Kirchengemeinden und Diakonie sind an vielen Orten des Gemeinwesens aktiv – im Quartier, im Stadtviertel oder in der Dorfgemeinschaft – und nehmen die Nachbarschaft als ihr Handlungsfeld wahr. Im Blick auf die Menschen, die vor Ort leben, stellen sich konkrete Fragen:
Was brauchen Menschen und was gestalten sie für ihr eigenes Lebensumfeld mit? Was können Kirchengemeinden und Diakonie dazu beitragen, dass Menschen gut vor Ort leben, gut zusammenleben können? Welche Handlungsansätze und Methoden, aber auch welche Haltungen braucht es, damit ein gutes Zusammenleben gestärkt werden kann?

Wie gestalten wir Sozialräume mit?
Aus dieser Perspektive heraus entwickeln kirchliche Akteur*innen in Kooperation mit anderen Aktiven im Quartier den Ansatz der Quartiersarbeit und der Gemeinwesendiakonie als hilfefeldübergreifenden und raumbezogenen inklusiven Strategie- und Handlungsansatz weiter.
Teilhabe wird im Quartier konkret. Hier bündelt sich die Fülle gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen wie in einem Brennglas: der demografische Wandel, soziale Ungleichheiten, schwierige Wohnverhältnisse, Ausgrenzung und die Gefährdung sozialer, politischer und kultureller Vielfalt, Klimawandel und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und vieles mehr.
Kirchliche Identität trifft vor Ort mit anderen Konfessionen, Weltanschauungen und Religionen zusammen. Die Vielfalt der Stimmen, die Begegnung und Beteiligung aller Gruppen macht Quartiersarbeit aus.
Das Netzwerk
Für dieses Handlungsfeld ist mit vielen Akteuren aus Kirche (auf der Fläche der EKiR in NRW, der EKvW, der Lippischen Kirche) und Diakonie, aus Instituten, Hochschulen und anderen i.d.R. evangelischen Trägern, das Netzwerk Gemeinwesendiakonie und Quartiersarbeit RWL (NGQ), als Austausch- Denk- und Entwicklungsplattform mit regionalem Zuschnitt entstanden.
Hier gibt es eine Basis des gegenseitigen Lernens, der wechselseitigen Unterstützung und der Weitergabe guter Praxisbeispiele.
Das Netzwerk und seine Mitglieder regen an und ermutigen, den Ansatz der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit in Kirche und Diakonie zu etablieren.
Eine wichtige Chance liegt darin, sich der Potenziale der Zusammenarbeit zwischen diakonischen Einrichtungen und Kirchengemeinden stärker bewusst zu werden und sie systematisch zu fördern.
Das Netzwerk ermöglicht insbesondere die Organisation und Bündelung gemeinsamer Interessen sowie eine Stärkung der Verbindungen zwischen den verschiedenen kirchlichen und diakonischen Ebenen und weiteren Akteur*innen in den Kommunen. Dazu bietet das NGQ-RWL unter anderem ein jährliches Netzwerktreffen und weitere Austauschformate an. Das Selbstverständnis des Netzwerks finden sich hier.
Die unterschiedlichen Anliegen werden durch den Sprecher*innenkreis gebündelt, aufbereitet und vorangebracht. Der Sprecher*innenkreis besteht derzeit aus Vertreter*innen der Landeskirchen, der Kirchengemeinden, der Diakonie und der Caritas und anderen Aktiven aus dem Arbeitsfeld der Gemeinwesendiakonie und Quartiersarbeit.
Netzwerktreffen
Das letzte Netzwerktreffen fand am 30.10.2025 in Dinslaken statt. Die Dokumentation finden Sie hier. Die Dokumentation des Netzwerktreffens am 16.05.2024 in der Evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde Düsseldorf finden Sie hier.
Regelmäßig finden digitale Veranstaltungen unter der Überschrift „Mittwochs um 6 im Quartier“ statt.
Liebe Netzwerker*innen,
hiermit möchten wir Sie zu unserem nächsten digitalen Format „Mittwochs um sechs“ am 29. April 2026 von 18-19.30 Uhr einladen. Die Einladung finden Sie hier. Unser Thema wird sein:
„Öffnung von Kirche ins Quartier – das Lukasquartier in Köln Porz“! Was machen wir mit unseren Kirchen und Grundstücken?“
Diese Frage treibt viele Gemeinden um. Einen möglichen Weg geht die Evangelische Kirchengemeinde in Porz: hier wird die denkmalgeschützte Lukaskirche ins Quartier geöffnet werden. Von der ersten Idee über die Planungen bis hin zur Umsetzung in 2026 berichtet Pfarrer Dr. Theobold. Wir hören von dem bisherigen Planungsprozess und den Erfahrungen der Akteure vor Ort. Dabei legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage nach den Stolpersteinen und Schwierigkeiten, die im Rahmen eines solchen Prozesses auftreten. Bitte melden Sie sich über folgenden Link https://forms.office.com/e/TiBALTcaLN bis zum 24.04.2026 an. Kurz vor der Veranstaltung erhalten Sie dann einen Einwahl-Link von uns.
