Newsletter März 2014

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Schwerpunktthema:
Ökologische und sozial gerechte Zukunft

Tipps und Termine

Publikationen

Editorial


"Ein weltloses Heil kann nur eine heillose Welt zur Folge haben" - 
Neue ökumenische Sozialinitiative gestartet


Die Vermögen sind in Deutschland so ungleich verteilt, wie in keinem anderen Euro-Land. Die Nachricht, die auf einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung basiert, ist nicht wirklich neu: Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland wächst - schon seit Jahren. Am schnellsten im Ruhrgebiet und im Osten. Besonders gravierend ist, dass der aktuelle Anstieg der Armut in Deutschland mit einer sinkenden Erwerbslosenquote einhergeht. Fast sechs Millionen Menschen sind - obwohl erwerbstätig - abhängig von Transferleistungen. Drastisch spiegeln sich darin der Rückgang der Vollzeitbeschäftigung, die Ausdehnung des Niedriglohnsektors, der prekären Arbeitsverhältnisse und die "Generation Praktikum" wider.
Szenenwechsel: Auch der Motor für den Klimaschutz, die Energiewende, ist in Deutschland und Europa ins Stottern geraten, die Treibhausgasemissionen steigen wieder. Eine mittelfristige Planung der Energiewende fehlt. Investoren sind verunsichert. Der Netzausbau kommt nicht voran. Klimaschutz im Verkehrssektor bleibt nach wie vor ein Fremdwort. Die Kosten der Energiewende sind sozial ungerecht verteilt. Während immer mehr energieintensive Betriebe von Abgaben befreit werden tragen Privatkunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen die Hauptlast des Umbaus. Statt des dringend benötigten Beschäftigungsaufbaus im Bereich der Energieeffizienz, der Erneuerbaren, der Netz- und Speichertechnik droht nun  Personalabbau in außenhandelsintensiven industriellen Kernbranchen, in denen gute, sozialversicherungspflichtige Arbeit der Standard ist.
All dies sind nur Ausschnitte von noch größeren Herausforderungen. Ihre Bewältigung erfordert ein hohes Maß an Sachkenntnis und politischer Kompetenz. Aber: Hinter allem stehen Grundsatzfragen und Grundsatzentscheidungen von Politik und Gesellschaft. Hier sind die Kirchen gefordert, - nicht nur im Dekadejahr "Reformation und Politik" - sich einzumischen und Impulse zur politischen und gesellschaftlichen Orientierung zu geben - in aller Vorläufigkeit und ohne Besserwisserei.
Unser Glaube hat nie allein nur eine individuelle, sondern immer auch eine gesellschaftliche und politische Dimension. Vor fast genau 17 Jahren hat das "Sozialwort der Kirchen" diesen Umstand trefflich beschrieben "Die Christen können nicht das Brot am Tisch des Herrn teilen, ohne auch das tägliche Brot zu teilen. Ein weltloses Heil könnte nur eine heillose Welt zu Folge haben."

Und so sind es "alte" Fragen, die heute die Kirche neu zu stellen hat:
Welche Rahmenbedingungen braucht unser Wirtschaftssystem, damit es dem Leben dient? Wie kann die vorrangige Orientierung an Wachstum und Rendite überwunden werden? Was muss geschehen, dass Menschen und Natur nicht länger unter dem Aspekt ökonomischer Verwertbarkeit, betrachtet werden? Für die Kirchen hat dabei das Leitbild "nachhaltige Entwicklung " große Bedeutung.
Wie können wir leben und arbeiten, dass alle Menschen in Nord und Süd, heutige und zukünftige Generationen menschenwürdig leben und arbeiten können?
Wie können die Rahmenbedingungen für eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft umgesetzt werden, bei der soziale Gerechtigkeit und die dauerhafte Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen im Zentrum stehen?
EKD und Deutsche Bischofskonferenz haben - aufbauend auf dem "alten" Sozialwort - eine neue "ökumenische Sozialinitiative" gestartet. Das Papier "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" beschäftigt sich mit zentralen Aspekten einer gerechten Wirtschafts- und Sozialordnung. Angesichts tiefgreifender Umwelt-, Wirtschafts-, Finanz- und Sozialstaatskrisen sieht die Sozialinitiative zu Recht die Notwendigkeit einer umfassenden gesellschaftlichen Transformation. Im Zentrum des Thesenpapiers steht daher die Suche nach verlässlichen Rahmenbedingungen für eine ökologische soziale Marktwirtschaft. In 10 Thesen werden die Erneuerung einer Verantwortungskultur im Blick auf die Finanzmärkte, die Staatsverschuldung und die Umweltproblematik diskutiert. Es geht um den demografischen Wandel, um Fragen der Inklusion und Partizipation, um gerechten Lohn für gute Arbeit, um gerechte Bildungschancen, um die Verantwortung Deutschlands in Europa und in der Welt sowie um die Verankerung der Nachhaltigkeit in der sozialen Marktwirtschaft.
Das Anliegen der Kirchen eine breite gesellschaftliche Debatte für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung anzustoßen war überfällig und ist sehr zu unterstützen www.sozialinitiative-kirchen.de
Nach wie vor ist aber auch ein Blick in das "alte" Sozialwort mit seinen analytisch scharfen, teilweise hochaktuellen theologisch- ethischen Diskursimpulsen ein großer Gewinn. Der Grundsatzteil des Sozialworts sollte daher parallel gelesen werden: www.ekd.de
Herzlich lade ich Sie zu unseren zahlreichen Veranstaltungen ein, die sich mit den Hauptthemen der ökumenischen Sozialinitiative beschäftigen. Diskutieren Sie mit uns, wie Freiheit und Verantwortung in einer gerechten Gesellschaft in Theorie und Praxis aussehen können und welche Aufgaben bei dieser Transformation die Kirchen sowie Christinnen und Christen haben.

