Empowering Youth through Entrepreneurial Skills

  • 13.12.2019 - EYES wird in Tourcoing ausgezeichnet  weiter
  • 10.10.2019 - Halbzeitkonferenz von EYES  weiter
  • 15.05.2019 - Benachteiligte junge Menschen und unternehmerische  Kompetenzen - Passt das zusammen?  weiter
  • 01.06.2018 - EYES-Projekt wird bewilligt (Projektskizze)  weiter

13.12.2019 - EYES wird in Tourcoing ausgezeichnet

Das transnationale EU-Projekt "Empowering Youth through Entrepreneurial Skills (EYES)" mit dem IKG als Lead partner ist ausgezeichnet worden.

Auf einer Veranstaltung zur Wirksamkeit von EU-Projekten wählten die etwa 400 Teilnehmenden EYES unter den 86 vorgestellten Projekten zum "eindrucksvollsten" (most impressive) Projekt im EU-Programm Interreg Nordwest-Europa. Dr. Jürgen Born konnte die Auszeichnung als Projektleiter Anfang Dezember 2019 in Tourcoing, Frankreich, entgegen nehmen. Das NWE-Sekretariat gratulierte sofort auf Twitter. Mit der Auszeichnung hat EYES auch die Patenschaft für einen Bienenstock in der Auvergne übernommen, der die 11 Projektpartner aus Belgien, Deutschland, Frankreich, England und den Niederlanden künftig mit eigenem Honig versorgen wird.

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10.10.2019 - Halbzeitkonferenz von EYES

Das im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg North-West Europe bewilligte Projekt "Empowering Youth through Entrepreneurial Skills (EYES)" hat auf seiner Halbzeitkonferenz in Tilburg (NL) wichtige Ziele erreicht.

Im Vorlauf zur Konferenz fanden in den vergangenen Monaten zahlreiche Aktivitäten und Workshops der Projektpartner statt. Was sind die konkreten Schritte, die wir zusammen umsetzen wollen? Wie muss das Konzept für den Umgang mit benachteiligten, jungen Erwachsenen aussehen, damit wir diese Gruppe, die aus allen Rastern der Bildungssysteme und des Arbeitsmarktes fällt, auch tatsächlich erreichen? Wie können wir sicherstellen, dass wir nichts, was bereits als Angebot existiert, nur verdoppeln, sondern in eine bisherige Lücke stoßen, die der Zielgruppe wirklich etwas bringt?

Was von den Projektpartnern mit besonderer Spannung erwartet wurde, konnte nun in Tilburg vorgestellt und auch von der Zielgruppe begutachtet werden: Die erste Version des "EYES digital tool"! Die digitale Plattform ist ein zentrales Ziel von EYES und wurde von allen Projektpartnern in einem aufwendigen und langwierigen co-design-Prozess entwickelt. Beteiligt waren zahlreiche benachteiligte, junge Erwachsene und ihre Coaches aus Flandern, Lille, London, dem Ruhrgebiet und Tilburg.

Jetzt ging es darum, diese erste Version auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin zu testen und kritisches Feedback zu geben. Was funktioniert und was nicht, wo muss etwas verändert und der Zielgruppe angepasst werden, damit Coaches und die bisher am Rand der Gesellschaft stehenden jungen Erwachsenen tatsächlich bereit sind, die EYES-Methode künftig auch anzuwenden?

Während der Veranstaltung wurde ein Video von einer jungen Kommunikations-Firma aus Tilburg erstellt, deren Gründer selbst einmal zur Zielgruppe gehörten. Es veranschaulicht die entspannte Atmosphäre aber auch die Ernsthaftigkeit der Beteiligten und bestärkt die Erwartungen und Hoffnung, dass das Projekt seine Ziele zum Ende der Laufzeit im Mai 2021 erreicht.

Nach dem begeisternden Event in Tilburg steht nun das nächste große Ereignis in Tourcoing (FR) unmittelbar bevor. EYES wurde eingeladen, sich auf einer Konferenz zur Wirksamkeit der geförderten Interreg NWE-Projekte im Förderbereich "social innovation" als best practice zu präsentieren.

