Newsletter "Frauenreferat" November 2015

INHALTSVERZEICHNIS

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

am 25.11.2015 ist es wieder soweit: An verschiedenen Orten wird dann die Fahne gehisst, die deutlich macht: Wir sagen Nein zu Gewalt gegen Frauen!

Am 25. November 2001 ließ TERRE DES FEMMES zum ersten Mal die Fahnen hissen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Seither wehen die Fahnen und Banner jedes Jahr. Zahlreiche Frauenbeauftragte, Verbände und Ministerien greifen die Aktion auf und tragen sie weiter.

Jährlich wird in vielen Städten und Gemeinden bundesweit mit Filmvorführungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen auf den internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ aufmerksam gemacht. In zahlreichen Orten wird in Kooperation mit Bäckereien eine Brötchentüten-Aktion gestartet. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ setzen die Beteiligten ein deutliches Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen. Vielleicht begegnen Ihnen in den nächsten Tagen Pressemeldungen in der Zeitung oder Sie bekommen eine solche Brötchentüte sogar in die Hände?! Wir hissen unsere Fahne am 25.11.2015 auf jeden Fall im Frauenreferat in Haus Villigst.

In unserem November-Newsletter haben wir aktuelle Themen, frauenpolitische Informationen, Neuigkeiten aus unserer Arbeit sowie geplante Vorhaben für 2016 für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und hoffen, dass wir uns bei der einen oder anderen Veranstaltung persönlich begegnen.

Ihr Frauenreferat der EKvW
Anke Engelmann, Sylvia Bachmann-Breves, Diana Klöpper und Nicole Richter

AKTUELLES

Präses Annette Kurschus stellvertretende Ratsvorsitzende EKD


Mit 118 von 125 Stimmen ist Annette Kurschus von Synode und Kirchenkonferenz am Mittwoch zur stellvertretenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden.
"Mit Annette Kurschus steht eine Frau neu an der Spitze der EKD, die sich durch ihre Freude an der öffentlichen Verkündigung des Wortes Gottes auszeichnet. Wir freuen uns über ein beeindruckendes Wahlergebnis von Annette Kurschus, die erstmals im Rat der EKD ist", so die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer.

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Neu: Familienbericht des Landes NRW 2015


25 Jahre ist es her, dass eine Landesregierung in Nordrhein-Westfalen einen Familienbericht vorgelegt hat. Seitdem hat sich gesellschaftlich einiges getan: Familie ist nicht nur vielfältiger geworden, auch die Rollenbilder haben sich gewandelt und mit ihnen die Anforderungen an die einzelnen Familienmitglieder. Am 23. Oktober 2015 wurde der Familienbericht NRW im Rahmen eines Fach- und Familienkongresses im LVR-Industriemuseum in Oberhausen vorgestellt.
Neben einem Fachvortrag zu ausgewählten Aspekten des Familienberichts durch Prof. Dr. Bertram von der Humboldt-Universität Berlin gab es auch vier Foren zu verschiedenen Themen, die besucht werden konnten. Bei der Podiumsdiskussion am Nachmittag hatten die Teilnehmenden u.a. die Möglichkeit, die neue Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Christina Kampmann zu erleben.

Die Dokumentation der Tagung finden Sie in Kürze hier

Den Familienbericht in seiner langen Fassung finden Sie unter: www.familienbericht-nrw.de

Mit der Situation von Alleinerziehenden im Familienbericht NRW hat sich der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter intensiv beschäftigt. Einen Artikel dazu finden Sie unter: www.vamv-nrw.de

Frauen auf der Flucht


Weltweit sind 75 % bis 80 % der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Die meisten dieser Frauen bleiben mit ihren Kindern in ihrer Herkunftsregion – nur etwa ein Viertel der Frauen auf der Flucht erreicht die reichen Industriestaaten. Frauen haben in den patriarchalen Gesellschaften besonders unter der Armut zu leiden. Das treibt sie einerseits zur Flucht, macht aber andererseits ihre Flucht besonders schwierig. So fehlen ihnen die Geldmittel für Pässe, Visa, Fahrtkosten und Fluchthelfer. Hinzu kommt, dass es in der Regel die Frauen sind, die die Verantwortung für Kinder oder ältere Familienangehörige tragen. Dadurch sind sie weniger mobil, und es erhöht sich die Gefahr, entdeckt zu werden. mehr ...


