
Auch in diesem Jahr blieb der Bezirksvorstand der Männerarbeit im Ruhrgebiet seiner Tradition treu für den Bezirksmännertag am 8. März in Dortmund ein sehr aktuelles Thema auszuwählen. Es ging um den vorhandenen Antisemitismus und speziell auch um antisemitische Vorfälle seit den Attentaten der HAMAS auf Jüd*innen am 7. Oktober 2023. Wieder ein Thema, mit dem der Bezirksmännertag auf sehr aktuelle Entwicklungen in Deutschland und der Welt eingeht und eine Zeitansage versucht.
Zunächst kamen Landesmännerpfarrer Martin Treichel und Bezirksmännerpfarrer Bernd Naumann in ihrer Predigt während des Gottesdienstes in der Marienkirche zu der Schlussfolgerung, dass „arrogante Besserwisserei, religiöse Überheblichkeit und Antisemitismus“ den Christinnen und Christen nicht zusteht und schließlich unchristlich sind. Sie stellten vorher 4 Berichte aus beiden biblischen Testamenten gegenüber.
Dr. Manfred Keller, Bochumer Pfarrer im Ruhestand schilderte durch die Darstellung des Stelenweges „jüdisches Leben in Bochum und Wattenscheid“ wie sich das Leben der Jüdinnen und Juden in den beiden Orten in 400 Jahren entwickelt hat, mit vielen Schattenseiten, aber nicht ohne Hoffnung.
Pfarrerin Annette Back schließlich- im Dortmunder Kirchenkreis für den jüdisch- christlichen Dialog zuständig, schilderte ihre Erfahrungen seit dem Oktober 2023. Sehr bewegend konnte sie darüber berichten, wie jüdische Schüler*innen sich nicht trauen zu ihren Erfahrungen von Diskriminierung Stellung zu beziehen.
Fazit der Veranstaltung war, dass es sehr wichtig ist den Kontakt zu unseren jüdischen Mitbürger*innen zu intensivieren bzw. überhaupt erst einmal herzustellen, um mehr Empathie zu entwickeln.
(Ralf Höffken)
Foto: v. links: Pfr. Martin Treichel, Pfr. Bernd Naumann, Ralf Höffken, Dr. Manfred Keller, Pfr.in Annette Back, Pfr. Ralf Wieschhoff Fotograf: Bernd Schuhmacher
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