11.11.2023 bis 12.11.2023
‚Wir sind dran‘! war der letzte Bericht des ‚Club of Rome‘ zur Weltlage überschrieben. Es drängt. Ein nachhaltiger Umgang mit unserer Erde erfordert den Abschied vom Wachstum. Auf Wachstum ist aber das herrschende Lebens- und Wirtschaftsmodell fixiert. Nicht nur der Konsum, sondern alle Lebensbereiche von der Touristik bis zum Kulturbetrieb sind auf Steigerung und Reichweitenvergrößerung angelegt. So fragen wir auf dieser Tagung des Arbeitskreises für Naturwissenschaft und Theologie an der Evangelischen Akademie Villigst, ob ein Ausstieg aus dem Wachstum möglich, sozial gerecht und sinnvoll sein kann (Wolfang Kessler), oder ob die Vision eines ‚Grünen Wachstumseine Alternative darstellt. Auch die technischen Lösungsmodelle für die Klimakrise sollen zur Diskussion gestellt (Jürgen Kretschmann) und mit der Frage nach dem Weg in eine nachhaltige, Post-Wachstums-Gesellschaft verbunden werden, in der Steigerung nicht mehr ein Wert an sich selbst ist.
Nicht die Perspektive des Verzichts auf die vergifteten Früchte der Erdausbeutung soll dabei leitend sein, sondern die Suche nach einer grundlegend neuen Lebenseinstellung, einem „spirit“, ohne den der Paradigmenwechsel nicht zu leisten sein wird. ‚Das Wenige‘ könnte so die Befreiung zum ‚Wesentlichen‘ sein, wie jüngst ein Stundenbuch des Literaten John v. Düffel verheißt. Eine Lesung wird in seine Gedanken einführen. Wir suchen nach einer neuen Grundeinstellung in lebendiger Weltverbundenheit. Ansätze dazu sind schon längst gemacht durch soziologische Entwürfe, die von einer ‚Resonanz’ in den Weltbeziehungen ausgehen und die Erde als Raum des Lebens in das Blickfeld rücken. Hier bieten sich Anknüpfungspunkte für eine christliche ‚Lebenslehre‘, die sich an der ‚Bewahrung der Schöpfung‘ orientiert (Klaas Huizing).
Teilnahmegebühr gesamt: 155 € im Einzelzimmer
davon Bildungsleistung: 40 €
Übernachtung und Verpflegung: 115 €
ohne Übernachtung: 90 €