17.11.2026

Die Mitte liegt im Osten. Kann Europa sich erneuern?

Vom Demokratievorreiter zum Sorgenkind der EU und zurück? Ungarn nach den Wahlen 2026

Antrago 260316

Kann sich Europa erneuern? Und was müsste geschehen, damit das möglich ist? Um sich verändern zu können, ist eine Bestandsaufnahme nötig. Deswegen gehen wir in den kommenden Wochen und Monaten diesen Fragen nach und werfen Schlaglichter auf einzelne Länder, auf unterschiedliche Kulturen und Mentalitäten, auf wirtschaftliche Entwicklungen und politische Erfordernisse. Im Fokus liegen dabei die Staaten Ost-Mitteleuropas, diejenigen, die seit 2004 zur Europäischen Union dazu gehören. Es sind die Länder, deren Geschichte wir oft nicht so genau kennen und die heute angesichts wirtschaftlicher und verteidigungspolitischer Herausforderungen mit Aufgaben konfrontiert sind, die gemeinsam gelöst werden müssen.

Schwerpunkt dieses Abends ist Ungarn, das innerhalb der Europäischen Union in den letzten zwei Jahrzehnten häufiger politische Überzeugungen vertreten hat, die mit Geist und Buchstaben der gemeinsam vereinbarten Grundlagen nicht vereinbar waren. Ungarn stand 20 Jahre lang unter der Regierung von Viktor Orban, der das Land erklärtermaßen in eine illiberale Demokratie führen wollte, deren Hauptziel es war, die Nation ins Zentrum der Politik zu stellen, nicht individuelle Freiheiten oder Rechtsstaatlichkeit. Seit April 2026 gibt einen neuen Ministerpräsidenten, Péter Magyar, der darum bemüht ist, wieder an die liberalen Traditionen Europas anzuknüpfen und bereits einige entscheidende Gesetze verabschiedet hat, wie bspw. die Begrenzung der Amtszeit von Ministerpräsidenten auf insgesamt zwei Wahlperioden.

Unser Gast ist Politikwissenschaftlerin Dr. Sonja Priebus von der Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder), die außerdem im wissenschaftlichen Beirat der Südosteuropa-Gesellschaft aktiv ist. Sie wird neben der Entwicklung Ungarns auch das Verhältnis zu seinen südlichen und östlichen Nachbarn vermitteln. 

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Anbieter
Institut für Kirche und Gesellschaft
Nummer
260316
Datum / Uhrzeit
17.11.2026 18.00 – 20.15 Uhr
Ort
Online Veranstaltung
Kosten
Die Veranstaltung wird kostenfrei angeboten.
Ansprechperson

Sarah Wittfeld

02304 755-346

sarah.wittfeld@kircheundgesellschaft.de

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