Newsletter Dezember 2013

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

mitten im  Leben allen Menschen die frohe und befreiende Botschaft von Gottes Gegenwart durch Wort und Tat zu verkünden, das ist Aufgabe der Kirche. Mit Wort und Tat für Menschenwürde und Menschenrechte einzustehen, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, das ist der Auftrag für alle Christenmenschen in der Nachfolge Jesu.
"streitbar" - so lautet daher auch das Motto, unter dem in 2014 die Evangelische Kirche von Westfalen das Thema "Reformation und Politik" facettenreich beleuchten wird. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen Kirche und Politik, um die kritische Begleitung und Reflexion von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und um evangelische Verantwortung im "Alltag der Welt".
Ich freue mich auf die große Vielfalt und das breite Spektrum von "streitbaren" Tagungen, Seminaren, Exkursionen, Diskursen und Disputen,  die an vielen Orten in unserer Kirche stattfinden werden. Das Veranstaltungsheft 2014 finden Sie hier als PDF Dokument zum Download.
Viele Veranstaltungen werden dabei von unserem Institut durchgeführt. Auf diese  Tagungen möchte ich Sie besonders hinweisen und Sie herzlich dazu einladen: Als Beispiele nenne ich den  Kongress "Wege in eine ökologische und soziale gerechte Zukunft. Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen" (Zentralveranstaltung der EKvW zum Reformationsthemenjahr / 21. bis 22. März 2014) sowie die Tagung "Frauen in Führung - 40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt der EKvW" (12. bis 14. Juni). Einen Überblick über diese und viele weitere Veranstaltungen des IKG zum Themenjahr finden Sie hier.

Doch bevor das neue  (Themen-)Jahr beginnt, freuen wir uns in diesen Tagen auf Weihnachten. Weihnachten  ist das Fest der Ankunft Gottes in unserer Wirklichkeit. Es ist eine Zeit der Besinnung auf jene große Verheißung, die damals armselig und klein in einem Stall in Bethlehem in unsere Welt kam: eine Verheißung, dass eine andere, eine bessere, eine gerechtere Welt möglich ist: Gott kommt auf uns zu und Gott ist längst schon da, mitten in unserem Leben! Er schenkt uns Kraft und Mut, "streitbar" zu sein für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen aller Mitarbeitenden des Instituts für Kirche und Gesellschaft eine besinnlich-frohe Advents- und Weihnachtszeit und ein gesegnetes Jahr 2014.

Schon heute freuen wir uns auf viele interessante, hoffentlich auch "streitbare", Begegnungen im Jahr Reformation und Politik 2014.

Ihr
Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Reformation und Politik 2014


Nachhaltige Entwicklung in NRW

Reformation und Politik - das Verhältnis lässt sich theologisch beschreiben:
Martin Luther spricht von den zwei Reichen, die säuberlich zu unterscheiden sind. Reich Gottes und Reich der Welt haben zwar miteinander zu tun, aber das eine soll möglichst nicht in die Befugnisse und Zuständigkeiten des anderen hineinregieren. Ein anderer Reformator, Johannes Calvin, spricht von der Königsherrschaft Christi, die auch für die Welt gilt und von der her auch das weltliche Handeln gedacht sein soll und muss.
Beide "Lehren", beide Ansätze gehen davon aus, dass Gott der Herr der Welt ist und bleibt. Beide gehen davon aus, dass die "Herren der Welt" auch Verantwortung vor Gott tragen. Beiden liegt daran, dass jeder Mensch sich im Lebensalltag ausrichtet an Gottes Wort. mehr ...

Weitere Informationen zu den Tagungen bekommen Sie beim Institut für Kirche und Gesellschaft, Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek, 02304 755-349.

Anmeldung zur Jugendkonferenz (31.01.-02.02.2014):
Ulrike Pietsch, Fon: 02304 755-325
ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

Anmeldung zum Kongress (21.-22.03.2014):
Rosemarie Fäckeler, Fon: 02304 755-346
rosemarie.faeckeler@kircheundgesellschaft.de

Tipps und Termine

Das Weihnachtsgeschenk für Frauen!


Verschenken Sie eine Karte für das 3. Dortmunder Frauenmahl!
21. Februar 2014, 17.00-21.00 Uhr
St. Petrikirche, Westenhellweg

Sie suchen nach einem Geschenk mit Stil und Sinn für Ihre beste Freundin oder Ihre Frau? Verschenken Sie doch eine Karte für das 3. Dortmunder Frauenmahl.

Die langen Tafeln sind festlich gedeckt, ein türkisch-vegetarisches Essen ist bestellt und für das geistliche Wohl sorgen Tischreden von vier versierten Frauen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. mehr ...

"Fair wirtschaften - anders handeln!"