Eine erste Möglichkeit dazu ist unsere Zentralveranstaltung zum Dekade Jahr "Reformation und Politik - "Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen" www.kircheundgesellschaft.de
Weitere werden folgen!

Auf bald in Haus Villigst!

Ihr Klaus Breyer

Global egal - nicht mit MIR!


Jugendkongress zum Thema Nachhaltigkeit

Aus Gronau, Ahaus, Bielefeld und weiteren Städten aus NRW haben sich Ende Januar ca. 25 Jugendliche nach Berchum aufgemacht. Dort fand vom 31. Januar bis 02. Februar 2014 der Jugendkongress "Global egal - nicht mit mir! Wie stellst Du Dir die Zukunft vor?" statt.

Eingeladen hatten das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), die Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (eSw), das Amt für Jugendarbeit der EKvW und die Vereinte Evangelische Mission (VEM). Nachhaltigkeit ist für die Organisatoren ein zentrales Thema und fest in ihrer Arbeit verankert. So hat zum Beispiel das IKG einen Pfarrer für den Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung". Die eSw veranstaltet im Sommer eine internationale Jugendbegegnung zum Thema. mehr ...

Programmflyer

Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft


Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen
Zentralveranstaltung der Evangelischen Kirche von Westfalen
21./22. März 2014, Haus Villigst

Seit Jahrzehnten ist Nordrhein-Westfalen auf dem Weg, sich als Lebens- und Wirtschaftsstandort neu zu erfinden. Die Energiewende stellt das "Energieland NRW" heute vor große Herausforderungen, die zu Chancen werden können.

Die Kirchen engagieren sich vielfältig für die Zukunft NRWs und bringen sich auf verschiedenen Ebenen in die Entwicklungsprozesse ein. Sie begleiten Menschen im Strukturwandel, z. B. in den Betrieben, sie engagieren sich in Stadtteilen für sozialen Zusammenhalt, sie beteiligen sich an gesellschaftlichen und politischen Diskursen in der Sozial- und Familienpolitik, um Klimaschutz und eine sozial gerechte Energiewende.

Weitere Informationen finden Sie im Programmflyer.

Informationen zu weiteren themenbezogenen Veranstaltungen des IKG finden Sie hier.

Tipps und Termine

Willkommenskultur als Kultur des Teilens


Asylpolitisches Forum 2013 diskutiert über Flüchtlingsschutz

Unter dem Titel "Willkommenskultur ohne Flüchtlingsschutz? Flüchtlinge haben Rechte!" trafen vom 6. bis 8. Dezember 2013 wie in jedem Jahr in der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende von Hilfsorganisationen wie Pro Asyl, Amnesty International, Flüchtlingsrat NRW, Diakonie RWL und der Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung zusammen, um über aktuelle Entwicklungen im Flüchtlingsschutz zu diskutieren. mehr ...

Freude schenken und Stellung beziehen


Kirchen ziehen positive Bilanz der Grünen Woche in Berlin

„Was machen denn die Kirchen hier auf der Grünen Woche?“„Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch über unser Thema „Alles hat seine Zeit – Landwirtschaft natürlich im Takt“ kommen, so die Antwort der Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen aus Westfalen und Paderborn.

Wie sieht unser Tagesrhythmus aus? Gibt es noch regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten? Gestalten wir den Sonntag anders als die anderen Wochentage oder arbeiten wir durch? Nehmen wir wahr, zu welcher Zeit welches Obst und Gemüse wächst oder wünschen wir alles zu jeder Zeit? Diese und viele weitere Fragen wurden am Stand der Kirche mit den Besucherinnen und Besuchern diskutiert. mehr ...

