrankt an Leukämie. Der Beginn einer Tragödie, die die Zuschauenden mit voller Wucht trifft. In den glücklichsten Momenten schimmern die traurigsten immer schon auf – und umgekehrt. Ein Film wie ein Sog: unter die Haut und mitten ins Herz. Brillant gespielt von Veerle Beatens und Jojan Heldenbergh. Manchmal kaum auszuhalten.
Wie gehen wir mit dem Leben um und mit dem, was es uns zumutet? Was geschieht mit uns und in uns, wenn uns das Liebste verloren geht? Das Kind stirbt. Zwei Erwachsene bleiben zurück und mit ihnen der Schmerz. Didier ist Rationalist und verabscheut jeglichen Gott. Elise trägt ein Kreuz um den Hals und sucht Trost in religiösen Vorstellungen. Was sagen wir unseren Kindern, wenn der Tod ins Leben einbricht und sie wissen wollen, was dann kommt? Wo ist Gott angesichts von Krankheit und Leid? Was hält uns, wenn es ernst wird? Im Gottesdienst verweben sich Filmszenen mit biblischen Erfahrungen.

Fernstudium - Theologie geschlechterbewusst


Im Oktober 2019 startet ein neuer Durchgang des Fernstudiums – Theologie geschlechterbewusst.

Am 17. Mai 2019 gibt es um 18:00 Uhr in der Tagungsstätte Soest die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. (Flyer Informationsveranstaltung)

Das Fernstudium Theologie geschlechterbewusst – kontextuell neu denken richtet sich an alle, die an Theologie interessiert sind und tiefer in theologische und spirituelle Fragen einsteigen wollen. Die Arbeitsgrundlage bilden sieben Studienbriefe, die auf zwei Module aufgeteilt sind.
Das erste Modul behandelt die biblischen und hermeneutischen Grundlegungen mit den Studienbriefen Grundlagen, Bibel, Gott und Christus Jesus.
Das zweite Modul thematisiert den Glauben in seinen Lebensbezügen mit den Studienbriefen Kirche, Ethik und Spiritualität.
Die Module können einzeln oder gemeinsam belegt werden. Die Studienbriefe werden von den Teilnehmenden zunächst alleine gelesen, um sie dann im Austausch in Kleingruppen und in den Seminaren mit Referent*innen zu vertiefen.

Programmflyer Fernstudium Theologie

Kreuz und queer?


Genderkompetenz in der kirchlichen Praxis

28. - 29. Juni 2019
Ev. Akademie Loccum
Münchehäger Str. 6, 31547 Rehburg-Loccum

Eine Tagung in Zusammenarbeit mit dem EKD-Studienzentrum für Genderfragen, der Gleichstellungsbeauftragten der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers und dem Frauenreferat der EKvW

Von der Einführung einer "Ehe für alle" über das BGH-Urteil zum dritten Geschlecht bis zur Me-Too-Bewegung: Das gesellschaftliche Bewusstsein für die Pluralität sexueller Identitäten und Orientie­rungen, aber auch für die damit verknüpften Machtver­hältnisse und Diskriminierungen ist in den letzten Jahren merklich gestiegen. Im kirchlichen Raum zeigt sich demgegenüber ein gemischtes Bild: In einigen Landeskirchen gibt es starke Kräfte, die die Genderdebatte nach vorn treiben. In traditionell geprägten kirchlichen Kreisen begegnet hingegen eine größere Verhaltenheit, teil­weise auch eine deutlichere Abwehr gegenüber ge­schlechtlicher Vielfalt und genderpolitischen Konzepten. Im christlich-fundamentalistischen Umfeld kommt es gar bisweilen zu ausdrücklichem Antigenderismus und ungehemmtem Hate Speech.
Wie lässt sich die Akzeptanz für geschlecht­liche Vielfalt im kirchlichen Kontext erhöhen? Welche genderbezogenen Themen werden in einzelnen Landeskirchen gerade diskutiert? In welchen Belangen sollten kirchliche Akteur*innen "genderkompetent" sein - und was heißt das überhaupt?

Programmflyer und Anmeldung

"Selig, die für den Frieden arbeiten!" (Mt 5,9)


Feministische befreiungstheologische Sommerakademie

19. - 21. Juli 2019
Ev. Bildungsstätte auf Schwanenwerder
Inselstraße 27–28, 14129 Berlin

Die Frage, wie Frieden gelingen kann, stellt sich dringender denn je. Können Schuldgeschichten, die sich durch Generationen ziehen nicht nur Hemmnis, sondern sogar Humus für gelingende Beziehungen werden? Wie reflektieren biblische Texte menschliche Gewalterfahrungen und welche Auswege werden aufgezeigt? Facettenreich werden diese Themen in Vorträgen, Bildbetrachtungen und Workshops zur Diskussion gestellt. Wir wollen gemeinsam Antworten und neue Ansätze zur Friedensarbeit finden. Dazu laden wir alle interessierten Frauen und Männer ein.

