Newsletter April 2014

Inhaltsverzeichnis


Editorial

Schwerpunktthema:
Reformation und Politik 2014
Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft.
Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen

Vorschau

Editorial


Im Zentrum dieses IKG-Newsletters steht der Rückblick auf die Zentralveranstaltung der Evangelischen Kirche von Westfalen im Dekadejahr "Reformation und Politik" "Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft. Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen".
Die Konferenz fand am 21.-22. März in Haus Villigst statt und wurde von unserem Institut maßgeblich vorbereitet.
Im Mittelpunkt der Tagung stand nicht weniger als die Zukunft NRWs verbunden mit der Frage: Welche Rahmenbedingungen, welche Unterstützung, welches politische und zivilgesellschaftliche Engagement braucht eine sozial- und umweltgerechte Gesellschaft in NRW? Dabei wurden besonders der Beitrag und die Rolle der Kirchen in diesen politischen und gesellschaftlichen Prozessen beleuchtet. Es ging zu dem darum das Leitbild "Nachhaltige Entwicklung" auf aktuelle politische und gesellschaftliche Handlungsfelder zu beziehen und konkrete Handlungsschritte zu diskutieren, wie z.B. die soziale gerechte Gestaltung der Energiewende. Sonntagsreden zur Nachhaltigkeit als abstrakte "Hoffnungsformel für eine gute Zukunft" sollten vermieden werden.
Der erste Schwerpunkt der Tagung bestand in dem Versuch einer generellen Klärung des Verhältnisses von Politik, Kirche und Zivilgesellschaft.
Präses Annette Kurschus und Prof. Torsten Meireis (Institut für Systematische Theologie /Ehtik, Bern) nahmen Stellung zur Frage: Was treibt die Kirchen um, wenn sie sich politisch einmischen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen? Aus der Perspektive der Landesregierung beschrieb Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Zukunftsverantwortung von Politik, Kirche und Zivilgesellschaft an den Beispielen Bildung und Energiewende.
Der zweite Teil der Tagung widmete sich dem Leitbild Nachhaltigkeit und der notwendigen Vorbildfunktion der Industrieländer. Mit Prof Dr. Klaus Töpfer, Jugendlichen und einem Vertreter der Vereinten Evangelischen Mission entwickelte sich eine facettenreiche Debatte über die globalen Herausforderungen im Bereich Umwelt und Entwicklung und der Verantwortung NRWs.
Der dritte Schwerpunkt schließlich, der den zweiten Tag der Tagung füllte, nahm die  "Baustelle Nachhaltigkeit zwischen Rhein und Weser" in den Blick.  Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal-Instituts, gab eine detaillierte Übersicht über die aktuellen Entwicklungen in NRW fokussiert auf die Energiewende und den Klimaschutz.
In den sich anschließenden "Arenen des Wandels" wurden "Teilbaustellen nachhaltiger Entwicklung in NRW" besichtigt und "Thesen des Wandels" zur zukunftsfähigen Stadt- und Quartiersentwicklung, zur NRW-Rohstoffpolitik, zu guter Arbeit und wirtschaftlichem Wandel, zu Konsum und Lebensstil sowie zu Rahmenbedingungen einer "sozialgerechten Energiewende" erarbeitet.
Die Bezeichnung "Arena" war mit Bedacht gewählt. Denn "Nachhaltige Entwicklung" braucht "Arenen", Orte des Diskurses, des offenen (Wett-)streits der Ideen, Orte des Dialogs und der Beteiligung, um ideologische Gräben und Blockaden zu überwinden, Arenen, in denen gemeinsame Lernprozesse beginnen und (hoffentlich) in Handeln münden.
Den Abschluss der Konferenz bildete eine Diskussion mit Verantwortungsträgern aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, u.a. mit Umwelt- und Klimaschutzminister Johannes Remmel, DGB-Landeschef Andreas Meyer-Lauber, NRW-Arbeitgeberpräsident Horst-Werner Maier-Hunke und NABU-Geschäftsführer Josef Tumbrinck. Sie diskutierten die Erkenntnisse der Tagung und loteten gemeinsam Ziele und nächste Schritten für eine nachhaltige Entwicklung in NRW aus.
Die Tagung war eine gelungene Mischung aus Standortbestimmung und Diskurs, spannungsgeladenen strategischen Debatten und der Präsentation und Diskussion von Schlüsselprojekten.
Thematisch in laufende politische Prozesse eingebettet, war die Konferenz hoch aktuell. Besonders freue ich mich über die gute Zusammenarbeit mit Jugendlichen, die ihre profilierten Beiträge zur Tagung auf einer eigenen Vorkonferenz vorbereitet hatten.
Mit über 300 Teilnehmenden war die Konferenz - so weit ich mich erinnern kann - die größte IKG-Tagung am Standort Villigst. Uns beflügeln die vielen guten Rückmeldungen, die wir bekommen haben. Anderthalb Jahre Vorbereitungszeit und die gute fachbereichsübergreifende Teamarbeit haben sich ausgezahlt.
Ausgewählte Beiträge und Ergebnisse der Tagung können Sie in diesem Newsletter nachlesen. Die vollständige Dokumentation finden Sie auf unserer Homepage: www.kircheundgesellschaft.de

