Newsletter September 2013

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Streit um die Familie

Familien wird viel zugetraut und von Familien wird viel erwartet.
In Familien sind Menschen füreinander da, übernehmen füreinander Verantwortung. In Familien erfahren Menschen sozialen Zusammenhalt, Liebe und Wertschätzung. Das macht unstrittig den funktionalen Kern und die große Bedeutung von Familie aus. Dennoch ist die Auseinandersetzung um das Leitbild Familie voll entbrannt: in der Politik wie in den Kirchen. Das liegt u.a. daran, dass die Formen, in denen heute Familie gelebt wird, sich geändert haben und weiter ändern werden. Heftig umstritten ist auch, welche Unterstützungen "Familien heute" brauchen, um dauerhaft füreinander einstehen zu können.

Unser Institut begleitet seit Jahren den politischen und kirchlichen Meinungsbildungsprozess rund um die "Familie". Wir beteiligten uns an der Erstellung der Hauptvorlage der EKvW "Familien heute". Mit einer Vielzahl von theologisch-ethischen, sozialwissenschaftlichen und familienpolitischen Tagungen laden wir zu einer fundierten Auseinandersetzung mit dem Leitbild "Familie" ein. Ebenso wollen wir Impulse für eine familienfreundliche Kirche geben. Ein Teil dieses Newsletters gibt Ihnen Einblick in unsere Arbeit.

Auf die Tagung "Familien stärken! Welche Familienbilder machen Politik?" am 11.-12.10.2013 möchte ich Sie ganz besonders hinweisen: In Kooperation mit dem Familienministerium NRW gehen wir besonders den Fragen nach: Was brauchen Familien heute, damit in ihnen Fürsorge und Verantwortung möglich sind? Wo besteht kirchlicher und politischer Handlungsbedarf und was bedeutet dies konkret für den Familienalltag? Diskutieren werden Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Wissenschaft und Politik sowie NRW-Familienministerin Ute Schäfer.

Herzlich lade ich Sie nach Villigst ein! Diskutieren Sie mit uns! Bringen Sie Ihre Erfahrungen und Überlegungen für eine familienfreundliche Gesellschaft ein.

Ihr Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

P.S. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch auf den Seiten der Männerarbeit und des Frauenreferats im Institut für Kirche und Gesellschaft sowie unter EKvW "Familien heute"

Ein erster gemeinsamer Schritt


Stellungnahme von Frauenreferat und Männerarbeit zu "Familien heute"

"Es war keine leichte Geburt", darüber waren sich die Frauen und Männer nach der hitzigen Debatte um den Stellenwert von Ehe und Familie einig. Anlässlich des Stellungnahmeprozesses zur Hauptvorlage "Familien heute" hatten sich der landeskirchliche Frauenausschuss und der Landesvorstand der Männerarbeit unter Beteiligung der beiden Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft erstmalig zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Aber am Ende konnte die einberufene Arbeitsgruppe doch einen Erfolg präsentieren: eine gemeinsame Stellungnahme des Landesvorstandes der Männerarbeit und des landeskirchlichen Frauenausschusses der EKvW zur Hauptvorlage "Familien heute". mehr ...

Gemeinsame Stellungnahme zu "Familien heute"

Familien stärken!


Der Austausch ist die Grundlage für gute Rahmenbedingungen

"Zwischen Autonomie und Angewiesenheit - Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken", so lautet der Titel der Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), die seit ihrem Erscheinen im Juni 2013 heftig diskutiert wird. mehr ...

Programmflyer

Rückblick und Vorschau

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Vom aufrechten Gang und dem Umgang mit Grenzen

Unter diesem konkreten und zugleich metaphorischen Motto verlief die alljährliche Sommertagung der Westfälischen Männerarbeit am 6. und 7. Juli 2013. Aus unterschiedlichen, jedoch immer miteinander vernetzten Perspektiven stand somit das diesjährige Jahresthema der Männerarbeit "Bis hierher!" - Aufrecht gehen ... und Ihr werdet leben (Jesaja 55,3) im Vordergrund einer gelungenen Tagung, die wieder einmal den Anspruch einer Veranstaltung einlöste, zugleich bildend als auch planend zu sein. mehr ...

