13.01.2023 bis 15.01.2023

Ein Klima für den Frieden:
Wie können Klimaschutz und Frieden gelingen?

Entwicklungspolitische Jahrestagung der AG Eine Welt Gruppen des Bistums Münster und der Ev. Kirche von Westfalen

ANMELDUNG | Anmeldeschluss ist der 1. Dezember 2022

Frieden und Klimaschutz – wie eng beides verwoben ist, zeigt der furchtbare Krieg in der Ukraine.
Die Bewältigung der Klimakrise – eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit - ist angesichts des Krieges und seiner Folgen politisch in den Hintergrund getreten. Ressourcen, die dringend für den Klimaschutz gebraucht werden, werden in Rüstung und die Abfederung der Kriegsfolgen gesteckt. Internationale Kooperationen, die so notwendig für den Klimaschutz sind, werden massiv erschwert.

Frieden ist notwendig, damit Klimaschutz gelingen kann. Aber ebenso ist Klimaschutz notwendig, damit Frieden erreicht wird. Denn die Klimakrise und ihre Folgen verursachen bereits heute schwere Konflikte. Jahrelange Dürren destabilisieren Länder wie Somalia, Madagaskar und Afghanistan. In Ländern der Sahelzone wie Mali, Burkina Faso oder Niger werden gewalttätige Verteilungskämpfe um Wasser ausgetragen. Die Folgen gefährden das Leben und die Sicherheit von Millionen Menschen.

Gleichzeitig verursachen aber auch Maßnahmen für den Klimaschutz Konflikte. Die Landvertreibungen für den Abbau von Rohstoffen für erneuerbare Energien wie Kobalt oder Lithium sind hier nur ein Beispiel. Regierungen versuchen mit Repressionen, Gewalt oder Abschottung auf diese Konflikte zu reagieren, um vermeintliche Sicherheit zu gewährleisten.

Dabei bieten Dialog und Zusammenarbeit mit den Beteiligten und Betroffenen viele Möglichkeiten, diese Konflikte auch friedlich zu lösen, wie Beispiele aus der Friedensarbeit seit langem zeigen. Auch Maßnahmen der Klimaanpassung, z. B. in der Landwirtschaft, oder des Ausgleichs von Klimaschäden tragen dazu bei, dass die Gefahr von gewalttätigen Konflikten sinkt.

Diesen vielfältigen und komplexen Wechselbeziehungen und Fragen von Klima und Frieden wollen wir auf der Tagung gemeinsam nachgehen: Welche Gefahren und Risiken für den Frieden birgt die Klimakrise besonders für Länder im Globalen Süden? Wie kann menschliche Sicherheit und Frieden in der Klimakrise gelingen? Wie können klima- und umweltbedingte Konflikte verringert bzw. gewaltfrei gelöst werden und welche Beispiele gibt es dafür? Wie kann die Energiewende auch eine Wende zum Frieden werden? Und welche Beiträge kann und muss Deutschland und jede*r von uns leisten für ein „Klima des Friedens“?

Das Vorbereitungsteam
Katja Breyer, Judith Wüllhorst, Judith Klingen, Georg Knipping und Thea Jacobs


Tagungsbeitrag

60 € | erm. 30 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Doppelzimmer mit Vollpension 40 € | Einzelzimmerzuschlag 40 €

ANMELDUNG | Anmeldeschluss ist der 1. Dezember 2022

WOCHENENDSEMINAR

Anbieter
Institut für Kirche und Gesellschaft
Nummer
230401
Datum / Uhrzeit
13.01.2023 19.00 Uhr bis
15.01.2023 12.30 Uhr
Ort
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Kosten
140,00 €
Ansprechperson
Wittfeld, Sarah
Telefon
02304-755-346
Programm
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