Viele weitere IKG-Tagungen im Dekadejahr "Reformation und Politik" werden folgen. Ich lade Sie herzlich dazu ein und wünsche Ihnen eine frohe und gesegnete Osterzeit. 

Ihr
Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft


Streitbar


Evangelische Verantwortung und kirchliches Engagement -
Eine Zeitansage

Vortrag: Annette Kurschus, Präses der EKvW, Bielefeld

Baustelle Nachhaltigkeit


Nachhaltige Entwicklung als Gemeinschaftsaufgabe in NRW
Podiumsgespräch mit Thesen aus den Arenen des Wandels

Vortrag: Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

Macht. Kirche. Politik.


Reformatorische Rückblicke und gesellschaftliche Ausblicke

Vortrag: Prof. Dr. Torsten Meireis, Universität Bern

Gemeinwesen stärken - Nachhaltiges Quartiersmanagement


Wie kann die Lebensqualität in benachteiligten Stadtteilen verbessert werden? Wie sehen Schritte in eine gerechte, sozial und ökologisch nachhaltige Gestaltung vor Ort aus? Wie werden kulturelle und strukturelle Faktoren berücksichtigt? Was können die unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Akteure zur Stärkung der Gemeinwesen beitragen? Was können wir aus bereits etablierten Projekten lernen?

Aspekte nachhaltiger Entwicklung im Programm "Soziale Stadt"
Vortrag: Sabine Nakelski, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW, Düsseldorf

NRW in internationaler Verantwortung - durch eine gerechte Rohstoffpolitik


Welche Folgen hat der Rohstoffabbau im Süden - für Menschen und für die Umwelt? Welche Verantwortung tragen Deutschland und NRW - z.B. durch die Politikgestaltung in der EU? Wie setzen Unternehmen und Politik in NRW eine gerechte Rohstoffpolitik um? Was können und müssen Kirchen und Nichtregierungsorganisationen beitragen?

Rohstoffabbau in Entwicklungsländernund seine Folgen -
Transformationsbedarfin NRW und Deutschland

Vortrag: Friedel Hütz-Adams, SÜDWIND - Institut für Ökonomie und Ökumene, Siegburg

Gute Arbeit und wirtschaftlicher Wandel


Welche Beschäftigungseffekte haben Energiewende und erneuerbare Energien in Deutschland, insbesondere in NRW? Wie gestaltet sich nachhaltige Entwicklung in Unternehmen? Wie stellt sich die Produktion im Industrieland den ökonomischen und ökologischen Herausforderungen? Wie gelingt "gute Arbeit" in den Veränderungspro-zessen zu einer nachhaltigen Wirtschaft? Wie nehmen Unternehmen, Gewerkschaften und Kirchen ihre Verantwortung wahr?

Beschäftigungseffekte der Energiewende - Zahlengestützter Überblick
Vortrag: Oliver Lühr, prognos Düsseldorf

Politik mit dem Einkaufskorb - Konsum und Lebensstil


Welche Einflussmöglichkeiten haben Konsumentinnen und Konsumenten auf eine nachhaltige Entwicklung? Wie hängen Konsum und Lebensstile zusammen? Wie können Klippen und Blockaden überwunden werden? Welche beispielhaften Angebote für einen "anderen" Konsum gibt es? Welche Handlungsmöglichkeiten haben z. B. Kirche und Diakonie durch ihre Beschaffung?

Weniger muss mehr sein - Möglichkeiten und Grenzen nachhaltigen Konsums
Vortrag: Prof. Dr. Petra Teitscheid, Fachhochschule Münster, Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung der EKvW

Sozial gerechte Energiewende


Wie kann die Energiewende sozial gerecht gestaltet werden? Wer leidet besonders unter der derzeitigen Lastenverteilung? Welche Konzepte bestehen bereits zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte? Was ist notwendig und wie können Menschen sich aktiv beteiligen? Wie wird Strom effektiv und klug genutzt? Welche Bedingungen müssen für gutes Wohnen erfüllt sein?

