Newsletter Juni 2013

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Die Bilder des Hochwassers an Elbe, Donau, Mulde sind bedrückend. Gleichzeitig ist es ermutigend zu sehen, wie Menschen einander in dieser Katastrophe helfen. Das Jahrhunderthochwasser, das zweite innerhalb von gut 10 Jahren, wirft altbekannte Fragen auf. Werden wir Flüssen mehr Raum geben, mehr Ressourcen für Katastrophenvorsorge bereitstellen, aber auch den Klimaschutz und die Anpassung an den nicht mehr vermeidbar Klimawandel voranbringen?

In gut drei Monaten ist Bundestagswahl. Am 22. September werden die Weichen für die nächste Legislaturperiode gestellt - auch in der Umwelt-, Energie- und Klimapolitik.

In Europa schwelt die Wirtschafts- und Finanzkrise weiter und stellt die Politik vor neue, nicht nur europapolitische Bewährungsproben. Auch die Familien- und Sozialpolitik stehen im Brennpunkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Die Spaltung zwischen Einkommensarmen und Wohlhabenden verfestigt sich weiter.

Das Institut für Kirche und Gesellschaft beschäftigt sich nicht nur zu Wahlkampfzeiten mit vielen dieser Schlüsselthemen. Mit unseren Diskurstagungen und Projekten suchen wir nach Orientierungspunkten für ein menschwürdiges, solidarisches Zusammenleben. Dabei prägt uns die Überzeugung, dass eine zukunftsfähige Gesellschaft wesentlich davon abhängt, dass ihren schwächsten Gliedern Gerechtigkeit widerfährt.

In diesem Newsletter präsentieren wir eine Auswahl von Themen- und Arbeitsfeldern unseres Instituts, die auch im Fokus der aktuellen Wahldebatten stehen.

Wir hoffen damit einige Diskussionsimpulse geben zu können, zu den Weichenstellungen die gesellschaftlich anstehen: Zum Beispiel in der Auseinandersetzung um die Alterssicherung, die Geschlechter-Gerechtigkeit oder im Bereich der Diskussionen um die "Energiewende".

Mit besten Grüßen

Ihr
Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Frauen haben die Wahl


Wahlen sind ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Wenn in Deutschland am 22. September 2013 der 18. Deutsche Bundestag in allgemeiner, freier, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt wird, so ist für uns diese Wahl etwas Selbstverständliches. mehr ...  (Artikel aus LILA BLÄTTER - Nr. 46, Juni 2013)

Energiewende wählen !?


In Zeiten des Wahlkampfs merken wir, wie unter anderem auch das Thema Energiewende verstärkt in die Öffentlichkeit getragen wird. Die Debatte wird dabei nicht immer sachlich geführt; oft entsteht der Eindruck, dass Ängste vor nicht zu bewältigenden Kosten und einer sozial ungerechten Lastenverteilung absichtlich geschürt werden. Eine Versachlichung der Diskussion ist hier angebracht. mehr ...

Fracking - Deutschland im Gasrausch?


Umstrittenes Fracking wird nicht mehr vor der Bundestagswahl gesetzlich geregelt

Seit über drei Jahren streitet die Bundesregierung über eine gesetzliche Regelung des Fracking. Am 04.06. kapitulierte sie vor dem anhaltenden Protest gegen die geplanten Gesetzesänderungen und teilte mit, in dieser Legislaturperiode werde es keine gesetzliche Regelung mehr geben. Damit bleibt Fracking weiter grundsätzlich erlaubt. mehr ...

Europapolitik, Kirche und Kultur


Kultur ist für viele Menschen etwas, was da ist, so wie die Gebäude der klassischen Kulturveranstalter, die in Großstädten das Stadtbild prägen: Opernhäuser, Theater, Museen, Konzerthäuser - früher waren es auch noch die großen Kinosäle, heute gesellen sich oft entkernte und zweckentfremdete Industriebauten dazu, in denen die freie - und geförderte - Szene agiert. Diese Gebäude sind da, sie werden genutzt und sind belebt. Neben der Stadtteil-, Inter-, Weltmusik, -theater, -tanzkultur, neben Probenkeller und Bürgerfunk gehören diese Orte zum Leben wie der Regen in unserer Region. Man weiß, es gibt Subventionen, Kultur wird gefördert, Kulturprojekte werden öffentlich finanziert, Kompositionsaufträge werden vergeben ebenso wie Arbeitsstipendien. mehr ...

Alterssicherung in der Bundesrepublik Deutschland


Fragen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.
an die politischen Parteien zur Bundestagswahl 2013


Die so genannte "Alterssicherung" ist in der Bundesrepublik Deutschland schon lange keine Sicherung des Lebensunterhalts mehr. Dies liegt an den kürzeren Erwerbsbiografien und an der Arbeitsmarktpolitik. Zunehmende Niedriglöhne und geringfügige Beschäftigungen verursachen eine stetig steigende Altersarmut in Deutschland so auch in vielen Städten des Ruhrgebiets. Keine Frage, dass die in der Zukunft geplante Rentenpolitik und die auf die ältere Generation bezogene Arbeitsmarktpolitik durch Seniorenorganisationen kritisch begleitet werden muss.
Deshalb hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), der die Männerarbeit der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) über die Evangelische  Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD (EAfA) angehört, kritische Fragen zu folgenden Punkte an die Parteien zur Bundestagswahl am 22.09.2013 gestellt.

  1. Alterssicherung
  2. Altersgrenze und Altersdiskriminierung
  3. Freiwilliges Engagement und Partizipation
  4. Gesundheit und Pflege
  5. Wohnen und Wohnumfeld

Die BAGSO-Wahlprüfsteine finden Sie hier.