NICHT EGAL - engagiert handeln - Verantwortung wahrnehmen

Resolution der Evangelischen Jugendkonferenz von Westfalen,
verabschiedet am 27.09.2015


Die Würde des Menschen ist unantastbar, Menschenrechte gelten universell: Jede und jeder Einzelne ist aufgefordert, ihre/seine Verantwortung wahrzunehmen und sich entschieden für eine offene und tolerante Gesellschaft einzusetzen. Die Kirche hat zahlreiche Möglichkeiten, umfassend und koordiniert Unterstützung und Hilfe für Geflüchtete zu leisten. Ein plurales Miteinander bietet vielfältige Chancen: Gemeinsames Leben und Lernen erweitert den Horizont jeder und jedes Einzelnen und schafft eigene Handlungsoptionen. Dieses Potential sollte in einer globalisierten Welt nicht ungenutzt bleiben. mehr ...

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Es ist Zeit zu handeln

... dachten die Teilnehmerinnen des Ausschusses Frauen des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund. In einer Stellungnahme machen sie auf die besondere Situation weiblicher Flüchtlinge in Dortmund, Lünen und Selm aufmerksam und fordern u.a.: Die Sensibilisierung von Interessierten und Ehrenamtlichen durch Informationsveranstaltungen und Workshops, die Integration des Themas in Fortbildungsveranstaltungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, die Erarbeitung von Arbeitshilfen und Informationsmaterialien sowie die Einrichtung von Schutzräumen für Frauen und Mädchen in den Flüchtlingsheimen in diakonischer Trägerschaft.

Stellungnahme des Ausschusses Frauen des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund


Gerechtigkeit kennt keine Grenzen!
Evangelische Frauen fordern unantastbares Recht auf Asyl

Angesichts immer weiter zunehmender Ausschreitungen gegen Flüchtlinge in Deutschland fordern die Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) die Regierungsverantwortlichen des Bundes und der Länder auf, das Recht auf Asyl in Deutschland unbedingt zu schützen und Verschärfungen des Asylrechtes zurückzunehmen.

Pressemitteilung "Gerechtigkeit kennt keine Grenzen!"


Die Diakonie Deutschland, der Deutsche Olympische Sportbund, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Arbeiterwohlfahrt sowie die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden haben ein "breites Band des Willkommens" für Flüchtlinge ins Leben gerufen. Mit Stoff-Armbändern in den jeweiligen Verbandsfarben mit der Aufschrift "Willkommen" oder "Refugees welcome'' unterstützen sie das zivilgesellschaftliche Engagement für Flüchtlinge. mehr ...

Verbände starten ein "breites Band des Willkommens" für Flüchtlinge


11 Tipps für Ehrenamtliche im Kontakt mit geflüchteten Frauen

Viele Frauen erfahren auf ihrer Flucht nach Europa sexualisierte Gewalt, die sich in den Flüchtlingslagern oft fortsetzt. Eine traumasensible Herangehensweise von Seiten der HelferInnen ist wichtig, um Überlebende von Gewalt zu unterstützen. Mit 11 Tipps für den Umgang mit geflohenen Frauen wie auch Männern möchte medica mondiale Menschen in der Arbeit mit Zufluchtsuchenden unterstützen.
Diese Tipps können Sie hier nachlesen

Evangelische Kindergärten sind kirchliche Orte!


