(Un)endliche Freiheit

– Thematischer Fokus und thematische Frei-Räume

Das Schwerpunktthema 2026-2027 im IKG!

Freiheit ist umstritten und gefährdet.  Was sie begründet, worin sie besteht, wer sie besitzt und gewährt und nicht zuletzt wie weit sie reicht und wo sie endet, enden darf oder sogar muss, ist unklar und Gegenstand öffentlicher Konflikte.

Freiheit ist nicht einfach da. Sie wird erlernt und ermöglicht, beschnitten und behindert. Das wissen Arme, chronisch Kranke, sozial Schwache, Migrant*innen, queere und vulnerable Menschen besser als andere. Freiheit braucht Mittel und Ermöglicher*innen.

"Dass wir frei sind und frei sein wollen", ergibt sich zwingend aus dem Leiden und Sterben Jesu für alle Menschen. So argumentierten die leibeigenen Bauern von Memmingen im Jahre 1525. Und verbanden damit Religion und Politik, Gott und Freiheit. Welche Freiheitsbegründung(en) tragen heute und wieviel Gott braucht die Freiheit in einer säkularen Gesellschaft?

Längst schon sind freiheitliche Demokratien politisch, ökonomisch und auch konzeptionell in der Defensive. Wieviel Freiheit und Gleichheit können wir uns noch leisten und was sind die Kosten? Im ‚Land of the free‘, das in diesem Jahr sein 250stes Jubiläum feiert, jedenfalls scheint Freiheit mehr und mehr zum Privileg weniger zu werden – und auch in der Alten Welt kämpfen Freiheitsverächter um die Macht. Höchste Zeit also über Freiheit zu reden, nach ihr zu fragen, um sie zu streiten.

Das IKG-Schwerpunktthema 2026-2027 fragt nach der Freiheit, denkt sie zu Ende und denkt sie weiter in konkrete Debatten und Lebenswelten hinein.

 

ZUM FLYER

Freiheitsstatue