10. - 12. Januar 2014
Haus Villigst, Schwerte

"Fair wirtschaften - anders handeln!": "Fairness" in der Gestaltung weltweiter wirtschaftlicher Beziehungen, "Fairness" im weltweiten Umgang miteinander. Geht das überhaupt? Ereignisse der letzten Zeit lassen daran zweifeln, dass mehr Fairness möglich ist: die ertrunkenen Flüchtlinge vor Lampedusa, die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiterinnen in Bangladesch, die Selbstmordserie von Arbeiterinnen eines Zulieferers von Apple.

Programmflyer

Wer bestimmt wen und was?


Mitbestimmungsrechte in der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Auf dem Weg zum Gesamtausschuss

20. - 21. Januar 2014
Haus Villigst, Schwerte

Im Vorfeld der Wahlen zu den Mitarbeitendenvertretungen im Frühjahr 2014 bietet das Institut für Kirche und Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit der Gesamt-Mitarbeitendenvertretung vom 20. bis 21. Januar 2014 eine Fortbildung an für alle, die an der Arbeit in der MAV interessiert sind. Denn starke Mitarbeitendenvertretungen können die Anliegen der Mitarbeitenden stark vertreten. Dazu brauchen sie engagierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen, die kundig sind im Mitbestimmungsrecht und die sich intensiv austauschen. Wie kann die MAV-Arbeit effektiv gestaltet werden? Was motiviert Mitarbeitende zum Engagement? Der Gesamtausschuss, der im Herbst 2014 in Westfalen installiert werden wird, ist ein Chance, die Rechte von Mitarbeitenden weiter voran zu bringen. Denn in diesem Ausschuss werden nicht nur die Mitarbeitenden vertreten, die bei der Landeskirche selbst angestellt sind, sondern auch diejenigen, die in Kirchenkreisen, Gemeinden und anderen Einrichtungen tätig sind. Der Ausschuss braucht eine gute Grundausstattung und wird so die MAVen vor Ort koordiniert und sachkundig unterstützen können. Aufgaben und Erwartungen an den Gesamtausschuss werden deshalb intensiv thematisiert und mögliche Arbeitsschwerpunkte beraten.

Programmflyer

Global egal?! Nicht mit MIR!


Jugendkonferenz - zum Inspirieren, Aktivieren und Mitmachen
31. Januar - 02. Februar 2014
Evangelische Jugendbildungsstätte, Hagen-Berchum

Hast du auch den Eindruck, dass die Großen, egal ob in Politik, Konzernen oder wo auch immer, ein Spiel spielen und sich lieber reden hören als etwas erreichen wollen? Es gibt landauf landab große und kleine Konferenzen zum Klimawandel, zur
Nachhaltigkeit, zur Beschaffung, zum Lebensstil. Erklärungen und Absichten werden beschlossen und aufgeschrieben. Aber passiert dann etwas? Nichtregierungsorganisationen werden wütend und verlassen die Konferenzen, wollen nicht mehr reden aber handeln. Und dann? Und du? ...

Programmflyer

"Mein Haus soll ein Bethaus sein"


Gebäudemanagement und -pflege in der Kirchengemeinde
01. - 02. Februar 2014
Haus Villigst, Schwerte

"Mein Haus soll ein Bethaus sein." Das Lukasevangelium zitiert das Buch des Propheten Jesaja. Im Alten wie im Neuen Testament geht es also um die Würde der Häuser Gottes. Jedes kirchliche Gebäude soll auch ein würdiges Haus sein. Das kostet Geld. Viel (oft zu viel) dreht sich in den Kirchengemeinden ums Geld. Personal muss "anständig" bezahlt werden - und die Gebäude müssen ordentlich ausgestattet und gepflegt sein.  Kirchmeister und Kirchmeisterinnen kümmern sich mit viel Sachkenntnis, Geduld, Engagement und Zeit um kirchliche Liegenschaften und Gebäude. Sie sorgen für Instandsetzungen, bauliche Veränderungen, Sanierungen ... Manchmal müssen sie sich um neue Nutzungsmöglichkeiten bemühen ...
Bei der Tagung wird informiert über Gebäudestrukturanalyse, Vermarktungs- und Umnutzungsperspektiven, über Energiemanagement z.B. bei der Heizung. Viel Gelegenheit ist zum Erfahrungsaustausch - z.B. mit dem "Grünen Hahn" - und zur Entwicklung einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde, Kirchenkreis und Landeskirche.
Mitarbeitende der Klimaschutzagentur der Evangelischen Kirche von Westfalen und Vertreter und Vertreterinnen des landeskirchlichen Bauamtes zeigen auf, wie gutes Gebäudemanagement dazu hilft, dass kirchliche Gebäude Orte des Gebets und der Gemeinschaft sein und bleiben können.

Programmflyer

25. Westfälischer Theologinnen-Tag


Theologinnen in der EKvW haben in den letzten 80 Jahren viel bewegt!
08. Februar 2014, 10.00-17.00 Uhr
Evangelische St. Mariengemeinde, Dortmund

1934 gründete sich der Theologinnenkonvent in Westfalen. Vierzig Jahre später - 1974 - beschloss die Synode der EKvW die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt. Damit war das Ziel erreicht, für das sich die Theologinnen in Westfalen im Konvent engagiert hatten.