"Hör mal" - Kirche in WDR 2


Radioandachten von Nicole RichterAusschlafen. Zeit haben für die Familie und Freunde. Der Sonntag ist etwas Besonderes. Zeit auch, um nachzudenken über das, was hinter den Dingen steckt. Berichte, Portraits und Kommentare spüren dem biblischen Monatsspruch nach und entdecken aktuelle Bezüge. Zeit für Hörmal. Um 07.45 Uhr auf WDR 2.

Radioandacht vom 01.09.2013 "Und Frieden auf Erden"
Radioandacht vom 08.09.2013 "Lesen, Schreiben und Glauben lernen"

Nachzuhören auch hier

GANG - Wege aus der Gewalt


... seit 12 Jahren interdisziplinär aktiv gegen Männergewalt

"Das Ziel von GANG ist die Vermeidung von Gewalt, um zukünftige Straftaten zu verhindern und damit potenzielle Opfer zu schützen", so Jürgen Haas, Referent für Kirche und Justiz im Institut für Kirche und Gesellschaft.
Vor 12 Jahren wurde das GANG-Projekt (GANG - Gewaltig Aber Nicht Gewalttätig) im Institut für Kirche und Gesellschaft von der Männerarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern ... entwickelt. mehr ...

Die Broschüre "Wege aus der Gewalt" zum Projekt GANG können Sie hier herunterladen.

Mehr Informationen zum Themenfeld Kirche und Justiz finden Sie hier.

Alternative zum Weg der Gewalt


Aufruf zu Friedensgebeten von Annette Muhr-Nelson

Die Situation in Syrien erfüllt uns alle mit Ratlosigkeit. Seit 2 ½ Jahren führt das Assad-Regime einen Krieg gegen das eigene Volk, ausgelöst durch friedliche Proteste von Bürgern, die mehr Demokratie und Freiheit forderten. Inzwischen ist deutlich, dass die Opposition aus unterschiedlichen Gruppierungen mit unterschiedlichen Interessen besteht, unterstützt von anderen Staaten, die wiederum unterschiedliche Interessen in Bezug auf Syrien verfolgen. Dies führte letztendlich zur Handlungsunfähigkeit der Vereinten Nationen, die sich angesichts der Eskalation der Gewalt und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwerfen müssen versagt zu haben.

mehr zum Thema Syrien

Nachhaltig bewegen


Bildungsarbeit für zukunftsfähige Mobilität
20. - 21. September 2013, Hagen

Das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW veranstaltet zum Jahresthema 2013 der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" eine Tagung mit dem Titel "Nachhaltig bewegen - Bildungsarbeit für zukunftsfähige Mobilität".

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Frage aufgeworfen, wie unser Mobilitätsverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Die Tagung richtet sich vorrangig an Multiplikator/innen, die Anregungen für ihre Bildungsarbeit erhalten, sich mit anderen Akteuren vernetzen und austauschen können. 

Programmflyer

Das Leben von Frauen ist vielfältig!


2. Westfälischer FrauenKirchenTag
21. September 2013, Gelsenkirchen

Zwischen Haushalt, Büro, Partnerschaft, eigenen Hobbies und Freundschaften bleibt oft kaum Zeit für sich selbst.
Hätten Sie gerne mal einen Tag lang nur Zeit für sich?
Dann sind Sie beim zweiten Westfälischen FrauenKirchen-Tag richtig! Angelehnt an die Struktur des Deutschen Evangelischen Kirchentags erwartet Sie ein vielfältiges Angebot rund um das Thema FrauenLeben. Neben einer feministischen Bibelarbeit zu Beginn wird an diesem FrauenKirchenTag Zeit für Austausch und Begegnung, Essen und Trinken sein. Außerdem können Sie einen thematischen Workshop besuchen, in dem Sie praktische Erfahrungen sammeln, politisch diskutieren und auch neue Anregungen erhalten. Auf dem Markt der Möglichkeiten finden Sie interessante Impulse und Informationen, knüpfen neue Netzwerke und lernen FrauenLeben in der ganzen Vielfalt kennen.