Evangelische Kindertageseinrichtungen sind kirchliche Orte, an denen Kinder und ihre Familien Kirche erleben.
Sie sind auch und gerade Frauenorte in unserer Kirche: Die Ev. Kindertagesstätten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf  und haben damit für junge Familien, in denen beide Elternteile erwerbstätig sein wollen. Die Evangelischen Kindertagesstätten erreichen Frauen (und Männer) in einem Alter, in dem sie für Kirche ansonsten schwer anzusprechen sind – für viele ist die Kindergartenzeit des eigenen Kindes ein erster Kontakt mit Kirche nach langer Zeit. mehr ...

Viele evangelische Kindertagesstätten am Limit
Hierzu hat  Thomas Weckelmann, der Beauftragte der Evangelischen Kirchen im Düsseldorfer Landtag, eine Stellungnahme abgegeben.

Organspende


Der andere Ausweis

Das Thema Organspende wirft viele Fragen auf – und viele davon werden bislang nicht ausreichend beantwortet, finden die Evangelischen Frauen in Deutschland. Deshalb wollen sie genau diese Fragen ansprechen und ergebnisoffen informieren. Nur so, davon sind sie überzeugt, lässt sich Vertrauen in die Transplantationsmedizin, die Schwerstkranken ein Weiterleben ermöglichen kann, zurückgewinnen.

Weitere Informationen zum alternativen Organspende-Ausweis


Ein Statement

„Organspende als Akt der Nächstenliebe empfehlen – dazu kann ich mich nicht durchringen“, sagt Angelika Weigt-Blätgen, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen und stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD). Sie wirbt für den alternativen Organspendeausweis der EFiD. Warum? mehr ...

Diana Klöpper in Vorstand der Ev. Frauenhilfe Westfalen berufen


Nach den Wahlen bei der Mitgliederversammlung im September 2015 setzt sich der Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. neu zusammen:
Zum Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. gehören Inge Schnittker (Hagen) als Vorsitzende, Erika Denker (Siegen) und Vizepräses Albert Henz als stellvertretende Vorsitzende und Dagmar Gravert als Schatzmeisterin.
Zu den weiteren Vorstandsmitgliedern zählen Helga Berghoff (Bochum), Pfarrerin Petra Buschmann-Simons (Unna), Barbara Mengel (Vlotho), Jeane Otto-Bairaktaris (Wattenscheid), Pfarrerin i.R. Renate Schleisiek (Münster), Dr. Beate von Miquel (Bochum) und Angelika Waldheuer (Münster). Bis Oktober 2015 waren mit dabei Ursel Leibold und Superintendent Klaus Majoress.

Als berufene Mitglieder gehören zum Vorstand Iris Jänicke (Siegen) und seit September 2015 Pfarrerin Diana Klöpper, Frauenbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Mädchen & Frauen im Sport


9. NRW-Preis

Frauen setzen Zeichen! Frauen machen Sport. Und sie machen den Sport möglich, menschlich, ideenreich, fair und begeisternd. Im Verein, Verband oder in der Kommune, in einer Führungsposition oder an der Basis, ehrenamtlich oder professionell. Ihre Leistungen, ihre innovativen Ideen und ihr Engagement prägen entscheidend die Sportentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Der Preis zeichnet die besten der vielfältigen Aktivitäten und Leistungen von Mädchen und Frauen in den unterschiedlichen Feldern des Sports aus. Er will die Qualität ihrer Arbeit für die Öffentlichkeit sichtbar machen und zum Nachahmen einladen. Und er will allen Frauen im Sport Motivation geben. Denn: Es lohnt sich immer, sich für Mädchen und Frauen zu engagieren!
Zum neunten Mal schreiben der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und das Sportministerium des Landes Nordrhein-Westfalen den NRW-Preis für Mädchen und Frauen im Sport aus. Der Preis ist eine Würdigung jener Frauen, die sich engagiert, kreativ und mutig für die Belange von Mädchen und Frauen im Sport einsetzen. Denn es ist ihr besonderer Einsatz, der eine partnerschaftliche und geschlechtergerechte Entwicklung des organisierten Sports möglich macht.

Netzheldin


Kreativ- und Schreibwettbewerb des Emanzipationsministeriums NRW für Mädchen und junge Frauen zum Thema Respekt im Netz

Das digitale Leben ist modern, vielfältig, dynamisch und weltoffen. Und trotzdem bildet es nicht die Vielfalt der Menschen ab, die es nutzen. Vor allem Mädchen und Frauen sind im Internet jenseits von aufgehübschten Social-Media-Profilen und Modeblogs viel zu wenig präsent. In Foren, in der Entwicklerbranche und im Online-Journalismus kommen sie kaum zu Wort. Und wenn sie sich zu Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlung zu Wort melden, werden sie nicht selten von Shitstorms oder Hasskommentaren erschlagen. Für manche Grund genug, lieber ganz zu schweigen.
Deshalb startet das Emanzipationsministerium NRW einen Kreativ- und Schreibwettbewerb für Mädchen und junge Frauen zum Thema Respekt im Netz.

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Netzwerk Mädchenarbeit EKvW


Zum zweiten Mal hat sich das Netzwerk Mädchenarbeit der EKvW unter der Leitung von Meike Zeipelt vom Amt für Jugendarbeit in Haus Villigst getroffen. Auf der Tagesordnung stand neben dem gemeinsamen Kennenlernen und dem Austausch der Pädagoginnen aus den Gemeinden und Kirchenkreisen die Antragstellung und Fördermöglichkeiten für Mädchenprojekte. Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat der EKvW, informierte u.a. über die intergenerative Arbeit mit Mädchen und Frauen in Westfalen und mögliche Vernetzungen.

Wer an dem nächsten Treffen teilnehmen möchte, kann sich bei meike.zeipelt@afj-ekvw.de melden.

Weltmädchentag


Ein Zeichen gegen Gewalt gegen Mädchen!

Am 11.10.2015 war wieder Weltmädchentag. Ein Tag, an dem Häuserfassaden in pinkes Licht getaucht werden, um auf die Situation von Mädchen weltweit aufmerksam zu machen - z. B. auf die Tatsache, dass alle zehn Minuten irgendwo auf der Welt ein Mädchen infolge von Gewalt stirbt, so die Stiftung Weltbevölkerung. mehr ...

Sichere Orte schaffen


Am 25.11.2015 ist der Tag gegen Gewalt gegen Frauen!

Wir möchten Sie auf ein besonderes Projekt von Zartbitter e.V. hinweisen: „Sichere Orte schaffen – Schutz vor sexualisierter Gewalt für Jugendliche und junge Erwachsene“.
In dem Projekt entwickeln junge Männer und Frauen mit der Unterstützung von Zartbitter e.V. Präventionsmaterialien für ihre Altersgruppe. mehr ...

Zorniger Kaktus-Preis 2015


Diesjähriger Preisträger der Negativ-Auszeichnung ist eine Anzeige des Online-Unternehmens "Karrierestrategen", welches mit der sexualisierten Rückansicht einer Frau für kostenlose Bewerbungschecks wirbt. Zwei Wochen lang konnte die Öffentlichkeit sich an der Online-Abstimmung von TERRES DES FEMMES e.V. beteiligen. Von insgesamt über 6800 TeilnehmerInnen befanden 3096 die Anzeige der "Karrierestrategen" aus Bruchsal (Baden-Württemberg) als die frauenfeindlichste unter den drei Finalisten.

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BERICHTE AUS DER ARBEIT

Argula – wer?


Auf den Spuren einer Reformatorin durch Bayern

Als sich zwölf Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Rheinland und Westfalen Ende August per Fahrrad auf die Spuren der „Argula von Grumbach“ begeben, haben nur wenige ihren Namen schon einmal gehört. Wer war diese Frau mit dem besonderen Namen? Argula von Grumbach wurde 1492 in dem kleinen Ort Beratzhausen in Nordbayern geboren, wahrscheinlich auf der Burg Ehrenfels, die heute nur noch als Ruine zu besichtigen ist. Sie stammte aus dem bayrischen Adelshaus von Stauff und war theologisch sehr gebildet. mehr ...