NRW bekämpft Energiearmut
Vortrag: Stephanie Kosbab, Verbraucherzentrale NRW, Düsseldorf

Kain, wo ist dein Bruder Abel?


Da sprach der Herr zu Kain:  Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meins Bruders Hüter sein? (1. Mose 4,9)

Andacht: Dr. Fidon Mwombeki, Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission, Wuppertal

Vorschau

Hat die Türkei Platz im "christlichen Abendland"?


Die Türkei, die Kirchen und Europa

16. - 18. Mai 2014
Theologisches Zentrum Wuppertal

Die Tagung greift die Frage nach der möglichen EU-Mitgliedschaft der Türkei auf, erweitert sie aber so, dass das grundlegende Verhältnis der Türkei zu Europa und das Europas zur Türkei in den Blick gerät. Dabei ist immer auch das Thema "Religion" tangiert. Auf der Tagung soll auch die Situation der christlichen Minderheitskirchen wahrgenommen werden und zur Sprache kommen. In diesem Rahmen wird außerdem thematisiert, welchen Beitrag zum Religionsfrieden in der Türkei gerade die reformatorischen Kirchen leisten können.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Gabriele Huckenbeck
Fon: 02304 755 324
eMail: gabriele.huckenbeck@kircheundgesellschaft.de

www.kircheundgesellschaft.de

Frauen in Führung


Frauenordination ist das "Ja!" der Evangelischen Kirche zu Frauen in Führungspositionen

12. - 13. Juni und 14. Juni 2014


Am 18.10.1974 hat die Synode der EKvW die vollkommene rechtliche Gleichstellung von Pfarrerinnen und Pfarrern beschlossen. Damit war auch für Frauen der Weg in die Gemeindeleitung und andere kirchliche Leitungsämter geöffnet. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur soll im Themenjahr "Reformation und Politik" das Thema "Frauen in Führung" aus kirchlicher und gesellschaftlicher Sicht diskutiert und bearbeitet werden. Frauenordination ist ein kirchliches wie auch ein politisches Thema. Es ist eng verknüpft mit Fragen nach dem gesellschaftlichen und kirchlichen Rollenbild der Frau und der gesamtgesellschaftlichen und kirchlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Neben Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops ist Raum und Zeit zum Feiern des Jubiläums. In diesem Rahmen sind 2014 weitere Veranstaltungen an verschiedenen Orten der EKvW geplant. 

Anmeldung und weitere Informationen:
Ulrike Pietsch
Fon: 02304 755 325
eMail: ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

www.kircheundgesellschaft.de

Wanderausstellung

Zur Geschichte der Theologinnen in Westfalen

Das Frauenreferat der EKvW im IKG hat in Kooperation mit dem Archiv der Landeskirche und dem Geschäftsführenden Ausschuss des Westfälischen Theologinnenkonventes eine Wanderausstellung zur Geschichte der Theologinnen in Westfalen erarbeitet. Diese Ausstellung kann beim Frauenreferat im IKG ausgeliehen werden.

Weitere Informationen:
Anke Engelmann
Fon: 02304 755 230
eMail: anke.engelmann@kircheundgesellschaft.de

Wasser grenzenlos


Diskurs am und auf dem Wasser

20. - 22. Juni 2014
Kanalknotenpunkt Datteln und Haus Haardt

Wasser ist Lebensgrundlage. Wasser ist und bleibt ein Gemeingut. Jeder Mensch muss Zugang zu gutem Wasser haben. Deshalb kann und darf Wasser nicht zur Ware werden.
Wasser ist auf andere Weise ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn: Wasserwege sind Transportwege. Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft. Das deutsche Wasserstraßennetz ist zwar wesentlich kleiner als das Fernstraßen- oder Schienennetz, im Gegensatz zu Straße und Schiene verfügen die Binnenwasserstraßen aber über erhebliche Kapazitätsreserven. Im Jahr 2012 hat die Binnenschifffahrt als einziger Verkehrsträger Zuwächse bei der Gütermenge und bei der Güterverkehrsleistung verzeichnet. Die von vielen kaum wahrgenommene registrierte Schifffahrt ist so ein wichtiger Logistikpartner und trägt zur Entwicklung von Lebensqualität und Wohlstand wie zur Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaftsstandorten erheblich bei.
Im Kontext der Diskussion um Wassers als Gemeingut wird bei der Tagung die Bedeutung der Wasserwege und der Binnenschifffahrt in ökologisch tragfähigen und zukunftsfähigen verkehrspolitischen Konzepten beraten.
Angesprochen sind allgemein Interessierte, Expertinnen und Experten aus den Themenfeldern Verkehrspolitik, Logistik, Wasserwirtschaft sowie Engagierte in Umweltverbänden und Umweltpolitik, außerdem an sozial- und arbeitsmarktpolitischen Fragen im Europäischen Kontext Interessierte.