Weitere Informationen im Programmflyer

Mütter und Kinder unterwegs


Saida trifft Sabine und Hakim spielt mit Hannah

25. - 31. Juli 2019
Haus Meedland, Langeoog

Im Fokus der Veranstaltung stehen Mütter und ihre Kinder aus verschiedenen Kulturen. Ziel ist es, einander kennenzulernen, sich auszutauschen und miteinander auf der schönen Insel Langeoog achtsam zu leben. Dabei wird viel passieren: interkulturellere Dialoge über Frauen- und Kinderrechte, Kennenlernen verschiedener religiöser Traditionen, Austausch über diverse Rollen- und Geschlechterbilder in den Familien. Es wird Zeiten nur unter Müttern geben, in denen die Kinder parallel ein thematisches Programm besuchen. Außerdem stehen kreative und sportliche Angebote wie Schwimmen, Walking, Yoga und Meditation auf dem Programm. Die Unterbringung erfolgt in gemütlichen Familienzimmern in Haus Meedland/Noah (www.haus-meedland.de).

Weitere Informationen und Anmeldung

PERSONALIA

IKG-Geschäftsführerin Ursula Riekenbrauck geht in den Ruhestand



Ende März verlässt Ursula Riekenbrauck, Geschäftsführerin und stellvertretende Institutsleiterin im Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG), ihre Arbeitsstätte und geht in den Ruhestand.

Seit über 30 Jahren ist Ursula Riekenbrauck im Dienst der Evangelischen Kirche von Westfalen. Im Oktober 2010 übernahm sie dann die Geschäftsführung des IKG und wurde stellvertretende Leiterin des Instituts. Zuvor begleitete sie den „Verein Evangelischer Sozialseminare von Westfalen“, hatte über Jahre die Geschäftsführung im Landesausschuss Westfalen des Deutschen Evangelischen Kirchentags inne, war Mitglied der Konferenz der Landesausschüsse und der Präsidialversammlung des DEKT. Darüber hinaus war Ursula Riekenbrauck Mitglied in der Geschäftsführendenkonferenz der EAD.

Katerina Baleva Esser hat als Nachfolgerin bereits am 1. Februar ihren Dienst beim IKG angetreten. Den Staffelstab als Geschäftsführerin und stellvertretende Institutsleiterin wird sie endgültig Ende März von Ursula Riekenbrauck übernehmen.

PUBLIKATIONEN

Geschlechterpolitische Radioandachten


Im April gibt es drei neue Andachten aus geschlechterbewusster Perspektive auf WDR2 von Nicole Richter zu hören:
Am 11.4. eine Popsongauslegung über Rebellinnen der neuen Generation,
am 12.4. eine Andacht über Menstruation und Bildungschancen und
am 13.4. einen Impuls zum Thema Transidentität.

Schalten Sie ein oder hören Sie nach unter www.kirche-im-wdr.de.

Frauen. Männer. Perspektiven


Sonderseiten in UK zum Thema "Single sein"
Viele Menschen entscheiden sich heute bewusst dazu, alleine zu leben. Doch diese Lebensform wird immer noch häufig skeptisch betrachtet, nicht zuletzt in der Kirche. Was Singleleben heute ausmacht und wie sich die Kirche für Singles öffnen kann – dazu mehr in der neuen Ausgabe EINS*.

EINS* Nr. 8, März 2019

Diverse Identität


Interdisziplinäre Annäherungen an das Phänomen Intersexualität
Neue Veröffentlichung des Studienzentrums der EKD für Genderfragen

"Intergeschlechtlichkeit" stellt die Gesellschaft vor Herausforderungen. Seit der Möglichkeit eines dritten Geschlechtseintrags ins Personenstandsregister wird um den sprachlichen Ausdruck gerungen: Wie sprechen wir Menschen an, die die Einteilung der Menschen ausschließlich in Männer und Frauen in Frage stellen? Wie werden Stellenausschreibungen inklusiv formuliert?
Einen Einblick in das Themenfeld, das diverse Identitäten aufwerfen, findet sich in der neuen Publikation des Studienzentrums der EKD für Genderfragen. Von juristischen Argumentationen zu theologischen Konsequenzen über medizinische Ausführungen hin zu praktischen Fragen für den kirchlichen Kontext bietet sie eine Grundlage, auf der weitergearbeitet werden kann.

Sexualität und Kirche


Homo-, Bi-, Transirgendwas ... tja, also "halt irgendwie anders". Nicht erst seit der "Ehe für alle" sind sexuelle Orientierungen und Identitäten vielfach Gesprächsthema. Aber was tun, wenn ein homosexuelles Paar eine große Hochzeit feiern will und dies den Kirchenvorstand spaltet? Was tun, wenn einem der Kollege anvertraut, dass er sich im falschen Körper fühlt – und das endlich seiner Gemeinde beibringen muss, irgendwie. Was tun, wenn eine Jugendliche auf der Konfifahrt sagt, dass sie Mädchen liebt, und deshalb gemobbt wird?
Einfache Antworten kann auch dieses Buch nicht geben, aber es kann Ratgeber sein, der über Sprachlosigkeit hinweghilft. Mit Predigten und Liturgievorschlägen bietet es Ideen, über Andachten und Gottesdienste zum Thema Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*sexualität ins Gespräch zu kommen und eigene Andachten und Gottesdienste zu gestalten. Zusätzlich liefert es Hintergründe in Form biografischer Interviews: So berichtet eine Pfarrerin über ihr Comingout als Trans*frau, und eine Mutter erzählt über die Betreuung ihres Inter*kindes in einem evangelischen Kindergarten.

Gabriele Meister, Sexualität und Kirche. Gottesdienst- und Andachtspraxis zu Homo- Bi-, Trans*- und Inter*sexualität, Göttingen 2019

Weitere Informationen und Bestellung

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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