Wie schon der Name vermuten lässt, besiedelt das Sumpf-Blutauge feuchte bis nasse Standorte. Und sie sollten möglichst nährstoffarm und sauer sein. Entsprechende Standorte, u.a. Niedermoore, Randbereiche von Hochmooren, nährstoffarme Feuchtwiesen und Gräben, sind in unserer Landschaft selten geworden. Doch Moore haben eine wichtige Funktion im Klimaschutz, denn sie binden große Mengen an CO2. Zwar nehmen sie weltweit nur 3% der Landfläche ein, binden insgesamt aber etwa ein Drittel des terrestrischen Kohlenstoffs. Das Sumpf-Blutauge fällt durch seine dunkelroten Blüten auf, die für viele Insekten wichtig sind. Natura DB gibt an, dass 42 Wildbienenarten von dieser Pflanze profitieren. Die Blätter sind fünf- bis siebenteilig, weshalb auch die Bezeichnung Sumpf-Fingerkraut üblich ist.
Auf Friedhöfen kommt das Sumpf-Blutauge aufgrund seiner speziellen Standortansprüche zwar nicht wild vor, bereichert aber einen Miniteich oder ein Sumpfbeet sehr. Trotzdem können Sie auch hier einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Wildvorkommen dieser Art leisten. Wenn wir alle auf Torf bei der Gartenarbeit verzichten, sowohl auf dem Friedhof als auch im privaten Bereich, können wir gemeinsam helfen, die wertvollen Lebensräume des Sumpf-Blutauges zu erhalten.
Diese und weitere Informationen finden Sie beim Bochumer Botanischen Verein und auf der Seite der Loki Schmidt Stiftung. Hier finden sie auch ein Gedicht – wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Dr. Gunnar Waesch
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