02.10.2026 bis 04.10.2026
Märchen und Lebensweisheiten
Ein Literaturseminar mit Hans-Jörg Uther

Der Pädagoge und spätere Jugendschriftsteller Albert Ludwig Grimm empfahl 1809 seine Sammlung „Kindermärchen“ den „Eltern und Erziehern“. Diese Zielsetzung signalisierte einen wichtigen Trend bei der Einschätzung von Volksdichtung: Denn Märchen ließen sich hervorragend zur Unterrichtung und Belehrung von Kindern instrumentalisieren. Die Idee eines Volks- und Erziehungsbuchs fiel bei Pädagogen auf fruchtbaren Boden, nachdem sich die alten „Moralischen Geschichten“ als zu langatmig und wenig brauchbar erwiesen hatten. Mit der Gattung Märchen standen kurze, einprägsame Geschichten zum Vorlesen und Nacherzählen zur Verfügung.
Welche Vorstellungen sind prägend, welche Weltbilder werden in Märchen vermittelt und in den verschiedenen Medien umgesetzt? Diese und andere Fragen werden anhand einer repräsentativen Text- und Bildauswahl diskutiert, im Kreativteil können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigene Erzählfassung entwickeln.
Kooperationspartner
In Kooperation mit der Europäischen Märchengesellschaft e.V. (EMG).
Bereits registriert? Anmelden, um Ihre Daten automatisch auszufüllen.
Noch kein Konto? Jetzt registrieren — oder einfach ohne Konto anmelden. Warum registrieren?