Naturwissenschaft • Technik • Landwirtschaft

Wissenschaft und Technik sind Triebfedern unserer modernen Gesellschaft. Doch neben Faszination rufen diese auch Ängste hervor. Der Grad zwischen Chance und Risiko wird immer schmaler und die Korrektur eventueller Fehler zu einer immer größeren Herausforderung. Die Entscheidung zwischen der Unterlassungsschuld und der verletzten Führsorgepflicht für die Umwelt und uns selbst, dem Menschen, wird immer drängender.
Frei nach Francoise Rabelais: „Wissenschaft ohne Gewissen bedeutet den Untergang der Seele.“ ist es unser Anliegen den ethischen Herausforderungen aus diesem Spannungsfeld in einem kritischen, demokratischen und politischen Dialog zu begegnen. Das Verständnis zu fördern und den Prozess einer gesamtgesellschaftlichen Willensartikulation zur unterstützen. 

 

 

22.- 24. Februar 2019 - Das „Summen“ des Waldes. Der Wald als Beispiel für nachhaltige Entwicklung?

Ist das "Summen" für die einen die metaphysische Präsenz des Gesamtwerkes Wald mit seinem hohen gesellschaftlichen Symbolwert, so ist es für die anderen die reichhaltige Artenvielfalt des Waldes. Für viele Menschen hat der Wald somit nicht nur eine hohe emotionale Bindung, sondern gilt auch als Musterbeispiel für nachhaltige Entwicklung und Management. Doch ist dem so?

Ausgehend von einem historischen Abriss über die nachhaltige Geschichte des Waldes, sollen die geplanten und bestehenden politischen Rahmenbedingungen, in Zeiten der Agenda 2030 und der Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie NRW, für ein solches Management näher beleuchtet werden. Wo stehen wir und was bringt das neue Waldbaukonzept NRW? Ist Nachhaltigkeit vielleicht doch nur wieder irgendein "modischer" Trend?

Im Sinne eines nachhaltigen, alle Funktionen des Waldes würdigenden, Managements, wird u.a. an Praxisbeispielen die Herausforderung für einen nachhaltigen Umgang mit der heutigen Artenvielfalt erörtert. Wie können Wälder angepasst werden an zukünftige klimatische Bedingungen, und welche Rolle spielen dabei Fremdarten? Fragen, die im Laufe der Veranstaltung, unter Einbeziehung der Standpunkte der unterschiedlichen Nutzergruppen, kritisch, dialogisch bearbeitet werden sollen.

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14. März 2019 - Genome Editing - Züchtung der Zukunft

Veranstaltung der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Evangelischen Akademie Villigst in Kooperation mit der Bayer AG

Spätestens mit der Sesshaftwerdung vor über 10.000Jahren hat der Mensch Pflanzen gezüchtet und an seine Bedürfnisse angepasst. Doch mit der Entwicklung immer besserer gentechnischer Methoden ist die Entwicklung in ein neues Stadium getreten. War zuvor die Züchtung immer auch vom nicht kontrollierbaren, evolutionärenZufall abhängig, so naht nun die Zeit, dass man die Eigenschaften von Pflanzen gezielt designen kann. Das gilt ins besondere seit der Entwicklung des neuen CRISPR/Cas Verfahrens. Werden durch die Freisetzung von "Designerpflanzen"gentechnisch veränderte Pflanzenmonokulturen entstehen, die die Vielfalt auf dem Acker verdrängen? Ist nicht die genetische Vielfalt der Garant für eine erfolgreiche Züchtung auch in Zeiten des Klimawandels? Welche gentechnischen Veränderungen sollten erlaubt werden, welche sind problematisch und in wie weit sind diese überhaupt notwendig?

Vortrag:

Dr. Christoph Then, Testbiotech e.V., Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie

Dr. Klaus Kunz, Sustainability & Business Stewardship, Division Crop Science, Bayer AG, Leverkusen

 

Moderation:

Dr. Frank Vogelsang, Evangelische Akademie im Rheinland

Dr. Christian Schütz, Evangelische Akademie Villigst

Anschließend Gespräch mit dem Publikum

 

Veranstaltungsort:

Baykomm Communikation Center

Kaiser-Wilhelm-Allee 1b

51373 Leverkusen

Anfahrt

Eine Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Bayer AG.

Anmeldung ist erforderlich!

 

Eintritt frei.

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Eine weitere Veranstaltungen zu dieser Reihen findet in Villigst statt. 

 

 

17.-18. Mai 2019 - Genome Editing - Schaffen wir eine neue Natur?

Die Gentechnologie hat Einzug in unsere Gesellschaft gehalten. Sie ist inzwischen fester Bestandteil moderner Züchtungsverfahren und wird dank neuer Verfahren, wie z.B. CRISPR/Cas für die therapeutische Anwendung am Menschen ernsthaft in Erwägung gezogen. Therapeutische Eingriffe in die menschliche Keimbahn sind in erreichbare Nähe gerückt und lassen diese Veränderungen für alle folgenden Generationen wirksam sein. Unser Bild von der Natur und auch vom Menschen wird davon nicht unberührt bleiben.

Zusammen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wird in dieser Tagung hinterfragt, welche Einfluss Genome Editing auf unserer Gesellschaft nehmen wird. Wie wird sie unsere Gesellschaft und unser Naturverständnis und Menschenbild verändern? Der Mensch hat zum ersten Mal das Werkzeug in der Hand, sein ureigenes biologisches "Ich" zu verändern. Die Grenzen zwischen Verheißung und Irrweg sind fließend.

Wir laden Sie ein zu einem Diskurs über Grenzen, Chancen und Risiken einer bahnbrechenden Technologie.

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Vergangene Veranstaltungen

05. Februar 2019

Genome Editing – Noch Therapie oder schon Enhancement?

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22. - 23. November 2018

Agrarpolitik ab 2021 – Landwirtschaft zwischen Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung

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19. - 21. Oktober 2018

Mensch und Tier – Neues Verständnis – Andere Umgang Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung

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Termine

22. - 24. Februar 2019

Villigster Waldtagung - Das "Summen" des Waldes

14. März 2019
Genome Editing - Züchtung der Zukunft?

17.-18. Mai 2019
Genome Editing - Schaffen wir eine neue Natur?