Theologie treiben … mal anders!


Fernstudium Theologie: Geschlechterbewusst. Kontextuell. Aktuell.

Luthers Idee vom Priestertum aller Gläubigen hat die Kirche revolutioniert.
Theologie treiben – das ist seitdem nicht nur Sache der Gelehrten,  sondern aller Christinnen und Christen.
500 Jahre später ist diese Idee immer noch aktuell.
Das ‚Fernstudium Theologie - Geschlechterbewusst. Kontextuell. Aktuell‘ bewegt sich auf den Spuren der Reformatorinnen und Reformatoren. Es richtet sich an alle, die an Theologie interessiert sind und tiefer in theologische und spirituelle Fragen einsteigen wollen. mehr ...

Singen von deiner Gerechtigkeit!


Unter diesem Titel hat die Fachkonferenz Frauen des Kirchenkreises Münster am 22.09.2015 zu einem Workshop eingeladen.

Die Vielfalt der Gottesbilder, wie sie in der Bibel bezeugt ist, hat in den alltäglichen kirchlichen Sprach- und Liedgebrauch bisher doch eher eingeschränkt Einzug gehalten. mehr ...

Pflege-Arbeit geht alle an!


Europäisches Frauen-Netzwerk tagte in Nordirland

Fakt ist: Die Menschen in Deutschland werden immer älter und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden. Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2060 auf 4,7 Mio. Menschen steigen wird – dann wären 6 % der Gesamtbevölkerung auf Pflege angewiesen, doppelt so viele wir heute. Doch von wem sollen diese Menschen gepflegt werden? Bereits heute fehlen in Deutschland in der Pflegebranche Fachkräfte. Vor dieser und anderen Herausforderungen rund um das Thema „Pflege“ steht Deutschland nicht alleine, wie die Mitglieder des europäischen Netzwerkes Oikosnet „Gender&Justice“ bei ihrer Tagung im September feststellten. mehr ...

Hello Mrs. Perfect


3. Westfälischer FrauenKirchenTag fand am 19.09.2015 in Dortmund statt

Aus allen Richtungen kamen sie zum 3. Westfälischen FrauenKirchenTag – 165 Frauen reisten u.a. von Siegen, Bielefeld, Münster, Hamm, Recklinghausen, Bochum nach Dortmund ins Reinoldinum, um über den weiblichen Anspruch perfekt zu sein, nachzudenken. Anke Steger, Gleichstellungsbeauftragte des Ev. Kirchenkreises Dortmund, eröffnete den Tag. Der Dortmunder Frauenchor Nicolettas präsentierte einige Lieder aus seinem Repertoire und lud zum Mitsingen ein. Dr. Gisela Matthiae, Theologin und Clownin, näherte sich dem Thema „Perfekt sein“ auf humorvolle Weise. Sport treiben, beruflich erfolgreich sein, Kinder perfekt erziehen, schlank, schön, gesund und flexibel sein, das sind einige der derzeitigen gesellschaftlichen Mrs. Perfect-Ansprüche. Doch wie kann frau sich diesen Bildern entziehen, sich distanzieren und selbstbewusst den eigenen Weg gehen? mehr ...

WAS SCHÖNES

Be calm and be a princess?


Radioandacht von Nicole Richter

Freitag. Meine Familie und ich überlegen, wie wir den freien Nachmittag verbringen wollen. Mein Mann schlägt vor, nach einem neuen Sofa zu gucken. Er ist hochmotiviert und schafft es, meine Tochter und mich zu überzeugen. Kurze Zeit später stehen wir in einem Möbelhaus - mit vielen anderen Suchenden. Als wir die Rolltreppe hochfahren, drängt sich das Angebot eines pink, zartrosé, fliederfarbenen Kinderzimmers in den Blick ... „Ah, das ist sicher für Jungen!“, sag ich zwinkernd zu meiner Tochter. Sie schmunzelt, denn sie kennt meine Einstellung zu geschlechtsspezifischer Werbung. Dann fragt sie, was auf dem Plakat über dem pinken Schreibtisch steht. Eine Botschaft – offenbar für alle Mädchen – noch einmal pink auf weiß: “BE CALM AND BE A PRINCESS!“ mehr ...