Erzieher unter sich


Fachtagung bietet Austausch für Männer in Kitas

Männer sind als Erzieher in Kitas meistens Einzelkämpfer und allein unter Frauen. Aber auch unter Männern ist der Austausch wichtig. Deshalb trafen sich 35 männliche Erzieher am 13. und 14. Februar 2014 in Mülheim an der Ruhr, um ihren Berufsalltag zu reflektieren. "Genauso wie Frauen sich als Kfz-Mechaniker beweisen müssen, müssen sich auch Männer, die einen klassischen Frauenberuf wie Erzieherin ausüben, beweisen und 120 Prozent Leistung bringen", so Jürgen Rams von der Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Fachtagung "Irgendwie anders - Männer in Kitas" wurde organisiert von den Männerarbeiten der Evangelischen Kirchen in Rheinland und Westfalen und dem Evangelischen Fachverband für Tageseinrichtungen für Kinder in Westfalen-Lippe (evta) sowie dem Rheinischen Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder.

mehr ...

Runde Tische für eine demokratische Stadtkultur?!


Politische Partizipation in der Kommune
Studientag im Jahr "Reformation und Politik"
18. März 2014, Haus Villigst

Die politische Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger für die Demokratie ist der Dreh- und Angelpunkt eines evangelischen Demokratieverständnisses. Die Bürgerinnen und Bürger können sich nicht ihrer eigenen Verantwortung entledigen, indem sie auf die von ihnen Gewählten verweisen.
Diese Haltung gilt auch und besonders unter den Bedingungen einer multikulturell ausdifferenzierten pluralistischen Gesellschaft. Angesicht der gesteigerten Vielfalt der Perspektiven und Interessen ist die Entwicklung von Diskurskulturen, die dieser Komplexität entsprechen, Bedingung für die Lebendigkeit von Demokratie.

Weitere Inforamtionen im Programmflyer

Beteiligung der Öffentlichkeit am Klimaschutzplan NRW


Nun können Sie sich am Klimaschutzplan beteiligen. Alle Bürgerinnen und Bürger von NRW sind aufgerufen, die erstellten Maßnahmenvorschläge zu prüfen und zu kommentieren. Den Link zur Online-Beteiligung finden Sie hier: www.klimaschutz.nrw.de

Veranstaltungen, auf denen Sie sich informieren und beteiligen können, finden Sie hier: www.klimaschutz.nrw.de

Prävention – Intervention – Hilfe


Die Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir als Kirche mit Verletzungen gegen die sexuelle Selbstbestimmung umgehen, hat eine lange Tradition in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Seit dem 1. November 2013 gibt es eine gemeinsame Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche. Der Leiter der Fachstelle, Stefan Wutzke, spricht im Interview über Aufgaben und Ziele in seiner neuen Stelle. mehr ...

Publikationen

An.stossen


Die 39. Ausgabe der "An.stossen" finden Sie hier als Download.

Bestellen können Sie die aktuelle Ausgabe bei:
Bärbel Walzinski
Fon: 02304 755 376 oder per eMail

Männerarbeit aktuell


Die neue "Männerarbeit aktuell" finden Sie hier als Download. 

Bestellen können Sie die aktuelle Ausgabe bei:
Ulrike Neuhaus
Fon: 02304 755 342 oder per eMail

"Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben"


EKD legt Studie zu Global Governance vor
19. Februar 2014

Die Globalisierung hat dazu geführt, dass heute viele globale Probleme nicht mehr angemessen auf der Ebene der Nationalstaaten gelöst werden können. Erforderlich ist daher eine "Global Governance", die nach Möglichkeiten für globales politisches Handeln sucht. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) legt jetzt eine Studie der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung zu diesem Thema vor.
Die Studie stellt drei "Wellen des globalen Wandels" dar, mit denen sich Global Governance befassen muss: entgrenzte Ökonomie, der Aufstieg einiger großer Schwellen- und Entwicklungsländer sowie globale Umweltveränderungen. Auf der Basis dieser Analyse und der theologischen und ethischen Grundlagen werden dann einzelne internationale Politikprozesse beleuchtet, die besonders großes Potenzial bergen, nachhaltiger Entwicklung umfassend näher zu kommen. Vor diesem Hintergrund und weiterer Gesichtspunkte empfiehlt die Studie, die Einrichtung eines "Global Council für soziale, ökologische und wirtschaftliche Fragen" anzusteuern. Dieser Global Council sollte sich auf Leitlinien für ein nachhaltiges Wirtschaften verständigen und Empfehlungen für die Weltgemeinschaft erarbeiten.

