„Kirchen sind Gemeingüter!“

Manifest fordert einen verantwortungsvollen und gemeinwesenorientierten Umgang mit Kirchen

Ein von namhaften Unterzeichner*innen getragenes Manifest fordert ein Umdenken bezogen auf den Umgang mit Kirchen. „Kirchen und ihre Ausstattungen gehören zu den wichtigsten Zeugnissen des Kulturerbes in Europa. Doch die christlichen Gemeinschaften sehen sich zunehmend nicht mehr in der Lage, diesen wertvollen Bestand zu erhalten … Staat und Gesellschaft dürfen sich ihrer historisch begründeten Verantwortung für dieses kulturelle Erbe nicht entziehen“, heißt es in der Einleitung.  Aus dieser Begründung heraus fordern die Initiator*innen dazu auf, eine neue Form der Trägerschaft zu finden, beispielsweise mit einer Stiftung oder Stiftungslandschaft für Kirchenbauten und den Ausstattungen.

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Zu den Initiator*innen des Manifests gehören unter anderem die Bundesstiftung Baukultur, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Professor*innen für Geschichte und Theorie der Architektur und für Kunstgeschichte und Kulturelle Bildung der TU Dortmund. Mehr als 15.000 Menschen haben das Manifest bereits online unterschrieben.

Landeskirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft der EKvW: „Unter den Kirchtürmen verdichten sich in Dörfern und Städten Heiliges und Historisches, Glaube und Gemeinsinn, kulturelles Gedächtnis und Zukunftshoffnungen wie an kaum einem anderen Ort. Es ist an der Zeit, dass wir als Kirche und Gesellschaft darüber ins Gespräch kommen, was uns unsere Sakral-Gebäude wert sind. Das Manifest ‚Kirchen sind Gemeingüter‘ ist hierfür ein wichtiger Impuls.“

WEITERE INFORMATIONEN:

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St. Marienkirche Gardelegen, Sachsen-Anhalt

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