14.10.2022 bis 15.10.2022

Babylon Berlin

Die ‚Goldenen Zwanziger‘ im 21. Jahrhundert

Den ‚Goldenen Zwanziger‘ Jahren, also der Kultur der Weimarer Republik, wird in Literatur und Film gegenwärtig ein bemerkenswertes Interesse zuteil. Serien wie ‚Babylon Berlin‘ (seit 2017) finden aufsehenerregende Bilder für die Kriminalromane von Volker Kutscher. Filme wie ‚Mackie Messer‘ (2018), ‚Transit‘ (2018), ‚Berlin Alexanderplatz‘ (2020) oder ‚Fabian‘ (2021) greifen Klassiker der damals zeitgenössischen Literatur eigenwillig auf. Und schließlich spielen Romane wie Theresia Enzensbergers ‚Blaupause‘ (2017), Andreas Hillgers ‚Gläserne Zeit‘ (2013) oder Tom Sallers ‚Wenn Martha tanzt‘ (2018) am Bauhaus, einem der wichtigsten Orte der Vorkriegsavantgarde. Interessant ist auch, dass die Bücher und Filme den gesamten Zeitraum der Weimarer Republik vom Ende des Ersten Weltkrieges 1918 bis zur ‚Machtergreifung‘ durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 in den Blick nehmen und die Erfahrungen der Zeit zugleich mit der Gegenwart im 21. Jahrhundert parallelisieren. Neben den Romanen der Gegenwart werden auch die Buchvorlagen der Filme von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Erich Kästner und Anna Seghers in die Betrachtungen mit einbezogen. Das Seminar möchte diesem Phänomen der Gegenwartskultur nachgehen und seine diskursive Formation kritisch überprüfen: das medial vermittelte Bild der 1920er Jahre; der Mythos der 1920er, der in unsere Gegenwart transformiert wird sowie einzelne Elemente unserer Gegenwartskultur, die in die 1920er Jahre rück-integriert werden und dabei auch den sozialpsychologischen Ursachen nachgehen.

Die Tagung kostet im Doppelzimmer mit Vollverpflegung 90 Euro (zuzügl. 10,- Euro EZ-Zuschlag) sowie 50,- Euro Tagungsgebühr.

WOCHENENDSEMINAR

Anbieter
Evangelische Akademie Villigst
Nummer
220321
Datum / Uhrzeit
14.10.2022 15.00 Uhr bis
15.10.2022 18.00 Uhr
Ort
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Kosten
150,00 €
Ansprechperson
Wittfeld, Sarah
Telefon
02304-755-346
Programm
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