Vielfalt anerkennen und gestalten

© Tomizak, pixelio.de

Migration und Integration sind Themen, die die Mitte der Gesellschaft betreffen. Fast 4,2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben einen Migrationshintergrund, also 23% der Einwohner Nordrhein-Westfalens. Bundesweit sind es knapp 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, also ca. 18% aller Einwohner/innen. Über die Hälfte haben einen deutschen Pass als Spätaussiedler und ihre Kinder oder als Eingebürgerte.

Im Institut für Kirche und Gesellschaft fragen wir nach den aktuellen Herausforderungen, die mit Einwanderung und ihren Folgen verbunden sind:

  • Was hält eine multikulturell ausdifferenzierte Einwanderungsgesellschaft zusammen?
  • Wer soll künftig unter welchen Bedingungen zeitweise oder dauerhaft nach Deutschland einwandern dürfen?
  • Wie kann Integration als Zusammenwachsen der Verschiedenen und als Teilhabe und Beteiligung der Zugewanderten erfolgreich gestaltet werden?
  • Wie werden wir unserer humanitären Verpflichtung gegenüber Flüchtlingen und Asylsuchenden gerecht?
  • Wie kann interkulturelle Öffnung (auch von kirchlichen Institutionen) effektiv umgesetzt werden?


Bei diesen Fragen suchen wir den Austausch mit der Diakonie und anderen Wohlfahrtsverbänden, mit Flüchtlingsorganisationen und Migrantenorganisationen, organisieren Tagungen, Seminare und Tagesveranstaltungen und stehen für Vorträge und Diskussionsveranstaltungen vor Ort zur Verfügung.

Zu den damit verbundenen Aufgaben gehören

  • der anwaltliche Einsatz für Flüchtlinge,
  • die Initiierung von interreligiösen Dialogen,
  • die Förderung der interkulturellen Kompetenz von kirchlichen Mitarbeitenden,
  • die praktische Integrationsförderung vor Ort
  • und die Integration von Kirchenmitgliedern mit Migrationsgeschichte in das Gemeindeleben.


Zur Unterstützung aller Ebenen unserer Landeskirche in diesen Handlungsfeldern sind am Institut für Kirche und Gesellschaft im "Kompetenzteam Interkulturalität und Migration" verbunden:

  • die Beauftragung für Zuwanderungsarbeit,
  • die Beauftragung für Aussiedlerarbeit,
  • die Arbeit am jüdisch-christlichen Dialog, 
  • die politische Erwachsenenbildung für Migrant/innen 
  • und der Referent für christlich-islamischen Dialog.


Wir stehen Ihnen als zentrale Anlaufstelle bei allen Fragen der Zuwanderung und Integration zur Verfügung, organisieren Tagungen und Veranstaltungen, beraten Kirchengemeinden und halten Materialien für die Arbeit vor Ort bereit. Sprechen Sie uns an!

AKTUELLES

EKD-Dossier zu Flüchtlingen erschienen

Foto: EKD

"Sie sind nicht vergessen": Die Evangelische Kirche setzt sich für Flüchtlinge ein. Ein Dossier der EKD nimmt Stellung zu den aktuellen Entwicklungen, insbesondere zur Situation syrischer Flüchtlinge, zur europäischen Asylpolitik angesichts vieler Ertrunkener vor Lampedusa und fordert eine humanere Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik.
Das Dossier kann auf dieser Seite unter "Downloads" heruntergeladen werden.

Informationsveranstaltung zur Aufnahme und Integration syrischer Flüchtlinge in NRW am 19.6. in Haus Villigst

Nach zwei Jahren Bürgerkrieg hat die Zahl der syrischen Flüchtlinge laut UNHCR die Millionengrenze erreicht. Die Belastung der benachbarten Aufnahmeländer wird immer größer und die Menschen, die traumatisiert sind und Gewalt erlebt haben, brauchen dringend Unterstützung und humanitäre Hilfe.
Aufgrund der gewaltsamen Entwicklungen in Syrien hat Deutschland sich bereit erklärt, 5000 syrischen Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Für diese humanitäre Aufnahme wird das Land NRW rund 1000 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen.
Ziel dieser Veranstaltung ist, über die aktuellen Entwicklungen des Aufnahmeverfahrens der syrischen Flüchtlinge in NRW zu informieren und das weitere Vorgehen hinsichtlich Verteilung und Aufnahme dieser Personengruppe zu erörtern. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden. Diese Kooperationsveranstaltung zwischen der Bezirksregierung Arnsberg und dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Westfalen richtet sich an VertreterInnen der Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Migrations- und Flüchtlingsberatungsstellen, Integrationsräte und Integrationsausschüsse, Migrantenorganisationen, sowie an weitere interessierte Personen.

Den Veranstaltungsflyer können Sie hier herunterladen.

Anmeldungen nimmt die Bezirksregierung Arnsberg unter folgender Adresse entgegen:

Bezirksregierung Arnsberg
Kompetenzzentrum für Integration
Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg

Ansprechpartner
Dietmar Faltus
Telefon: 02931 82-2917
Telefax: 02931 82-2944
tagungkfi@bra.nrw.de

Appell des Asylpolitischen Forums 2012

Schnellverfahren schnellstens Abschaffen - Verfahren in NRW verantwortlich gestalten

Die Teilnehmenden des Asylpolitischen Forums 2012 (7.-9.12.2012 in der Ev. Akademie Villigst) haben einen Appell an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, den nordrhein-westfälischen Innenminister und die innenpolitischen Sprecher der Parteien im NRW-Landtag verabschiedet.
Darin lehnen sie Schnellverfahren gegen Asylsuchende aus Serbien und Mazedonien ab und fordern deren gleichberechtigte und faire Behandlung ein.
An die NRW-Landespolitik wird die Forderung gerichtet, schnellstmöglich für eine räumliche und personelle Aufstockung der Aufnahmekapazitäten für Asylsuchende zu sorgen, um grundlegende Standards in deren Unterbringung und Beratung erhalten zu können.
Der Text des Appells kann hier herunter geladen werden.