Ihr Fachteam für Fragen von Interkulturalität, Migration und Integration
Für die Evangelische Kirche von Westfalen ist der Bereich "Zuwanderung" ein gesellschaftspolitisches und gesellschaftsdiakonisches Zukunftsthema. Diesem stellt sie sich in seinen unterschiedlichen Facetten und Problemlagen. Sie will als wichtige zivilgesellschaftliche Akteurin zur Anerkennung und Gestaltung von Vielfalt in unserer Gesellschaft maßgeblich beitragen.
Zu den damit verbundenen Aufgaben gehören
- der anwaltliche Einsatz für Flüchtlinge,
- die Initiierung von interreligiösen Dialogen,
- die Förderung der interkulturellen Kompetenz von kirchlichen Mitarbeitenden,
- die praktische Integrationsförderung vor Ort
- und die Integration von Kirchenmitgliedern mit Migrationsgeschichte in das Gemeindeleben.
Zur Unterstützung aller Ebenen unserer Landeskirche in diesen Handlungsfeldern sind am Institut für Kirche und Gesellschaft im "Kompetenzteam Interkulturalität und Migration" verbunden:
- die Beauftragung für Zuwanderungsarbeit,
- die Beauftragung für Aussiedlerarbeit,
- die Arbeit am jüdisch-christlichen Dialog,
- die politische Erwachsenenbildung für Migrant/innen
- und der Referent für christlich-islamischen Dialog.
Wir stehen Ihnen als zentrale Anlaufstelle bei allen Fragen der Zuwanderung und Integration zur Verfügung, organisieren Tagungen und Veranstaltungen, beraten Kirchengemeinden und halten Materialien für die Arbeit vor Ort bereit. Sprechen Sie uns an!
AKTUELLES
12 Städte Netz in Europa. Justice– Espoir – Frieden
Das „12 Städte Netz in Europa“ mit den Zielen Gerechtigkeit, Hoffnung und Frieden und gegen Islamophobie ist nun auch im Rhein-Ruhrgebiet angekommen. Am 11.März 2011 erweiterte sich in Haus Villigst bei Schwerte/Ruhr diese Basis-Bewegung zur Verbindung von aktiven, interreligiös und interkulturell tätigen und antirassistisch orientierten Gruppen in 12 (oder mehr) Städten in Europa. 25 aktive Personen aus der RUHR-Stadt, aus Kirchen und Moscheen zwischen Duisburg und Hamm, Witten und Marl verabredeten die Zusammenarbeit miteinander und in diesem „12 Städte Netz in Europa“. Mit dabei war Rafet Öztürk von DITIB Köln in Vertretung für den derzeitigen Sprecher Bekir Alboga vom KRM Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland. Dieses Netz entstand im vergangenen Herbst und Winter auf Anstoß der englischen Nichtregierungsorganisation „Soul of Europe“ (www.soulofeurope.org) und des Soester Forums der Religionen und Kulturen/eine Initiative des Zentralinstitut Islam-Archiv Deutschland (http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad-Nafi-Tschelebi-Preis). Der anglikanische Pfarrer Donald Reeves, Begründer von „Soul of Europe“ und Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreisträger 2010 war in Villigst an diesem Wochenende als einer der Initiatoren des „12 Städte Netz in Europa“ anwesend. Dieses europäische Netzwerk hat einen muslimisch-christlich besetzten Arbeitsstab in London. Sie werden an der weiteren Vernetzung und durch Erfahrungsaustausch und Besuche vor Ort arbeiten. In der bereits in verschiedenen Orten in Europa zirkulierenden Gründungserklärung heißt es: „Angesichts von Islamophobie („Feindbild Islam“) erklären wir: nun kommt es umso mehr auf Zusammenarbeit zwischen Religionen und Kulturen in „Gemeinschaften voller Hoffnung an“. Beklagt wird: „Rechts-populistische Anführer und Kräfte setzen sich mit einem fürchterlichen Nationalismus in Szene. Diese brandstiftende, gefährliche Rhetorik und Propaganda beeinflusst inzwischen den politischen Mainstream in Europa. Muslime werden zu Sündenböcken gemacht.“ Aufgerufen wird u.a. zu „Eintreten gegen Irrlehren wie Nationalismus, Chauvinismus, Rassismus, ´Kreuzzüge`, ´das christliche Abendland ` und Islamophobie (diese ist vergleichbar mit dem früheren und immer weiter wirkenden Antijudaismus/Antisemitismus)“, so diese Erklärung, die 10 Jahre nach dem 11.September 2001 in New York und wenige Wochen nach dem 22.Juli 2011 in Oslo und Utoya entstand und als „dringlich“ ergänzt wurde, nachdem die „jahrelangen rassistischen Anschläge und Morde der NeoNazis in Deutschland“ im November 2011 enthüllt wurden. Das Netzwerk bereitet sich in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugendarbeit der EKvW und dem Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW auf ein großes europäisches Netzwerktreffen vom 1. – 3. März 2013 unter dem Motto: Justice – Espoir – Frieden in Haus Villigst, Schwerte vor.
Thomas Dreessen, Amt für Jugendarbeit der Ev.Kirche von Westfalen, Haus Villigst, 58239 Schwerte
Hartmut Dreier, Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl, 45772 Marl
Helge Hohmann, Institut für Kirche und Gesellschaft, Haus Villigst, 58239 Schwerte
Dokumentation des Asylpolitischen Forums 2011
Die Dokumentation des Asylpolitischen Forums 2011 "Familie - (k)ein Thema der Flüchtlings- und Migrationspolitik?" ist online und kann hier abgerufen werden.
Kontakt
Pfr. Helge Hohmann
(Migration, Asyl, Integration)
02304/755 329
Email schreiben
Pfr. Edgar Born
(Aussiedlerarbeit)
02304/755 344
Email schreiben
Diakon Matthes Mustroph
(Aussiedlerarbeit)
02304/755 351
Email schreiben
Pfrn. Sabine Federmann
(Jüdisch-christlicher Dialog)
02304/755 321
Email schreiben
Pfr. Ralf Lange-Sonntag
(christlich-islamischer Dialog)
02304/755 335
Email schreiben
Kerstin Gralher
(Interkultur)
02304/755 323
Email schreiben
Günter Hensch
(Politische Bildung für Migrant/innen)
0271/5003 299
Email schreiben
Termine
7.-9. Dezember 2012
Asylpolitisches Forum (Programm ab Oktober erhältlich)
Downloads
Publikationen
Bald bestellbar:
Miteinander 2012. Interreligiöser Kalender Juden - Christen - Muslime







