Du sollst dir kein Bild machen! Gottesbilder- Menschenbilder-Feindbilder

27. Christlich-Islaminsche Tagung
Anbieter: Evangelische Akademie Villigst, Kompetenzteam Interkulturalität und Migration
Seminarnummer: 150047
Datum/Uhrzeit: 22.05.2015 18:00 bis 25.05.2015 13:00
Veranstaltungsort: Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde
Ansprechpartner/in: Pietsch, Ulrike
Telefon: 02304/755-325
Programm als Download: Download

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Du sollst dir kein Bild machen! Gottesbilder- Menschenbilder-Feindbilder

„Du sollst dir kein Bild machen“ – Auf den ersten Eindruck mag das Thema schnell abgehandelt sein: Im Islam herrscht ein strenges Bilderverbot, während im Christentum Bilder erlaubt sind. Ein zweiter Blick auf das Thema führt jedoch zu einem differenzierten Ergebnis. Zum einen gilt das Bildverbot für alle drei großen monotheistischen Religionen: „Du sollst Dir kein Bild machen“ heißt es im Dekalog, auf den sich Juden wie Christen beziehen und dessen Gebote sich leicht verändert auch im Koran wiederfinden. Zum anderen sind in der islamischen Geschichte immer wieder auch Phasen zu finden, in denen die Bildverarbeitung des Glaubens und des Lebens gang und gäbe war. In ähnlicher Weise lässt sich für das Christentum eine weite Spanne von Meinungen aufzeigen.
Von der orthodoxen Hochkunst der Ikone und den liturgisch relevanten Ikonostasen in orthodoxen Kirchen bis zum streng-reformierten Gotteshaus, das durch weiße Wände gekennzeichnet ist, findet sich jede Position vertreten.
Das Bildverbot betrifft zudem nicht nur das Gottesbild, sondern hat Auswirkungen auf das Menschenbild. Wie häufig verstellen Klischees den Blick auf das menschliche Gegenüber! Als Ebenbild Gottes aber entzieht sich der Mensch jeder
eindeutigen Zuschreibung. Diesen theologischen Zugängen soll in der Tagung eine
sozialwissenschaftliche Perspektive hinzugefügt werden: Menschenbilder können in Feindbilder übergehen. Die Geschichte der christlich-islamischen Begegnung ist reich an Beispielen dafür. Die Tagung möchte diese Feindbilder aufarbeiten und die Beziehung zwischen Gottesbild, Menschenbild und Feindbild in den beiden großen Religionen Christentum und Islam erhellen.
Der Tradition der Christlich-Islamischen Tagung am Pfingstfest entsprechend wird das Thema auf ganzheitliche Art und Weise angegangen. Phasen des Vortrags und des Gesprächs korrelieren mit meditativen und spirituellen Angeboten.
In Tanz, Bewegung, Musik und Schriftkunst wird das Thema aufgenommen und vertieft. Zu Gebet und Feier sind alle eingeladen.

Anmeldung

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