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15.05.2019 - Benachteiligte junge Menschen und unternehmerische Kompetenzen – Passt das zusammen?

Zusammen mit 11 Partnern aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden entwickelt das IKG im Rahmen des EU-Projekts Empowering Youth through Entrepreneurial Skills (EYES) derzeit ein Konzept, um benachteiligte junge Menschen mit Hilfe von unternehmerischen Kompetenzen wieder an den Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt in Nordwesteuropa heranzuführen. In der aktuellen Konzeptphase des Projekts treffen die unterschiedlichen Traditionen und Kulturen der Arbeit mit benachteiligten jungen Menschen in den beteiligten EU-Staaten in einem spannenden Austausch aufeinander.

So fand Anfang Mai 2019 ein Workshop zum Thema mitten im Brüsseler Stadtteil Molenbeek statt, einem weithin bekannten sozialen Brennpunkt. Dort hat der belgische Projektpartner JES seinen Hauptsitz, weitere Standorte sind Antwerpen und Gent. In Flandern gilt JES als wegweisend für innovative Jugendarbeit und ist auch in der jugendpolitischen Landschaft der wirtschaftlich wohlhabenden Region gut verankert.

In dem schönen, alten Industriegebäude aus rotem Backstein nahe der Kathedrale St. Catherine befinden sich ein Hotel, Gastronomie, Werkstätten, Tagungs- und Aufenthaltsräume sowie eine ziemlich anspruchsvoller Kletterpark - mitten im Hof. Junge Menschen können hier ihre Energie und Beweglichkeit unter Beweis stellen, oder auch ihre Grenzen erkennen. Unter dem Motto "Find - Mind - Bind" (etwa: Vertrauen schaffen - Ziele stecken - Vebindlichkeit vereinbaren) spricht JES benachteiligte junge Menschen aber nicht nur auf dem eigenen Gelände, sondern überall im Quartier direkt an.

Dabei spielen unternehmerische Kompetenzen eine spannende Rolle. Ob "Self-awareness", "Vision", "Perseverance" oder "Taking the initiative" - zentrale Elemente der derzeit äußerst hippen Entrepreneurship Education finden sich oft im Alltag der Jugendarbeit wieder, wenn auch meist mit anderen Begrifflichkeiten. Daher ist es für einen innovativen Akteur wie JES von besonderem Interesse, in einem transnationalen Team aus den Bereichen Jugend, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik das Potenzial von unternehmerischen Kompetenzen für die Arbeit mit benachteiligten jungen Menschen systematisch zu erkunden.

Im Herbst 2019 soll der Prototyp des EYES-Konzepts stehen, eine Mischung aus (ergänzenden) Coaching-Elementen, digitaler Unterstützung und transnationaler Zusammenarbeit. Das Konzept wird dann im kommenden Jahr von professionellen und ehrenamtlichen Coaches in Brüssel, Herne, Lille, London und Tilburg umgesetzt und getestet. Dabei unterliegt es einer permanenten Revision im Rahmen eines aufwendigen Beteiligungsverfahrens (Co-design). Ziel ist es, ein hilfreiches Instrument für die Arbeit mit benachteiligten jungen Menschen zu etablieren, das sich organisch in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lässt und keine zusätzlichen Strukturen erfordert.

Das Projekt EYES läuft noch bis Mai 2021 und konnte nur dank der finanziellen Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und durch das Interreg-Nordwesteuropa-Programm ermöglicht werden. 

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01.06.2018 - EYES-Projekt wird bewilligt

 

 

 

 

Das vom IKG zusammen mit 11 weiteren Partnern beantragte Projet EYES - Empowering Youth through Entrepreneurial Skills - wurde vom Monitoring Committee des EU-Pogramms Interreg North-West Europe (Call 5) bewilligt. Unter der Leitung von Dr. Jürgen Born ist EYES das erste Interreg-Projekt im Bereich "Transnational" mit einer kirchlichen Einrichtung als Lead partner.

