Studie prüft Entlastungsmaßnahmen
Breites Bündnis fordert gerechte und klimafreundliche Entlastungen

Institut für Kirche und Gesellschaft schließt sich den Forderungen an

Studie Entlastungspaket

Wie gerecht und wie klimafreundlich sind die aktuellen Entlastungsvorschläge der Ampel-Koalition und wie schnell lassen sie sich umsetzen? Das hat eine  neue Studie des DIW Econ im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland untersucht. Ihr Ergebnis: Ein sozial ausgestalteter Heizkostenzuschuss ist einem Gaspreisdeckel vorzuziehen. Ein 29-Euro-Ticket und ein Mobilitätsgeld anstelle der Pendlerpauschale hätten eine positive Verteilungswirkung, ohne ökologische Fehlanreize zu setzen. Ein breites Bündnis aus Sozial- und Klimaverbänden fordert die Bundesregierung dazu auf, im geplanten dritten Entlastungspaket verteilungsgerechte und klimafreundliche Maßnahmen auf den Weg zu bringen.

Aufgrund der weiterhin hohen fossilen Energiepreise sind der Studie zufolge vor allem zielgerichtete Zuschüsse für Haushalte mit geringem Einkommen notwendig. Die Studie analysiert und bewertet fünf aktuell diskutierte Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Verteilungswirkung, ökologischen Anreizwirkung und Umsetzbarkeit. „Wir fordern ein gerechtes und klimafreundliches Entlastungspaket. Eine zukunftsweisende Gesamtlösung, die die aktuelle finanzielle Notlage vieler Menschen ausgleicht, gesellschaftliche Lasten zur Krisenbewältigung gerecht verteilt und den Klimaschutz konsequent vorantreibt: Das ist unser Anspruch an die Bundesregierung”, sagt Malte Hentschke-Kemper, stellvertretender Geschäftsführer der Klima-Allianz Deutschland.

Zum Bündnis gehört auch das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, hat „umgehend ein zielgenaues und wirksames Entlastungspaket“ für Geringverdiener, insbesondere Rentnerinnen und Rentner und all diejenigen, die Transferleistungen beziehen gefordert, berichtet Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft der EKvW. „Die Studie gibt wichtige Hinweise, wie ein solches Entlastungspaket ökologisch wirksam und sozialgerecht gestaltet werden kann, sodass starke Schultern mehr tragen und der gesellschaftliche Zusammenhalt gerade in dieser Notsituation gestärkt wird“, so Klaus Breyer weiter.

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Klaus Breyer, Leiter des IKG und Sprecher der Klima-Allianz Deutschland

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Klaus Breyer
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