Weitere Informationen:
Viola Schwarzrock
Fon: 02304 755 341
eMail: viola.schwarzrock@kircheundgesellschaft.de

3. Forum Bürgerengagement


Vom Priestertum aller Getauften zu einer engagementfreundlichen Kirche

29. Juni 2014

Haus Villigst, Schwerte

Durch die Vielfalt der Gaben, die alle Getauften einbringen, hat die Kirche die Chance, sich immer wieder neu zu reformieren. Die Organisation und Tradition der evangelischen Kirche sieht so im Miteinander von Haupt- und Ehrenamt eder Hierarchien noch starre Strukturen. Scheinbar beste Bedingungen für engagementfreundliche Strukturen? Wie die Kirche sich - ihrer reformatorischen Grundlagen bewusst - engagementpolitisch positionieren kann, soll in Vortrag und Podium mit Teilnehmenden gemeinsam erörtert werden.

Weitere Informationen:
Pfarrer Dieter Rothardt
Fon: 02304-755 370
eMail: dieter.rothardt@kircheundgesellschaft.de

Integration, Inklusion und Co.


23. - 24.08.2014
Haus Villigst, Schwerte

Im Rahmen dieser Tagung soll der Integrationsbegriff in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund kritisch hinterfragt werden. Derzeit wird im Bereich der Teilhabeförderung für Behinderte vorrangig von "Inklusion" gesprochen, verbunden mit einem Gesellschaftsverständnis, das auf die gleichberechtigte Einbeziehung aller Gruppen mit Zugangsbarrieren abzielt. Wir möchten diskutieren, inwieweit der Inklusionsgedanke auch für die Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund fruchtbar gemacht werden kann.

Weitere Informationen:
Pfarrer Edgar L. Born
Fon: 02304 755 344
eMail: edgar.born@kircheundgesellschaft.de

Streitbar: "Wie viel Religion braucht die Demokratie?"


06. - 07. September 2014
Haus Villigst, Schwerte

Die Frage des Verhältnisses von Religion und Staat stellt sich im Grunde seit der Reformation. Angesichts der sich ausdifferenzierenden Religiosität unserer Gesellschaft in Form unterschiedlich verfasster Patchworkreligiosität werden die damit verbundenen Themen brennend. Auf der Tagung nehmen wir neben grundsätzlichen Auseinandersetzungen zwei besondere Fragestellungen in den Blick: Zum einen die Frage der Bildung, zum anderen die Rolle der Medien.

Weitere Informationen:
Pfarrerin Dr. Sabine Federmann
Fon: 02304 755 321
eMail: sabine.federmann@kircheundgesellschaft.de

Martin Luther, Thomas Müntzer und die Bauernkriege


Grundkonflikte im Spannungsfeld Glaube und Politik

14. - 18. September 2014
Kloster Donndorf

In geschichtsträchtigem Gebiet folgen Russlanddeutsche und Deutschlanddeutsche den Spuren Martin Luthers (Eisleben, Erfurt) und Thomas Müntzers (Allstedt bis Mühlhausen) und stellen sich der Frage, in welcher Weise Christen sich politisch betätigen. Folgen sie eher Römer 13 ("Seid untertan der Obrigkeit") oder dem gesellschaftskritischen Ansatz von Offenbarung 13? Die Bauernkriege werden in Bad Frankenhausen thematisiert und in Erfurt wird der Blick in die Gegenwart gerichtet: Wir diskutieren mit Politiktreibenden im Landtag über ihre Einstellungen zum Spannungsfeld "Christentum und Politik".

