Neue Gentechnische Verfahren

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Neue gentechnische Verfahren bei Pflanzen

Neue Gentechnische Verfahren (NGT), manchmal auch als Geneditierung (Gene Editing) oder als neue molekularbiologische Verfahren bezeichnet, werden in den Medien häufig als das Mittel der Wahl gegen Ertragsverluste in der Landwirtschaft durch den Klimawandel und zur Bekämpfung des Welthungers propagiert. Als besonders erfolgversprechend wird die Methode CRISPR/Cas, die „Gen-Schere“ angesehen. Wir möchten hier einige Antworten auf häufig gestellte Fragen geben.


Gene Drives – Gentechnik im Turbogang?

Gene Drives sind die möglicherweise gefährlichste Anwendung der Gentechnik in der Umwelt: Einmal in die Natur freigelassen, setzen gentechnisch veränderte Gene Drive-Organismen unkontrollierbare gentechnische Kettenreaktionen in Gang. Ziel ist es, ganze Tier- und Pflanzenpopulationen auszurotten oder Biowaffen herzustellen. Wir beantworten einige der häufig gestellten Fragen zu dieser neuen Technologie.

 

Erklärvideo "Neue Gentechniken"

In der Europäischen Union wird darüber beraten, ob zukünftig Verfahren der "Neuen Gentechnik", wie z.B. die Gen-Schere CRISPR/Cas nicht mehr unter die Zulassungsverfahren der Gentechnik-Gesetzgebung fallen sollen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Mehrzahl der pflanzlichen Produkte, die mit diesen Verfahren zurzeit entwickelt werden, nicht mehr geprüft, zugelassen und gekennzeichnet werden. Dies würde bedeuten, dass die Verbraucher*innen, aber auch die gentechnikfrei produzierende Lebensmittelwirtschaft und nicht zuletzt Landwirt*innen, die gentechnikfrei anbauen wollen, im Ungewissen blieben.

Da diese Debatte hochkomplex und nicht immer verständlich ist, stellen wir die Kernpunkte aus Verbrauchendensicht in einem kurzen Erklärvideo vor.

2020.01.02_FAQ_NGT Pflanzen_Ausschnitt
„Lebewesen lassen sich nicht nach dem Baukastenprinzip verändern.“ (Schweizer Allianz Gentechfrei)
Gudrun Kordecki

Dr. Gudrun Kordecki, Referentin für Umwelt und Bioethik

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