Intakte Natur als Chance für Klimaresilienz und Lebensqualität

Die EKvW fordert gemeinsam mit einem breiten Netzwerk aus Verbänden, Institutionen, Unternehmen und Kammern eine entschlossene Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung in Nordrhein-Westfalen.

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Intakte Ökosysteme sind Grundlage für Gesundheit, wirtschaftliche Stabilität, Klimaanpassung und Lebensqualität. Doch das Artensterben, der Verlust von Lebensräumen und zunehmende Extremwetter zeigen: Die Natur in Nordrhein‑Westfalen steht unter Druck – und damit auch wir Menschen. Unter dem Motto „NRW – Wir machen das!“ haben sich nun über 30 Organisationen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit und Sport, Wirtschaft und Ernährung, Nachhaltigkeit, Naturschutz sowie Garten‑ und Landschaftspflege zusammengeschlossen. Das bundesweit erste Netzwerk dieser Art eint das gemeinsame Ziel, die entschlossene und kooperative Umsetzung der EU‑Wiederherstellungsverordnung (W‑VO).

Unsere gemeinsame Erklärung zeigt, dass die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen eine zentrale und prioritäre gesellschaftliche Aufgabe ist, die alle betrifft“, betonte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, bei der Vorstellung des Netzwerks. „Gesunde Ökosysteme sichern unsere Zukunft – von der öffentlichen Gesundheit über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bis zur Klimaanpassung.

Naturnahe Lebensräume und wohnortnahe Grünflächen sind für viele Menschen unverzichtbar – besonders für Ältere, Menschen mit Behinderungen und Haushalte mit geringem Einkommen. Sie schützen vor Hitze, bieten Raum für Erholung und Begegnung und stärken das soziale Miteinander. Auch Sportvereine brauchen klimaresiliente Freiräume für Lauf‑, Rad‑, Wasser‑ und andere Outdoor‑Sportarten. Und junge Menschen sind darauf angewiesen, dass wir heute handeln, damit ihre Zukunft lebenswert bleibt. Die Wiederherstellung gesunder Ökosysteme ist deshalb nicht nur Natur‑ und Klimaschutz, sondern auch Sozialpolitik.

Die Renaturierung natürlicher Lebensräume stärkt die Natur und schützt zugleich unsere Lebensgrundlagen – etwa durch besseren Hochwasser‑ und Hitzeschutz, fruchtbare Böden, sauberes Trinkwasser und funktionierende Bestäubung.

Das neue Netzwerk in NRW steht für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der nötig ist, um Klimaanpassung und widerstandsfähige Lebensräume mit den Bedürfnissen der Menschen zu verbinden. Eine ambitionierte und sozial gerechte Umsetzung der W‑VO verbessert die Lebensbedingungen heutiger und künftiger Generationen in NRW.

Dr. Jan-Dirk Döhling, Dezernent für Gesellschaftliche Verantwortung und Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft der EKvW, sagt: „Es ist unerlässlich, dass Natur- und Klimaschutz mit Sozialpolitik zusammengedacht werden. Als Kirche bringen wir diesen Impuls in Politik und Gesellschaft ein und nehmen zugleich im eigenen Handeln unsere Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung ernst.

Die gemeinsame Erklärung „Gemeinsam für Mensch und Natur in NRW: Wiederherstellung von Natur als Chance nutzen“ findet sich hier:

https://nrw.nabu.de/imperia/md/content/nrw/260717-gemeinsame-erklaerung_netzwerk_w-vo.pdf