SOLIDARISCHES EUROPA

Ob Brexit, Migrationsströme, Unternehmensrecht, Kohäsionspolitik oder Governance: grenzüberschreitende Themen werden in den Ländern Europas sehr unterschiedlich diskutiert. Aber nur eine deutliche Sensibilisierung für einen gemeinsamen europäischen Prozess und das Zusammenwirken auf internationaler Ebene werden die Zukunftsfähigkeit Europas gewährleisten können. In diesem Sinne engagiert sich der Fachbereich für ein solidarisches Europa. Neben eigenen Veranstaltungen und Projekten spielt dabei die Zusammenarbeit mit staatlichen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren eine wichtige Rolle.

  • In Kooperation mit dem Brüsseler Büro der EKD werden neben aktuellen europäischen Entwicklungen auch Förderprogramme der EU für den landeskirchlichen Kontext aufgearbeitet. Ein wichitges Scharnier zu den EU-Fördermittelbeauftragten aus anderen Landeskirchen bildet die halbjährlich stattfindende EKD-Konferenz zur EU-Förderpolitik. Mehr ...

  • Im Bundesausschuss Europa im Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (KWA) findet ein regelmäißger Austausch über sozial- und arbeitsmarktpolitische Themen in Europa zwischen den Landeskichen statt. Mehr ...

  • In der aktuellen Förderperiode (2014-20) vertritt Dr. Jürgen Born die drei Landeskirchen in NRW (Evangelische Kirche im Rheinland, Evangelische Kirche in Westfalen und Lippische Landeskirche) als beratendes Mitglied im ESF-Begleitausschuss NRW. Diese Gremium soll die Zusammenarbeit zwischen EU-Kommission, Landesregierung und Zivilgesellschaft bei der Verwendung der über den Europäischen Sozialfonds (ESF) bereitgestellten Fördermittel in NRW stärken.
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EU-Projekt EYES

 

 

 

 

EYES - Empowering Youth through Entrepreneurial Skills

Ausgangslage

Auf der einen Seite droht der zunehmende Fachkräftemangel zur ernsthaften Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit Nordwest-Europas (NWE) zu werden. Auf der anderen Seite sind viele junge Menschen von sozialer Ausgrenzung bedroht und stehen dem Arbeitsmarkt auf Dauer nicht zur Verfügung. Eurostat (2017) schätzt den Anteil jungen Menschen, die in NWE weder berufstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind (Not in Employment, Education or Training) auf 14%. Selbst bei guter Wirtschaftslage haben sie kaum Zugang zu den regulären Arbeitsmarkt- oder Bildungsangeboten und sind auch über spezielle Unterstützungsmaßnahmen nur sehr schwer zu integrieren. Besonders besorgniserregend ist die Situation in einzelnen Großstadtquartieren, wo der Anteil an benachteiligten jungen Menschen den nationalen Durchschnitt meist deutlich übersteigt.

Transnationaler Ansatz

EYES bestärkt benachteiligte junge Menschen darin, ihr unternehmerisches Talent zu entdecken und für ihre persönliche und berufliche Entwicklung so zu nutzen, dass sie den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt schaffen. Konkret sollen sie durch EYES zu einer Unternehmensgründung, zur Aufnahme einer neuen Beschäftigung oder zur Teilnahme an den regulären Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und Gründungsprogrammen der Region befähigt werden. EYES wird von den Projektpartnern an fünf Standorten in Nordwesteuropa entwickelt, getestet und implementiert.

Anders als vergleichbare Projekte wählt EYES von Beginn an einen konsequent transnationalen Ansatz. Da die lokalen Unternehmens- und Unterstützungskulturen Teil des persönlichen Umfelds sind, in dem  Ausgrenzung erlebt wird, fehlen oft geeignete unternehmerische Vorbilder (role models). Erfolgsgeschichten aus anderen Ländern ermöglichen benachteiligten jungen Menschen hingegen einen unbelasteten und offeneren Umgang mit neuen Perspektiven.

Innovation

Über den transnationalen Ansatz hinaus liegt die Innovation von EYES in der Verbindung von Entrepreneurship education, umfassender Partizipation (Co-Design) und persönlichem Coaching für die ansonsten nur schwer erreichbare Zielgruppe. Unterstützt wird dies durch eine maßgeschneiderte digitale Plattform, die ebenfalls im Lauf des Projekts entwickelt und eingesetzt wird.

Langfristiges Ziel

Bis zum Ende des Projekts entsteht eine Struktur, die den EYES-Ansatz langfristig zu einem integralen Bestandteil der Förderung benachteiligte junger Menschen in den beteiligten Städten und später auch in weiteren Regionen Nordwest-Europas machen soll.

Partner

Das Partnerkonsortium setzt sich aus vier Städten, vier NGOs und vier Hochschulen in fünf EU Staaten zusammen. Die Verbindung von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung und Praxiserfahrung bringt vielfältige und teilweise hoch spezialisierte Kompetenzen in das Projekt ein. Über die Netzwerke der Partner werden lokale und regionale Stakeholder wie Unternehmen, Wirtschaftsfördergesellschaften und Beschäftigungsagenturen einbezogen.     

Belgien
Serve the City International, University College Leuven Limburg, JES stadslabo

Deutschland
Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW (Lead Partner), Stadt Herne

Frankreich
Métropole Européenne de Lille, Association des Centres Sociaux de Wattrelos

Großbritannien
Royal Borough of Greenwich, University of Greenwich, Ravensbourne University London

Niederlande
Gemeente Tilburg, Tilburg University

Budget und Finanzierung

Das Gesamtbudget von EYES beträgt etwa 4,3 Millionen Euro. Das Projekt kann nur dank der finanziellen Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und durch das Interreg-Nordwesteuropa-Programm ermöglicht werden.

Laufzeit
Juni 2018 – Mai 2021 (3 Jahre)

Projektteam IKG
Dr. Jürgen Born (Gesamtleitung EYES)
Armin Rücker
Birgit Weinbrenner

 

Kontakt

Armin Rücker
02304/755 328
Email schreiben

Birgit Weinbrenner
02304/755 322
Email schreiben