PROJEKTSKIZZE

Ausgangslage
Auf der einen Seite droht der zunehmende Fachkräftemangel zur ernsthaften Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit Nordwest-Europas (NWE) zu werden. Auf der anderen Seite sind viele junge Menschen von sozialer Ausgrenzung bedroht und stehen dem Arbeitsmarkt auf Dauer nicht zur Verfügung. Eurostat (2017) schätzt den Anteil jungen Menschen, die in NWE weder berufstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind (Not in Employment, Education or Training) auf 14%. Selbst bei guter Wirtschaftslage haben sie kaum Zugang zu den regulären Arbeitsmarkt- oder Bildungsangeboten und sind auch über spezielle Unterstützungsmaßnahmen nur sehr schwer zu integrieren. Besonders besorgniserregend ist die Situation in einzelnen Großstadtquartieren, wo der Anteil an benachteiligten jungen Menschen den nationalen Durchschnitt meist deutlich übersteigt.

Transnationaler Ansatz
EYES bestärkt benachteiligte junge Menschen darin, ihr unternehmerisches Talent zu entdecken und für ihre persönliche und berufliche Entwicklung so zu nutzen, dass sie den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt schaffen. Konkret sollen sie durch EYES zu einer Unternehmensgründung, zur Aufnahme einer neuen Beschäftigung oder zur Teilnahme an den regulären Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und Gründungsprogrammen der Region befähigt werden. EYES wird von den Projektpartnern an fünf Standorten in Nordwesteuropa entwickelt, getestet und implementiert.

Anders als vergleichbare Projekte wählt EYES von Beginn an einen konsequent transnationalen Ansatz. Da die lokalen Unternehmens- und Unterstützungskulturen Teil des persönlichen Umfelds sind, in dem  Ausgrenzung erlebt wird, fehlen oft geeignete unternehmerische Vorbilder (role models). Erfolgsgeschichten aus anderen Ländern ermöglichen benachteiligten jungen Menschen hingegen einen unbelasteten und offeneren Umgang mit neuen Perspektiven.

Innovation
Über den transnationalen Ansatz hinaus liegt die Innovation von EYES in der Verbindung von Entrepreneurship education, umfassender Partizipation (Co-Design) und persönlichem Coaching für die ansonsten nur schwer erreichbare Zielgruppe. Unterstützt wird dies durch eine maßgeschneiderte digitale Plattform, die ebenfalls im Lauf des Projekts entwickelt und eingesetzt wird.

Langfristiges Ziel
Bis zum Ende des Projekts entsteht eine Struktur, die den EYES-Ansatz langfristig zu einem integralen Bestandteil der Förderung benachteiligte junger Menschen in den beteiligten Städten und später auch in weiteren Regionen Nordwest-Europas machen soll.

Partner
Das Partnerkonsortium setzt sich aus vier Städten, vier NGOs und vier Hochschulen in fünf EU Staaten zusammen. Die Verbindung von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung und Praxiserfahrung bringt vielfältige und teilweise hoch spezialisierte Kompetenzen in das Projekt ein. Über die Netzwerke der Partner werden lokale und regionale Stakeholder wie Unternehmen, Wirtschaftsfördergesellschaften und Beschäftigungsagenturen einbezogen.     

  • Belgien
    Serve the City International, University College Leuven Limburg, JES stadslabo
  • Deutschland
    Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW (Lead Partner), Stadt Herne
  • Frankreich
    Métropole Européenne de Lille, Association des Centres Sociaux de Wattrelos
  • Großbritannien
    Royal Borough of Greenwich, University of Greenwich, Ravensbourne University London
  • Niederlande
    Gemeente Tilburg, Tilburg University


Budget und Finanzierung
Das Gesamtbudget von EYES beträgt etwa 4,3 Millionen Euro. Das Projekt kann nur dank der finanziellen Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und durch das Interreg-Nordwesteuropa-Programm ermöglicht werden.

Laufzeit
Juni 2018 – Mai 2021 (3 Jahre)

Projektteam IKG
Dr. Jürgen Born (Gesamtleitung EYES)
Armin Rücker
Birgit Weinbrenner

 

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