Biodiversität, Ernährung, Landwirtschaft

Eine klimafreundliche, gesunde Ernährung und eine stärker ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft fördern die biologische Vielfalt.

Vielfältige Landwirtschaft

Das Zeitalter des scheinbar grenzenlosen Wachstums fordert Diskussionen über eine umwelt- und sozialverträglichere Weltwirtschaft ein. Das zwingt zu einer kritischen Reflexion der bisherigen Konsum- und Lebensstile mit ihren negativen Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Die "Biologische Vielfalt", auch "Biodiversität" genannt, muss erhalten und gefördert werden. Sie ist die Grundlage unseres Überlebens. Mehr als 16.000 Arten sind akut vom Aussterben bedroht. Wie viele Arten es genau auf der Erde gibt, weiß niemand. Geschätzt werden allein 15 Millionen Pflanzen- und Tierarten, von denen viele vermutlich verschwinden, ohne dass wir sie je kennen gelernt haben.

Das in Deutschland und der EU vorherrschende landwirtschaftliche Modell mit Ertragssteigerung und Exportorientierung sowie einer Intensivierung der Tierhaltung belastet Boden, Wasser und Klima und trägt wesentlich zum Verlust der biologischen Vielfalt bei. Zudem sichert es nicht die Lebensgrundlage von Bäuerinnen und Bauern. Aus kirchlicher Sicht ist aber eine starke Nachhaltigkeit unabdingbar. Naturkapitalien wie natürliche Umwelt, Tiere, Pflanzen und Rohstoffe und Naturgüter wie Boden, Luft und Wasser müssen erhalten bzw. gestärkt werden. Strukturen und Abläufe unserer Lebens- und Wirtschaftsweise müssen überdacht und geändert werden, um die globalen, regionalen und lokalen, negativen Auswirkungen zu vermindern.

Eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist von einer Ökonomie, die dem Leben dient, geprägt. Das Einkaufs- und Konsumverhalten – kirchlich, öffentlich, und privat – sollte einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der ökologischen, fairen und sozialen Marktanteile in der Weltwirtschaft leisten. Kirchen sollten ihr Einkaufspotential zur Stärkung der Nachhaltigkeit nutzen.

„Die Verantwortung für die Schöpfung ist ein unaufgebbares Thema der Kirche in all ihren Handlungsfeldern.“ (Landessynode, 1986)

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Dirk Hillerkus
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