Weitere Informationen:
Pfarrer Edgar L. Born
Fon: 02304 755 344
eMail: edgar.born@kircheundgesellschaft.de 

Kirchengemeinde 2020


Den demografischen Wandel proaktiv gestalten

19. - 20. September 2014
Haus Villigst, Schwerte

Kirchengemeinden stehen vor großen Herausforderungen. Mitgliederzahlen gehen zurück, die Gemeinden werden älter und junge Gemeindeglieder sind zum Teil nur schwer für aktive Mitarbeit zu begeistern. Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel wird häufig von einer "bunter" werdenden Gesellschaft gesprochen. Die Vielfalt in der Gesellschaft nimmt zu. Auch mit der Reformation stand die Gesellschaft vor der Frage, wie mit der neuen religiösen Vielfalt umzugehen ist. Was kann aus der Vergangenheit für die Zukunft gelernt werden und welchen Beitrag kann die Kirche für ein gelingendes Zusammenleben der Generationen leisten? 

Weitere Informationen:
Marcel Temme
Fon: 02304 755 381
eMail: marcel.temme@kircheundgesellschaft.de

Nachhaltige Entwicklung zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft


Transformation als gesellschaftspolitisch-kulturelle Aufgabe der Kirchen

26. - 28. September 2014
Haus Villigst, Schwerte

Die von Menschen verursachten Gefährdungen der Erde sind nie größer gewesen als heute. Wir brauchen neue Leitbilder für gutes und gerechtes Leben, eine "große Transformation" zu wirklich nachhaltiger Entwicklung. Viele Blockaden in ökologischen, ökonomischen und sozialen Problemfeldern verhindern aber solche Veränderungen. Die Tagung fragt, wie gesellschaftliche Gruppen an der Transformation beteiligt sein können und wie die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Parteien und Kirchen aussehen kann. Projekte, die Nachbarschaften stärken oder nachhaltige Energieversorgung sicherstellen, werden vorgestellt. In Workshops werden Ideen für eine zukunftsfähige Gesellschaft entwickelt.

Weitere Informationen:
Dr. Peter Markus
Fon: 02304 755 320
eMail: peter.markus@kircheundgesellschaft.de

"Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen!"


Über den Grenzverlauf zwischen Islamkritik und antimuslimischem Rassismus

10. - 11. Oktober 2014 
Int. Ev. Tagungszentrum Wuppertal

Gibt es eine Grenze zwischen legitimer und sachlich fundierter Kritik am Islam einerseits und der Formulierung diffuser bis offen rassistischer Ressentiments andererseits? Die Positionen von Vertretungen muslimischer Organisationen, nicht organisierter Muslime sowie von in den betreffenden Blogs aktiven Kommentatoren sollen zunächst einzeln gehört und diskutiert werden. Anschließend sollen die Akteure miteinander in ein moderiertes Streitgepräch eintreten.

Weitere Informationen:
Pfarrer Ralf Lange-Sonntag
Fon: 02304 755 335
eMail: ralf.lange-sonntag@kircheundgesellschaft.de

Streitbar! Deutsche Außenpolitik


"... dem Frieden in der Welt zu dienen" -
aber wie?

23. Oktober, 19.30 Uhr
Martin Luther Forum Ruhr, Gladbeck

"... dem Frieden der Welt zu dienen" - unter diese Maxime stellt die Präambel des Grundgesetzes die außenpolitische Ausrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Die Mittel und Wege aber, dieser Maxime zu folgen, haben sich verändert. Seit Anfang der 1990er Jahre werden deutsche Soldaten in Auslandseinsätze entsandt, um Konflikte militärisch zu beenden und zivile Entwicklungen abzusichern: Afghanistan, Libyen, Syrien stehen für die neuen Herausforderungen, auf die eine deutsche Friedenspolitik international reagieren muss. Welche friedenspolitische Rolle soll Deutschland zukünftig in der Staatengemeinschaft spielen?

Referent:
Dr. Reinhard Höppner (Ministerpräsident a.D. Sachsen-Anhalt und Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentags)

Weitere Informationen:
Ulrike Pietsch
Fon 02304 755 325
eMail: ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?


Christlich-ethische Begründungen für gesellschaftspolitisches Handeln

21. - 23. November 2014

Haus Villigst, Schwerte

An konkreten Beispielen hinterfragen wir in den drei Tagen, wo sich die gesellschaftliche und politische Wirklichkeit bereits von Wort und Geist der Verfassung entfernt hat. Im Zentrum der Tagung steht ein aufgeklärter Freiheitsbegriff: Es geht um libertären Paternalismus, das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit, von informationeller Selbstbestimmung und anlass- oder verdachtsloser Totalüberwachung, aber auch um die Frage des Verlusts von Öffentlichkeit.

Weitere Informationen:
Kerstin Gralher
Fon: 02304 755 323
eMail: kerstin.gralher@kircheundgesellschaft.de 

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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