TIPPS UND TERMINE

Blick zurück - nach vorn


Ein Klosterwochenende zum Jahresbeginn

08. - 10. Januar 2016
Stift Börstel, Osnabrück

Der Jahreswechsel lädt dazu ein, das Tempo zu verlangsamen, Rückschau zu halten und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.
Was habe ich im zurückliegenden Jahr erlebt? Was hat sich verändert? Und: Mit welcher inneren Haltung gehe ich in die neue Zeit?
Das Wochenende bietet Gelegenheit, über diese Fragen nachzudenken, neue Impulse aufzunehmen und die eigene Rolle als Frau oder Mann zu reflektieren.
In der klösterlichen Umgebung wird sowohl Zeit sein für gemeinsame Gespräche als auch für Stille, Yoga, Wandern und Gebet. 

Informationen und Anmeldung

Transsexualität

Eine gesellschaftliche Herausforderung im Gespräch zwischen Theologie und Neurowissenschaften

04. - 06. Februar 2016
Goethe-Universität Frankfurt

Erstmalig findet eine internationale, interdisziplinäre Konferenz über Transsexualität statt.

Weitere Informationen

Westfälischer Theologinnen-Tag 2016

Unwiderstehliche Ökonomisierung und widerständige Spiritualität

13. Februar 2016, 09.30-17.00 Uhr
Mariengemeindehaus, Kleppingstr. 5
Dortmund

„Wir können nicht anders!“, „Wir müssen gucken, dass es sich rechnet“, „Wenn ich so könnte, wie ich wollte …“
So oder so ähnlich hat wohl jede schon geredet, nicht nur in Haushaltsdebatten sondern in allen Lebenszusammenhängen.
In der Tat bedeutet realistisch zu denken oft, ökonomisch zu denken. Das hat etwas Unwiderstehliches.
Aber wann wird der Realismus zum Verrat daran, dass wir daran glauben und darauf vertrauen, dass diese Welt schon jetzt eine andere sein kann? Wie verlieren wir bei aller Bodenhaftung nicht aus dem Blick, dass uns ChristInnen als wachen ZeitgenossInnen der Blick in den Himmel zugeMUTet wird?
Wir wollen uns auf die Suche begeben nach biblischen Impulsen für eine widerständige Spiritualität, die Achtsamkeit nicht gegen Engagement ausspielt, Privatheit nicht gegen Politik und Gebet nicht gegen Handeln.

Gesprächspartnerinnen und Impulsgeberinnen sind Prof. Dr. Klara Butting, Leiterin des Zentrums für Spiritualität und gesellschaftliche Verantwortung an der Woltersburger Mühle, und Prof. Dr. Beate Hofmann, KiHo Wuppertal/ Bethel,  Institut für Diakoniewissenschaften und Diakoniemangement.

Informationen und Anmeldung
Der Flyer erscheint Ende des Jahres

Zwischen Wohnzimmer und Welt


5. Dortmunder Frauenmahl

19./20. Februar 2016
Dortmund

Nach einem erlebnis- und arbeitsreichen Tag sinkt sie abends erschöpft auf ihr Sofa und freut sich auf etwas Entspannung. Sie schaltet ihren Fernseher ein und zappt durch die Programme. Zwischendurch unterzeichnet sie eine Umweltschutz-Kampagne im Internet und schreibt Nachrichten an ihre Freudinnen. In ihrem Wohnzimmer verbinden sich verschiedene Welten: Die Berufs- und Familienwelt, die globale Welt mit ihren Herausforderungen und die virtuelle Welt, in der wir uns vernetzen und politisch engagieren können.
Beim 5. Dortmunder Frauenmahl fragen wir: Welche Frauenbilder begegnen uns zwischen Wohnzimmer und Welt? Dazu halten vier Frauen pointierte Reden. Zwischen den Menü-Gängen ist Gelegenheit zum Austausch bei Kerzenschein und Akkordeon-Musik.