Für den Konvent als Interessenvertretung der Theologinnen ging es von nun an um die konkrete Umsetzung der rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt. Die Gestaltung des Amtes und des Berufsbildes als Pfarrerin waren ab jetzt die vorrangigen Themen. Sowie die Frage nach notwendigen strukturellen Veränderungen innerhalb des Pfarrberufes zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit zwischen Pfarrerinnen und Pfarrern.
2014 findet der Westfälische Theologinnen-Tag zum 25. Mal statt!

Programmflyer

Wie glaubwürdig ist die Kirche?


Fragen - Fakten - Diskussionen
28. Februar 2014, 14.00-18.30 Uhr
Haus Landeskirchlicher Dienste, Dortmund

Kirche steht mit ihrer Art zu handeln immer wieder in der Kritik. Ihre Glaubwürdigkeit wird dabei in Frage gestellt, beispielsweise in ihrem Auftreten als Arbeitgeberin. Die Kirche beharre auf alten Privilegien, die dringend überprüft, weiterentwickelt, angepasst oder sogar abgeschafft werden müssten - so der Vorwurf. Daraus ergeben sich viele Fragen, die in unserer Gesellschaft miteinander verhandelt werden müssen: Ist es z.B. glaubwürdig, wenn kirchliche Einrichtungen, die zu über 90% vom Staat refinanziert werden, qualifizierte Arbeitskräfte ohne Kirchenzugehörigkeit nicht anstellen wollen? Ist es glaubwürdig, wenn die Kirche ihre Vergütungsstruktur über den sogenannten "Dritten Weg" regelt und Streiks nicht zugelassen sind? Ist es glaubwürdig, wenn fast alle Landeskirchen Entschädigungszahlungen vom Staat (Staatsdotationen) für Enteignungen erhalten, die z.B. bereits 1803 stattgefunden haben?
Auf dieser Studienkonferenz liefern Fachleute und auch Vertreter der Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen zu den strittigen Themen die entsprechenden Fakten, stellen ihre jeweiligen Positionen dar und diskutieren diese miteinander und mit dem Publikum.

Anmeldung zu dieser Veranstaltung

Programmflyer

Gleichstellung leben


40 Jahre Gleichstellung im Pfarramt

Es war ein langer und steiniger Weg, den die Theologinnen in der westfälischen Kirche gegangen sind. Am Ende aber haben sie ihr Ziel erreicht: Seit 1974 sind sie ihren männlichen Kollegen im Pfarramt rechtlich gleichgestellt.
40 Jahre ist das im kommenden Jahr her. Dieses Ereignis soll gefeiert werden - zusammen mit zwei anderen Jubiläen: 1964,  zehn  Jahre  vor  der  rechtlichen  Gleichstellung  nämlich, verabschiedete die Synode in Westfalen das Pastorinnengesetz. Damit wurden aus den Vikarinnen - so nannte man bis dahin die ordinierten Theologinnen - erstmals Pastorinnen, die auch ein Gemeindepfarramt übernehmen konnten. Und zwar dann, wenn in einer Gemeinde mindestens zwei Pfarrstellen bestanden.
Auch, wenn es den Pastorinnen nach der Gesetzesänderung von 1964 noch nicht erlaubt war, zu heiraten, war sie der Türöffner für die 1974 realisierte volle rechtliche Gleichstellung im Pfarramt. Mit dem Gesetz von 1974 wurde auch die Zölibatsklausel aufgehoben. mehr ...

Programmflyer "Frauen in Führung"

Personalia

Westfälische Kirche stärkt nachhaltige Entwicklung


Volker Rotthauwe (55) wird Pfarrer für den Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung" am Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dazu hat ihn das Landeskirchenamt berufen. Seine Aufgabe wird sein, die evangelische Verantwortung für Ökologie und für den Schutz von Umwelt und Klima praktisch umzusetzen sowie die Präsenz der Kirche im ländlichen Raum zu stärken. mehr ...

Projekt "Zukunft einkaufen" wird fortgesetzt


Claudia Mahneke (46) wird zum 1. Februar 2014 im Fachbereich "Nachhaltige Entwicklung" das bundesweite Netzwerk "Zukunft einkaufen" in den verschiedenen Bereichen von Kirche und Diakonie ausweiten und stärken.
Dazu gehören sowohl die Durchführung von bedarfs- und zielgruppenorientierten Netzwerkveranstaltungen im kirchlichen und diakonischen Bereich als auch der Aufbau von weiteren Kooperationen. mehr ...

Danke

Wir danken Ihnen für die gute Zusammenarbeit und Ihr Interesse an unserer
Arbeit in den zurückliegenden Monaten und wünschen Ihnen ein frohes
Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr.



 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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