Programmflyer

Managing Diversity


Vom Umgang mit Verschiedenheit und Unterschiedlichkeit
23. - 27. September 2013, Haus Nordhelle

Im Zusammenhang mit der Strategie "Gender Mainstreaming" wird oft auch "Managing Diversity" erwähnt. Dieser Ansatz nimmt bewusst die Unterschiede von Menschen in Kategorien wie Geschlecht, ethnische und soziale Herkunft, sexuelle Orientierung, Religion und Weltanschauung, Alter, sowie körperliche und geistige Fähigkeiten in den Blick. Vielfalt, also Diversity, soll dabei der Ausgangspunkt von politischem und administrativem Handeln sein.In den USA ist Managing Diversity als betriebliche Strategie im Personalmanagement bereits seit Anfang der 1990er Jahre im Gespräch. In Europa wurde Managing Diversity erst später umgesetzt und ist bis heute erst in wenigen, meist multinationalen Unternehmen gängige Praxis. In der Bundesrepublik Deutschland findet Diversity Management immer mehr Interesse bei großen Unternehmen, die neben ökonomischen und moralischen auch gerechtigkeitsbezogene Beweggründe als Grund für die Einführung angeben. Die Evangelische Kirche von Westfalen befasst sich derzeit mit dem Konzept des Managing Diversity. In einer Arbeitsgruppe der Kirchenleitung werden diese Strategie und deren Umsetzung in der EKvW diskutiert.

Programmflyer

Bioethik im Diskurs


Vortragsreihe
24. - 26. September 2013, Ruhr-Universität Bochum

Im Rahmen der Kooperation des Instituts für Kirche und Gesellschaft mit dem Geisteswissenschaftlichen Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum findet eine Vortragsreihe zu bioethischen Fragestellungen an der Ruhr-Universität statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen im Programmflyer und unter http://k-urz.de/612

"Wir beteiligen uns"


Weiterbildungsreihe für Ehrenamtliche startet in Westfalen

Am 26. September startet das erste Modul der Weiterbildungsreihe "Wir beteiligen uns." Sie zielt darauf ab, ehrenamtlich Engagierten in drei aufeinander aufbauenden Modulen konkretes Handwerkszeug und Praxiswissen an die Hand zu geben und sie zugleich miteinander zu vernetzen. Die Themen lauten:
Modul 1: "Mein Engagement: gedacht, geplant und umgesetzt"
Modul 2: "Die Zivilgesellschaft und ich: Beteiligung und Grenzen"
Modul 3: "Die Öffentlichkeit und mein Engagement: Sorge dafür, dass man darüber redet".
Die Evangelische Akademie in Villigst führt die Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen durch, die der Dachverband der Evangelischen Akademien in Deutschland e. V. im Rahmen des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe" des Bundesministeriums des Innern parallel in NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Niedersachen umsetzt.

Die Weiterbildung ist kostenfrei, lediglich 30 Euro für Material sind zu entrichten. Reise-, Übernachtungs- und Fahrtkosten werden ebenfalls erstattet. Engagierte sind herzlich eingeladen, sich anzumelden. 

Weitere Informationen im Programmflyer und unter www.evangelische-akademien.de

Dr. Kristin Junga 02304/755-378
kristin.junga@kircheundgesellschaft.de

Publikation



Die neue "Männerarbeit aktuell" finden Sie hier als Download. 

Bestellen können Sie die aktuelle Ausgabe bei:
Ulrike Neuhaus
Fon: 02304/755 342
ulrike.neuhaus@kircheundgesellschaft.de

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
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