Informationen und Anmeldung

SAVE THE DATE

Altersarmut als gesellschaftliche Wirklichkeit

Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft

03. - 04. Februar 2016
Haus Villigst, Schwerte

Zielgruppe: Beschäftigte in freier Wohlfahrtspflege u.a., Tätige im Themenfeld Alter, in Kirchengemeinden, in Diakonie

Informationen und Anmeldung
ab Ende November

Familienbericht NRW

Fachtag "Familienbericht NRW und seine Herausforderungen für kirchliches Handeln"

Montag, 29. Februar 2016, ca. 10.00-16.30 Uhr
Haus Villigst, Schwerte

Zielgruppe: Kirchliches Fachpublikum aus Kitas, Gemeinden, Diakonie, Familien- und Erwachsenenbildung, Ämtern und Werken

Der Programmflyer erscheint Ende November 2015.

26. Villigster Mädchen- & Frauentreffen


ROCK 'N' ROLE

19. - 20. November 2016

Täglich begegnen uns unterschiedliche Bilder von Mädchen und Frauen in der Zeitung, auf Plakaten, in Filmen oder im Internet. Beim 26. Villigster Mädchen- und Frauentreffen wollen wir mit Mädchen und Frauen von 13 bis 99 Jahren diese Bilder und Rollenentwürfe kritisch betrachten und gemeinsam darüber nachdenken, wer wir sind und was uns ausmacht. Jenseits von Rollenerwartungen entdecken wir unsere Stärken in Workshops und Kleingruppen. Wir feiern das Leben, beten und singen gemeinsam und kommen ins Gespräch.

Das genaue Programm mit Zeiten und Inhalten ist ab Frühjahr 2016 erhältlich.

Anmeldung:
Tagungsbüro Institut für Kirche und Gesellschaft
Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte
Fon: 02304 755 325

Leitung:
Nicole Richter, Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen
Meike Zeipelt, Amt für Jugendarbeit der EKvW

Preis: 35,00€

Veranstaltende:
Amt für Jugendarbeit der EKVW, Frauenreferat der EKvW,
Gleichstellungsstelle Stadt Schwerte

PUBLIKATIONEN

Wenn wir zusammengehen …


Lesebuch Frauenspiritualität
Klara Butting

Klara Butting beschreibt eine Frauenspiritualität , deren  wesentliches Kennzeichen die Gemeinschaft ist. In der Spiritualität können Menschen Gemeinschaft erleben und mit ihr das Reich Gottes mitten unter uns.
„Wir haben es mit einem Dreischritt zu tun, denn drei wiederkehrende Grudnschritte prägen den biblischen Weg: Auszug, Durchzug und Einzug. Oder: Aufbrechen, Durchhalten, Ankommen. Der Weg verläuft nicht linear, eher in Spiralen.“ In ihrem Buch wendet sich Klara Butting vor allem dem zweiten Schritt, dem Durchhalten zu: „Die Dürrezeiten bilden das Zentrum unseres Lebens – und dieses Buches –, denn unser Leben besteht vor allem aus Alltag … Immer wieder geht es darum, zu hören und zu vertrauen, dass eine andere Welt möglich ist, und sich dahin auf den Weg zu machen.“
Die Kapitel des Buches führen durch den Dreischritt des Lebens und in ihnen begegnen die Leserinnen und Lesern anderen Menschen auf ihrem Weg.
Texte von  Hilde Domin, Carola Moosbach, Erich Fried, Nelly Sachs, Dorothee Sölle, Etty Hillesum u.a. vermitteln was es heißt aufzubrechen, durchzuhalten,  anzukommen. Beim Lesen kann man erste Erfahrungen einer Spiritualität der Gemeinschaft machen:  In den Texten begegnen die Menschen, die sie beschrieben haben und es entsteht ein Gespräch und  Austausch mit ihnen.
Im Lesen wird deutlich, dass der Weg der biblischen Spiritualität immer zu den anderen führt, dass das Motto ‚das Private ist politisch‘ untrennbar mit Spiritualität verbunden ist.  „Wir verlernen zu glauben, dass die Dinge so wie sind, immer sein müssen. Es geht auch anders!“