Vorschau

Olga Kudrjawzewa stellt in Haus Villigst aus



Am 14. Juni wird die Ausstellung mit Fotografien und Bild-
bearbeitungen von Olga Kudrjawzewa um 19.00 Uhr eröffnet.
Sie sind herzlich eingeladen!

Olga Kudrjawzewa arbeitet freiberuflich als Cross-Media Designerin. Sie ist u.a. Art Directorin bei Monolith Mitte, übernimmt Projekt- und Designleitung und verfolgt eigene Projekte in Fotografie und Architektur.
Die Designerin und Künstlerin Olga Kudrjawzewa wurde am 25.12.1985 in Zelinograd (heute Astana), der Hauptstadt von Kasachstan geboren. 1994 zog sie mit der ganzen Familie in die Bundesrepublik Deutschland, ging hier zur Schule und legte 2006 das Abitur ab. 2006-2010 studierte sie in den Niederlanden „Art & Crossmedia Design“ an der ArtEZ Academie voor Art & Design in Enschede. 2011 erhielt sie den Ersten Preis beim AWO Wettbewerb als beste Nachwuchsfotografin.

Olga Kudrjawzewa wird vor allem von der Faszination angetrieben: „Die Faszination ist meine treibende Kraft. Fotografiedesign gibt ein Stück Freiheit, meine Faszination auszudrücken. Die Faszination eine eigene besondere, ehrliche, spezifische, abstrakte oder unbeschreibliche Welt zu kreieren und an meiner Leidenschaft andere teilhaben zu lassen. Sei es bei einem Entwurf, einer Fotografie oder Illustration, am wichtigsten ist es für mich, meine Botschaft zu vermitteln: Sie liegt in der Idee der Arbeit und ihrer Ausführung. Diese kann trügen, provozieren oder auch inspirieren. Sie muss aber immer die Kraft der besonderen Kommunikation besitzen und die schon erwähnte Faszination beim Betrachter wecken. Sie soll ihn überraschen und auf eine Reise entführen."

Aufnahme und Integration syrischer Flüchtlinge in NRW


Informationsveranstaltung
19. Juni 2013, Haus Villigst

Nach zwei Jahren Bürgerkrieg hat die Zahl der syrischen Flüchtlinge laut "Hohem Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen" (UNHCR) die Millionengrenze erreicht. Die Belastung der benachbarten Aufnahmeländer wird immer größer und die Menschen, die traumatisiert sind und Gewalt erlebt haben, brauchen dringend Unterstützung und humanitäre Hilfe.
Aufgrund der gewaltsamen Entwicklungen in Syrien hat Deutschland sich bereit erklärt, 5.000 syrischen Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Für diese humanitäre Aufnahme wird das Land NRW rund 1.000 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen.
Ziel dieser Veranstaltung ist, über die aktuellen Entwicklungen des Aufnahmeverfahrens der syrischen Flüchtlinge in NRW zu informieren und das weitere Vorgehen hinsichtlich Verteilung und Aufnahme dieser Personengruppe zu erörtern. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden. Diese Kooperationsveranstaltung zwischen der Bezirksregierung Arnsberg und dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen richtet sich an Vertreter der Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Migrations- und Flüchtlingsberatungsstellen, Integrationsräte und Integrationsausschüsse, Migrantenorganisationen sowie an weitere interessierte Personen.

Den Veranstaltungsflyer können Sie hier herunterladen.

"Engagement hat viele Gesichter - Zeig Deins!"


15./16. Juli 2013
DGB Bildungswerk in Hattingen

Ihr seid engagierte junge Menschen? Ihr habt Erfahrungen mit eigenen Projekten oder seid auf der Suche nach neuen Ideen? Oder arbeitet ihr mit jungen Menschen zusammen und merkt, dass die freien Zeitfenster vieler junger Erwachsener stetig enger gesteckt sind? Dann seid ihr herzlich zu unserer Veranstaltung eingeladen:
Das Institut für Kirche und Gesellschaft veranstaltet gemeinsam mit START in NRW, dem Verein zur Förderung politischen Handelns und dem Amt für Jugendarbeit der EKvW ein 2-tägiges Seminar und lädt Jugendliche und im Jugendbereich engagierte Multiplikatoren herzlich ein, miteinander über ehrenamtliches Engagement ins Gespräch zu kommen, Motivationen und Rahmenbedingungen zu diskutieren und gemeinsam eigene Vorstellungen zu entwickeln. Neben aktuellen Rahmenbedingungen werden Fördermöglichkeiten von ehrenamtlichem Engagement aufgezeigt und unterschiedliche Engagementangebote für Jugendliche anhand von Best-Practice-Beispielen vorgestellt. Auch wollen wir gemeinsam neue Beteiligungsformen entdecken und wir haben Gelegenheit, eigene Engagementmodelle und -ideen zu entwickeln, die Spaß machen.

Weitere Informationen unter: www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen/

Publikationen

Gut abgestimmt?! Glaube und Politik


Neue Ausgabe des Magazins LILA BLÄTTER - Nr. 46, Juni 2013

Zweimal im Jahr veröffentlicht das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen das Magazin die "Lila Blätter". Und das bereits seit 1989!

Die aktuelle Juni - Ausgabe befasst sich mit dem Schwerpunktthema "Gut abgestimmt?! Glaube und Politik".

Die LILA BLÄTTER können für 9,00 € im Jahr (inklusive Versand) abonniert oder einzeln für 4,50 € (zzgl. Versand) bestellt werden unter 02304/755-230

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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