Der EKD-Text 117 "Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben. Nachhaltige Entwicklung braucht Global Governance. Eine Studie der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung" ist zum Preis von 2,-- € zu beziehen bei: Kirchenamt der EKD, Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover, Fax: 0511 2796 457, eMail: versand@ekd.de

Die Broschüre "EDK-Text 117" finden Sie hier als Download.
Weitere Informationen: www.ekd.de/EKD-Texte

Schwamm drüber


Umweltschonende und gesundheitsbewusste Reinigung in öffentlichen Einrichtungen

Die umweltschonende und gesundheitsbewusste Reinigung ist ein wichtiges Element für eine nachhaltige Nutzung öffentlicher und kirchlicher Einrichtungen.  Mit dieser Broschüre soll der Einkauf umweltschonender Produkte erleichtert aber auch das NutzerInnenverhalten verbessert werden. Sie ergänzt die Informations- und Arbeitsmaterialen unseres ökumenischen Projekts "Zukunft einkaufen" in einem zentralen Bereich. Hiermit werden wichtige Hilfestellungen für eine nachhaltige Beschaffung im Bereich Waschen und Reinigen gegeben. Diese Broschüre richtet sich an alle, die mit dem Thema Reinigung befasst sind, an Leitungen von Einrichtungen, Beschaffungsverantwortliche, an Umweltbeauftragte und Mitarbeitende im Reinigungsbereich.

Wir hoffen, dass Ihnen "Schwamm drüber" eine zeitgemäße und innovative Orientierungshilfe für den Praxiseinsatz bietet.

Zukunft einkaufen wirkt!


Aus der Praxis für die Praxis

In mehr als fünf Jahren hat 'Zukunft einkaufen' einen umfangreichen Erfahrungsschatz mit der Einführung ökofairer Beschaffung in Kirchen gesammelt - in Kirchengemeinden, in Verwaltungen von Landeskirchen und Bistümern, in Alten- und Pflegeheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, in Einrichtungen der Jugendhilfe und in Konferenzzentren oder in Bildungsstätten. Wir möchten Ihnen etwas ausführlicher darüber berichten, welche Veränderungen sich in der Beschaffungspraxis von Partnern zeigen und welche Schwerpunkte diese Partner bisher gesetzt haben.

Es gelingt: Kirche findet wirklich Stadt!


Heike Hilgendiek

Bei der Tagung im Haus Villigst vom 10. bis 11. Oktober 2013 war zu sehen, zu hören, sogar zu begreifen: Wenn der Anfang gemacht ist, verschiedene Projektpartnerinnen und Projektpartner sich zusammentun, eine gemeinsame Idee Gestalt gewinnt - dann bekommen Wohnquartiere neue Impulse. Menschen finden den Mut, sich aktiv zu beteiligen, bringen ihre Ideen ein, hören einander zu, tauschen sich aus. Gemeinsam gestalten sie ihren Stadtteil und bringen etwas zuwege.

Die Ausgangslage ist manchmal schwierig, es gibt bürokratische Hürden. Aber bei gutem Willen, gemeinsamen Visionen und durch Beratung mit anderen, die ähnliches planen und umsetzen, gewinnen quartiersbezogene Projekte Kraft zur Veränderung, ja zur Verbesserung der Lebensbedingungen.
Die gemeinsamen Interessen und Anliegen von Bund, Land, Kommunen und Kirchen wurden schnell identifiziert: die Sozialstruktur insbesondere in benachteiligten Quartieren braucht Förderung. Auf dieser Grundlage bestärkte der Austausch über konkrete Vorhaben und Projekte die Akteurinnen und Akteure darin, weiter miteinander unterwegs zu sein. Dabei können Konflikte ausgetragen und Meinungsverschiedenheiten thematisiert werden. Mit Geduld und um der Sache willen bleibt es bei der Kooperation mit vielen Unterschiedlichen: Junge, Alte, Einheimische, Menschen mit ausländischen Wurzeln.
Kommunen, Verbände, Vereine, Kirchen, Caritas und Diakonie müssen zu Kompromissen bereit sein, das betonten die jeweiligen Vertreter und Vertreterinnen einhellig. Die Interessen stimmen längst nicht immer überein. Aber wirklich gute Ideen wachsen im Gespräch, die Bündelung vieler Kompetenzen und der unmittelbare Kontakt zwischen den Gruppierungen im Quartier erleichtern das Handeln zum Wohle aller. Das gilt in allen Handlungsfeldern - ob kirchliche Gebäude neu genutzt werden als Bürgerhäuser, ob bisher isoliert agierende Vereine erstmals zusammen arbeiten, ob die Zukunft der ganz Jungen oder der Altgewordenen im Mittelpunkt steht.
Kontakte zur weiteren Zusammenarbeit wurden intensiviert und eine Fortbildung für kirchliche (und andere) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabredet.

www.kirche-findet-stadt.de

Die Dokumentation der Tagung finden Sie hier als Download.

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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