Forschungsmanual Gewalt


Grundlagen der empirischen Erhebung von Gewalt in Paarbeziehungen und sexualisierter Gewalt

> Gewalt zwischen den Geschlechtern
> Einführende Texte in die empirische Erforschung eines weitgehend unbekannten Feldes
> Prominent besetzter Sammelband

Forschung zu Gewalt in Paarbeziehungen und zu sexualisierter Gewalt steht, will sie nicht Ausblendungen reproduzieren und Artefakte erzeugen, vor besonderen methodischen Herausforderungen. Dies betrifft z.B. den Zugang zu Befragten, ethische Anforderungen und das empirische Erfassen des Forschungsgegenstandes. Der Band vermittelt auf der Basis langjähriger praktischer Erfahrungen der Autorinnen und Autoren grundlegendes Wissen über die Gestaltung von Forschungsprozessen zu Gewalt und stellt bewährte Strategien für standardisierte und qualitative Studien sowie für die sozialpsychologischhistorische Aufarbeitung von Gewalt vor. Ein Schwerpunkt liegt bei der Befragung von Kindern.

C. Helfferich, B. Kavemann, H. Kindler (Hrsg.)

Liebe – Treue – Verantwortung


Neu im Luther-Verlag:
Material zur gottesdienstlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Gleichgeschlechtliche Paare in eingetragener Lebenspartnerschaft können in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in einem Gottesdienst gesegnet werden. Nach dem entsprechenden Beschluss vom November 2014 ist dazu jetzt ein Buch erschienen, das Material für die Gestaltung solcher Gottesdienste enthält. Dabei werden sowohl eher traditionelle als auch freiere gottesdienstliche Formen angeboten.
Bis 2014 waren solche Segnungen nur in einer nichtöffentlichen Andacht möglich. Der Entscheidung war ein langer Diskussionsprozess vorausgegangen: Vor drei Jahren hatte die Synode das Thema „Familien heute“ in der Landeskirche auf die Tagesordnung gesetzt mit dem Ziel, Familien zu stärken. Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften gehören demnach zur Vielfalt der familiären Formen. „Zwei Männer oder zwei Frauen, die in Treue und Verantwortung zusammenleben, haben oft den Wunsch, ihre Liebe öffentlich unter den Segen Gottes zu stellen“, so Präses Annette Kurschus. Dies hat die EKvW ermöglicht. Pfarrerinnen und Pfarrer, die eine solche Segnung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, sind nicht dazu gezwungen. In solchen Fällen wird eine andere Lösung gefunden.
Der Entscheidung war eine sorgfältige Auseinandersetzung mit der Bibel vorausgegangen. Aus biblischer Sicht ist eine Verurteilung von Homosexualität, sofern es sich um eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Beziehung handelt, nicht zu rechtfertigen. Vielmehr legt sich nahe, dass die positiven Aussagen zu Liebe, Treue und Verantwortung im Zusammenleben von Mann und Frau in ähnlicher Weise auch auf entsprechende gleichgeschlechtliche Formen des Zusammenlebens bezogen werden können.

Evangelische Kirche von Westfalen (Hg.)
Segnungsgottesdienst für Paare in eingetragener Lebenspartnerschaft
48 Seiten, Luther-Verlag (Bielefeld)
ISBN 978-3-7858-0679-1
Hier online bestellen

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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