Save the Date:
Das nächste digitale „Mittwochs um 6“ wird am 17.06.2026 von 18-19.30 Uhr zum Thema „Fördermittel in der Quartiersarbeit“ stattfinden. Eine Einladung folgt!
Das Netzwerk Gemeinwesendiakonie und Quartiersarbeit RWL lädt herzlich zu einem Praxistreffen am 08.07.2026 von 11-15 Uhr in die Quartiersarbeit in Manfort und Alkenrath der Diakonie Leverkusen ein. Eine Einladung versenden wir frühzeitig!
Weitere Informationen:
Die Evangelische Akademie im Rheinland lädt zu ihrer diesjährige Regionaltagung zum Thema „Neue Wohnmodelle in ländlichen Räumen“ ein. Die Tagung findet am 25. und 26. März online statt und ist kostenfrei. Mehr Informationen finden Sie hier in unserem Terminkalender: https://termine.ekir.de/d-979004. Das Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung ist hier direkt möglich: https://www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen/neue-wohnmodelle-in-laendlichen-raeumen-regionaltagung-2026-03-25-093000-4840/.
Hier kommen Informationen zu den #VerständigungsOrten:
#VerständigungsOrte ist eine Initiative der Diakonie Deutschland; midi – Zukunftswerkstatt von Kirche und Diakonie und der EKD
#VerständigungsOrte – Kirche und Diakonie schaffen Raum für gesellschaftlichen Dialog
Offenes Zuhören und Verständigung auf Augenhöhe – das braucht es dringend, gerade im Superwahljahr 2026. Mit #VerständigungsOrten in ganz Deutschland bringen Kirche und Diakonie Menschen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander ins ehrliche Gespräch. So entstehen Orte, an denen selbst bei schwierigen Themen Begegnung möglich wird – mit Respekt und Raum für persönliche Erfahrungen und Geschichten. Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen können. Schon mehrere hundert Veranstaltungen und Projekte sind dabei. ganz einfach Teil dieser Bewegung werden. Mit der neuen #VerständigungsOrte-Startbox schaffen sie in wenigen Schritten ihre eigene Dialogveranstaltung. Die Startbox liefert alles, was es dafür braucht: eine einfache und erprobte Methode, Materialien für Werbung und Durchführung und einen direkt umsetzbaren Ablauf. Die Startbox ist ab sofort im Diakonie-Shop bestellbar. Die Inhalte stehen außerdem auf www.verständigungsorte.de zum Download zur Verfügung. Ein kurzes Erklärvideo zeigt, wie die Startbox funktioniert. Landeskirchen und diakonische Werke und Verbände haben sich die Kampagne bereits zu eigen gemacht und unterstützen ihre Gemeinden und Einrichtungen bei der Planung und Durchführung. #VerständigungsOrte ist eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Diakonie Deutschland und der evangelischen Zukunftswerkstatt midi. Die Initiative macht bestehende Dialogprojekte sichtbar und unterstützt neue Formate überall im Land. Mit ihr wollen Kirche und Diakonie den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, der gefühlten Polarisierung entgegenwirken und tragfähige Antworten auf die Frage liefern: Wie wollen wir in Deutschland zukünftig gemeinsam leben? Auf www.verständigungsorte.de finden Interessierte Tipps, Material, Praxisbeispiele und weitere Unterstützung. Verständigung ist möglich – überall!
Das Diakonie Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. -Diakonie RWL schreibt Förderungen von Kollektenmitteln aus. Derzeit ist die Kollekte „Familienzeit im Quartier EKiR“ geöffnet https://www.diakonie-rwl.de/antrag/kollekte-menschen-quartier-ekir. Alle Mitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland, die die Voraussetzungen erfüllen, können sich bis zum 30.04.2026 mit ihrem Projekt auf diese Kollekte bewerben.
Kontakt
Hier können Sie sich für den Mailverteiler des Netzwerks anmelden:
Wenn Sie Interesse an einer Beteiligung am Netzwerk und weitere Fragen haben, wenden Sie sich gern an unseren Sprecher*innenkreis:
Marina von Ameln, Diakonie Köln und Region; marina.vonameln@diakonie-koeln.de
Prof. Dr. Hendrik Baumeister, Evangelische Hochschule RWL; baumeister@evh-bochum.de
Tanja Deiters, Diakonisches Werk Leverkusen, Quartiersmanagement Manfort und Alkenrath; Tanja.Deiters@diakonie-leverkusen.de
Simone Enthöfer, Evangelische Kirche im Rheinland; simone.enthoefer@ekir.de
Hans Höroldt, Kirchenkreis Dinslaken (Sprecher des Netzwerks); hans.hoeroldt@ekir.de
Rolf Kappel, Caritas Witten, Quartiersarbeit Marienviertel; rolf-kappel@caritas-witten.de
Dr. Judith Kuhn, Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen; judith.kuhn@kircheundgesellschaft.de
Dr. Petra Potz, - location³, Berlin; potz@location3.de
Elisabeth Selter-Chow, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (Sprecherin des Netzwerks); e.selter-chow@diakonie-rwl.de