Naturwissenschaft, Technik, Landwirtschaft

Wissenschaft und Technik sind Triebfedern unserer modernen Gesellschaft. Doch neben Faszination rufen diese auch Ängste hervor. Der Grad zwischen Chance und Risiko wird immer schmaler und die Korrektur eventueller Fehler zu einer immer größeren Herausforderung. Die Entscheidung zwischen der Unterlassungsschuld und der verletzten Führsorgepflicht für die Umwelt und uns selbst, dem Menschen, wird immer drängender.
Frei nach Francoise Rabelais: „Wissenschaft ohne Gewissen bedeutet den Untergang der Seele.“ ist es unser Anliegen den ethischen Herausforderungen aus diesem Spannungsfeld in einem kritischen, demokratischen und politischen Dialog zu begegnen. Das Verständnis zu fördern und den Prozess einer gesamtgesellschaftlichen Willensartikulation zur unterstützen.

"Mensch und Tier – Neues Verständnis – Andere Umgang Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung"

Neuere Tierbeobachtungen und Forschungen haben erstaunliche Befähigungen von Tieren zu Tage gebracht. Man erkennt intelligentes Verhalten, Analogien zu Kulturleistungen, erlerntes Sozialverhalten und Werkzeuggebrauch. Vieles deutet darauf hin, dass sie starke Gefühle, wie Schmerz und Daseinsfreude, Trauer und Zuneigung empfinden können. Die vermutete Grenze zwischen Mensch und Tier wird durchlässiger. Was ändern die Erkenntnisse der Verhaltens-, und Neurobiologie an unserem Verständnis von Tieren? Und was könnten sie für Konsequenzen für unseren Umgang mit den Tieren haben? Diese Fragestellung möchte die Tagung entfalten.

Industrielle Tierhaltung und Forschung (Tierversuche) neigen zu zweckrationaler Versachlichung ihrer Objekte, unsere Tierliebe zu Vermenschlichung. Vertreter beider Sichtweisen haben wichtige Argumente. Die einen berufen sich auf die Sicherung menschlicher Ernährung, die Freiheit der Wissenschaft, Minderung menschlichen Leids durch medizinischen Fortschritt, die anderen auf das Humanitätsgebot gegenüber der leidensfähigen Kreatur und auf die Würde des Tieres. Unsere Haltung gegenüber den Tieren wurzelt tief in unserer Kultur- und Theologiegeschichte. Die verschiedenen Positionen aus Verhaltensforschung, Tierethik, Protestbewegung und Politik sollen ins Gespräch gebracht werden.

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Termine

19. - 21. Oktober 2018

Mensch und Tier - Neues Verständnis - Anderer Umgang

22. - 23. November 2018

Agrarpolitik ab 2021 - Landwirtschaft zwischen Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung